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Einklappbare Fahrradhelme: Alter Falter
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decathlone 02.02.2019, 20:26
10.

Kann mir nicht vorstellen, dass diese Falthelme sicher sind. Ich bin Rennradler und habe in 25 Jahren 2 große Crashs erlebt, in denen der Helm gute Dienste geleistet hat - und hinterher Schrott war. Ich wage es zu bezweifeln, dass das mit so einem Falthelm ähnlich glimpflich ausgegangen wäre...

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alfons11:45 02.02.2019, 22:17
11.

Die von ein paar Dezilitern aufgeschäumten Kunststoff bei einem Crash absorbierbare Energiemenge ist überschaubar, mindestens gegenüber der Knautschzone eines Kfz. Das Genick bleibt ungeschützt und bei Rennradfahrern schlägt das Quadrat der Geschwindigkeit zu.
Der Falthelm verfügt per Design über eher weniger Aufnahmemöglichkeit von Energie bei einem Aufprall. Wie gut er sich gegenüber anderen Helmen schlägt, müsste man bei einem ausführlichen Test prüfen, bis hin zur Schutzwirkung gegen Rotationsbeschleunigung des Schädels.

Eine angemessen umsichtige Fahrweise kann einen größeren Sicherheitsgewinn bringen als ein Sicherheitsplacebo. Kein Fahrradhelm dieser Welt schützt z.B. dagegen, an Kreuzungen unter rechtsabbiegende Lkw zu geraten oder den Abgang über eine Autotür zu machen, wenn man wieder die Vernunft und Rechtslage zu dicht an parkenden Autos entlanggefahren ist ...

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LauraD 02.02.2019, 22:23
12. @10: Yupp.

Fast genau dito. Inklusive eines Triathlon Kollegen, der abends, vor dem Wettbewerb, 'nur mal schnell Werkstattfahrt' machen wollte, und im Wohngebiet von einem wildgewordenen, nein, ausnahmsweise nicht Rheinländer, sondern Schwaben, über den Haufen gefahren wurde - ohne Helm. Er hinterließ eine junge Frau und zwei kleine Kinder... Und mir hat mein (teurer) Bell-Helm mit seinem Innenskelett erst vor wenigen Jahren das Leben gerettet - auf einer der vielen, nicht vorhandenen Abbiegespuren für Radler, von den es in Düsseldorf so viele gibt... Ein Klapphelm kommt auch mir nicht ins Haus ;)

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gehu 03.02.2019, 23:58
13.

Irgendwo im Grundgesetz dieses Landes steht was vom Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ich bin so unverfroren, dieses für mich zu reklamieren, und sehe deshalb nicht ein, mich bewaffnen zu müssen, um mit dem Rad heil von A nach B zu kommen. Und wenn mich dann doch trotz aller Umsicht und Antizipation eines Tages der Tod vorzeitig vom Rad holen sollte, dann würde auch ein Helm mich davor kaum bewahren können. Das müssen sich wohl auch die vielen Radfahrer denken, die ich tagtäglich mit Helm auf'm Kopp über rote Ampeln rollen sehe.

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gehu 03.02.2019, 00:04
14.

Irgendwo im Grundgesetz dieses Landes steht was vom Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ich bin so unverfroren, dieses für mich zu reklamieren, und sehe deshalb nicht ein, mich bewaffnen zu müssen, um mit dem Rad heil von A nach B zu kommen. Und wenn mich dann doch trotz aller Umsicht und Antizipation eines Tages der Tod vorzeitig vom Rad holen sollte, dann würde auch ein Helm mich davor kaum bewahren können. Das müssen sich wohl auch die vielen Radfahrer denken, die ich tagtäglich mit Helm auf'm Kopp über rote Ampeln rollen sehe.

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hans_hamburg 03.02.2019, 00:44
15.

Ich benutze den im Artikel genannten Helm von FEND und bin zufrieden. Er erfüllt die gleichen Sicherheitsvorschriften wie nicht faltbare Helme (EU & USA). Einen "normalen" Helm habe ich nicht mehr. Und wenn ich in Hamburg das Stadtrad ausleihe, habe ich ihn (nicht immer) dabei. Er passt halt sehr praktisch in jede Tasche. Einen normalen Helm würde ich deswegen nicht den ganzen Tag mit mir rumtragen.

Der nächste Helm ist bestellt (https://www.park-and-diamond.com/). Mal sehen ob er hält, was er verspricht. Das Konzept klingt - auch aus Sicherheitsaspekten - erst einmal überzeugend.

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mikaiser 03.02.2019, 01:53
16. Helm seit Jahren noch nie geklaut

Fahre intensiv in Berlin Rad. Seit Jahren lasse ich Helm samt Handschuhen am Lenker, auch bei Kino- und Restaurantbesuchen. Noch nie wurde etwas geklaut. Ich glaube, dass durchgeschwitzte Utensilien für Diebe keinen großen Reiz haben.

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herjemine 03.02.2019, 04:12
17.

Ein Helm kommt mir nicht in die Einkauftüte und somit auch nicht auf den Kopf.
Gab ja auch mal die Studie in welcher nachgewiesen wurde, dass helmtragende Radler von Autos dichter überholt werden, somit das Unfallrisiko mit Helm steigt.
Ich fahre in einem Entwicklungsland täglich Rad. Geschätzt die Hälfte der Autofahrer hat keinen Führerschein, die Strassenbeleuchtung ist oftmals inexistent, 20mProzent der Autos haben kein Licht, Verkehrsregeln werden selbst von der zuständigen Verkehrspolizei nicht durchgesetzt, der Machismo treibt die Autobrsotzer zu überhöhten Geschwindigkeiten, ja auch bei Nacht und ohne Licht am eigenen Auto, es wird links wie rechts oder auf der Gegenspur überholt und sowieso hat jeder Mensch der ein Motorfahrzeug besitzt sämtliches Recht der Welt seine Umwelt zu ignorieren und ich hatte bislang mit dem Rad, 20 Kilometer täglich, heimfahrt immer bei Nacht exakt Null Unfälle.
Weil mit eingeschaltetem Gehirn brauch ich keinen weiteren Schutz für das selbige.
Eingeschaltetes Gehirn bedeutet mal aufs Recht der Vorfahrt oder was auch immer zu verzichten, nicht nur ausreichend Licht am Rad sondern viel; sowie Bremsen und Reifen immer im guten Zustand.
Und ohne drängeln oder hetzen, dafür durchaus mit kreativer Auslegung der Verkehrsregeln wenn es meiner und anderer Sicherheit betrifft.
Wie gesagt: das Gehirn ist der beste Schutz.

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arr68 03.02.2019, 11:30
18. Feedback

Ich hoffe mal, dass der Autor den Herstellern ein ausgiebiges Feedback gegeben hat, damit sie ihr Produkt noch verbessern können. Denn das ist der zweite Aspekt von Kickstarter.

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Hamberliner 03.02.2019, 11:37
19. Einspuriges fährt man nun mal mit Helm.

Als Motorradfahrer hat man immer einen Helm dabei. Entweder nan trägt ihn am Kinnbügel in der rechten Hand, oder wenn diese besetzt ist zieht man ihn mit dem Kinnbügel über den rechten Unterarm. Wo ist denn das Problem? Man kann ihn gut nutzen, um am Tresen oder im Gartenlokal seinen Plaz kenntlich zu machen, wenn man mal kurz weg ist. Warum sollte das bei einem Fahrradhelm anders sein? Versteh ich nicht. Ich hab vor Jahren das Fahrrad statt Motorrad zu meinem Hauptverkehrsmittel gemacht und würde zwar nicht behaupten, dass ich mich ohne Helm in der Hand nackt und unvollkommen fühle, aber irgendwie gibt einem das Teil in der rechten Hand ein bisschen das wohlige Gefühl, dass man nichts vergessen hat, dass man alles bei sich trägt was man braucht.

Ich kann mir gut vorstellen, dass so etwas überflüssiges wie ein zusammenfaltbarer Fahrradhelm hauptsächlich als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk gekauft wird, um den Empfänger zu quälen, weil man Geschenke ja nicht wegschmeißen kann. Sowas machen wohl dieselben, die gerne passionierten Rauchern ein blödes Büchlein "Hurra, so werde ich endlich Nichtraucher" zu Weihnachten schenken.

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