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Elektrische Tretroller : Kabinett beschließt Verordnung für E-Scooter
Magdalena Tröndle/dpa

Elektrische Tretroller sollen bald auf deutschen Straßen fahren dürfen, das Bundeskabinett hat die erforderliche Verordnung beschlossen. Die Flitzer sind jedoch nicht ohne Risiko.

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skeptikerjörg 03.04.2019, 16:08
1. Noch mal überdenken

Nichts gegen E-Scooter/E-Tretroller, aber NICHT auf Gehwegen! Wenn ich täglich sehe, mit welcher Rücksichtslosigkeit Radfahrer illegal durch Fußgängerzonen fahren und teilweise auch illegal Gehwege benutzen, dabei meinen, sie hätten das Recht, Fußgänger einfach aus dem Weg zu klingeln, drohen und schimpfen, wenn nicht zur Seite gesprungen wird, dann ist absehbar, was blüht, wenn E-Scooter legal auf Gehwegen fahren dürfen. Ebenso ist es mit Skateboardfahrern, wenn die auch zahlenmäßig geringer sind. Wir sind zwar noch nicht so weit wie in Los Angeles, wo Fußgänger Gefahr laufen, verhaftet zu werden, da sie verdächtig sind, aber auch hier werden Fußgänger mehr und mehr zu "Störelementen" auf Verkehrsflächen. Gehwege heißen Gehwege, weil sie zum gehen gedacht und konzipiert sind. Ausnahmen sind heute bereits radfahrende Kinder, die zu deren Schutz auf Gehwegen fahren dürfen. Selbst das wird manchmal eng. Aber E-Scooter/E-Tretroller bitte auf die Straße oder auf Radwege.

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noalk 03.04.2019, 16:11
2. Billionen

Weltweit 5 Billionen km zu verteilen. Von 8 Milliarden Erdenbürgern müsste jeder 625 km jährlich mit einem solchen Stromer zurücklegen. Wer's glaubt! Oder kennt der Autor des Artikels nur einfach nicht den Unterschied zwischen amerikanischen "billions" und deutschen "Milliarden"?

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newline 03.04.2019, 16:12
3. Die E-Scooter sind

nicht das Problem. Die (hoffentlich wenigen) Fahrer, die sich nicht benehmen können, sind es.
Diese werden dann leider das Bild prägen, wie bei Radlern, Autofahrern, Bikern und Jet-Ski-Fahrern.

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t_mcmillan 03.04.2019, 16:23
4. Fußgänger ist der Depp

Auch wenn es in der Vorschrift heißen wird, dass Fußgänger Vorrang haben, werden sie es sein, die leiden. Keinen Meter mehr, wo man stressfrei gehen kann. Was für eine Zumutung. In Fußgängerzonen ok, aber auf Gehwegen? Geht's noch?

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unky 03.04.2019, 16:33
5. Ich stimme Ihnen völlig zu

Zitat von skeptikerjörg
Nichts gegen E-Scooter/E-Tretroller, aber NICHT auf Gehwegen! Wenn ich täglich sehe, mit welcher Rücksichtslosigkeit Radfahrer illegal durch Fußgängerzonen fahren und teilweise auch illegal Gehwege benutzen, dabei meinen, sie hätten das Recht, Fußgänger einfach aus dem Weg zu klingeln, drohen und schimpfen, wenn nicht zur Seite gesprungen wird, dann ist absehbar, was blüht, wenn E-Scooter legal auf Gehwegen fahren dürfen. Ebenso ist es mit Skateboardfahrern, wenn die auch zahlenmäßig geringer sind. Wir sind zwar noch nicht so weit wie in Los Angeles, wo Fußgänger Gefahr laufen, verhaftet zu werden, da sie verdächtig sind, aber auch hier werden Fußgänger mehr und mehr zu "Störelementen" auf Verkehrsflächen. Gehwege heißen Gehwege, weil sie zum gehen gedacht und konzipiert sind. Ausnahmen sind heute bereits radfahrende Kinder, die zu deren Schutz auf Gehwegen fahren dürfen. Selbst das wird manchmal eng. Aber E-Scooter/E-Tretroller bitte auf die Straße oder auf Radwege.
Leider bleibt zu befürchten, dass unser autofreundlicher Verkehrsminister sich damit durchsetzen wird, Gehwege für diese Roller freizugeben. Und dann wird es auch eine generelle Freigabe der Bürgersteige für Radfahrer aller Altersgruppen geben. Schon heute ist zu beobachten, z.B. in der Schönhauser Allee in Berlin, dass Radfahrer auf den Gehwegen fahren - obwohl auf beiden Seiten der Schönhauser Allee Radwege existieren. Interessiert viele Radler nicht und wird auch nicht kontrolliert geschweige denn geahndet. Und was auch zunehmend zu beobachten ist: Motorradfahrer, die mit ihren Maschinen ein gutes Stück Gehweg befahren und erst dann auf die Fahrbahn einlenken. Fußgänger leben hier in Berlin immer gefährlicher.

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Teutonengriller 03.04.2019, 16:35
6. Back to the roots?

Roller sind was für Jugendliche . Ich stelle mir einen 80-jährigen Städter vor. Was soll der mit einem Roller? Vereinsamen? Öffentlicher Nahverkehr tut Not. Entweder Massenmittel oder Midigröße wie Minibusse oder Schienenbusse/Straßenbahnen, aber mit ordentlicher Frequenz und überall. Aber Roller. Das ist doch keine Verkehrsrevolution.

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Doktor Weisenheimer 03.04.2019, 16:36
7. Kleiner Raddurchmesser = Unfälle en masse

Konventionelle Alu-Tretroller hatten ja vor 15 Jahren schon mal ein Comeback.

Das Problem, das alle diese Roller – ob elektrisch oder nicht – teilen ist, daß der Raddurchmesser für höhere Geschwindigkeiten als Schritttempo viel zu klein sind. Die Leute werden reihenweise auf die „Fratze“ fallen, weil ein schon kleiner Ast auf dem Gehweg genügt um den Roller schlagartig zu stoppen.

Für Geschwindigkeiten oberhalb 12 km/h braucht es halt einfach eine Bereifung mit mindestens 11-12 Zoll (28-30 cm), wenn’s auch für unaufmerksame Fahrer halbwegs sicher sein soll.

Mich wundert es, daß die Hersteller das nicht erkennen/einsehen wollen.

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dt37406550 03.04.2019, 16:38
8. Das ist der größte Schwachsinn aller Zeiten

es ist bereits jetzt kein Auskommen zwischen Fußgängern und rücksichtslosen Radfahrern, was passiert erst wenn die Roller unterwegs sind. Es wird hier in Zukunft zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen kommen.
Wandern Sie heute in den Bergen, wer klingelt wie verrückt und fährt Sie halb über den Haufen - rücksichtslose Radfahrer - ist mir im letzten Jahr mindestens 10 mal passiert, 1 x mit verstauchtem Knöchel, 1 x mit Streifschuss eines Rades an der Fußaußenseite - keiner der Radfahrer ist stehen geblieben, von einem habe ich noch den Mittelfinger gesehen.
Dies wird mit den Roller in der Stadt ebenfalls zunehmen - bei Geschwindigkeiten von 20 km - wie soll ein Fußgänger da auf einen lautlosen Roller reagieren.

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qjhg 03.04.2019, 16:38
9. Sicher hat die Bundesregierung

auch bedacht, dass mit E- Skootern die Unfallzahlen erheblich ansteigen, besonders in bisher verkehrsfreien Fußgängerzonen. die Anzahl an Fällen wird sogar markant die Notaufnahmen der Krankenhäuser betreffen und nur mit zusätzlichen Kapazitäten zu lösen sein. Die zusätzlichen Unfälle mit E- Scootern werden zu keinen niedrigere Unfallzahlen in anderen Bereichen führen, da die E- Scooter ein3 zusätzliche Unfallquelle darstellen, die keine andere ersetzen.

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