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Elektroautos 2019: Wasserstoff, Marsch!
picture alliance / e.GO Mobile A; KIA Motors; AUDI; Daimler (2); Honda

2019 starten die Autohersteller ihre bisher größte Elektrooffensive. Auf den Markt kommt endlich auch das erste deutsche Serienauto mit Wasserstoffantrieb. Die wichtigsten Modelle in der Übersicht.

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karlgeorg 27.12.2018, 19:44
220. Die eine Lösung scheint es nicht zu geben

Mir leuchtet in diesem Zusammenhang ein, was von Toyota zu hören ist: man setzt auf eine Hybride Strategie - Batterie für die Stadt, Brennstoffzelle für die Langstrecke. Viele Argumente, die man hier liest, hinsichtlich der nötigen Investitionen, belasten beide Technologien z. Zt. gleichermaßen. Das Forschungszentrum Jülich sieht die Wasserstoffinfrastruktur sogar um rund 20% günstiger. Die dt. Autoindustrie scheint jedenfalls nicht gut gerüstet, das zeigt die aufgeführte Fahrzeugpalette.

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knuty 27.12.2018, 19:46
221.

Zitat von Flari
Genau DAS hatte ich bereits in Kommentar #172 ausführlich dargestellt. "knuty" wollte aber unbedingt auf die Besteuerung pro kWh hinaus, obwohl das mit dem Thema nicht das geringste zu tun hat, wenn man über die niedrigeren/fehlenden Staatseinnahmen durch BEV reden möchte. Noch gar nicht berücksichtigt ist dabei das ggf. steuerfreie Laden über die eigene PV, die zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer, sowie die Befreiung von der beschlossenen PKW-Maut.
Dass E-Autos für zehn Jahre von der Steuer befreit sind und auch keine Maut zahlen müssen, wusste ich nicht, muss ich gestehen.

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thomas_linz 27.12.2018, 19:55
222. Ich hab’s mal durchgerechnet

Zitat von werner-brösel
Ich fasse mal diesen und frühere Beiträge von Ihnen zusammen. Derzeit lädt ein Tesla Schnellladen mit 145kW und verbindet dazu 2 Ladesäulen mit einem Auto. Das international standardisierte CC-Verfahren hat eine Leistung von 350 kW. In der nächsten Ausbaustufe sind sogar Leistungen von deutlich mehr als 0,5 MW geplant. Wohlgemerkt wir stehen an einem Autobahnrastplatz, wo in der Hauptreisezeit täglich mehrere Tausend Autos aufgetankt, respektive aufgeladen werden müssen. Laden wir nun einen Tesla mit 80% seiner Kapazität so bräuchte man unter idealisierten Bedingungen mit 0,5 MW knapp eine viertel Stunde. In der realen Welt haben wir aber einen umgekehrt proportionalen Wirkungsgrad im Bezug zum Ladestrom. Es wird also eher 25 bis 30 Minuten dauern und somit wird aus einer Handvoll Zapfsäulen die vielleicht inklusive Gummibärchen und Bezahlvorgang derzeit 5 Minuten belegt sind schnell mal 300 Ladestationen. Wollen Sie auf weniger Plätzen schneller laden, brauchen Sie halt eine noch dickere Hochspannungsleitung. Aber keine Sorge, schon die 10kV-Leitung für die 150 Megawatt wird an irgendeinem Landwirt scheitern, über dessen Felder die Leitung verlaufen soll.
Herr Broesel. Sie uebertreiben um den Faktor 10. Wenn Sie eine Autobahntankstelle im Hochbetrieb mit Ionity Chargern ersetzen wollen, benoetigen Sie nicht 300, sondern etwa 30 dieser Dinger. Da Sie schonmal mit 0,5MW pro Charger rechnen, dem ich aufgrund der Verluste zustimme, sind das dann 15MW statts 150MW. damit komme ich bei einem 10km langem Versorgungskabel, 10KV auf ein Kabeldurchmesser von 30mm und von der Trafostation benoetigen wir jeweils ein Kabel mit selbem Durchmesser zum Charger. Das sind Investitionen, dafuer kriegen Sie bestenfalls 5 Wasserstoffsaeulen oder mit viel Muehe eine Tankstelle gebaut.

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M von B 27.12.2018, 20:01
223. Wasserstoff / Elektromobilität usw...

Es ist Zeit mit einigen Mythen aufzuräumen und sich auch nicht von idiotischen Maketing Souffleuren ins Bockshorn jagen zu lassen.
1. Wasserstoff wird in aktuellen Fahrzeugen mit 300 Bar in den Tank gepumt. Ja wenn er explodiert....
Wasserstoff gehört zu den kleinsten chemischen Elementen und versucht durch den Tank zu diffundieren.
Bei Unterstützung von 300 Bar Druck, schätze ich, ist der Tank nach einer Woche leer.
Von den anderen Nachteilen wie Erzeugung, Lagerung usw.. einmal abgesehen.
Da sind einige unterwegs und versuchen mit Falschmeldungen den Wasserstoff als Allheilmittel anzupreisen.
2. Elektromibilität.
Ich bin gelernter Elektromotorenbauer und Elektrotechniker.
Wie lange fahren Strassenbahnen bereits in Deutschland?
Ist der Wirkungsgrad von Elektromotoren nicht bei 90 Grad?
Stimmt im Auto leider nicht, da durch Rekuperation Energie durch den Motor der im Leerlauf oder bei der Bergabfahrt dann als Generator Strom erzeugt wird. Damit erreicht er mehr wie 90%
Das kann der Verbrenner in 1000 Jahren nicht.
Aufladen ein Problem? Haben Sie heute eine eigene Benzin-Tankstelle an Ihrer Haustüre?
Denken Sie dass Sie in Zukunft Stunden lang Ihr Fahrzeug aufladen müssen?
Die Generation 2.0 der Batterien steht vor der Türe. Ladezeit von 10-20 Minuten sind dann normal.
Es gilt immer noch da Ohmsche Gesetz Leistung ist Strom mal Spannung.
Wenn eine Batterie mit 800Volt geladen wird kann man sich selber ausrechnen wie schnell das geht.
Und wer seinen alten Verbrenner weiter fahren will kann das gerne tun.
2014 Lag der Preis pro Kilowattstunde Akku bei 360 Euro, heute bei ca. 170 Euro, weiter fallend.
Tesla, und die Chinesen werden den deutschen Autobauern Beine machen.
Die ersten Modelle aus China kommen im neuen Jahr auf den Markt, und wenn wir nicht aufpassen überschwemmen sie uns wie mit den Leih-Fahrrädern in Großstädten.
Da werden dann keine Gefangenen gemacht.

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thomas_linz 27.12.2018, 20:03
224. Sie meinen also

Zitat von pepe-b
Nein, das reicht nicht, denn Sie vernachlässigen den Faktor Mensch. Realistisch betrachtet ist das E-Auto für ca 90% der Situationen völlig ausreichend. Aber das ist total irrelevant, denn wenn ich mir für teures Geld ein Auto kaufe, dann sollen es eben 100% sein. Denn ich habe keine Lust mir für Langstrecken ein anderes Auto zu mieten. So tickt der Mensch nun mal. Ich gebe nicht mehr Geld für ein Auto aus, das weniger kann als mein heutiges. Es muss mindestens das gleiche können. Das gilt natürlich nur so lang, wie man Menschen überzeugen und nicht zwingen will.
die 12 Minuten sind zu lange. Ich gebe Ihnen mal einen guten Tipp. Gehen Sie doch mal an einem belebten Tag tanken und messen Sie, wie lange der Tankvorgang von An- und Abfahrt dauert. Ansonsten mein Beileid, wer der Meinung ist, er muesse sein Geld fuer etwas verschwenden, was er 1-2 mal im Jahr braucht, dem ist jegliches rationales Denken fern. Ich glaube vielmehr nicht ich, sondern Sie schaetzen den Faktor Mensch falsch ein. Bei solch egoistischem Denkansatz kann ich nur hoffen, dass der Staat sowas mit entsprechenden Steuern belohnt und zwar nach realem Energieverbrauch und Verursacherprinzip.

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thomas_linz 27.12.2018, 20:12
225. Die Reichweite des

Zitat von karlgeorg
Mir leuchtet in diesem Zusammenhang ein, was von Toyota zu hören ist: man setzt auf eine Hybride Strategie - Batterie für die Stadt, Brennstoffzelle für die Langstrecke. Viele Argumente, die man hier liest, hinsichtlich der nötigen Investitionen, belasten beide Technologien z. Zt. gleichermaßen. Das Forschungszentrum Jülich sieht die Wasserstoffinfrastruktur sogar um rund 20% günstiger. Die dt. Autoindustrie scheint jedenfalls nicht gut gerüstet, das zeigt die aufgeführte Fahrzeugpalette.
Toyota Mirai beträgt bei zuegiger Fahrweise keine 400km, nimmt sich also zu den groesseren EV’s gar nichts und wer mal beim Mirai mit Kind und Kegel loswill, der wird schnell sein blaues Wunder erleben, wie schnell die knapp ueber 300kg ausgelastet sind. Ein Glueck, dass in den Kofferraum dank Wasserstofftank nicht viel Gepäck reinpasst.

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syracusa 27.12.2018, 20:15
226.

Zitat von neurobi
Genau. Und deshalb ist das Akku-Auto optimal für die Kurzstrecke. Dort kann es seine Vorteile ausspielen, ohne dass die Nachteile zum Tragen kommen. Wohlen sie aber auf die Langstrecke, brauchen Sie Ladeleistungen, die denen eines Mehrfamilienhauses entsprechen, bei 350kw-Ladern eher eines Wohnhochauses.
Quatsch. Es ist allen Autofahrern nicht nur zuzumuten, sondern unabhängig von der genutzten Energieform auch dringend anzuraten, alle 300 km eine 30minütige Pause einzulegen. Um in 30 Minuten 300 km Reichweite nachzuladen, braucht man lediglich 120 kW.

Eine heutige Autobahnraststätte für Benzin und Dieselöl ist selbst schon mit ca 5 bis 10 MW ans Stromnetz angebunden. Es ist keine Hexerei, daraus auch 20 MW zu machen.

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syracusa 27.12.2018, 20:22
227.

Zitat von werner-brösel
Gut das sie Ihren Beitrag mit 'Quatsch' eingeleitet haben. Sie wollen Ihr Auto 8 Stunden lang mit 1kW laden und dann soll es im Winter morgens auch schon vorgeheizt sein? Mit 8kWh kämen Sie vielleicht noch zum Bäcker um die Ecke und wieder zurück, aber kein Stück weiter. Aber wie schon gesagt, haben Sie Ihren Beitrag ja schon als 'Quatsch' eingeleitet.
Au weia! Warum lassen Sie sich auf eine Diskussion über ein Thema ein, von dem Sie Null Ahnung haben? Mit Beiträgen wie Ihrem obigen können Sie sich nur blamieren.

Die mittlere tägliche Fahrstrecke eines deutschen PKW beträgt gerade mal knapp 40 km. Ein Elektroauto verbraucht dafür ab Steckdose 8 kWh Strom. Im Durchschnitt muss ein E-Auto also nur diese genannten 8 kWh pro Tag nachladen, und das geht z.B. problemlos mit 1 kW Ladeleistung über 8 Nachtstunden.

Dass Sie täglich 300 km fahren müssen, ändert daran gar nichts, denn Durchschnitt bleibt Durchschnitt. Das, was Vielfahrer mehr fahren, fahren andere weniger. Schon bei einer ziemlich geringen Zahl von Autos greift die Statistik, und es bleibt bei den genannten 8 kWh mittlerem Ladebedarf täglich. Tatsächlich wird die mittlere Ladeleistung sogar noch weiter reduziert, denn die Ladung beschränkt sich ja nicht auf die Nachtstunden. Würden E-Autos rund um die Uhr geladen, dann beträgt die mittlere Ladeleistung nur noch 300 Watt.

Und warm aufheizen können Sie das Innere eines Autos problemlos mit 0,5 kWh Strom.

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pepe-b 27.12.2018, 20:47
228. @ thomas_linz

Tja, tut mir leid. Aber so tickt der Mensch abseits idealisierter Forenbeiträge nun mal. Das ich das nicht ganz falsch einschätze, zeigt sich daran, dass E-Autos bisher nur in der Traumwelt eine Rolle spülen, obwohl sie schon lang zu haben wären. Dass ich nicht falsch liege, sehen Sie am ungebrochenen Nachfragetrend nach SUV. Dass ich nicht falsch liege konnte man letztens auch in einer Studie zum Carsharing lesen die zum Ergebnis kam: 80% der Leute bevorzugen es nach wie vor ihr Auto zu besitzen statt auf Carsharing zu setzen. Die Erfahrung lehrt: wir sind alle hochrational in der Diskussion um eine ideale Welt. Aber nur solang, wie es nicht um einen selbst geht. Wissen Sie: ein gutes Produkt wird auf die realen oder auch nur vermeintlichen Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten. Sie und andere dagegen versuchen real existierende Bedürfnisse (kein Komfortverlust im Vergleich zu heute) zu brandmarken. Die Menschen haben halt Angst davor im Alltag - nicht im Fernverkehr - mal in die Situation zu kommen, dass sie ihr Auto nicht benutzen können, weil der Akku leer ist und sie vier Stunden warten müssen. Heute fahren sie an eine Tankstelle und das Problem ist gelöst. Morgen ist das komplizierter oder langwieriger. Es ist dabei völlig egal wie hoch die Wahrscheinlichkeit für dieses Szenario ist. Es hängt in den Köpfen und muss ernst genommen werden.

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jasper366 27.12.2018, 20:56
229.

Zitat von thomas_linz
VW schmerzen die 30 Milliarden nicht? Wo leben Sie denn? Fragen Sie mal die Zulieferfirmen, gestrichene Projekte, etc.
Das was Sie hier anführen schmerzt doch vielmehr die Fremdfirmen und nicht VW.

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