Forum: Auto
Elektro-SUV Nio ES8: Akku, wechsel' dich!
Tom Grünweg

In China kommt die Elektrorevolution ins Rollen. Nun will der E-SUV Nio ES8 die Kunden mit Wechselakkus und schnellen "Ladezeiten" betören. Die Idee ist smart, aber nicht ohne Risiko.

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hansa_vor 11.02.2019, 22:08
200.

Zitat von banjo1071
Initiative first, Bedenkenträger second.... Immer diese deutsche Genörgele geht mir sowas von auf die Nerven. Jeder scheint hier Experte für Alles zu sein. Aber was Schlaues hab ich hier nicht gelesen...
Nun, wenn sie was Schlaues lesen wollen, es gibt Fachbücher dafür.

Dies hier ist ein Forum wo teilweise sehr gebildete Menschen miteinander "diskutieren".

"Initiative first, Bedenkenträger second...." liest sich toll, damit wäre JEDES Unternehmen und JEDER Staat schneller Pleite als sie diesen, Entschuldigung, dümmlichen Satz geschrieben hätten.


Wechselakkus machen keinen Sinn weil wir dann mindestens die dreifache Menge an Akkus produzieren müssten und dies schlicht unwirtschaftlich ist.

Technische Details sind da gar nicht mehr nötig, die BWL´ler haben da sen Deckel schon drauf getan ;)

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Skarrin 11.02.2019, 22:41
201.

Zitat von jim.panse
Bisher sind mir keine Wechselstationen von Tesla bekannt.
http://fortune.com/2015/06/10/teslas-battery-swap-is-dead/

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Skarrin 11.02.2019, 22:45
202. Willkommen in der Realität

Zitat von mazzmazz
weil nur Kurzstreckenfahrer überhaupt E-Autos gekauft haben
Ich fahre jährlich 30.000km mit meinem Renault Zoe, der bei Ihnen angeblich nur 65km weit kommt.

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Skarrin 11.02.2019, 22:55
203. Tankzeiten

Zitat von jim.panse
Und in genau dieser Nische fahren wir. 28kWh Netto. 40 wären optimal, aber auch bei knapp 30k km im Jahr und bis zu 120km am Tag kommen wir sehr gut zurecht. Auf Strecken wären aber auch Ladeleistungen von 200kW und mehr dennoch langsamer als tanken.
Wie das? Wenn Sie den 28kWh-Akku (Ioniq, nehme ich an ;-) nur im üblichen Langstrecken-Fenster von 20-80% bewegen dann hätten Sie ihn mit 200kW in 5 Minuten nachgeladen, schneller geht Sprit tanken auch nicht.
Wenn ich meinen Zoe-Akku (41kWh) mit 100-125kW laden könnte wäre ich auch in ~10-12 Minuten wieder für die nächste Etappe geladen.

Einziger Unterschied: man muß noch öfter "tanken" als mit einem Verbrenner was aber gar nicht schlecht ist:
https://www.marcopolo.de/reise-news/detail/studie-deutsche-machen-zu-wenig-pausen-bei-autofahrten.html

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Skarrin 11.02.2019, 23:12
204. Zukunft ist schon heute

Zitat von Yves Martin
Ich behaupte: Die Akkuzellen werden dann billig, wenn es nennenswerte Nachfrage nach Elektromobilen gibt
Also jetzt, denn alle verfügbaren Modelle haben wegen der hohen Nachfrage lange Lieferzeiten:
https://ecomento.de/2019/02/11/hyundai-hat-nachfrage-fuer-kona-elektro-unterschaetzt/
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Renault-kann-Nachfrage-nach-Elektro-Lieferwagen-nicht-erfuellen-4269894.html
https://www.automobil-produktion.de/hersteller/neue-modelle/lieferzeiten-bei-elektroautos-e-ding-will-weile-haben-119.html
...

Tatsächlich sind die Akkuzellen im Vergleich zu den Preisen von vor 5-6 Jahren bereits spottbillig.
Der 41kWh-Akku von meinem Zoe hat einen Versicherungswert von grade mal 7000€ und das ist sicher nicht der Selbstkostenpreis von Renault.

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quark2@mailinator.com 11.02.2019, 23:21
205.

Logischerweise würde man das Auto natürlich ohne Akku kaufen, denn bei einem Wechselakkusystem wäre man ja nie Eigentümer des Akkus. Diese würden einer Firma gehören, der man Strom + Abnutzung bezahlt und die Akkus unterhalb einer Restkapazität aus dem Verkehr zieht und aufarbeitet. Ob jeder Neuwagen einen wirklich neuen Akku hätte, wäre die Frage.

Was die Kosten des Austauschs angeht - bei meiner Taschenlampe geht das ganz einfach :-) :-) ... Ich denke, es hängt von der mechanischen Seite ab. Wenn der Akku Teil der tragenden Karosserie ist, dann ist das zwar effizient, aber auch sehr typspezifisch und der Wechselaufwand recht hoch. Ich glaube, das stünde der Universalität zu sehr entgegen. Die nächste Stufe wären selbsttragende Akkus, also welche mit einer Hülle, die ausreicht, den Akku zusammenzuhalten. Das andere Extrem wären Akkus, die ein Exoskelett brauchen, um mechanisch stabil zu sein. Das wäre dann auch wieder effizient vom Gesamtgewicht des Fahrzeugs her, aber würde wieder mehr Aufwand beim Einbau machen. Ich denke, man muß mit der selbsttragenden Variante anfangen. Da sollte ein Umbau keine 120,- EUR kosten. Im Artikel ist von ein paar Minuten Robotik die Rede ...

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jim.panse 12.02.2019, 06:18
206.

Zitat von Skarrin
Wie das? Wenn Sie den 28kWh-Akku (Ioniq, nehme ich an ;-) nur im üblichen Langstrecken-Fenster von 20-80% bewegen dann hätten Sie ihn mit 200kW in 5 Minuten nachgeladen, schneller geht Sprit tanken auch nicht. Wenn ich meinen Zoe-Akku (41kWh) mit 100-125kW laden könnte wäre ich auch in ~10-12 Minuten wieder für die nächste Etappe geladen. Einziger Unterschied: man muß noch öfter "tanken" als mit einem Verbrenner was aber gar nicht schlecht ist: https://www.marcopolo.de/reise-news/detail/studie-deutsche-machen-zu-wenig-pausen-bei-autofahrten.html
Aber ich müsste sicher ca. 5-6 laden im Vergleich zu einmal tanken. Und 5 Minuten wäre auch bei 200kW etwas optimistisch für 17kWh. Ich denke es sind eher 8 Minuten. Und tanken geht alleine schon etwas schneller. Mit 6 Multipliziert wäre ich bei 45 Minuten zu 5 Minuten.
Da ich aber das ganze Jahr über Zeit einspare beim laden gleicht sich das die 2-3 mal auf Strecke wieder aus.

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jim.panse 12.02.2019, 06:21
207.

Zitat von Skarrin
Also jetzt, denn alle verfügbaren Modelle haben wegen der hohen Nachfrage lange Lieferzeiten: https://ecomento.de/2019/02/11/hyundai-hat-nachfrage-fuer-kona-elektro-unterschaetzt/ https://www.heise.de/newsticker/meldung/Renault-kann-Nachfrage-nach-Elektro-Lieferwagen-nicht-erfuellen-4269894.html https://www.automobil-produktion.de/hersteller/neue-modelle/lieferzeiten-bei-elektroautos-e-ding-will-weile-haben-119.html ... Tatsächlich sind die Akkuzellen im Vergleich zu den Preisen von vor 5-6 Jahren bereits spottbillig. Der 41kWh-Akku von meinem Zoe hat einen Versicherungswert von grade mal 7000€ und das ist sicher nicht der Selbstkostenpreis von Renault.
Der Ioniq und auch der Kona sind tolle BEVs. Hyundai ist nur ein Verpenner Konzern wie andere auch. Angeblich haben sie den Ioniq auch falsch eingeschätzt. Sie haben. Aber nie reagiert, sondern zugesehen wie sich die Lieferfristen nach hinten geschoben haben. Wir hatten mit 7 Monaten unfassbares Glück. Beim Kona sind es aktuell 1,5 Jahre+x!
Die wollen nur ein Zeichen setzen und ihre Flotte sauberer rechnen. Darum auch so viele E-Smarts u.a. für Car2Go.

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tom-china 12.02.2019, 06:40
208.

Zitat von hellmut1
Hier werden die Vorzüge des Fahrzeuges gelobt. Tempo über 200. Haben wir nicht gerade eine Diskussion über eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 auf Autobahnen. Das Fahrzeug hat ein Gewicht von 2,5 t. Wenn ein SUV mit 2 t Gewicht unterwegs ist, gibt es einen Aufschrei. Akkus wechseln. Was allgemein zu lesen ist, beträgt das Gewicht des Akku ca. 600 kg. Wäre interessant zu erfahren, wie dieser gewechselt werden soll, wie das Ganze von statten geht? Gibt es diese Möglichkeiten auch auf dem Land? Wenn einer der Foristen schreibt, an Autobahnraststationen sind Schnellladestationen vorhanden. Toll diese Raststationen stehen praktisch vor der Haustüre. Bei uns sind es etwa 50 km einfach. Alles praktikable Vorschläge. Eine andere Frage, die zu klären ist, wie schaut es eigentlich mit der Besteuerung des verbrauchten Stroms aus? Die Einnahmen des Staates pro Liter Benzin/Diesel betragen etwa 85 C pro Liter? Wie sollen diese Steuerausfälle kompensiert werden? Die Milliardenausfälle wird der Staat so nicht verkraften können. Alles ungeklärte Fragen, aber darum kümmern wir uns, wenn alle Elektroautos fahren. Typisch für Deutschland.
wie das NIO ES8 Konzept funktioniert in der Realitaet mit mobilen Charging Service und Wechselakku udn und und ?
Hier mein persoenlicher real life Fahrbericht in Ningbo nahe Shanghai

https://www.youtube.com/watch?v=qzJka-uEVpY&t=188s

Uebrigens ist das Konzept auf China ausgelegt, man geht davon aus , dass 80% der Zeit zuhause geladen wird und der Wechselakku auf Langstrecke benutzt wird entlang der Autobahn und in der Staedten sind die vereinzelt an Hotspots in der Naehe von Luxushotels aufgebaut, wer dann noch mal schnell geladen muss ruft den Mobile Charging Service. Wer Staedtereisen macht kann dan dort schnelle Laden.

Bzgl. Reichweitenangst, Akkus mit Reichweiten von 300 bis 400 Km reichen in China vollkommmen aus um sich in den Mega-City-Clustern von 150km Ausdehnung zu bewegen. Der Chinese faehrt keine 800km am Stueck mit dem Auto, das machen nur LKW oder Busfahrer, sondern man nutzt die perfektt ausgebaute Hihgspeed Zugverbindungen,die einen schneller ans Ziel bringen und vor Ort faehrt dann der Uber (didi) _Service.........Weiter als 800jm wird geflogen......
Gruss aus Ningbo

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AGCH 12.02.2019, 07:10
209.

Zitat von quark2@mailinator.com
Logischerweise würde man das Auto natürlich ohne Akku kaufen, denn bei einem Wechselakkusystem wäre man ja nie Eigentümer des Akkus. Diese würden einer Firma gehören, der man Strom + Abnutzung bezahlt und die Akkus unterhalb einer Restkapazität aus dem Verkehr zieht und aufarbeitet. Ob jeder Neuwagen einen wirklich neuen Akku hätte, wäre die Frage. ...
Und damit zeigen Sie schon ein Problem auf: Die Investitionskosten für die Akkuwechselfirma.
Nehmen wir mal Deutschland mit ca. 40'000'000 PKW und setzen bescheidene 5'000 Euro/Akku an, dann liegen die Kosten bei 200 Milliarden Euro, nur, um jeden PKW einen Akku zur Verfügung zu stellen. Über die Akkus, die man darüber hinaus braucht, reden wir noch garnicht!

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