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Eine Marke wird 100: Die einen bauten Autos, Citroën schuf Kunst
Citroen

Citroën feiert in diesen Wochen den 100. Geburtstag als Autohersteller. Bis heute zehrt die Marke von einem Avantgarde-Image, das vor allem auf das Modell DS zurückgeht. Eine Spurensuche bei Fans der Auto-Ikone.

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viellärmumnichts 23.06.2019, 07:45
1. Unkenntnis

Wiedermal ein intellektueller Wohlfühl-Bericht, der den Technikstand ignoriert, weil ich in das Welt-Bild der Redaktion passt. Citroen war und ist ein Verfechter der Diesel-Technologie (neben den bösen Deutschen sind und waren alle französischen Autohersteller seit den 70ern hier federführrend).
Schade eigentlich, denn Citroën/PSA haben hier einiges geleistet, um die überlegene Diesel-Technologie vom Transporter in den PKW zu überführen, deutlich vor den Deutschen mit Filter-Technologie. Auch die betagte Ente war Ende der 80er den modernen PKW voraus, schadstoffarm ohne Katalysator oder Umrüstung.
Aber leider ist bei SPON der Diesel böse und deutsch, und die frankophile Haute Volaute Kundschaft darf nicht mit technischen Fakten gelangweilt werden.
Traut Euren Lesern doch mal Eigenverantwortung zu, die können damit umgehen.

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Elektricman 23.06.2019, 08:08
2. Das Fahrwerk ist der Hammer...

Ich hatte mal einen Citroën Besitzer beim Reifenwechsel zugeschaut. Der hat einfach vier Kant Hölzer unter sein Auto gelegt. Dann gibt es einen Schalter, wo das Fahrwerk umgeschaltet werden kann. Die Räder gingen hoch und das Auto stand nur noch auf den Kant Hölzern. So lässt es sich doch viel leichter die Räder wechseln. Bei so einer Technik kann man sich den Wagenheber sparen. Winterreifenwechsel ist somit ein Kinderspiel. Auch können verschiedene Fahrweisen eingestellt werden. Wo im Gelände, härtere Stoßdämpfer mit höherem Fahrwerk gebraucht werden, das ist mit dieser Technik kein Problem.
Der Fahrkomfort bei einer weichen Einstellung ist wesentlich besser wie bei Stahlfedern. Aber wie schon beschrieben, ist diese Technik auch wartungsanfällig. Vielleicht ist man in der heutigen Zeit besser geworden, aber der Kunde möchte doch lieber ein Auto haben, wo der Wartungsaufwand gering ist.

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bfhoffmann 23.06.2019, 08:13
3. Technik hui design pfui

Für mich stand Citroen immer für den ausgesprochenen Mut zur Hässlichkeit. Die Technik war immer spannend und Avantgarde aber das Design war einfach schrecklich aber, und dass muss man Citroen zu Gute halten, es hatte stets ein Gefühl von Logik und Konsequenz. Die US Hersteller bauen auch hässliche Autos aber da ist es deutlich ein Zeichen von Ideenlosigkeit und mangelndem Geschmack. Citroen war immer hässlich wie Picassos spätes Werk.

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power.piefke 23.06.2019, 08:24
4. Kunst?

wenn etwas extravagant aber eigentlich urhässlich ist, dann ist es halt Kunst. Siehe DS.

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zia-zaruba 23.06.2019, 08:53
5. Weiss ich noch,

als ich als Kind die DS sah. Die Blinker hinten zum Beispiel oder das Lenkrad. WOW. Auf dem Schulweg in Zuffenhausen stand sogar ein Citroen- Maserati. Daran erinnere ich mich noch sehr genau.

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leftwing 23.06.2019, 09:13
6. Logo von Citröen

ist keine Winkelverzahnung wie im 2 Foto geschrieben steht. Richtig heißt dieser Art der Verzahnung "Pfeilverzahlung", daneben existiert auch die "Schrägverzahnung". Der "Pfeil" ergibt auch mehr Sinn, als Logo einer Autofirma.

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Erwinthal 23.06.2019, 09:31
7. Mehr als DS

Toller Bericht über eine tolle Merke. Leider etwas unvollständig.
Da die hundert Jahre erst jetzt vollendet sind und nicht schon 1973, fehlt mir die Zeitspanne aus den 70ern bis Heute.
Vergessen wurden CX, BX, XM, Diane und viel mehr.

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kenterziege 23.06.2019, 09:43
8. Hier mögen sich Foristen über schön und hässlich streiten...

....die DS war im Einerlei des US-bestimmten Zeitgeschmackes des 50er, wie eine Göttin. So jedenfalls Alexander Spoerl, der damals Autos „getestet“ hat und was davon verstand. (Dipl.-Ing).
Da die Straßen in F schlecht waren (Autobahnen gab es noch nicht) müsste wenigstens die Federung gut sein. Daher länger Radstand und die legendäre Hydropneumatik. Mit den Maßstäben Sindelfinger Karosserie-Technik durfte man natürlich an die DS nicht gehen. Dieser teutonische Hang nach Qualität ist den Franzosen generell fremd.
Der weit nach hinten gebaute Motor hätte besser geräuschisoliert werden müssen. Für Mechaniker war er ein Graus. Beim Kerzenwechsel wurde die vierte Zündkerze infolgedessen oft einfach „vergessen“. Leider hatte es Citroën versäumt in dieses Auto einen fortschrittlichen, kurz bauenden V6 zu integrieren. Motorisch war der Citroën nie Oberklasse-Niveau.
Leider hat der Autor zum Geburtstag nur auf zwei Modelle reflektiert.
Bei Citroën gab es noch mehr Erfolge aber auch Misserfolge. Wo ist der Transporter aus Wellblech, wo die GS mit luftgekühltem 4-Zyl.-Boxer und Hydropneumatik?

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tschosl 23.06.2019, 09:44
9. Gibts noch Federung ?

In allen bezahlbaren Autos vermisse ich die Federung, oder kennt jemand einen Wagen der gefedert ist, und trotzdem in der Spur bleibt? Etwas in der Richtung Citroen GS ( wer kennt ihn noch) fehlt auf dem Markt!

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