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Elektroauto-Irrsinn: Strom für Geländewagen ist oft billiger als für Kleinwagen
DPA

Wer sein Elektroauto an öffentlichen Säulen laden will, erlebt mitunter böse Überraschungen - das bestätigt eine Recherche der Stiftung Warentest. Bei den Preisen herrsche Chaos.

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day_trader 18.06.2019, 10:06
80. leider nicht ganz falsch..

Ich fahre selber einen Elektro-Smart, der mit maximal 4,6 kW lädt. Neue, dicke SUV's laden dabei schon mit Ladeleistungen bis zu um die 100 kW (sofern verfügbar), können also in viel kürzerer Zeit eine wesentlich größere Menge an Strom entnehmen, zumal sie aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts eine deutliche größere Batterie besitzen.
Bei mir in Dortmund gibt es fast ausschließlich Ladesäulen von Innogy, die vorbildlich nach Verbrauch abrechnen. Hier habe ich also kein Problem. Es gibt jedoch auch Modelle in anderen Städten (Düsseldorf z.B.), die ich nur über einen Roaming-Anbieter wie Newmotion o.ä. aktivieren kann. Hier sieht dann die Preisgestaltung auch kombinierte Modelle vor, wo die Ladedauer und Lademenge kombiniert abgerechnet werden. Hier kostet dann ein Ladevorgang beispielsweise 1,19€ pro Ladevorgang, plus 2 ct pro Minute Ladedauer plus 0,48€/kWh. Dies ist dann schon deutlich teurer. Für Kunden der Stadtwerke gibt es sicher günstigere Tarife, jedoch nicht für Externe. Die schlimmsten sind dann Anbieter wie die Stadtwerke Münster, (exklusiver Anbieter für E-Säulen in Münster), die einfach pauschal 9,90€ pro Ladevorgang berechnen, was für ein großes Fahrzeug mit großem Akku und schnellem Lader sehr günstig ist, für den kleinen Smart mit kleinem Akku jedoch absolut unverhältnismäßig teuer ist - und das in einer Stadt, die sich immer so Öko gibt. Auch hier gibt es jedoch für Kunden der Stadtwerke günstigere Tarife, wenn ich als Besucher in die Stadt fahre, dann jedoch nicht mit dem E-Smart. Dies lohnt sich dann nur für Fahrer mit den SUV.
Falsch ist jedoch, dass man vorher nicht weiß, was laden kostet. Dies suggeriert dieser Artikel. Aber das habe ich zumindest noch nie erlebt. Und wenn minutenweise abgerechnet wird, kann ich ja ausrechnen, was mich das laden kostet.

E-Mobil fahren macht trotz dieser Probleme jedoch richtig Spaß und wenn man mit Ökostrom lädt (was anderes gibt es an den Säulen ja nicht, habe ich zumindest noch nicht erlebt), ist man in der Klimabilanz auch ganz schnell vor dem Verbrenner.

Größte Ärgernisse, deutlich größer als die unterschiedlichen Tarifmodelle, sind konventionelle Fahrzeuge, welche die Ladesäulen blockieren. Hier sollte konsequenter abgeschleppt werden und die Autofahrer müssten besser für das Thema sensibilisiert werden.

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EinMüllergehtNoch 18.06.2019, 10:08
81. #7

nun tun sie mal nicht so als ob es im Spiegel noch seriösen Journalismus gibt, haben sie die letzten 4 Jahre verpasst ?

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jasper366 18.06.2019, 10:08
82.

Zitat von NorddeutschePflanze
Leider sind solche Szenarien mit "schnell mal Laden" Wunschdenken, da müssten Sie schon auf Wasserstoff umsteigen, da geht es.
Auch nicht wirklich.

Die Wasserstofftankstellen mit dem höchsten Fahrzeugdurchsatz schaffen 200 Fahrzeuge / Tag, macht also alle 7,2 Minuten eine Betankung, es gibt auch (noch) Tankstellen die nur 40 Fahrzeuge / Tag bedienen können, macht also dann maximal alle 36 Minuten eine Betankung.

Denn das man Wasserstoff genau so tanken kann wie Benzin und Diesel ist nämlich nicht wahr, nach jedem Tankvorgang dauert es mehr oder weniger lange (siehe oben) bis wieder ausreichend Wasserstoff auf den nötigen Druck verdichtet wurde und das nächste Fahrzeug betankt werden kann.
Aktuell ist das bei der geringen Fahrzeuganzahl allerdings auch noch kein garvierendes Problem.

Nur mit den neuesten Kryopumpen kommt man auf die knapp 7 Minuten Wartezeit, bei allen anderen wartet man, teilweise eutlich, länger.

"Durch die Pumpentechnik lässt sich die Tankstellen-Kapazität steigern, so dass täglich mehr Brennstoffzellenfahrzeuge mit Wasserstoff versorgt und die Wartezeiten reduziert werden können.
https://www.elektroniknet.de/elektronik-automotive/elektromobilitaet/linde-verdoppelt-wasserstoff-betankungskapazitaet-160199.html

https://cleanenergypartnership.de/h2-infrastruktur/cep-tankstellen/

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neurobi 18.06.2019, 10:08
83.

Zitat von angelobonn
Die Herstellung einer Batterie für ein E-Auto verursacht soviel CO2, wie ein Diesel auf 100.000 Kiliometer produziert.
Falsch, es kommt auf die Größe der Batterie an.
Und da ist der Klimarucksack eines Autos mit 100kWh-Akku schon mal 3 mal größer als der eine Autos mit 30kWh-Akku.
Und der reicht für die meisten Anwendungen aus.

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MartinS. 18.06.2019, 10:09
84. ...

Zitat von tucson58
Nur ist die E-Mobilität in den USA (außer Californien) nicht so gefragt als das man in den USA ähnlich wie in Deutschland großflächig Ladestationen einrichten müsste . Fahren sie doch mal mit ihren E - Auto von Miami nach Amarillo in Nordtexas und dann weiter nach Flaggstaff in Arizona zum Grand Canyon , dann werden sie mal sehen wie weit sie mit ihren Chipkarten kommen !
Warum sollte er das tun?
Klar kann man sich immer ganz tolle Situationen ausdenken, in denen etwas unpraktisch ist, oder nicht funktioniert - aber entsprechen diese konstruierten Szenarien denn überhaupt noch dem individuellen Nutzerverhalten? Wenn ein Elektrofahrzeug nicht wirklich gut ist, um zum Grand Canyon oder nach Nordtexas zu fahren.... ist das in irgendeiner Form wichtig für jemanden, der da gar nicht hinfährt?

Für mich wärs auch ziemlich belanglos, ob mein Auto ungeeignet ist, damit mal eben nach Moskau oder nach Südspanien zu düsen....
Was also bringt eine Argumentation mit "dann fahren sie doch mal nach xyz.... dann werden sie schon sehen, wie unpraktisch das ist"

Ja, wie mit allem anderen ist so ein Ding nicht für jeden Einsatzzweck geeignet. Das ist auch jetzt schon so - mit nem Smart bekommen sie keinen Pferdeanhänger gezogen, mit nem LKW fahren sie keine 250, und für die Atlantiküberquerung sind Autos generell nicht unbedingt geeignet.
Überraschenderweise gibts scheinbar dennoch Leute, für die der Smart geeignet ist (vielleicht haben die gar keine Pferde - solls ja auch geben), und ich selbst wüsste jetzt auch nicht, was ich mit nem LKW überhaupt machen sollte.... trotzdem zweifle ich deshalb nicht den generellen Nutzen von LKWs an. (HA - dann fahren sie damit mal auf die Nordschleife... dann werden sie schon sehen, wie weit sie mit ihrem IVECO kommen...)

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duplomat 18.06.2019, 10:12
85. Marktgläubige

Zitat von marthaimschnee
So langsam sollte man von den Marktgläubigen Kirchensteuer fordern, aus der man die Allgemeinheit für den durch ihre miesen Entscheidungen entstehenden Murks entschädigt.
Die Entscheidungen kamen doch sicherlich auf Steintafeln vom obersten Wesen. Einzelne Gläubige kann man da nicht haftbar machen.

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MartinS. 18.06.2019, 10:12
86. ...

Zitat von neurobi
Falls sie es noch nicht mitbekommen haben, die Generation C64 ist schon 50+. Die kennen Computer besser als die heutige Jugend, die, fon wenigen Freaks abgesehen, nur am Smartphone wischen können.
Diese "Generation C64" sind aber auch nur ein kleiner Anteil von wenigen Freaks..... der Rest dieser Altersgruppe hatte mit den Dingern schlichtweg nichts zu tun, oder gerade mal so viel Interesse daran, dass es reichte die Spiele zu starten und fertig.

Sie tun ja so, als ob jeder, der in den 80ern aufgewachsen ist, deshalb automatisch ein Computercrack ist.

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dieter.zeppenfeld 18.06.2019, 10:15
87. erledigt sich gerade

Das vom Spiegel beschriebene Problem hatte ich auch - bis vor ein paar Monaten. Zum Beispiel EnBW hat nun auf kWh genaue Abrechnung umgestellt - und eine klasse App dazu rausgebracht, mit der ich an über 20.000 Ladestationen in Deutschland "tanken" kann (und die nächste Ladestation finden). Das ganze für 39ct pro kWh (oder 29 ct mit Grundgebühr). Mit meinem Plug-in Hybrid ist damit das elektrische Fahren deutlich billiger als mit Benzinmotor, und ich lade nicht mehr nur zu Hause nach.

Das beschriebene Problem ist also Geschichte. Aber einen positiven Artikel zu schreiben, oder aber wirkliche Tips zu geben - da sträubt sich wohl die Journalistenfeder.

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dieter.zeppenfeld 18.06.2019, 10:16
88. erledigt sich gerade

Das vom Spiegel beschriebene Problem hatte ich auch - bis vor ein paar Monaten. Zum Beispiel EnBW hat nun auf kWh genaue Abrechnung umgestellt - und eine klasse App dazu rausgebracht, mit der ich an über 20.000 Ladestationen in Deutschland "tanken" kann (und die nächste Ladestation finden). Das ganze für 39ct pro kWh (oder 29 ct mit Grundgebühr). Mit meinem Plug-in Hybrid ist damit das elektrische Fahren deutlich billiger als mit Benzinmotor, und ich lade nicht mehr nur zu Hause nach.

Das beschriebene Problem ist also Geschichte. Aber einen positiven Artikel zu schreiben, oder aber wirkliche Tips zu geben - da sträubt sich wohl die Journalistenfeder.

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roland02 18.06.2019, 10:17
89. Eigentlich ganz einfach ...

Möchte oder kann man sich nicht über den jeweiligen Preis informieren, nimmt man eben einen Ladetarif, der nach kW abgerechnet wird und immer gleich ist. Ganz einfach! Mir fallen jetzt aus dem Stand mindestens drei deutschlandweite Anbieter ein (ohne monatliche Kosten), bei denen das so ist. Ich verstehe nicht, wo da jetzt das Problem sein soll?!

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