Forum: Auto
Elektroauto im Alltagstest, Teil 4: Parkplatz gratis, Ärger umsonst
Christian Frahm

In Hamburg dürfen E-Mobile auf öffentlichen Stellplätzen kostenlos parken. SPIEGEL-Online-Autor Christian Frahm, für den Alltagstest im Elektroauto Renault Zoe unterwegs, freut sich. Allerdings zu früh.

Seite 15 von 15
energiewende-jetzt 03.06.2017, 15:06
140. Hamburg ist Vorzeigestadt deutschlandweit in Bezug auf E-Mobilität

Lieber Author,

gut dass Ihr Praxisbericht hier veröffentlicht wird! Bei allen Praxiserfahrungen und Überaschungen darf folgendes nicht übersehen werden:

Hamburg treibt den Ausbau öff Ladesäulen wie keine andere deutsche Gemeide oder Stadt voran

Hamburg ist inzwischen deutschlandweit das größte Reallabor und der größte Feldstudien-Ort für alle Arten von Logistik-Unternehmen, die CO2-Emissionsfreie Konzepte für die "letzte Meile" in der Praxis testen: sowohl lokale Kurierdienste als auch Grossanbieter wie UPS und DHL als Beispiele setzen im Innenstadtbereich e-betriebene Nutzfahrzeuge, Zwei- und Dreiräder ein.

Hamburg verfolgt einen e Mobilitätsproblemen Masterplan

Hamburg bündelt und koordinier die Aktivitäten in einer stadteigenen Unternehmung: hysolutions GmbH und die Ladesäuleninstallation, Netzintegration und Betrieb erfolgt über die ebenfalls stadteigene Stromnetz Hamburg GmbH

Das Tanken an den allermeisten Säulen ist einfach, kostengünstig und schnell, insbesondere wenn man die eingesparten Parkgebühren gegenzeichnet. Der Tankvorgang kann per SMS mit jedem Handy mit Mobilfunkvertrag gestartet werden. Einfacher ist es nicht mal an einer Tankstelle.

Die neue E-PKW Generation wird Reichweiten über 500km besitzen und preislich in erschwingliche Größenordnungen kommen. Zudem ist inHamburg erstmals in Deutschland ein selektives Diesel Fahrververbot gerade beschlossen worden. Ein Dammbruch, der das Ende des Verbrennunsmotors einläutet.

Beitrag melden
energiewende-jetzt 03.06.2017, 15:16
141. Hamburg wird ab 2020 nur noch Emissionsfreie Busse beschaffen

Die Stadt hat gerade das größte eBus Beschaffungsprogramm aller europäischen Metropolen beschlossen. Gerne würde die Stadt dies ab sofort umsetzen, jedoch sind die Anbieter für ÖPNV Busse noch nicht so weit. Alle gegenwärtig in Hamburg fahrenden e Busse sind Piloten und müssen noch in Serie überführt werden. Und für öff Ausschreibungen in dieser Größenordnung müssen auch ausreichend leistungsfähige Anbieter vorhanden sein.

Die ersten Starkstrom EBus Ladestationen werden zur Zeit im Hamburger Verwaltungsbezirk Bergedorf von den stadteigenen Unternehmen Stromnetz Hamburg GmbH und VHH (ÖPNV) realisiert.
Hamburg ist mit seinen intelligenten und Emissionsarmen Mobiltätskonzepten auf dem Weg zu einer der ersten europäischen Smart cities

Beitrag melden
MisterD 03.06.2017, 15:32
142.

Zitat von energiewende-jetzt
Die neue E-PKW Generation wird Reichweiten über 500km besitzen und preislich in erschwingliche Größenordnungen kommen. Zudem ist inHamburg erstmals in Deutschland ein selektives Diesel Fahrververbot gerade beschlossen worden. Ein Dammbruch, der das Ende des Verbrennunsmotors einläutet.
Mal abwarten...

An Fahrverbote bzw. die komplette Sperrung von Innenstädten für Dieselfahrzeuge glaube ich noch nicht. Selbst Stuttgart rudert da schon wieder ordentlich zurück und erwägt zunächst nur die Sperrung einzelner Straßen bei Feinstaubalarm...

Emissionsfreie Busse gibt es übrigens nicht... die Emissionen fallen nur nicht in der Stadt an, sondern im Braunkohlekraftwerk 200 km weiter auf dem Land...

Beitrag melden
mikko11 03.06.2017, 15:54
143. rephrase

Zitat von tempus fugit
...mit einem E-Auto gefahren, wüssten Sie, dass die mechanischen Bremsen nur aus gesetzlichen Sicherheitsgründen da sind. Fahren Sie mal so ein Teil - im Stadtverkehr z.B. - dann werden Sie sehen, dass Sie - und übrigens automatisch... - beim 'Gasrücknehmen' seher effizient bremsen ohne auf's Bremspedal zu treten.
Ich erlaube mir, das mal umzuformulieren: mit Rekuperation allein erreichen Sie keine Bremsleistung, die den gesetzlichen Mindestanforderungen entspricht.

Beitrag melden
ansv 03.06.2017, 16:19
144.

Zitat von tempus fugit
...mit einem E-Auto gefahren, wüssten Sie, dass die mechanischen Bremsen nur aus gesetzlichen Sicherheitsgründen da sind. Fahren Sie mal so ein Teil - im Stadtverkehr z.B. - dann werden Sie sehen, dass Sie - und übrigens automatisch... - beim 'Gasrücknehmen' seher effizient bremsen ohne auf's Bremspedal zu treten. Und gleichzeitg wieder alle 100 km paar KWh mehr im Akku haben? Wie's funktioniert? Könnten Sie wissen. PS: man empfieht E-Autosfahrern, regelmässig die Bremse zu bestätigen, damit Sie mangels Bedarf nicht einrostet!
Sie fahren doch mit gar keinem Auto, oder? Egal ob Stadtverkehr oder Autobahn - es vergeht keine Fahrt ohne unplanmäßiges heftiges Verzögern des Fahrzeugs zur Kollisionsvermeidung. Im Volksmund "bremsen" genannt.

Beitrag melden
energiewende-jetzt 03.06.2017, 17:30
145.

Zitat von MisterD
Mal abwarten... An Fahrverbote bzw. die komplette Sperrung von Innenstädten für Dieselfahrzeuge glaube ich noch nicht. Selbst Stuttgart rudert da schon wieder ordentlich zurück und erwägt zunächst nur die Sperrung einzelner Straßen bei Feinstaubalarm... Emissionsfreie Busse gibt es übrigens nicht... die Emissionen fallen nur nicht in der Stadt an, sondern im Braunkohlekraftwerk 200 km weiter auf dem Land...
In Norddeutschland haben wir bereits 100% EE-Stromvollversorgung, daher kommt der Hamburger Strom klimafreundliche und emissionsfrei nicht aus Braunkohle KW, sondern aus EE Anlagen. Einzige leider von der CDU zu verantwortender Schwarzer Schandfleck dabei ist das Steinkohle KW in HH Hamburg, eases jedoch schon jetzt eine Invest Ruine ist: 2Mrd Abschreibungen kurz nach Inbezriebahme auf die Herstellungskosten von 3-4 Mrd sagen alles

Beitrag melden
MisterD 03.06.2017, 17:52
146.

Zitat von energiewende-jetzt
In Norddeutschland haben wir bereits 100% EE-Stromvollversorgung, daher kommt der Hamburger Strom klimafreundliche und emissionsfrei nicht aus Braunkohle KW, sondern aus EE Anlagen.
Das ist eine recht laienhafte Sichtweise auf die elektrischen Energieversorgungsnetze, aber gut...
Auch die 100% EE-Versorgung ist nur ein theoretischer Wert, denn wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint, dann gibt es keinen Strom... es sei denn Hamburg hat heimlich riesige Gezeitenkraftwerke in die Elbmündung gebaut...

Beitrag melden
energiewende-jetzt 03.06.2017, 18:57
147. Flexibiliätsopionen sind notwendig

Laienhafte Sichtweise hin oder her, Kohlestrom ist in Deutschland ein Auslaufmodell. Schon die nächste Bundesregierung wird das Ende über Reat CO2-Mengen beschließen. Sie haben recht : Sonne und Wind allein machen noch keine sichere Stromversorgung. Dazu braucht es zusätzliche Flexibilitätsoptionen, also zusätzliche Systemdienstleistungen in großem Umfang.

Noch können die heutigen Ladesäulen s nicht, bald aber schon: Softwaregesteuert wird schon bald der Ladestrom so gesteuert werden, dass er eine weitere Flex Option darstellt.

Beitrag melden
MisterD 03.06.2017, 19:54
148.

Zitat von energiewende-jetzt
Laienhafte Sichtweise hin oder her, Kohlestrom ist in Deutschland ein Auslaufmodell. Schon die nächste Bundesregierung wird das Ende über Reat CO2-Mengen beschließen. Sie haben recht : Sonne und Wind allein machen noch keine sichere Stromversorgung. Dazu braucht es zusätzliche Flexibilitätsoptionen, also zusätzliche Systemdienstleistungen in großem Umfang. Noch können die heutigen Ladesäulen s nicht, bald aber schon: Softwaregesteuert wird schon bald der Ladestrom so gesteuert werden, dass er eine weitere Flex Option darstellt.
Wie kommen Sie darauf? Nichts für ungut, aber Duzen Sie mich ruhig, das Sie ist mir zu förmlich...

Die nächste Bundesregierung wird, höchstwahrscheinlich, liberal und konservativ sein... also CDU/CSU-FDP... wo man da ein Ende der Kohle hineinfabulieren könnte, erschließt sich mir nicht.
Der Klimavertrag ist mit Trumps "No" ohnehin Geschichte...

Elektromobilität ist im Übrigen der feuchte Traum der elektrischen Netze... jedes Elektroauto ist mit seinem Akku ein potenzieller Speicher elektrischer Energie, falls es davon zuviel gibt...

Das Problem ist nur... welcher E-PKW-Fahrer ist bereit, seinen PKW nur dann laden zu lassen, wenn es ein Überangebot an Strom im Netz gibt, zum Beispiel wenn die Sonne im Zenit steht oder der Wind kräftig pustet?
Und einen Schritt weiter... welcher E-PKW-Fahrer ist bereit Strom aus seinem Akku zurück ins Netz zu speisen, wenn die Strommenge mal nicht reicht?
Abgesehen davon müsste die Ladesäule dann rückspeisefähig sein...

Wir stehen erst am Anfang... und eine solche Revolution der Mobilität wird dauern... vermutlich das ganze Jahrhundert...
Wer sie erzwingen will, wird scheitern... solche fundamentalen Umbrüche brauchen ihre Zeit... nicht zuletzt, weil wir nicht mehr in Diktaturen oder Monarchien leben, wo ein Mensch allein entscheidet, wohin zig Millionen Menschen zu laufen haben... Demokratie ist toll, aber sie macht träge... sehr träge...

Beitrag melden
Seite 15 von 15
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!