Forum: Auto
Elektroauto im Alltagstest, Teil 1: Mein Leben als Ladesäulen-Nomade
Christian Frahm

Wie praktisch ist ein E-Mobil, wenn man keine eigene Garage mit Steckdose hat und auf öffentliche Ladesäulen angewiesen ist? SPIEGEL-ONLINE-Autor Christian Frahm wagt den Test.

Seite 9 von 23
Matttthias 30.05.2017, 09:47
80. Netz von Schnellladestationen

ist überfällig. Deutschland möchte zum hundersten Mal die Schultoiletten vergolden, statt in sinnvolle Infrastruktur zu investieren. Beim Schnelladen braucht man bis zu 500 Ampere. Kabel müssen dafür 30 Mal dicker sein als ein Haushaltskabel. Dann ist das Auto ruck zuck aufgetankt . P.s. das Handy auf dem ich den Text tippe hat auch einen Schnellladeakku. Funktioniert sehr gut !

Beitrag melden
ohjeee 30.05.2017, 09:52
81.

Zitat von knuty
Und warum ist dann ausgerechnet das sehr dünn besiedelte Land Norwegen das Land mit den meisten E-Autos? Rund vier Prozent aller Pkw sind in Norwegen schon E-Autos. Auf Deutschland bezogen müssten dann hier rund 1,6 Mill. E-Autos fahren.
In Norwegen gibt es wohl hohe Boni für E-Autos, sodass dort viele zugelassen werden, am nächsten Tag aber in die EU verschifft werden. Tatäschlich fahren wohl kaum E-Autos auf Norwegens Straßen. Die Zulassungszahlen verzerren die Statistiken ungemein.

Beitrag melden
observerlbg 30.05.2017, 09:58
82. Ähem...

Zitat von steffen.ganzmann
Das wäre tatsächlich eine Überlegung wert! Da die ZOE hier Kölner Kennzeichen hat, nehme ich an, dass das Zentrallager im Grossraum Köln sein muss. Ich wohne nicht allzu weit von Köln weg, eine Stunde Bahnfahrt durch die Eifel, also entfielen noch mal die Überführungsgebühren ...
Die "Überführungskosten" fallen meist auch an, wenn sie das Fahrzeug beim Hersteller abholen (Bereitstellungskosten?). Das ist ein beliebter Trick in (unausgesprochener) Absprache der Autohersteller, -Verkäufer und Geldwertervorteilsteuervermeider ;-) Nur mal wieder in Erinnerung gerufen.

Beitrag melden
varesino 30.05.2017, 09:58
83. Ein schönes Gedanken-Experiment

Stellen Sie sich eine Autobahntankstelle mit 16 Zapfsäulen zur Hauptreisezeit vor.
Da bilden sich schon einmal Schlangen.

Jetzt wollen Sie die gleiche Versorgungskapazität elektrisch erreichen.
Statt 10 Minuten, tanke und zahlen, dauer es nun 20-30 Minuten pro Fahrzeug.
Also braucht man 2-3 mal soviele Zapfsäulen.
Schnellladesäulen brauchen 150-350 kW Spitzenleistung.
Da kommt etwas zusammen. Das wird eine schönes Trafo-Häuschen.

Beitrag melden
winterlied 30.05.2017, 10:03
84. Zweifel

Die Kommentare und der Artikel lassen mich wirklich am Sinn derzeitiger E-Autos zweifeln. Ich komme gerade aus einem Kurzurlaub in Italien, den wir mit unserem Fiat Punto erledigt haben. Voll bepackt bei Hin- und Rückfahrt, weil wir die ganze Hauseinrichtung mitschleppen mussten und Einges in Italien eingekauft hatten, haben wir bei nicht gerade langsamer Fahrt und einigen Staus über die Gesamtstrecke von 1500 km mit Alpenüberquerung gerade mal 4,8 l auf 100 km verbraucht. Von der Größe her ist ein Punto ähnlich wie ein Zoe. Wir haben für die Rückfahrt in Italien einmal vollgetankt. Ein wenig Benzin ist noch im Tank. Zum Wochenende werden wir wieder tanken müssen.
Das Sicherheitsthema sehe ich anders. Gäbe es nicht jede Menge idiotisch schwerer Autos, wäre niemals eine stabilere Konstruktion, als die eines Up, Punto oder Zoe nötig. Diese zu kritisieren greift an der falschen Stelle an.
P.S. ich habe auch noch ein anderes, weitaus besser motorisiertes und dementsprechend schweres Fahrzeug und weiß wovon ich spreche.

Beitrag melden
neurobi 30.05.2017, 10:12
85.

Zitat von winterlied
Die Kommentare und der Artikel lassen mich wirklich am Sinn derzeitiger E-Autos zweifeln. Ich komme gerade aus einem Kurzurlaub in Italien, den wir mit unserem Fiat Punto erledigt haben. Voll bepackt bei Hin- und Rückfahrt, weil wir die ganze Hauseinrichtung mitschleppen mussten und Einges in Italien eingekauft hatten, haben wir bei nicht gerade langsamer Fahrt und einigen Staus über die Gesamtstrecke von 1500 km mit Alpenüberquerung gerade mal 4,8 l auf 100 km verbraucht. Von der Größe her ist ein Punto ähnlich wie ein Zoe. Wir haben für die Rückfahrt in Italien einmal vollgetankt. Ein wenig Benzin ist noch im Tank. Zum Wochenende werden wir wieder tanken müssen. Das Sicherheitsthema sehe ich anders. Gäbe es nicht jede Menge idiotisch schwerer Autos, wäre niemals eine stabilere Konstruktion, als die eines Up, Punto oder Zoe nötig. Diese zu kritisieren greift an der falschen Stelle an. P.S. ich habe auch noch ein anderes, weitaus besser motorisiertes und dementsprechend schweres Fahrzeug und weiß wovon ich spreche.
Genau, aber bezahlen sollen das die Fahrer der Elektroautos, nicht der normale Stromkunde.
Ein solcher Ausbau der Netze würde die EEG-Umlage sonst vervielfachen.
Aber dann kauft miemand mehr ein Elektroauto, weil Energie viel zu teuer.

Beitrag melden
MatthiasPetersbach 30.05.2017, 10:21
86. ...was ist denn eigentlich...

...aus der Idee mit den Wechselakkus geworden? Das mit der Steckdose ist doch ein hochgradiger Pferdefuß.

Beitrag melden
wombie 30.05.2017, 10:22
87.

Zitat von ohjeee
In Norwegen gibt es wohl hohe Boni für E-Autos, sodass dort viele zugelassen werden, am nächsten Tag aber in die EU verschifft werden. Tatäschlich fahren wohl kaum E-Autos auf Norwegens Straßen. Die Zulassungszahlen verzerren die Statistiken ungemein.
Die Förderung in Norwegen erfolgt durch den Entfall von 25 % Mehrwertsteuer sowie der Erlaubnis zur Nutzung von Busspuren. Inzwischen wird jedoch diskutiert den Vorteil der Busspurennutzung wegfallen zu lassen, da dort der zusätzliche Verkehr zur Belastung wird. Das hört sich nicht nach "kaum E Autos" an.
Beim Import aus Norwegen in ein EU Land fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an, so dass es sich nicht rentiert.

Beitrag melden
knuty 30.05.2017, 10:38
88.

Zitat von ohjeee
In Norwegen gibt es wohl hohe Boni für E-Autos, sodass dort viele zugelassen werden, am nächsten Tag aber in die EU verschifft werden. Tatäschlich fahren wohl kaum E-Autos auf Norwegens Straßen. Die Zulassungszahlen verzerren die Statistiken ungemein.
Falls in Norwegen zugelassene E-Autos in die EU exportiert würden, müssten die Autos auch dort wieder abgemeldet werden. Oder in der EU würden man jede Menge norwegischer E-Autos sehen können.

Beitrag melden
MatthiasPetersbach 30.05.2017, 10:43
89.

Zitat von wombie
Die Förderung in Norwegen erfolgt durch den Entfall von 25 % Mehrwertsteuer sowie der Erlaubnis zur Nutzung von Busspuren. Inzwischen wird jedoch diskutiert den Vorteil der Busspurennutzung wegfallen zu lassen, da dort der zusätzliche Verkehr zur Belastung wird. Das hört sich nicht nach "kaum E Autos" an. Beim Import aus Norwegen in ein EU Land fallen Zoll und Einfuhrumsatzsteuer an, so dass es sich nicht rentiert.
In Norwegen kostet ein -besser ausgestatteter- E-Golf einige tausend Euro weniger als ein Verbrenner-Golf.
Der Strom ist für umme und wird 100% aus Wasserkraft gewonnen.
Die Norweger verdienen extrem gut und der Staat hat "Kohle wegen des Öls" :)
Auf den Autobahnen darf man nur 100 fahren und auf der Landstraße 80 (?). Die Infrastruktur ist schon längst da, weil da im Winter fast JEDES Auto an der Steckdose hängt - zur Kühlervorheizung. Das mit dem Stecker ist da für niemand "Neuland".
Wie es mit dem Anteil Eigenheim/Mietwohnung aussieht, weiß ich gerade nicht.

Trotzdem: Da gibts zig Eckdaten, die bei uns anders aussehen. Völlig anders.

Wie soll die Masse der Geringverdiener, die für den Ersatz ihres 12 Jahre alten Autos vielleicht 3-5000 Euro auftreiben kann, sich da elektrifizieren?

Beitrag melden
Seite 9 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!