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Elektro-SUV Nio ES8: Akku, wechsel' dich!
Tom Grünweg

In China kommt die Elektrorevolution ins Rollen. Nun will der E-SUV Nio ES8 die Kunden mit Wechselakkus und schnellen "Ladezeiten" betören. Die Idee ist smart, aber nicht ohne Risiko.

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Pickle__Rick 12.02.2019, 14:53
220.

Zitat von schwarzeruhu
Einen Wechselakkustandard könnten die EU und China gemeinsam vereinbaren und dann vorschreiben - vielleicht noch mit Japan. Dann wäre die Marktwucht wohl heftig genug. Angenehmer Nebeneffekt: ein Stromnetz, das Schwankungen ausgleichen und erneuerbare Energieen jederzeit aufnehmen kann, wäre nicht mehr so fern.
Der Standardakku bzw. die Standardakkus sind so oder so eine gute Idee. Egal ob man die jetzt aus dem Auto zieht oder nicht. Allein schon im Hinblick auf Sedond-Life-Anwendungen und deren Planbarkeit. Man könnte z.B. auch Akkupakete bauen, die sich zerlegen lassen. Dann zerlegt man das große Paket welches nicht mehr für einen PKW taugt in kleinere Einheiten für E-Roller und sonstige Produkte mit Bedarf. Die Idee mit der Pufferfunktion ist auch gut und sollte in Hinblick auf die Schwankungen der erneuerbaren Energien genutzt werden. Bei praller Sonne oder heftigem Wind gibt's dann Happy Hour für Stromer. ;)
Dafür ist aber auch kein Netz aus sehr aufwändige Tausch-/Laderstationen nötig.

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Flari 12.02.2019, 15:25
221.

Zitat von Pickle__Rick
Der Standardakku bzw. die Standardakkus sind so oder so eine gute Idee. Egal ob man die jetzt aus dem Auto zieht oder nicht. Allein schon im Hinblick auf Sedond-Life-Anwendungen und deren Planbarkeit. Man könnte z.B. auch Akkupakete bauen, die sich zerlegen lassen. Dann zerlegt man das große Paket welches nicht mehr für einen PKW taugt in kleinere Einheiten für E-Roller und sonstige Produkte mit Bedarf. Die Idee mit der Pufferfunktion ist auch gut und sollte in Hinblick auf die Schwankungen der erneuerbaren Energien genutzt werden. Bei praller Sonne oder heftigem Wind gibt's dann Happy Hour für Stromer. ;) Dafür ist aber auch kein Netz aus sehr aufwändige Tausch-/Laderstationen nötig.
Wer einem Akkupack ein second life gönnen möchte, zerlegt die Packs, testet jede einzelne Zelle auf Herz und Nieren und stellt aus den später selektierten Zellen neue Akkupacks zusammen, egal was die dann machen sollen.

Ihre Idee mit den e-Rollern ist unsinnig, da je kleiner das Fahrzeug ist, es verstärkt auf die Energiedichte ankommt.

Genormte Akkupacks für PKW bremsen jede Innovation und Entwicklung in dem Sektor der Energie- und Leistungsdichte, Zellarchitektur/Chemie, BMS, Ladezeit, usw.

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gerd0210 12.02.2019, 15:49
222.

Zitat von Skarrin
Von Wechselakkus träumen immer nur Leute, die noch nie ein E-Auto im Alltag gefahren sind und das sowieso nie tun werden. Tesla hat es auch mal damit versucht aber die Kunden sind statt zur Wechselstation lieber zum Schnelllader gefahren. Der technische und finanzielle Aufwand steht einfach in keinem Verhältnis zum realen Nutzen. Alltagstauglicher und umweltfreundlicher sind stattdessen Akkus mit 30-40kWh, die sich mit 100-150kW nachladen lassen und damit auf Langstrecken Tankzeiten ähnlich wie beim Verbrenner bieten. Zuhause oder während der Arbeitszeit können sie mit 3,7kW an einer normalen Steckdose geladen werden ohne das Netz zu sehr zu belasten.
Kleine Akkus werden nicht schneller geladen, nur weil man sie an ein leistungsstärkeres Ladegerät anschließt. Ein doppelt so größer Akku zieht doppelt so viel Strom, also in gleicher Zeit die doppelte Ladung.

Man kann die Ladung nicht in den Akku pressen.

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Pickle__Rick 12.02.2019, 16:00
223.

Zitat von Flari
Wer einem Akkupack ein second life gönnen möchte, zerlegt die Packs, testet jede einzelne Zelle auf Herz und Nieren und stellt aus den später selektierten Zellen neue Akkupacks zusammen, egal was die dann machen sollen. Ihre Idee mit den e-Rollern ist unsinnig, da je kleiner das Fahrzeug ist, es verstärkt auf die Energiedichte ankommt. Genormte Akkupacks für PKW bremsen jede Innovation und Entwicklung in dem Sektor der Energie- und Leistungsdichte, Zellarchitektur/Chemie, BMS, Ladezeit, usw.
Bei einem Standarf kann man hier deutlich besser vorplanen um Akkus zu integrieren. Bei vielen verschiedenen Formaten wird dies aufwändiger. Das kostet Geld und schafft Barrieren. Die Idee mit dem E-Roller ist natürlich nicht unsinnig und sie ist nur eine von vielen. Allein schon aufgrund der Fahrprofile der meisten Roller bietet sich die Nutzung an, wenn die Akkus schon nicht mehr für einen PKW taugen. Der größte Nutzen dürfte im Bereich der Pufferspeicher liegen. BMW macht das schon heute experimentell mit alten I3 Akkus. https://www.press.bmwgroup.com/deutschland/article/detail/T0275547DE/bmw-group-demonstriert-fuehrungsrolle-im-bereich-elektromobilitaet Standards bremsen Innovation nur in Grenzen und hier muss natürlich auch immer wieder mal neu gedacht und aktualisiert werden. Früher hatten wir 1.000 verschiedene Ladeanschlüsse für Mobiltelefone, heute hat man Mini USB. Da kamen die gleichen Argumente. Es ging und jetzt gerade läuft der Umstieg auf USB-C.

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jim.panse 12.02.2019, 16:07
224.

Zitat von gerd0210
Kleine Akkus werden nicht schneller geladen, nur weil man sie an ein leistungsstärkeres Ladegerät anschließt. Ein doppelt so größer Akku zieht doppelt so viel Strom, also in gleicher Zeit die doppelte Ladung. Man kann die Ladung nicht in den Akku pressen.
Lese ich das richtig und Sie wollen behaupten ein Akku lädt nur deshalb schon schneller, weil er größer ist? Wenn ja bin ich wirklich erstaunt über den hohen Grad Ihrer Uniformiertheit. Sie erinnern mich fatal an Herrn Schröder.

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Flari 12.02.2019, 16:51
225.

Zitat von jim.panse
... ein Akku lädt nur deshalb schon schneller, weil er größer ist? Wenn ja bin ich wirklich erstaunt über den hohen Grad Ihrer Uniformiertheit. Sie erinnern mich fatal an Herrn Schröder.
Wenn Sie zwei identische Akkus mit den gleichen Spezifikationen nehmen, dürfen Sie dort die doppelte Energie pro Zeit einspeichern, als wenn Sie nur einen nehmen.
An sich doch ganz einfach zu verstehen.

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Duesendaniel 12.02.2019, 17:06
226. "Also in nur 5 Lichtjahren! Oder so."

Also wer denkt, dass ein Lichtjahr eine Zeiteinheit ist, der darf natürlich auch denken, dass Induktionsladen eine Zaubertechnik vom Mars ist. Kein Wunder, dass neue Technologien es so schwer haben in Deutschland. Es lebe das Feuer, das hat doch auch schon bei den Neandertalern funktioniert!!!

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quark2@mailinator.com 12.02.2019, 17:22
227.

Zitat von AGCH
Und damit zeigen Sie schon ein Problem auf: Die Investitionskosten für die Akkuwechselfirma. Nehmen wir mal Deutschland mit ca. 40'000'000 PKW und setzen bescheidene 5'000 Euro/Akku an, dann liegen die Kosten bei 200 Milliarden Euro, nur, um jeden PKW einen Akku zur Verfügung zu stellen. Über die Akkus, die man darüber hinaus braucht, reden wir noch garnicht!
Ohne Frage stellt die komplette Umstellung der deutschen PKW-Flotte auf Elektroautos eine große Investition dar. Das wird entsprechend auch 20..30 Jahre dauern. Aber wenn man die 200 Mrd. Euro durch 80 Millionen Menschen teilt, ist es für den einzelnen Bürger eine machbare Summe (nicht für jeden, aber im Schnitt für den Staat).40 Millionen PKW-Akkus wären dann allerdings auch eine Kapazität, mit der man vielleicht tatsächlich die Öko-Energie bischen puffern könnte, solange die Autos nicht fahren.

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gerd0210 12.02.2019, 17:51
228.

Zitat von jim.panse
Lese ich das richtig und Sie wollen behaupten ein Akku lädt nur deshalb schon schneller, weil er größer ist? Wenn ja bin ich wirklich erstaunt über den hohen Grad Ihrer Uniformiertheit. Sie erinnern mich fatal an Herrn Schröder.
Was heißt nur deshalb? Genau deshalb fließt mehr Strom. Ein doppelt so großer Akku zieht genau doppelt so viel Strom. Damit muss die Ladeleistung auch doppelt so hoch sein.

Weniger Strom geht immer, man braucht ihn dazu nur zu pulsen. Den maximal möglichen Strom kann man nicht erhöhen, wie sollte das gehen? Eine höhere Spannung ist nicht möglich.

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quark2@mailinator.com 12.02.2019, 17:55
229.

Zitat von jasper366
Tesla wollte das erst in 90 Sekunden lösen, man stellte aber fest das dies nicht zu realisieren sei. Ich denke es lag an der Art und Menge der Befestigungspunkte, man darf ja nicht vergessen, hier müssen 600 kg + absolut fest mit der Karosserie verbunden werden, inkl. Bombensicherer Kontaktverbindung, da fließen ja keine 12 Volt durch die Leitung. Im Endeffekt war man bei 15 Minuten, also einem Bereich den wir jetzt schon fast erreicht haben in Sachen Ladezeit (Audi bis zu 150 kWh, Porsche will mit bis zu 350 kWh nachladen, Tesla rüstet auch gerade auf).
Tjaaa ... äh ... glaub ich nicht :-). Man kann Elon Musk ja viel unterstellen, aber kreativ und kompetent sind die Leute in seinen Firmen ja eigentlich schon. Wobei es auf YT einen Clip gibt, wo die Karosserie des Tesla 3 als einziger Schwachpunkt genannt wird, da sie viel zu aufwendig und wartungsunfreundlich konstruiert sei und im Vergleich zu deutschen Serienmodellen einfach zu teuer in der Herstellung wäre, 3 Schrauben, wo in DE eine reicht. Was den Strom angeht, gewegen wir uns in meinem Fachgebiet. Das ist zwar nicht völlig problemlos, aber auf jeden Fall absolut im Rahmen des Machbaren, zumal der Kontakt leistungslos getrennt und wieder hergestellt werden kann. Man wird einen Wegwerfadapter brauchen, den man entsorgt, falls es doch mal einen Schweißeffekt gibt. Warum es mechanisch ein Problem sein sollte, erschließt sich mir nicht, aber ich vermute, es liegt daran, daß das Auto weiterhin möglichst leicht sein soll. Das ist vermutlich der Punkt, wo man Abstriche machen muß.

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