Forum: Auto
Elektroauto im Alltagstest, Teil 4: Parkplatz gratis, Ärger umsonst
Christian Frahm

In Hamburg dürfen E-Mobile auf öffentlichen Stellplätzen kostenlos parken. SPIEGEL-Online-Autor Christian Frahm, für den Alltagstest im Elektroauto Renault Zoe unterwegs, freut sich. Allerdings zu früh.

Seite 14 von 15
otzberger 03.06.2017, 12:08
130. Einfach mal ausprobieren, geht auch bei -15° und 40°C ..

Zitat von MisterD
Allein das ist, so pauschal formuliert, Unsinn... Eine "sichere Reichweite" muss sowohl bei voller Beladung und -15°C Außentemperatur gewährleistet sein, als auch bei +40°C im Schatten und 130km/h auf der Autobahn... und erst Recht wenn der Akku mal 5 Jahre auf dem Buckel hat und langsam der Verschleiß einsetzt...
Nicht allein Unsinn glauben der so verbreitet wird. Ein 400er Zoe schaffte die 200 km auch bei -15° (vermutlich auch an der Austauschgrenze des Akkus) - Der vierteilige Artikel zeigt allerlei sinnlose Passagen auf. Wenn der Verfasser zum Beispiel gerne betreutes Tanken vollführt, kann man das kaum der Technik anlasten. Falls es an intellektuellen Fähigkeiten fehlt oder man einfach keine Lust hat sich auf eine neue Technik einzulassen, einfach Verbrenner weiter fahren. Aber bitte nicht erzählen, es ginge nicht oder es wäre zu teuer.

Beitrag melden
MisterD 03.06.2017, 12:34
131.

Zitat von otzberger
Nicht allein Unsinn glauben der so verbreitet wird. Ein 400er Zoe schaffte die 200 km auch bei -15° (vermutlich auch an der Austauschgrenze des Akkus) - Der vierteilige Artikel zeigt allerlei sinnlose Passagen auf. Wenn der Verfasser zum Beispiel gerne betreutes Tanken vollführt, kann man das kaum der Technik anlasten. Falls es an intellektuellen Fähigkeiten fehlt oder man einfach keine Lust hat sich auf eine neue Technik einzulassen, einfach Verbrenner weiter fahren. Aber bitte nicht erzählen, es ginge nicht oder es wäre zu teuer.
-15°C vollbeladen und 130km/h auf der Autobahn? Den Test würde ich gerne sehen...

Da ist doch die Crux dieser Fahrzeuge... Solange man Stadt oder Landstraßen befährt und das Fahrzeug desöfteren rekuperieren kann, schafft man diese Reichweiten auch im Winter.
Fährt man jedoch mal 100km Autobahn und möchte nicht mit 80 hinter einem LKW hertuckern (so wie Tesla S-Fahrer das oft tun), dann reicht es unter widrigen Umständen eben nicht mehr.

Sinnlos mögen diese Passagen nur sein, wenn man der neuen Religion der Elektrofahrzeuge anhängt. Jemandem mangelnden Intellekt vorzuwerfen, weil er keine Lust hat sich in ein undurchsichtiges Netz aus hunderten Ladesäulen, unzähligen Kombinationen von Stromanbieter, Ladesäulenbetreiber usw. einzuarbeiten...

Im Übrigen erzählt hier niemand, dass es teuer oder nicht möglich wäre. Es ist möglich, aber es ist im Moment:
Weder deutlich preiswerter als ein Verbrennungsmotor-PKW, vor allem wenn man Anschaffungspreis, Batteriekosten berücksichtigt und normalen Strom aus der Dose laden muss
Weder umweltfreundlicher, solange der Strom noch zum Großteil aus Braunkohlemeilern und Kernkraftwerken
Ohne nennenswerte Einschränkungen und Zugeständnisse nicht realisierbar

Der Verbrennungsmotor-PKW ist und bleibt bis auf Weiteres das wesentlich flexiblere, preiswertere und vor allem auf langen Strecken deutlich schnellere Fortbewegungsmittel.
Das muss man einfach wissen und abwägen, was einem wichtig ist. Ich fahre im Moment wöchentlich eine Strecke von 600km. Da kann ich nicht alle 200km für 1,5h an der Ladesäule stehen und den Rest mit 110km/h auf der Autobahn langtuckern, so komme ich ja nie an...

Beitrag melden
knuty 03.06.2017, 13:04
132.

Zitat von wb99
Weil jeder seriöse Mensch nicht auf irgendeine systeminterne Binnengröße Bezug nimmt, sondern auf die vom System nach außen abgegebene Größe.
Der Ladestrom für E-Autos hat keine Transportverluste auf dem Weg von einem Kraftwerk zum Akku? Der Eigenverbrauch von Kraftwerken erhöht sich nicht durch die Produktion von Ladestrom für E-Autos?

Beitrag melden
MartinS. 03.06.2017, 13:05
133. ...

Zitat von MisterD
Allein das ist, so pauschal formuliert, Unsinn... Eine "sichere Reichweite" muss sowohl bei voller Beladung und -15°C Außentemperatur gewährleistet sein, als auch bei +40°C im Schatten und 130km/h auf der Autobahn... und erst Recht wenn der Akku mal 5 Jahre auf dem Buckel hat und langsam der Verschleiß einsetzt... Ich finde diese Bericht-Serie super, denn sie zeigt den Normalautofahrer... Der möchte sich nicht stundenlang Ladesäulen usw. befassen, um die Anfängerprobleme zu vermeiden. Er möchte ins Auto steigen, losfahren, tanken und ankommen. Und die Berichte zeigen, dass gerade für Vielfahrer mit hohem Autobahnanteil und keiner eigenen Garage/Stellplatz/Eigenheim mit Photovoltaik auf dem Dach ein solches Fahrzeug überhaupt nicht geeignet ist... Ach und diese 4.000 Prämie ist der größte Witz überhaupt. Die Händler nehmen einfach im gleichen Maße die Rabatte und inkl.-Angebote zurück, sacken sich 4.000 EUR zusätzlich ein und das Auto wird für den Endkunden keinen Cent billiger... zumal diese Rabatte auch nur für Neuwagen gelten... Wer kann sich denn heutzutage noch nen Neuwagen leisten bzw. wer ist noch bereit 40% Wertverlust im ersten Jahr hinzunehmen?
In Anbetracht der Tatsache, dass es schwierig wir, Gebrauchtwagen zu finden, wenn niemand diese blöden Neuwagen fährt, sinds wohl offensichtlich doch noch so ein paar, die sich das leisten können.

Beitrag melden
knuty 03.06.2017, 13:10
134.

Zitat von neurobi
Das ist Blödsinn. Der Stromverbrauch in Deutschland beträgt seit Jahren etwa 560 TW/h.
Mitnichten:
"2015: 600,0 TW/h"
https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf_an_elektrischer_Energie#Deutschland

Beitrag melden
der_seher59 03.06.2017, 13:19
135. Kostenlos Parken macht nur solange Sinn

wie es Bedarf der Förderung gibt. Haben wir erstmal viele E-Autos, ist es vorbei m. kostenlos. Das nächste Geschrei ist dann vorprogrammiert

Beitrag melden
MisterD 03.06.2017, 14:04
136.

Zitat von MartinS.
In Anbetracht der Tatsache, dass es schwierig wir, Gebrauchtwagen zu finden, wenn niemand diese blöden Neuwagen fährt, sinds wohl offensichtlich doch noch so ein paar, die sich das leisten können.
Abgesehen davon, dass im Schnitt über alle Marken der Anteil der Privatkunden bei Neuwagen kaum noch mehr als 25% beträgt... den Rest teilen sich Mietwagenunternehmen, Leasingunternehmen und Firmenflotten...

... 80% aller Neuwagenkäufer sind heute über 40, 11% sind gar über 70...
Glaubst du ernsthaft, die große Masse der Mittfünziger kannst du mit einem Elektro-PKW begeistern, bei all den Schwierigkeiten mit denen selbst junge Leute zu kämpfen haben?

Und Folgendes kommt ja noch dazu:
Der Zoe kostet in der kleinsten Variante 22.500 EUR, ein Golf (das ist sogar schon eine Fahrzeugklasse höher) 17.850 EUR, einen Fabia kriegst du schon ab 12.500 EUR...

Elektro-PKW fahren muss man wollen... und man muss es sich, im Moment, einfach leisten können.
Und wenn du mal bei den "richtigen" Autos guckst... ein 3er Active Hybrid startet aktuell bei 43.000 EUR, der Audi A3 e-tron geht bei 38.000 EUR los und ein E-Golf als Variant wird ebenfalls um die 40.000 EUR liegen...

Nicht jedem reicht ein Zoe mit nem Kofferraum von 330 Liter und 2 Notsitzen auf der Rückbank ;)

Beitrag melden
radler2 03.06.2017, 14:32
137.

Zitat von otzberger
Nicht allein Unsinn glauben der so verbreitet wird. Ein 400er Zoe schaffte die 200 km auch bei -15° (vermutlich auch an der Austauschgrenze des Akkus) - Der vierteilige Artikel zeigt allerlei sinnlose Passagen auf. Wenn der Verfasser zum Beispiel gerne betreutes Tanken vollführt, kann man das kaum der Technik anlasten. Falls es an intellektuellen Fähigkeiten fehlt oder man einfach keine Lust hat sich auf eine neue Technik einzulassen, einfach Verbrenner weiter fahren. Aber bitte nicht erzählen, es ginge nicht oder es wäre zu teuer.
Bei Tempo 130 braucht ein PKW ca 30 kw am Rad. Da der E-Motor auch einen Wirkungsgrad hat, wie auch der Akku für den Ladezyklus, braucht es tatsächlich also noch mehr Leistung aus dem Akku.
Vergessen wir jetzt mal, mit dem 41 kWh Akku vom Zoe fahren Sie also 1H20Minuten Tempo 130, dann ist der Akku leer.
Das macht dann 173km, nicht 200.
Bei Kälte lässt der Akku nach, nach Erfahrungsberichten aus dem Forum ist die Reichweite von 330 auf 270 km geschrumpft (die sind offensichtlich nicht regelmäßig 130 gefahren).
Ein gealterter Akku lässt auch nach (und der Wirkungsgrad wird schlechter, Sie brauchen also mehr Strom aus der Steckdose für dieselbe Strecke). Der Mietakku wird bei 70% getauscht, also fahren Sie irgendwann mal mit 71% und müssen immer noch ankommen.

Beitrag melden
Flari 03.06.2017, 14:40
138.

Zitat von knuty
Mitnichten: "2015: 600,0 TW/h" https://de.wikipedia.org/wiki/Bedarf_an_elektrischer_Energie#Deutschland
Der Bruttostrombedarf in DE liegt im Schnitt um 17% über dem Nettostrombedarf.
Diese 17% sind JEDEM Verbraucher zuzurechnen, an sich dem Niederspannungsnetznutzer mehr, als dem Mittel- und Hochspannungsnetznutzer.
WENN Sie den Anteil eines (oder millionen) 17 kWh/100km E-Mobils mit dem Bruttostromverbrauch vergleichen wollen, dann müssen Sie den Verbrauch des E-Mobils erst einmal auf seinen Bruttostrombedarf umrechnen, also um MINDESTENS 17% erhöhen.
Das macht dann also 19,9 kWh/100km, real eher 20,5 kWh/100km.
Auch das gilt nur, wenn die 17 kWh/100km die Ladeverluste beinhalten und nicht per Bordcomputer ermittelt wurden.

Beitrag melden
MisterD 03.06.2017, 14:56
139.

Wenn man mal grob überschlägt:
Der Clio hat einen cwA von 0,67, der Zoe wird ähnlich liegen...

Das heißt der reine Luftwiderstand bei Tempo 130 beträgt beim Zoe:
1/2*Luftdichte*Geschwindigkeit³*cwA
1/2*1,2kg/m³*36,11m/s*0,67 = 19 kW...

19 kW allein für die Luft. Die 30kW am Rad scheinen da realistisch, da ein Zoe mit 1,6t in etwa so schwer ist, wie ein normaler Mittelklasse-PKW...

Heißt rein physikalisch ist selbst unter günstigen Bedingungen (100% Ladung, 20°C, kein Wind, ebene Strecke) nach 170km Autobahn mit 130km/h Schluss...

Da sieht man mal, wie unfassbar viel Energie in 50 Litern Kraftstoff so steckt ;)

Beitrag melden
Seite 14 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!