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Einführung des Mindestlohns: Jetzt wird Taxifahren richtig teuer
DPA

Der Mindestlohn gilt bald auch in der Taxibranche. Viele Unternehmen wollen die Kosten direkt an die Fahrgäste weitgeben und die Preise spürbar anheben - im Schnitt um etwa 20 Prozent.

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Harveyffm 15.11.2014, 09:30
1. Verstehe ich nicht,

Taxifahrer werden doch prozentual am Umsatz beteiligt, wie kann denn dann Taxifahren teurer werden?

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boingdil 15.11.2014, 09:35
2. Das wird Uber befeuern

Das Ergebnis des Mindestlohns wird hier mehrfacher Sozialbetrug sein. Taxifahrer werden scheinselbstständig und die Steuer- und Sozialbetragshinterzieher von Uber kriegen Zulauf. Toll.

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klaus meucht 15.11.2014, 09:41
3. Taxifahrer haben Lohnerhöhung verdient

Das Problem ist nicht dass die Taxifahrer zu viel verdienen, das Problem ist eher dass viele potentielle Kunden zu wenig verdienen.

Wer selbst zum Niedriglohn arbeitet kann es sich nicht leisten über eine längere Zeit einen Dienstleistung nur für sich alleine in Anspruch zu nehmen.

Ich selbst benutze meist ein Taxi um vom Bahnhof zum Hotel zu kommen, insbesondere dann wenn ich mich in der fremden Stadt nicht auskenne. Bei einer Fahrzeit von 15 bis 20 Minuten macht mich eine Erhöhung von 20 Prozent nicht arm - und sollte das Geld wirklich beim Taxifahrer ankommen, so ist dies auch mehr als verdient.

Ich sehe höchstens die Gefahr dass mit der Begründung des Mindestlohns man versucht die Preise überproportional zu erhöhen. Dann ist die Politik der Buhmann.

Aber grundsätzlich arbeiten Taxifahrer viel für relativ wenig Geld, und die wollen vielleicht auch mal abends in die Kneipe oder ins Kino gehen. Dies sichert dann wiederum andere Arbeitsplätze in anderen Branchen.

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nic 15.11.2014, 09:41
4.

Ganz ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass die Taxifahrer unter 8,50 Euro verdienen. Wird Zeit das zu ändern.

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MisterD 15.11.2014, 09:43
5.

Die meisten Taxifahrten werden wohl von Geschäftsleuten und in "Notlagen" bzw. aus Bequemlichkeit gemacht.
Insofern trifft es im ersten und letzten Fall keine armen Leute und Notlagen kommen nur selten vor.
Die Taxifahrer haben die 8,50 EUR in jedem Fall verdient. Denn allzu oft "verdient" derjenige, den sie chauffieren mindestens das 5 bis 10fache in der Stunde...

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Hornet63 15.11.2014, 09:43
6. Das wird der Markt regeln

Taxifahren in D ist jetzt schon ein extrem teures Vergnügen. Ich habe meine Zweifel, ob sich eine derartige Steigerung am Markt durchsetzen läßt. Privat werden die meisten Leute wohl nur noch Taxi fahren, wenn es keine Alternative gibt oder man die Kosten in irgendeiner Form absetzen kann.

Letztendlich wird der Mindestlohn mit den verbundenen Preiserhöhungen dazu führen, Überangebote abzubauen und jetzige Geschäftsmodelle, die auf der Ausbeutung der Fahrer basieren, zu beenden.

Auch Uber wird sich freuen. Je höher der Preis bei den etablierten Taxiunternehmen ist, desto leichter fällt alternativen Anbietern der Markteintritt.

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WwdW 15.11.2014, 09:43
7. Auch wenn es teurer wird Taxi

wird trotzdem gefahren. Denn wer Taxi fährt schaut eh nichts aufs Geld.

Wenn es also einen Einbruch von 2-5% der Fahrten gibt, dann sind davon 2-5% der Mitarbeiter betroffen, die eventuell auf die Straße gesetzt werden.

Aber dafür bekommen 95-98% der bisherigen Fahrer einen Mindestlohn. Für mich ein fairer Tausch!

Wie man in anderen Staaten sieht ist der Mindestlohn auf lange Sicht ein Seegen.

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dernihilist 15.11.2014, 09:43
8. jaja...

Nun werden wieder unter dem Deckmäntelchen von Mindestlohn die Preise nach oben geschraubt um den Profit zu erhöhen... oder aber die genannten Zahlen von 6 bis 6,50 Euro pro Stunde Lohn stimmen hinten und vorne nicht... bitte liebe Taxifahrer erklärt mir wie man von so nem Lohn leben kann?

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klausbrause 15.11.2014, 09:44
9.

Das ist wohl nur die eine Seite der Angelegenheit. Wenn die Preiserhöhungen lediglich dem Ausgleich der höheren Lohnkosten dienen und nicht als Möglichkeit zur Gewinnerhöhung genutzt werden, dann entlasten die höheren Taxipreise die Sozialhaushalte durch weniger zusätzlich über Hartz4 gezahlte Lohnanteile und höhere Sozialbeiträge. Insofern würde hier lediglich der Nutzer der Leistung die Kosten tragen und nicht mehr die Allgemeinheit.

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