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Elektro-Lkw: Brummi brummt nicht mehr
Volvo Trucks

Geringere Wartungskosten, kein Ärger mit Fahrverboten, weniger Lärm - die Lkw-Branche entdeckt die Vorzüge der Elektromobilität. Volvo präsentierte nun in Göteborg den ersten strombetriebenen Großserien-Truck.

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dirk1962 19.04.2018, 05:40
1. Das Argument geringer Wartungskosten

ist für den Güterverkehr das Einzige, was zählt. Diese wirtschaftlichen Vorteile hat natürlich auch ein PKW mit EAntrieb. Leider geht das Argument in Schein Argumenten wie Reichweite und Höchstgeschwindigkeit unter. Dabei fährt der durchschnittliche PKW nicht einmal 50 km am Tag.

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Das dazu 19.04.2018, 06:12
2. Nachts?

Alles eine großartige Sache.
Doch im Artikel steht, das durch den verringerten Lärmpegel auch nachts dann Müll abgefahren werden könnte.
Erstens, wer mal im Süden Europas war, kennt das. Der Lärm kommt nicht nur vom Motor des LKW, sondern zum großen Teil auch von der Hebehydraulik und vor allem von den Mülltonnen selbst. Das schieben, rollen und entleeren ist eben auch laut, besonders nachts.
Zweitens, wird im Artikel bei den Ladezeiten ja darauf hin gewiesen, das die Fahrzeuge ja nachts auf dem Gelände des Fuhrparks stehen würden. Hmm, ja eben gerade nicht mehr, wenn man jetzt vermehrt die Nacht nutzen will, um den Verkehr zu entlasten.

Also das Argument mit Nachts scheint mir nicht so durchdacht zu sein.
Wird wohl nur die Realität zeigen, wie gut das funktionieren wird.

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ayumu 19.04.2018, 07:05
3.

Leise sind E-LKW übrigens nur bei niedrigen Geschwindigkeiten, zum Beispiel in der Stadt. Auf der Autobahn sind die LKW durch die Abrollgeräusche der Reifen genau so laut wie alle anderen Autos. Das wäre vielleicht noch interessant gewesen zu erwähnen, wenn man schon davon schwärmt wie leise die doch sind. Ansonsten finde ich es aber eine sehr gute Idee beim Lieferverkehr anzufangen, da ist zumindest die Ladesituation wenigstens realistisch. Private E-Autos funktionieren nur mit privatem Parkplatz mit Steckdose. Bei uns gibt es eine Ladesäule in der Nähe und die steht auf nem Baumarkt-Parkplatz bei dem Nachts die Schranke runter gelassen wird und man in der Zeit nicht an sein Auto kommt.. Und sonst kenne ich hier keine. Und die Parksituation ist hier ohnehin prekär. Frage mich auch immer wie die Infrastruktur für private Elektroautos geschaffen werden will, wo hier nicht mal Geld da ist um die Straßen überhaupt im Stand zu halten. Es gibt hier so viele Schlaglöcher, dass die verbleibende Straße schon fast zu Hügeln wird...

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Bernhard Reiter 19.04.2018, 07:55
4. Klasse Idee

Funktioniert nur leider nicht. Das Problem sind nicht die Akkus, sondern das Stromnetz. Es ist dafür nicht ausgelegt. D. h. es müsste komplett, also bis in den letzten Winkel einer Stadt, umgebaut werden. Illusorisch. Und dann der Nonsense mit den Stadt-LKW. Da müsste man vor der Stadt umladen. Wo soll das sein? Wer bezahlt das? Mich erstaunt, wie bei diesem Thema die Redakteure quasi die Werbematerialien abschreiben.

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fatherted98 19.04.2018, 07:55
5. lachnummer....

...so was ist vielleicht als Prestige-Objekt nutzbar...aber für den wirtschaftlichen Einsatz untauglich. Besser wäre es wenn man die Diesel LKW von der Straße holen und durch Gas LKW ersetzten würde. In Thailand fährt die Hälfte der LKW Flotte (meist neuere LKWs) mit Gas.....warum das in Europa bzw. Deutschland nicht möglich ist, ist mir ein Rätsel.

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manitoba 19.04.2018, 08:04
6. Nett

Netter Werbeartikel, der die wesentlichen Fragen natürlich ausblendet.

Entscheidend für die Einsatzfähigkeit von LKW ist nämlich nicht deren Gesamtgewicht, sondern deren Nutzlast. Die wird im Artikel gar nicht erst erwähnt, vermutlich deshalb, weil sie bei den vorgestellten Fahrzeugen ähnlich desaströs ausfällt wie bei der Postkutsche "StreetScooter".
Für die Belieferung mit Lebensmitteln sind Kühlaggregate notwendig, deren Betrieb die Reichweiten von eLKW deutlich reduzieren. Dieses Thema hat man offenbar völlig ausgeblendet.

Und ganz ehrlich: Über Reichweiten von 100-300km lacht jeder Disponent - ein bitteres Lachen. Die notwendige Menge an LKW und Personal wäre schon bei der Versorgung einer mittleren Großstadt gar nicht mehr zu bezahlen.

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mikko11 19.04.2018, 08:55
7.

Zitat von dirk1962
ist für den Güterverkehr das Einzige, was zählt. Diese wirtschaftlichen Vorteile hat natürlich auch ein PKW mit EAntrieb. Leider geht das Argument in Schein Argumenten wie Reichweite und Höchstgeschwindigkeit unter. Dabei fährt der durchschnittliche PKW nicht einmal 50 km am Tag.
Leider projizieren die meisten BEV-Romantiker ihre Situation (eigene Lademöglichkeit) auf alle anderen. Hab ich nicht, die nächste Ladestation ist 2 km weg und am Arbeitsplatz geht das auch nicht. 50 km am Tag könnte bei mir hinkommen, manchmal sind es aber über 300. (Könnte so reichen, aber ohne gute Ladeinfrastruktur?)

Da so ein Mittelwert furchtbar aussagekräftig ist: Die Jahresmitteltemperatur in Deutschland beträgt 16 Grad - wir könnten alle auf eine Heizung verzichten und damit jede Menge Luftschadstoffe vermeiden ...

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karl-felix 19.04.2018, 09:22
8. Nein

Zitat von Das dazu
Alles eine großartige Sache. Doch im Artikel steht, das durch den verringerten Lärmpegel auch nachts dann Müll abgefahren werden könnte. Erstens, wer mal im Süden Europas war, kennt das. Der Lärm kommt nicht nur vom Motor des LKW, sondern zum großen Teil auch von der Hebehydraulik und vor allem von den Mülltonnen selbst. Das schieben, rollen und entleeren ist eben auch laut, besonders nachts. Zweitens, wird im Artikel bei den Ladezeiten ja darauf hin gewiesen, das die Fahrzeuge ja nachts auf dem Gelände des Fuhrparks stehen würden. Hmm, ja eben gerade nicht mehr, wenn man jetzt vermehrt die Nacht nutzen will, um den Verkehr zu entlasten. Also das Argument mit Nachts scheint mir nicht so durchdacht zu sein. Wird wohl nur die Realität zeigen, wie gut das funktionieren wird.
Im Artikel steht, dass die nachts auf dem Betriebshof 13 Stunden lang die Batterie aufladen - und das leise.

Mir leuchtet das schon ein , wenn nachts die Spät- Diesel-Linienbusse durch die Wohngebiete dröhnen . Komischerweise riecht man Diesel LKW des nachts in der Stadt viel länger und auf weitere Entfernung .
Eine Wohltat, die DHL Street-Scooter gegen die qualmenden Transit-Diesel von Hermes.

Sie haben also recht: Eine grossartige Sache.

Geht doch .

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oschn 19.04.2018, 09:29
9. Klappt schon

Zitat von Bernhard Reiter
Und dann der Nonsense mit den Stadt-LKW. Da müsste man vor der Stadt umladen. Wo soll das sein? Wer bezahlt das? Mich erstaunt, wie bei diesem Thema die Redakteure quasi die Werbematerialien abschreiben.
Sobald die klassischen LKW nur noch gegen große Kosten in die Stadt dürfen, oder gar nicht mehr, werden die Speditionen selbstverständlich vor der Stadt umladen!

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