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Elektro-Offensive: Berliner E-Busse können nur halbtags fahren
picture alliance/ Wolfram Stein

Berlins Verkehrsbetriebe haben vier neue E-Busse im Betrieb, 2020 sollen es insgesamt 140 werden. Doch laut einem Medienbericht haben die Fahrzeuge ein Problem.

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spiegelleser987 09.06.2019, 16:37
20.

Zitat von dobschutz-spiegel
In Göteborg haben wir Busse die ganztägig bis zu 10 Kilometer fahren und an der Endstation innerhalb 10 Minuten voll geladen werden .
10 km sind doch fast nichts. Das schafft man doch zu Fuß. Heute kam es hier in Berlin auch im Radio. Ein herkömmlicher Bus schafft 700 km, ein E-Bus nur 125 km.

Berlin hat es auch schon geschafft. Erst haben die sich 4 E-Busse angeschafft und nach vier Wochen waren die kaputt und konnten nicht mehr aufgeladen werden. Danach wurden sie über mehrere Monate repariert und wieder eingesetzt. Vier Wochen später waren sie wieder nicht aufladbar.

https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/elektrobusse-sind-teuer-und-funktionieren-nicht-schafft-sie-ab

https://www.morgenpost.de/berlin/article206186551/Batterie-defekt-Berlins-Elektrobusse-koennen-nicht-fahren.html

Im Winter gibt es wegen der Kälte Probleme mit E-Bussen. Köln hat es schon erlebt:

https://www.rundschau-online.de/region/koeln/koeln-archiv/batterien-verlieren-im-frost-strom-koelner-e-busse-haben-probleme-mit-kaelte-25566858

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Bibabutzemann 09.06.2019, 16:39
21. Warum in Berlin?

Das eine Mal wo ich als Dorfmensch in Berlin war habe ich mich angesichts der hervorragend ausgebauten Stadt dort ziemlich verarscht gefühlt. Die U-Bahn oder S-Bahn bringt einen innerhalb weniger Minuten immer bis auf wenige Meter an sein Ziel. Warum startet man dann ausgerechnet dort mit so einem Projekt? Dann doch lieber in einer Kleinstadt, welche nicht so viele Busse braucht und in der man nicht so viele Ladestationen einrichten muss. Ich habe manchmal echt das Gefühl die Hälfte von Deutschlands Geld wird in Berlin verbrannt. Bei uns wäre ich froh über einen Schulbus mit funktionierender Klimaanlage und in Berlin kommt dann sowas...

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gsma 09.06.2019, 16:39
22. O-Busse

Warum denkt niemand über O-Busse nach? Bewährte Technik (siehe Schweiz) und kosten vom Streckennetz nur ein Bruchteil einer Strassenbahn. Und eine kleine Batterie wäre von Vorteil, falls der Bus einmal auskuppeln muß.
Fährt garantiert ganztägig ...

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spiegelleser987 09.06.2019, 16:44
23.

Zitat von meister_proper
Vielleicht kümmert ihr euch mal um technische Randbedingungen eurer Projekte. E-Busse ganztägig fahren zu lassen ist ja kein Hexenwerk. Genf macht's vor: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/e-mobilitaet/elektrobusse-in-15-sekunden-an-haltestellen-strom-nachladen/
In so kurzer zeit die Busse aufladen, erfordert viel Strom. Wir brauchen dafür mehr Kabel. Die heizen sich auch auf und damit kommt es zu einer stärkeren Klimaerwärmung in Großstädten.

Im Sommer habe ich es auch schon mehrfach erlebt, obwohl der Stromverbrauch nicht so hoch ist wie bei den Ladestationen. Aus den Netzstationen der Telefon- und Internetnetze wird dann eine Menge Hitze rausgeblasen. Mehr Netze mit hohem Stromverbrauch führen also zu mehr Hitze.

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les2005 09.06.2019, 16:47
24. Stöhn

da macht Berlin, das was Berlin immer macht: Projekte in den Sand fahren. Aber natürlich wird das zum Beweis der Ummöglichkeit von Batteriebussen erhoben, während sie andernorts problemlos fahren. Genauso, wie Berlin in der Denke dieser Menschen vermutlich bewiesen hat, daß es unmöglich ist, einen Flughafen zu bauen.

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spmc-12355639674612 09.06.2019, 16:47
25. Und das

hatte niemand vorher ausgerechnet? Das war doch von Anfang an klar.
Warum verlegen die Berliner Verkehrsbetriebe keine Oberleitung und lassen die Busse mit Stromabnehmer fahren, wie es früher in vielen Städten üblich war?

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spiegelleser987 09.06.2019, 16:49
26.

Zitat von Actionscript
Wie in einem anderen Kommentar erwähnt könnten die Busse an der Endstation geladen werden. Doch hier ist das deutsche Problem. Es gibt in Deutschland kaum Ladestationen.
Wenn viele Ladestationen existieren und nur noch E-Autos fahren, kommt es zu einem weiteren Problem. Auf den Straßen staut sich dann der Verkehr, weil die Autos bei Stromausfall stillstehen. Hier in Berlin gab es dieses Jahr zwei Stromausfälle, einmal davon sogar mit 30 Stunden. Da helfen Diesel-LKWs. Das habe ich im Winter der vergangenen Jahre mehrfach erlebt. Da standen plötzlich E-Autos rum. Dann kam ein riesiger LKW, der die abholte.

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guitarjoe 09.06.2019, 16:52
27. Schilda.... encore un fois...

.... da hat man also bei der Ausschreibung wohl wieder mal einfache und absehbare Dinge vernachlässigt. Ist schon krass, mit welcher Inkompetenz öffentliche Mittel verausgabt werden. Klar, ich klinge jetzt nach dumpfer Politik- oder Verwalrungsschelte und mache mir tatsächlich auch den stillen Vorwurf, meine Sachkenntnis nicht z. B. durch Beteiligung auf kommunaler Ebene zur Verfügung zu stellen, aber als Feststellung einer Tatsache ist es so. Die Reichweitenanforderung wäre leichtestens mit einer Batteriekapazität in Verbindung zu bringen. Bei schweren Fahrzeugen kommt man dann in der Regel zu dem Schluss, dass Brennstoffzellenbusse die Lösung sind...erfordert auch eine gewisse Infrastruktur und es ist nicht klar, wie viele davon in welcher Zeit lieferbar sind, aber die Technologie ist grundsätzlich verfügbar.

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Hamberliner 09.06.2019, 16:55
28. Phantasielosigkeit

O-Busse sind ein Extrem, Batteriebusse, die nur im Betriebshof aufgeladen werden, sind das andere Extrem. Dazwischen sind so viele Zwischenstufen vorstellbar, die man mal näher in Betracht ziehen sollte. Es sind tausend Möglichkeiten vorstellbar, Elektrobusse unterwegs und an Haltestellen (vor allem Endhaltestellen mit vorgeschriebenen Arbeitspausen) punktuell etwas nachzuladen ohne die ganze Stadt mit teuren und extrem hässlichen Oberleitungen vollzupflastern. Eine Entwicklung in der Richtung muss natürlich Hand in Hand gehen mit der Verdichtung der Ladeinfrastruktur für private Elektrofahrzeuge. So, und nachdem ich dies geschrieben habe google ich mal und stelle überrascht fest, die BVG ist doch nicht so doof wie ich dachte. Der Tagesspiegel berichtet über solche Zukunftspläne.

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eurosinga 09.06.2019, 16:56
29. Brennstoffzellenantriebe

sind im Nutzfahrzeugbereich die Zukunft. Beim batteriegespeisten Elektroantrieb wären bei Zugrundelegung einer akzeptablen Reichweite von 700 - 1000 km / Tag die Batteriegewichte so groß, dass dadurch die Nutzlast in nicht mehr wirtschaftlicher Größenordnung reduziert würde. Bei uns wurde kürzlich ein Brennstoffzellenzug getestet, auf einer Strecke mit einem Höhenunterschied von über 500 m. Hat gut geklappt, da ist man von der Serienreife nicht mehr weit weg. Siehe folgenden Link: https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.offenburg-testzug-faehrt-mit-brennstoffzellen.1365d6f2-5027-475d-afd3-42d79f3f2dd0.html

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