Forum: Auto
Elektro-Lkw: Brummi brummt nicht mehr
Volvo Trucks

Geringere Wartungskosten, kein Ärger mit Fahrverboten, weniger Lärm - die Lkw-Branche entdeckt die Vorzüge der Elektromobilität. Volvo präsentierte nun in Göteborg den ersten strombetriebenen Großserien-Truck.

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Flari 19.04.2018, 12:56
40. Vorteil der Nachtverteilung

Bei einer Warenverteilung in der Nacht hatten die Lagerarbeiter und Fahrer den grossen Vorteil, durchgehend von der resultierenden Tagesfreizeit profitieren zu können.
Und die ganzen Lieferdienste würden bedeutend seltener umsonst einen Haushalt anfahren, da die meisten ja nachts zu hause sind.
Natürlich ausser den Auslieferfahrern und Lagerarbeitern, aber da kann man ja auch beim Nachbarn klingeln.

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Byrne 19.04.2018, 13:04
41. Sie machen es sich etwas zu einfach

Zitat von zensurgegner2017
Die STatistik sagt, dass 80% aller Fahrzeuge teilweise weit unter 50km an Tag fahren Bedenkenträger lernen nichts daraus, da man ja vielleicht an einem Tag... Pragmatiker hingegen bringen E Mobile auf den Markt, die für wahrscheinlich 90% dieser 80% interessant sein dürften. Für die wenigen Tage, an denen die dann größere Entfernungen zurücklegt werden mussen ist die Anmietung dann die Alternative. Mit dieser vorgehensweise wird die Umwelt entlastet, das autonome Fahren kommt voran, Carsharing und Co wird leichter, Parkplatzfindung etc etc etc Im Bedenkenträgerdorf hingegen haben alle nach wie vor den 200 PS Verbrenner SUV, weil man ja vielleicht...brauchen könnte
Sie machen es sich vielleicht etwas zu einfach, wenn Sie alle Bedenkenträger in der Gemeinschaft der 200 PS-Verbrenner vermuten. Ich besitze zum Beispiel gar kein Kfz, fahre fast immer Fahrrad, ÖPNV oder Bahn und nur gelegentlich einen Mietwagen.

Ziehen Sie mal in Erwägung, dass manche von Ihnen so genannte Bedenkenträger diese Bedenken mit sich tragen, weil diese Ahnung von bestimmten technischen und praktischen Zusammenhängen haben und nicht bloß weil diese grundsätzlich gegen Veränderungen sind.

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jasper366 19.04.2018, 13:09
42.

Zitat von zensurgegner2017
3: Die meisten Zulieferungen innerhalb großer Ballungsgebiete sind unter 7,5 To Fahrzeuge
Äh, nein?
Außer Sie meinen die Paketkutscher.

Verteilerfahrzeuge sind heute zu 90% 12 t LKW. Ein aktueller 7,5 er darf mit Hebebühne ausgerüstet gerade mal 2 bis maximal 2,5 t laden, das rechnet sich für die Speditionen nicht.
Die spielen heute quasi nur noch eine Rolle im Vermietergeschäft für Privatkunden.

Sieht man auch gut in den Stellenausschreibungen der Speditionen, auch im Verteilerverkehr wird dort ein Führerschein Klasse C(E) inkl. Schlüsselzahl 95 (Module Ladungssicherung etc.) gefordert.

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les2005 19.04.2018, 13:11
43. Ich war schon beunruhigt...

Zitat von Bernhard Reiter
Funktioniert nur leider nicht. Das Problem sind nicht die Akkus, sondern das Stromnetz. Es ist dafür nicht ausgelegt. D. h. es müsste komplett, also bis in den letzten Winkel einer Stadt, umgebaut werden. Illusorisch. Und dann der Nonsense mit den Stadt-LKW. Da müsste man vor ....
...schon drei Beiträge im Forum, und noch keiner hat darauf hingewiesen, daß, was anderswo bereits im Alltagseinsatz ist und in Deutschland inzwischen auch beginnt, ganz unmöglich funktionieren kann? Das wäre nicht das SPON-Forum wie wir es kennen und lieben.
Ja, in der Tat, per Stillstand erreicht man keine Veränderung. Warum das Forum ein Sammelbecken für Leute ist, die jedwede Veränderung für unmöglich halten, wird sich mir nie erschließen. Ein Rückblick auf das in den letzten zehn, zwanzig Jahren Erreichte, ohne Kollaps der Stromversorgung, sollte die ewigen Zweifler etwas mehr Optimismus und Vertrauen in die Möglichkeit des Wandels lehren.

Nichts davon wird über Nacht passieren. Genausowenig wie über Nacht mehr als ein Drittel der Stromerzeugung auf erneuerbare Quellen umgestellt wurde, werden über Nacht Alle auf Elektro umsatteln. Bei der jetzigen Einführungsgeschwindigkeit bleibt genug Zeit für die - auch nur partiell erforderliche - Ertüchtigung des Stromnetzes. Aber dieselben Leute, die vor hundert Jahren die Unmöglichkeit der Ablösung von Pferden durch Autos erklärt haben, erklären heute eben die Unmöglichkeit der Umstellung von Stromerzeugung, Fahrzeugtechnik, etc. etc. Die Karawane zieht weiter.

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jasper366 19.04.2018, 13:19
44.

Zitat von zensurgegner2017
Wenn Sie ab und an in einer Großstadt unterwegs wären dann würden Sie feststellen, dass die meisten Fahrten von Fahrzeugen mit 7,5To erledigt werden. Zuladung 3-4 Tonnen
Die Zeiten dieser Zuladung sind lange vorbei.
Ein 7,5 t mit Koffer und Hebebühne hat 2 - 2,5 t Zuladung.

Der Grund liegt darin das die Hersteller keine 7,5 t Fahrgestelle mehr bauen, da die Klientel die diese noch fahren darf immer weniger wird. Mit dem Klasse B ist ja inzwischen bei 3,5 t Schluß, also macht jeder der LKW fahren will / muss eh den Führerschein der Klasse CE.
Alle aktuellen 7,5er sind daher quasi abgelastete 12 t LKW.

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mons_francorum 19.04.2018, 13:31
45. Kostenrechnung

Zitat von dirk1962
ist für den Güterverkehr das Einzige, was zählt. Diese wirtschaftlichen Vorteile hat natürlich auch ein PKW mit EAntrieb. Leider geht das Argument in Schein Argumenten wie Reichweite und Höchstgeschwindigkeit unter. Dabei fährt der durchschnittliche PKW nicht einmal 50 km am Tag.
Stimmt nicht ganz,
es zählen nicht die geringeren Wartungskosten, sondern die geringeren Gesamtkosten - und da sieht es ganz schnell ganz mies aus für die Elektrofahrzeuge.
Dieser Elektro-Transporter von der Post kostet z.B. 42.000 €, ein Basis-Mercedes Sprinter mit fast doppelter Zuladung kostet 22.000.

Der ADAC rechnet bei einem Sprinter mit monatlich 350 € Fixkosten (Steuer), Werkstattkosten (Reifen + Öl), Betriebskosten (Sprit) bei 15.000km/Jahr,

Der Post-Scooter ist lt Verkaufsprospekt in diesen Bereichen ca 70% billiger - d.h. er kostet im Monat ca 100 €
D.h. man spart in 3 Jahren mit dem Postscooter ganze 9.000 Euros im Unterhalt, bei 20.000 € höheren Anschaffungskosten - das kann sich kein Flottenmanager leisten.

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jasper366 19.04.2018, 13:33
46.

Zitat von Tastendruecker
In diesem Artikel geht es um den Ersatz von Hydrauliken durch elekktrische Linearaktuatoren. https://www.konstruktionspraxis.vogel.de/linearaktuatoren-ersetzen-hydraulik-und-pneumatikzylinder-a-322319/ Interessant ist der Achnitt über den Energiebedarf. "...mehr Leistung mit weniger Kraftstoff, und damit eine deutlich höhere Wirtschaftlichkeit seiner Maschine. " Also ich traue den Ingenieuren von Volo schon zu das sie ein Müllauto bauen das auch funktionert. Göteborg scheint das ja gerne testen zu wollen.
Es ging ja nicht um Funktionieren oder nicht Funktionieren.
Es kam die Frage auf wie denn der Energiebedarf eines aktuellen Müllfahrzeuges ist. Und der ist deutlich über dem eines 40 t im fernverkehr (dreimal so hoch).

Also wird, egal wie und mit was man die Hydraulik ggf. ersetzt, auch der Energiebedarf eines E-Müllfahrzeuges höher sein als z.B. bei einem vergleichbaren Verteiler-E-LKW.

Also müßte der dann auch bei gleicher Reichweite mehr Akkuleistung verbaut haben.

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zensurgegner2017 19.04.2018, 13:35
47.

Zitat von joanz74
Sie haben mit Verlaub die Niederlande und Belgien vergessen auf zu zählen. Dort sind E-Busse und E-Müllwagen im nicht unerheblichen Maße schon Alltag im öffentlichen Betrieb. Bei uns in NRW wird zwischen Köln und dem Ruhrgebiet von den Verkehrsbetriebe und Kommunen der wohl größte bis dato in Deutschland Struktur Wandel in Sachen E-mobilität im öffentlichen Nahverkehr durch gezogen. Bis 2021 sollen in vielen regionen ein nicht unerheblicher Teil der flotten von Diesel auf Akku und Brennstoffzelle um gestellt werden. Brennstoffzelle explizit in der Stadt Wuppertal. Müll Fahrzeuge sollen folgen. Und alles ohne großes Tara. Ach ja die meisten Fahrzeuge kommen nach meinen Kenntnis stand von Mercedes und aus Belgien. Keine China Busse, oder Transporter und Lkw. Es ist nicht nötig immer in schwarz und weiß zu mahlen. Einfach mal direkt mit den zu ständigen Stadtwerke reden, was mit der vorhandenen Infrastruktur geht, und was eventuell benötigt wird. Da klappt auch in Deutschland ein Paradigma Wechsel. Die meisten bedenken träger, meinen es auch nicht so, dass sie alles neue und andere ablehnen. Ich hatte in Gelsenkirchen ein Gespräch mit einem Elektro Ingenieur der Stadtwerke, der mir bestätigte 40 Millionen privat Fahrzeuge wird das deutsche Netz zur zeit nicht schaffen vor allem in den Ballungsräumen.
Ich habe viele Länder vergessen aufzuzählen

Und ja, auch in Deutschland tut sich mancherorts etwas
In der Regel jedoch haben ältere Bedenkenträger das "Sagen", und wir werden immer schneller immer öfters abgehängt
Sei es beim Breitbandausbau, Funkabdeckung, digitale Strukturen/Behörden, intelligente Vernetzung
Auch E Mobilität, ...geht nicht weil....

Ihr Ingenieur, der behauptet, Deutschcland könne nicht... hat laut althergebrachter Bedenkenträgerdenke auch nicht unrecht
Wenn man allerdings berücksichtigt, dass mit der E Mobilität , leichterem und besserem Carsahring und teilautonomen fahren der reine Bedarf der Fahrzeuge ganz wesentlich zurückgehen wird, dann sieht die Grundüberlegung wieder ganz anders aus

In Deutschland ist die Politik der größte Hemmschuh, denn dort sitzen die Bedenkenträger, die noch mit Kohle, Öl und wahrscehinlich Trampen aufgewachsen sind, als Internet nicht mal erfunden gewesen ist
Für die ist das alles ein neumodisches Zeugs, welches man allenfalls zum shoppen braucht

Wir haben in immer mehr entscheidenden Strukturen Zustände wie vor 100 Jahren, und kapieren es nicht
Sei es im Bau oder im logistischen Gesundheitswesen, auch immer mehr bei Forschung und Entwicklung
Überall der Hemmschuh Bundesgrenzen, Behördengrenzen, Systemgrenzen, Bedenkenträgergrenzen, Provinzfürsten, überalteter Datenschutz....überall ist die Bremse drin

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zensurgegner2017 19.04.2018, 13:39
48.

Zitat von Byrne
Sie machen es sich vielleicht etwas zu einfach, wenn Sie alle Bedenkenträger in der Gemeinschaft der 200 PS-Verbrenner vermuten. Ich besitze zum Beispiel gar kein Kfz, fahre fast immer Fahrrad, ÖPNV oder Bahn und nur gelegentlich einen Mietwagen. Ziehen Sie mal in Erwägung, dass manche von Ihnen so genannte Bedenkenträger diese Bedenken mit sich tragen, weil diese Ahnung von bestimmten technischen und praktischen Zusammenhängen haben und nicht bloß weil diese grundsätzlich gegen Veränderungen sind.
Das eint Bedenkenträger, dass die immer 1000 aus deren Sicht stichhaltige Gründe anführen, wieso es etwas nicht geben kann

Auch bei Siemens arbeiteten Ingenieure, fähige Techniker, Fachleute und Co, die eine Fantastilliarde belastbare Gründe anführen konnten, wieso sich VOIP und Co niemals durchsetzen würden.

Und so wurde aus einem der größten Telefonkonzerne der Welt ein Konzern oder diese Sparte
Hätte beinahe Siemens Existenz gekostet....

Fakt ist: Andere Länder haben längst Gesetz beschlossen, arbeiten aktiv an Umsetzung von Lösungen, wohingegen bei uns die "Ahnunghaber" mehr "Ahnunghabenwollen" als der Markt

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zensurgegner2017 19.04.2018, 13:40
49.

Zitat von jasper366
Die Zeiten dieser Zuladung sind lange vorbei. Ein 7,5 t mit Koffer und Hebebühne hat 2 - 2,5 t Zuladung. Der Grund liegt darin das die Hersteller keine 7,5 t .....
Nebenkriegsschauplatz und vom Thema wegführende Diskussion
Kein 12 Tonner//,5To fährt Langstrecke, darum geht es
Aber diese Fahrzeuge bestreiten den Großteil der Nahverkehrsversorgung

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