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E-Bikes werden schlanker: Stromer mit Stil
Stefan Weißenborn

Dank neuer Technik ist vielen Pedelecs nicht mehr anzusehen, dass sie Akku und Motor mit sich herumschleppen. Für so viel Schönheit zahlen Radfahrer jedoch einen Preis.

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fehleinschätzung 20.05.2019, 05:25
1. wegwerfprodukt

ein abnehmbarer Akkupack ist schon was feines, man kann den mitnehmen und tauschen. die Batterietechnologie steht noch am Anfang und es wird schon mal von der Verdoppelung der Kapazität gesprochen. Fur Leute, die sich alle paar Jahre ein neues Rad kaufen oder nur im Sommer fahren ist das hier gezeigte vielleicht spannend...

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112211 20.05.2019, 06:03
2. Nabenmotoren

Ich hoffe, dass die neue Generation der Hecknabenmotoren frei laufen, sobald keine E-Unterstützung erfolgt. Das war bisher nach meiner Erfahrung oft nicht der Fall. Wollte man mit Muskelkraft schneller als die zulässig unterstützten 25 km/h fahren, entstand das Gefühl, gegen eine Wand zu fahren.

Ansonsten: stylish hin - stylish her. Warum soll man ein E Bike nicht als solches erkennen können? Solange E Bikes nicht aussehen wie Therapieräder aus der Rehaklinik, ist für mich alles in Ordnung.

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2cv 20.05.2019, 06:28
3. Der Siegeszug der Batterie...

Der Siegeszug der Batterie war nicht, dass es sie gab. Sondern dass austauschbare Formate genormt wurde, Mignon, Micro, Baby, ... Sind Erfolgsschlager. Bei Fahrradakkus macht jeder seinen eigenen Formfaktor, Stecker sind nicht genormt etc.: warum? Was Handyhersteller erst nach Druck schafften, nämlich eine Ladekabelnorm, Micro USB und jetzt USB3.0 Ladestecker, muss auch fürs Bike her.

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danielc. 20.05.2019, 07:34
4.

Getarnte Pedelecs finde ich gut. Da die meisten Fahrräder ein zulässiges Gesamtgewicht von nur 130 kg haben, ist jedes gesparte Kilo wertvoll. Schliesslich sollen ja gerade die Männer, die 100+ wiegen, fahrradfahren. Die verbleibenden 30kg sind für Rahmen, Akku, Motor und etwas Gepäck schon recht knapp.
Aufgrund meiner persönlichen Maße (ü 2m /ü100kg) musste ich für mich ohnehin genauer nachsehen. Wenn die Camouflage-E-Bikes im Bereich der XXL-Fahrräder angekommen sind, muss ich mir über eine Neuanschaffung Gedanken machen. Da ich das ganze Jahr fahre, stellt sich für mich noch die Frage, wie man einen Festverbauten Akku vor Kälte und den Nabenmotor vor Erschütterungen schützt. Wenn ich dazu eine befriedigende Antwort habe, bin ich dabei.

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Sibylle1969 20.05.2019, 07:40
5.

Der Nachrüstsatz heißt Vivax-Assist, nicht Viva-Assist, von der österreichischen Firma gibt es auch Kompletträder (Renn- und Trekkingräder, vor allem MTBs). Da sitzt der Motor im Sattelrohr, der Akku in einer Satteltasche und ist zum Aufladen herausnehmbar. Gewicht Motor und Akku zusammen ca. 2 kg, Gesamtgewicht der Räder zwischen gut 11 kg und 15 kg. Preis zwischen 4000 und 8000 Euro. Den Rädern sieht man überhaupt nicht an, dass sie einen Motor haben. Wenn der Motor aus ist, fährt es sich wie ein normales Rad.

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hd-ali 20.05.2019, 07:47
6. Wegwerfprodukt II

Ansich mal ein schönes Bike. Aber man darf bei dem ganzen Hype nicht vergessen. E-Bikes sind nach aktuellem Stand Wegwerfprodukte. Egal ob Akku austauschbar oder nicht. Wenn heute ein 7 Jahre altes Bike zu mir in die Werkstatt kommt, ist der Akku am Ende und die Displays und Bedieneinheiten nicht mehr zu bekommen, oder teuer auszutauschen. Da gibt es kaum jemand, der in die alte Möhre noch einmal 1000 Euro steckt.

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barlog 20.05.2019, 08:17
7.

@6. hd-ali: Ein sehr interessanter Aspekt, der durchaus einen eigenen Artikel verdient: 4000Euro-Elektrofahrräder, die man in paar Jahren wegschmeissen kann, wenn man sie (als Pendler) intensiv nutzt. Eigenartig, daß das bisher kaum erwähnt wurde - über Smartphones mit nicht wechselbarem Akku wird doch seit vielen Jahren ununterbrochen geweint.

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Sibylle1969 20.05.2019, 08:42
8.

Schön, dass es beim Gewicht der Pedelecs jetzt endlich deutlich nach unten geht. 20-25 kg Gewicht sind für Etagenwohnungsbewohner, die ihr Fahrrad in den Keller tragen müssen, nämlich ein No-Go. Bei weniger als 15 kg wird es interessant.

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nascado 20.05.2019, 08:44
9. Kein Wegwerfprodukt

Meine Frau fährt ihr Bosch pedelec der ersten Generation tausende Kilometer und seit sechs Jahren. Dank Kompatibilität des neuen Interface wurde die Steuerung mal auf das aktuelle Modell gebracht. Es gibt alle Ersatzteile und Akkus mit mehr Kapazität sowieso. Aus meiner praktischen Erfahrung hält ein moderner Akkku 800 -1000 volle Ladevorgänge mit 80% Rest-Kapazität. Das sind selbst bei einer Reichweite von nur 40km eine enorme Strecke von mehr als 30.000 Kilometern.
Die hier angesprochenen Bikes werden doch eh nur zum Sonntagsausflug ins Café verwendet und stehen sonst im Wohnzimmer. Wer ein Alltagstaugliches Rad sucht kauft sich doch kein Showteil.

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