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Elektro-Kleinstfahrzeuge: Cool, aber illegal - Skateboards auf Speed
SPIEGEL ONLINE

E-Roller oder -Skateboards bringen den Nutzern Spaß - und der Polizei Probleme. Denn die meisten dieser Micromodelle sind im Straßenverkehr verboten, eine Regelung lässt auf sich warten. SPIEGEL ONLINE hat drei davon getestet.

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7eggert 15.06.2018, 14:07
40.

Zitat von franksterling
Mich stören diese "Fahrzeuge" nicht. Im Gegensatz dazu finde ich, dass es dringend eine Regelung bezüglich der Fahrradkonstruktionen für Eltern. Egal ob Anhänger oder Fahrrad mit vorgelagertem riesen Kinderkäfig auf zwei Rädern. Die Fahrräder werden immer größer. Meine Erfahrung ist, dass diese zudem nicht auf dem Fahrradweg fahren können da zu groß und dementsprechend auf der Straße zu Gange sind. Junge Mütter haben zudem häufig den Anspruch, dass jeder sofort hilft und mit Kind Vorfahrt eingebaut ist. Das ist ok aber wenn mir eine Mutter mit ca. 120 cm breitem "Fahrrad" in der Einbahnstraße mittig entgegen kommt und mich entrüstet anguckt, den Kopf schüttelt oder gar einen Vogel zeigt hört das Verständnis auf. Mein Empfinden mal ganz bei Seite scheint mir der Kindertransport mit diesen Gefährten auf der Straße zudem unglaublich gefährlich. E Roller und ähnlichem bin ich auf der Straße noch nie begegnet und es stört mich nciht, wenn diese auf dem Gehweg an mir vorbei flitzen.
Ein Fahrrad braucht ohnehin 30 cm Bewegungsraum und darüber hinaus 30 cm Sicherheitsraum zu jeder Seite. Also ist bei 80 cm Breite - Ellenbogen mitgerechnet - eine Breite von 2 m gegeben. Bei typischen 1,5 m Radwegbreite kann sich ein Jeder mal überlegen, was das für den Gehweg daneben bedeutet.

Fahrräder haben auch einen Wendekreis, nach den Formeln der Physik eben mehr, als 0,5 m. Wer Spaß daran hat, kann sich ja mal ausrechnen, wie groß der ist - und ob das zu den für Pingpongbälle designeten Streckenführungen paßt.

Bei geöffneten Einbahnstraßen erlebe ich das häufig, daß der Autofahrer an einem Parkplatz, einer Auffahrt oder einer Einmündung vorbeifährt und unmittelbar dahinter vom Radfahrer erwartet, daß dieser gefälligst rückwärts fährt.

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jim_beam 15.06.2018, 14:43
41.

Zitat von Bolligru
über die typisch deutsche Regelungswut aufregen, allerdings ist doch der Punkt, das es immer mehr von solchen Fortbewegungsspaßmobilen geben wird, deren stolze Besitzer damit durch Straßen, über Radwege und Fußgängerzongen kurven und sich, ebenso wie viele Radfahrer, an keine Verkehrsregel gebunden fühlen.
So sicher wie das Amen in der Kirche kommt einer mit "Radfahrer halten sich an keine Regeln". Jeder Berufspendler weiß aus eigener Erfahrung, dass sich Autofahrer "an keine Regeln halten" und als Autofahrer hat man nichtmal eine Ausrede, weil die ganze Infrastruktur auf Autoverkehr ausgelegt ist. Radfahrer, die sich "an keine Regel halten" haben zumindest oft noch Notwehr gegen schwachsinnige Verkehrsplanungen als Argument. Radfahren auf dem Gehweg ist übrigens auch oft erzwungen - die Kommune stellt aus Bequemlichkeit oft einfach Zeichen 240 oder Zeichen 239 mit Zusatz 1022-10 auf.

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Hans58 15.06.2018, 16:40
42.

Zitat von Cephalotus
Auch der Autor hat scheinbar die Schwere des Verstoßes nicht verstanden. Das führen eines Kraftfahrzeugs ohne Haftpflicht verstößt gegen das Pflichtversicherungsgesetz: Ich zitiere: Verstoss gegen des Pflichtversicherungsgesetz - § 6 PflVG (1) Wer ein Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen gebraucht oder den Gebrauch gestattet, obwohl für das Fahrzeug der nach § 1 erforderliche Haftpflichtversicherungsvertrag nicht oder nicht mehr besteht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. (2) Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen. (Quelle: https://www.ihr-anwalt-hamburg.de/taetigkeitsbereiche/V/verstoss-gegen-das-pflichtversicherungsgesetz.html) Alles was von diesen Fahrzeugen schneller als 6km/h fährt ist ein Kraftfahrzeug. Der Besitz geringer Mengen an Drogen zum Eigenkosnum kann (nicht muss) hingegen straffrei bleiben. Die Warnung der Polizei ist also mehr als angebracht. Hinzu kommt außerdem die Haftung bei Schadensfall. Da hier keine Versicherung existiert und die Privathaftpficht eine Zhalung verweigenr wird haftet der Fahrer mit seinem Privatvermögen und das gegegebnefalls bis zum Lebensende. Die Möglichkeit zur Privatinsolvenz ist bei bei Straftaten nicht gegeben. Ob diese Regelung jetzt so sinnvoll ist sei mal dahin gestellt, es ist aber derzeit nun mal wie es ist. MfG
In diesem Artikel wird zwischen der rechtlichen Begriffen "Kraftfahrzeug" und "Fahrzeug" heftig hin- und hergesprungen.

Der § 1 PflVG schreibt vor, dass Kraftfahrzeuge eine Haftpflichtversicherung haben müssen.
Damit bezieht sich § 6 PflVG eindeutig auf Kraftfahrzeuge.

Mit einem Fahrrad kann man auch schneller als 6 km/h fahren, es ist ein Fahrzeug, aber kein Kraftfahrzeug.
Somit ist der Satz "Alles was von diesen Fahrzeugen schneller als 6km/h fährt ist ein Kraftfahrzeug" eineindeutig falsch.

§ 1 Abs. 2 definiert ein Kraftfahrzeug als " Landfahrzeuge, die durch Maschinenkraft bewegt werden, ohne an Bahngleise gebunden zu sein"

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jpphdec 15.06.2018, 19:30
43. Es gibt gesetzliche Regelungen

Aber funktionierende Beleuchtung, Bremsen, Versicherungspflicht, Zulassung etc. sind natürlich total spiessig. Wieder mal ein Geschäftsmodell, das von vorneherein darauf basiert Gesetze zu ignorieren. Würde man nämlich die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, so wie jedes zugelassene Mofa auch, dann wäre das natürlich alles viel zu teuer und uncool. Die Forderung nach Freigabe bzw. Duldung, ist schlichtweg die Forderung Egoismen auf Kosten der allgemeinen Verkehrssicherheit zu bedienen.

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tristan.criard 15.06.2018, 21:04
44. hier in ...

... Paris fährt die halbe Welt damit rum - und kein Amtsschimmel kräht danach... dieses typisch deutsche Verlangen nach Regulierung ist lächerlich!

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neurobi 15.06.2018, 21:39
45.

Zitat von jpphdec
Aber funktionierende Beleuchtung, Bremsen, Versicherungspflicht, Zulassung etc. sind natürlich total spiessig. Wieder mal ein Geschäftsmodell, das von vorneherein darauf basiert Gesetze zu ignorieren. Würde man nämlich die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, so wie jedes zugelassene Mofa auch, dann wäre das natürlich alles viel zu teuer und uncool. Die Forderung nach Freigabe bzw. Duldung, ist schlichtweg die Forderung Egoismen auf Kosten der allgemeinen Verkehrssicherheit zu bedienen.
Einen 12kg E-Scooter mit einem >50kg Mofa gleich zu setzen ist, als wenn man letzteres mit einm vollwertigen Motorad gleichsetzt.
Der Gesetzgeber hat noch nicht auf die technische Neuerung reagiert und die Regelungen angepasst.
Jedes 10jährige Kind kann mit seinem Fahrrad 25km/h fahren. Warum sollte es "auf Kosten der allgemeinen Verkehrssicherheit" gehen, wenn man diese mit geringen Anforderungen (ohne Führerschein, Versicherungs- und Helmpflicht) ab einem bestimmten Alter freigibt?
Scheint anderswo ja auch zu funktionieren.

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stefan7777 16.06.2018, 11:03
46. Plev

Die EU diskutiert, oder eher rotiert zum Thema PLEV seit vielen Jahren in ihren verkrusteten Beamtenstrukturen. Aus deutschen Amtsstuben kommen da Aussagen wie: "Wir haben nicht die Infrastrukturen sprich Wege, auf welchen man PLEVs zulassen könnte. So lange diese nicht geschaffen seien, so lange werde es keine Zulassungen geben." - sehr armes Deutschland! Viele haben den Schuß noch nicht gehört. Es gibt natürlich auch keinerlei Innovationen rund um das weltweite Thema PLEVs - sehr bedenklich. Naja, die Autoindustrie hat immerhin bemerkt dass sich irgend was ändern muß an der Technik ihrer Autos.

In China darf kein Kleinkraftrad mehr mit Verbrenner fahren - seit vielen Jahren.
Dänemark und Norwegen gehen alleine weiter: https://www.my-egret.com/de/module/csblog/post/49-1-daenemark-und-norwegen-legalisieren-plevs.html

HALLO DEUTSCHLAND, AUFWACHEN! Es ist nicht alles schlecht was neu ist, freut Euch doch mal auf Veränderungen, auf praktische neue Dinge - ja, ist schwer.

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bauigel 16.06.2018, 11:04
47. @ Benjowi

Sie schreiben, dass „solche Dinger“ in keinem anderen Land verboten sind und es auch nirgendwo Probleme gibt.
Woher wissen sie dass? Haben sie schon die über 170 Lönder der Erde besucht?
Oder ist das nur eine dieser typischen Fake Aussagen um ihre eigene Meinung zu untermauern?

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g-selle 16.06.2018, 19:27
48. Sicher und umweltfreundlich - eine Chance für die Zukunft

Mir erscheint, dass der Text des Artikels und auch die Inhalte einiger Kommentare eher wenig auf eigenen Erfahrungen basieren. Auch wird der Eindruck erweckt, man würde nur wegen der Coolness solch ein neuartiges Gefährt fahren. Das ist leider etwas zu kurz gedacht. Nach über 4000 km auf elektrischen Longboards und über 3000 km auf dem elektrischen Einrad kann ich nur sagen, dass diese durchaus alltagstauglich sind - ok, ein Longboard ist vermutlich etwas speziell, aber einen E-Roller (ebenfalls schon getestet) kann wirklich jeder fahren. Und nur weil sich etwas anfangs eventuell noch etwas wackelig anfühlt, heißt dies nicht, dass etwas unsicher ist - Fahrradfahren mussten wir ja auch alle mal lernen und dies erschien zuerst auch ungewohnt.

Im Vergleich mit einem Auto (mindestens 1 Tonne Gewicht) bewegt man mit einem Elektromobil nur sehr wenig Masse und spart damit viel Energie. Auch ist die Verletzungsgefahr für andere damit weit geringer, denn weniger Masse bedeutet, dass weniger Kräfte auftreten können. Da die hier gezeigten Geräte auch alle nicht so neu sind, gibt es in hiervon schon sehr sichere Varianten die perfekt verarbeitet sind, eine Beleuchtung haben und deren Bremssysteme eine effektive Verzögerung (oft besser als der eines gewöhnlichen Fahrrads) bieten. Man sollte nur nicht das billigste kaufen - da spart man nur an der eigenen Sicherheit.

Sparen tut man bei unter 50 Cent pro 100 km später dann schon genug.

Wir sind alle verpflichtet den folgenden Generationen eine Welt zu hinterlassen, die lebenswert bleibt - wir haben schon reichlich zerstört. Daher brauchen wir Alternativen zum Auto: Die Kleinstelektomobile sind leise, stinken nicht, sind wartungsarm und verbrauchen wenig Energie. Wir sollten dies als Chance für die Zukunft sehen.

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Plasmabruzzler 18.06.2018, 07:18
49.

Zitat von g-selle
Wir sind alle verpflichtet den folgenden Generationen eine Welt zu hinterlassen, die lebenswert bleibt - wir haben schon reichlich zerstört. Daher brauchen wir Alternativen zum Auto: Die Kleinstelektomobile sind leise, stinken nicht, sind wartungsarm und verbrauchen wenig Energie. Wir sollten dies als Chance für die Zukunft sehen.
Es geht ja nicht darum, jemandem sein Elektromobil streitig zu machen, sondern um die Tatsache, dass es für den Einsatz solcher Gerätschaften Regelungen bedarf - was ich vernünftig finde. Unzufrieden bin ich allerdings mit der Schnelligkeit, wie so etwas umgesetzt wird. Viele solcher Gerätschaften sind seit langem auf dem Markt und man hat verpennt, dies wahrzunehmen.

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