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Elektro-Lkw: Brummi brummt nicht mehr
Volvo Trucks

Geringere Wartungskosten, kein Ärger mit Fahrverboten, weniger Lärm - die Lkw-Branche entdeckt die Vorzüge der Elektromobilität. Volvo präsentierte nun in Göteborg den ersten strombetriebenen Großserien-Truck.

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HerrBrechtasz 19.04.2018, 11:55
30. Akku + Brennstoffzelle

Ich freue mich über jedes E-Fahrzeug. In ein paar Jahren wird es auch endlich markttauglich sein. Daimler macht es mit dem GLC-FC gerade vor. So ein Müllwagen benötigt eine kleine Batterie und eine Brennstoffzelle. Die Technik hat sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt und liegt preislich in Reichweite zum Diesel. Auf den Betriebshof einen Elektrolyseur und eine Zapfsäule und schon kann man flexibel wie beim Diesel und einer ebenso großen Reichweite seine Aufgaben erledigen. Nebenbei kann man auch noch die Netzstabilität verbessern, indem in sonnen- und windreichen der Elektrolyseur angeschmissen wird. Hier läuft schon einiges, auch im Linienbus- und Truckbereich. http://nelhydrogen.com/product/h2-station/ https://nikolamotor.com/motor
https://www.vanhool.be/de/opnv/exquicity-brt/fuel-cell

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Byrne 19.04.2018, 11:58
31. Mit der Mathematik ist das so eine Sache

Zitat von zensurgegner2017
Da hilft Mathematik, über 80% aller Fahrzeuge fahren unter 50 km/Tag
Leider nur bedingt, da mathematische Durchschnittswerte zwar für Statistiken interessant sind, aber nicht immer für die Praxis. Denn die 80 % aller Fahrzeuge fahren zwar durchschnittlich nur 50 km am Tag, aber es gibt auch Tage, an denen diese wesentlich größere Strecken zurücklegen sollen, und das geht dann leider oft nicht.

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Ollin 19.04.2018, 12:16
32. ...einzig Politik und Markt werden entscheiden

Was wir uns hier zu diesem Thema zusammen diskutieren erscheint einigermaßen sinnfrei und erfüllt in vielen Fällen die Funktion besserwisserrei in die Welt zu prusten. Letztlich kann an der Intention Emissionen jedweder Art in Ballungszentren, die diesbezüglich naturgemäß hochbelastet sind, zu reduzieren, niemand vernünftig Denkende etwas auszusetzen haben. E-LKW sind ein Ansatz in diese Richtung etwas zu verändern. Marketinginteressen hat jeder Marktteilnehmer, das in diesem Fall betont zu kritisieren ist sinnlos. Herkömmliche LKW werden von den Herstellern auch als Wundermaschinen beworben, die sie allesamt nicht sind. Der Druck Emissionen innerstädtisch zu vermeiden, wird sich weiter erhöhen. Der Anbieter mit dem wirksamsten, wirtschaftlichsten Konzept wird mittelfristig erhebliche Marktanteile erhalten, ist doch ganz einfach. Ideologien kann sich im knallharten Wettbewerb keiner leisten- es sei denn sie zahlen sich aus, weil man darüber Umsatz generiert -man sucht gute, haltbare, wirtschaftlich zu betreibende Produkte. Punkt.

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Klimagas 19.04.2018, 12:17
33. Was Sie nicht sagen,

Zitat von karl-felix
Im Artikel steht, dass die nachts auf dem Betriebshof 13 Stunden lang die Batterie aufladen - und das leise.
und Diesel-LKW und -Busse stehen mit laufendem Motor auf dem Betriebshof?

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Tastendruecker 19.04.2018, 12:18
34. Man muss halt intelligent rangehen

Zitat von ardbeg17
"22KW entspricht einem Durchlauferhitzer" Da dürften sie sich um eine Kommastelle vertan haben? Der Hausanschluss eines üblichen EFH ist mit dreimal 35 A abgesichert. Die 22 KW entsprechen also fast der Maximalbelastbarkeit eines modernen Hausanschluss, wo Trockner, Herd, Föhn, Waschmaschine, Wasserkocher und Staubsauger gleichzeitig betrieben werden können.
Nein, 22kw bei einem DLE passen schon. Ich weiss gar nicht wie ich 10 Jahre wohnen konnte in einer Wohnung mit Nachspeicheröfen die eine Anschlussleistung von zusammen ca. 30KW hatten. In einem Haus mit 3 gleich ausgestattenen Wohnungen. Mit Durchlauferhitzern. In einer Strasse mit 50 änhnlichen Häusern.

ein Elektroauto kann man aber auch intelligent laden. Abhängig von der geplanten Verfügbarkeit und aktuellen Last kann man das Laden des Autos prima steuern. Ich kenne einige Bastler die sich mit intelligenten Stromzählern + Raspis so etwas gebaut haben. Funktioniert auch mit Solaranalagen. Da wird das Auto zuerst mit Solarstrom geladen. Reicht der nicht und das Auto muss bis zum Zeitpiunkt x voll sein wird aus dem Netz weitergeladen. Wäre die Gesamtleistung für den Hausanschliuss zu gross (kommt eher selten vor) wird z.B. die Ladung des Autos gedrosselt oder ausgeschaltet. Mein Auto ist auch mit einer Ladeleitung von 2,1kw über Nacht voll. Alternativ kann man ja auch den Trocker zu einer anderen Zeit laufen lassen. Usw, usf.

Evtl. kann man ja auch über eine Pufferung des Solartroms (EFH) mittels Batterie nachdenken und viola hat man eine grössere Anschlussleistung.

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gordito255 19.04.2018, 12:29
35. Immissionsschutzgesetz

Zitat von Das dazu
Alles eine großartige Sache. Doch im Artikel steht, das durch den verringerten Lärmpegel auch nachts dann Müll abgefahren werden könnte. Erstens, wer mal im Süden Europas war, kennt das. Der Lärm kommt nicht nur vom Motor des LKW, sondern zum großen Teil auch von der Hebehydraulik und vor allem von den Mülltonnen selbst. Das schieben, rollen und entleeren ist eben auch laut, besonders nachts. Zweitens, wird im Artikel bei den Ladezeiten ja darauf hin gewiesen, das die Fahrzeuge ja nachts auf dem Gelände des Fuhrparks stehen würden. Hmm, ja eben gerade nicht mehr, wenn man jetzt vermehrt die Nacht nutzen will, um den Verkehr zu entlasten. Also das Argument mit Nachts scheint mir nicht so durchdacht zu sein. Wird wohl nur die Realität zeigen, wie gut das funktionieren wird.
Im Artikel steht, dass Lieferdienste und Speditionen auch nachts liefern könnten. Das Immissionsschutzgesetz gilt auch weiterhin. Wenn also z.B. Edeka seine Lieferungen an die Filialen nachts durchführen will, so müssen alle Vorrichtungen an den Lieferfahrzeugen lärmreduziert arbeiten. Ein Elekromotor wird alleine nicht ausreichen. Das treibt natürlich die Kosten nach oben und die Lieferanten werden sich das gut überlegen ob das die Zeitersparnis aufwiegt.

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Mike-H 19.04.2018, 12:36
36.

Zitat von Oberleerer
Rechnen Sie einfach aus: wieviel Diesel verbraucht Ihr aktueller Müllwagen pro Tag? Das sind dann etwa 12 kWh/Liter. Der Wirkungsgrag ist bei ca. 25% E-Motoren haben 90% Wirkungsgrad. Und "im Leerlauf vor sich hintuckern" gibt es auch nicht. Und treibstoffintensive Kaltstarts gibt es auch nicht.
"Îm Leerlauf vor sich hintuckern" heißt beim Müllwagen, der Nebenantrieb treib die Hydraulikpumpe für die Presse. Nicht umsonst gibt man bei solchen Fahrzeugen den Verbrauch in l pro Stunde an und nicht l pro 100km.

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zensurgegner2017 19.04.2018, 12:38
37.

Zitat von Byrne
Leider nur bedingt, da mathematische Durchschnittswerte zwar für Statistiken interessant sind, aber nicht immer für die Praxis. Denn die 80 % aller Fahrzeuge fahren zwar durchschnittlich nur 50 km am Tag, aber es gibt auch Tage, an denen diese wesentlich größere Strecken zurücklegen sollen, und das geht dann leider oft nicht.
Die STatistik sagt, dass 80% aller Fahrzeuge teilweise weit unter 50km an Tag fahren

Bedenkenträger lernen nichts daraus, da man ja vielleicht an einem Tag...

Pragmatiker hingegen bringen E Mobile auf den Markt, die für wahrscheinlich 90% dieser 80% interessant sein dürften.
Für die wenigen Tage, an denen die dann größere Entfernungen zurücklegt werden mussen ist die Anmietung dann die Alternative.

Mit dieser vorgehensweise wird die Umwelt entlastet, das autonome Fahren kommt voran, Carsharing und Co wird leichter, Parkplatzfindung etc etc etc

Im Bedenkenträgerdorf hingegen haben alle nach wie vor den 200 PS Verbrenner SUV, weil man ja vielleicht...brauchen könnte

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mr.zoui 19.04.2018, 12:45
38.

Gibt es da eigentlich auch belastbare Daten, neben der Werbebroschüre?

Irgendwie bin ich skeptisch, ob der Reichweite bei zB. Müllwagen:
9 Stunden täglich mit Stop¬Go-alle50m bei 16Tonnen + Hydraulik, Klima, Radio...
Bei innerstädtischem Lieferverkehr in Vangröße glaub ich das,
bei LKWs eher nicht.

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joanz74 19.04.2018, 12:45
39. @26 zensurgegner

Sie haben mit Verlaub die Niederlande und Belgien vergessen auf zu zählen. Dort sind E-Busse und E-Müllwagen im nicht unerheblichen Maße schon Alltag im öffentlichen Betrieb. Bei uns in NRW wird zwischen Köln und dem Ruhrgebiet von den Verkehrsbetriebe und Kommunen der wohl größte bis dato in Deutschland Struktur Wandel in Sachen E-mobilität im öffentlichen Nahverkehr durch gezogen. Bis 2021 sollen in vielen regionen ein nicht unerheblicher Teil der flotten von Diesel auf Akku und Brennstoffzelle um gestellt werden. Brennstoffzelle explizit in der Stadt Wuppertal. Müll Fahrzeuge sollen folgen. Und alles ohne großes Tara. Ach ja die meisten Fahrzeuge kommen nach meinen Kenntnis stand von Mercedes und aus Belgien. Keine China Busse, oder Transporter und Lkw. Es ist nicht nötig immer in schwarz und weiß zu mahlen. Einfach mal direkt mit den zu ständigen Stadtwerke reden, was mit der vorhandenen Infrastruktur geht, und was eventuell benötigt wird. Da klappt auch in Deutschland ein Paradigma Wechsel. Die meisten bedenken träger, meinen es auch nicht so, dass sie alles neue und andere ablehnen. Ich hatte in Gelsenkirchen ein Gespräch mit einem Elektro Ingenieur der Stadtwerke, der mir bestätigte 40 Millionen privat Fahrzeuge wird das deutsche Netz zur zeit nicht schaffen vor allem in den Ballungsräumen.

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