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Elektroautos: Fürchtet Euch nicht!

Alle 50 Kilometer muss getankt werden, sonst bleibt der Wagen stehen. Das ist ein Alptraum für Autofahrer - und eines von vielen Vorurteilen gegenüber Elektroautos. Eine neue Studie beweist: alles Unfug!

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shine31 04.01.2012, 14:59
1. Re: Eine neue Studie beweist: alles Unfug!

Zitat von sysop
Alle 50 Kilometer muss getankt werden, sonst bleibt der Wagen stehen. Das ist ein Alptraum für Autofahrer - und eines von vielen Vorurteilen gegenüber Elektroautos. Eine neue Studie beweist: alles Unfug!
Also das Ergebnis der Studie, daß alles Unfug ist, ist UNFUG! Ein Bekannter hat so ein iMiev von Mitsubishi. Abgesehen davon, daß die Reichweite max. 120 km und damit der Radius, wenn man wieder nach Hause kommen will, dann nur 60 km beträgt, gibt es zudem von Mitsubishi aktuell noch gar kein Starkstromladekabel, damit man den Akku schnell laden kann. Es bleibt also nur die Möglichkeit der langsamen Aufladung am normalem 230 Volt Anschluß zu Hause.
Hinzu kommt, daß gerade im Winter bei niedrigen Temperaturen der Akku seine Leistung halbiert. Dann sinkt der Radius auch noch auf nur 30-40 km!

Es mag zwar stimmen, daß viele Menschen sowieso nur 10-30 km am Tag zurücklegen. Wenn man aber doch mal eine längere Strecke fahren will, z.B. Freunde besuchen oder jemanden vom Flughafen abholen will, dann beißt man sich in den Ar..ch, daß man für so viel Geld ein so schlechtes Produkt gekauft hat.

Mit der Umweltfreundlichkeit braucht man nun nicht auch kommen, da der Strom ja auch irgendwie erstmal erzeugt werden muß. Da ist , wenn man es genau betrachtet, nichts mit CO2-Neutral. Alles nur Mogelpackung.

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grubbi 04.01.2012, 15:01
2. Unfertig

Zitat von sysop
Alle 50 Kilometer muss getankt werden, sonst bleibt der Wagen stehen. Das ist ein Alptraum für Autofahrer - und eines von vielen Vorurteilen gegenüber Elektroautos. Eine neue Studie beweist: alles Unfug!
Diese Propaganda für eine Technologie, die momentan ungefähr so weit entwickelt und zukunftträchtig ist, wie seinerzeit die Laserdisc oder Video2000 ist schon amüsant.
Was die Leute abschreckt ist eher folgendes:

- nur wenige haben eine Garage daheim, wo sollen sie also ihr Auto laden? Ein Kabel aus dem Fenster über die Strasse legen?
- Wer will zum Laden mal eben 10 Stunden an der Tankstelle stehen?
- Der Verbrauch an Energie ist genau der gleiche wie bei Benzin-Autos, wenn der Strom also nicht 100% Öko ist, ist ein E-Auto genauso "umweltschädlich" und teuer wie ein herkömmliches Fzg.
- Die Batterien verschleissen schnell, wenn man nicht immer die (momentan bei 10-14 Stunden liegenden) vollen Ladezyklen einhält. Und selbst wenn man das tut, sind die Akkus auch nach ca. 6 Jahren kaputt. Dann darf man für ca. 8000 Euro ein neues Batteriepack kaufen
- Es gibt auf diesem Planeten garnicht genug Lithium um für jeden ein Auto mit der aktuellen Akkutechnologie herzustellen.

Elektroauto ist eine tolle Idee und kann auch viel Power haben, mehr sogar als ein Benzinmotor, das ist nicht das Problem. Das Problem ist, daß die Politik auf Teufel komm raus eine nur rudimentär entwickelte Technologie auf den Markt drücken will, was reiner Aktionismus ist.

Erstmal zurück ins Labor und in 10 Jahren bitte nochmal versuchen.

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Romiman 04.01.2012, 15:01
3.

Zitat von sysop
Alle 50 Kilometer muss getankt werden... alles Unfug!...
Bei mir wäre es rein technisch auch möglich (Miet-Parkplatz, Straßenlaterne in der Nähe).
Und die Vorteile wie unkompliziertere Technik (1-Gang Getriebe, kein Ölkreislauf...), geringere Geräuschentwicklung oder mehr Drehmoment reizen mich auch. Ebenso könnte ich auf Höchstgeschwindigkeit und Motorsound gut verzichten.
Aber jeden einzelnen Abend das Auto einstöpseln müssen? Dann müßte wenigstens die Lösung mit dem induktiven Laden hinterm Nummernschild her.
Auch ich habe massiv den Eindruck, daß Politik und Wirtschaft das garnicht wirklich wollen, da sie an uns als "Verbrenner-Fahrer" ja viel mehr "verdienen".

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Romiman 04.01.2012, 15:06
4.

Zitat von shine31
...da der Strom ja auch irgendwie erstmal erzeugt werden muß. Da ist , wenn man es genau betrachtet, nichts mit CO2-Neutral...
Bitte nicht vergessen, daß auch Benzin/Diesel erst erzeugt werden müssen, was sicher nicht mit einer besseren CO-2-Bilanz geschieht.

Aber in den restlichen Punkten stimme voll zu. Besonders der finanzielle Aspekt ist ein entscheidender.

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marthaimschnee 04.01.2012, 15:07
5. Wer denkt sich solchen Mist aus?

Wirklich tolle "Argumente"! Alles ist mal wieder meine Schuld, nur weil ich irrationale Ängste hege! Daß ich täglich 120km Arbeitsweg habe und mir 50km Reichweite deswegen ÜBERHAUPT NICHTS bringt, interessiert die Statistik natürlich nicht. Und daß wenn ich vergesse, das Teil täglich anzustöpseln, nichts mehr geht, wohl auch nicht. Und nein, das das beim Vergessen vom Tanken auch passiert, stimmt nicht, hier habe ich üblicherweise ein Zeitfenster von mehreren Tagen, um zur Zapfsäule zu fahren. Was mit den Akkus in 3 oder 4 Jahren passiert, kann mir auch keiner sagen. Wenn ich dann nur noch 100 statt 150km weit komme, ist das ebenfalls Murks.
Sorry liebe Autoindustrie, aber das wird so erst was, wenn das Fahrzeug beim Parken automatisch ohne zutun aufgetankt wird. Und davon sind wir aus sozialökonomischen Gründen weiter entfernt, als aus technischen!

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blackstar2000 04.01.2012, 15:08
6. Eben.

Zitat von shine31
Also das Ergebnis der Studie, daß alles Unfug ist, ist UNFUG! Ein Bekannter hat so ein iMiev von Mitsubishi. Abgesehen davon, daß die Reichweite max. 120 km und damit der Radius, wenn man wieder nach Hause kommen will, dann nur 60 km beträgt, gibt es zudem von Mitsubishi aktuell noch gar kein Starkstromladekabel, damit man den Akku schnell laden kann. Es bleibt also nur die Möglichkeit der langsamen Aufladung am normalem 230 Volt Anschluß zu Hause. Hinzu kommt, daß gerade im Winter bei niedrigen Temperaturen der Akku seine Leistung halbiert. Dann sinkt der Radius auch noch auf nur 30-40 km! .
Wenn das E-Auto halbwegs wirtschaftlich wäre, hätte es sich schon durchgesetzt.
Jetzt wird es per Planwirtschaft durchgedrückt - aber das wird nicht klappen. Der Akku wird sehr schnell die Grätsche machen und dann immense Kosten Verursachen - und die Super-Idee e-Autos als Speicher für die "erneuerbare" Energie zu nehmen ist einfach nur lächerlich - will wirklich jemand die wenigen Ladezyklen, die er hat noch umsonst für die Speicherung des völlig überteuerten Strom bereitstellen, um sich dann noch schneller seinen Akku zu ruinieren?!

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fahrgast07 04.01.2012, 15:08
7. Elektro-Hype ist bald zu Ende

Ein Auto mit 150 Kilometern Reichweite ist und bleibt unbrauchbar, da helfen auch statistische Spielereien nicht: Selbts wenn ich ein Auto nur selten nutze; wenn ich es nutze, dann eben auch mal für längere Strecken.

Vor allem löst das Elektroauto keine Probleme: Es verlagert nur den Abgasausstoß ins Kraftwerk, solange nicht 100% der Stromerzeugung regenerativ ist. Und es verstopft die Städte genauso, weil es genauso viel Platz schwendet.

Haarsträubend ist denn auch der Vorschlag des Autors, der Staat möge die weitere Verstopfung der Städte mit Blechkisten auch noch subventionieren. Cityflitzer? Die Lösung heißt Fahrrad und Straßenbahn.

Jede Wette, dass der Elektro-Hype in drei Jahren vergessen und vergeben ist. Vielleicht erlebt diese Antriebsform in 15 Jahren eine Renaissance, wenn sie wirklich serienreif ist. Aber vielleicht haben wir dann auch erkannt, dass wir eine andere Verkehrspolitik brauchen - die mit weniger Blechlawinen auskommt. Ein Blick nach Amsterdam oder Kopenhagen könnte Wunder wirken.

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CMH 04.01.2012, 15:09
8.

Zitat von shine31
Dann sinkt der Radius auch noch auf nur 30-40 km!
Nicht zu vergessen dieses herrlich entspannte Fahren mit diesen Kisten, wenn man schon eine Viertelstunde nach Fahrtbeginn im Minutentakt nervös auf die Anzeige schaut, ob's denn wohl noch reicht bis zum Ziel.

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MasterMurks 04.01.2012, 15:11
9. Nö.

Zitat von sysop
Alle 50 Kilometer muss getankt werden, sonst bleibt der Wagen stehen. Das ist ein Alptraum für Autofahrer - und eines von vielen Vorurteilen gegenüber Elektroautos. Eine neue Studie beweist: alles Unfug!
Soso, das soll also alles Unfug sein? Und was genau hat die Studie denn widerlegt?
Dass Leute NICHT zum Sklaven ihres Autos werden? Das werden sie nämlich sehr wohl, denn wenn ich heute vergesse zu tanken, dann fahr ich an der nächsten Tanke an und innerhalb einer Minute ist die Kiste wieder voll. Wenn ich das Aufladen vergesse, läuft bei Einphasenwechselstrom (vulgo: Haushaltsstrom) unter acht Stunden nix.
Und natürlich fahren bis auf einen geringen Teil die Leute weniger als 100 km am Tag, aber so lange ich mir noch überlegen kann, spontan weiter als 100 km zu fahren oder aufgrund unvorhergesehener Ereignisse dazu gezwungen werde, dann werde ich mich, so lange ich die Wahl habe, immer für dir Benzinkiste entscheiden, weil es mir eine wesentliche Nutzung des Autos gewährleistet: Spontanität. Und das kann ein Elektrofahrzeug nicht.
Letzte Sache: Preis. Klar, E-Autos sind teuer, aber sie sind so unverschämt teuer, dass ich im Autoleben selbst bei einem Spritpreis von 3 € niemals den Mehrpreis herausfahren kann. Der iMIEV ist ein Kleinstwagen und kostet satte 25.000 € mehr als ein C1, Up oder Twingo. Und von den 25.000 € kann ich für oben angegebenen Spritpreis von 3 € und einem Verbrauch von realistischen 4,5 L satte 185.000 km fahren. Länger hält die Kiste wahrscheinlich eh nicht. Und das mit allen Einschränkungen der Nutzbarkeit! Bei dieser Rechnung sind die Stromkosten, die die Elektrokiste verursacht und die bei den aktuellen und zukünftigen Strompreisen alles andere als niedrig ausfallen dürften, noch nichtmal enthalten!

Und ich hau auch gleich noch ein Argument raus: Der Ampera mit Reichweitenverlängerer, also extra-Benziner falls der Saft ausgeht, ist schonmal ein Schritt in die richtige Richtung. Denn er kann in der "normalen" Nutzung rein elektrisch betrieben werden, die Spontanität von Strecken über 100 km bleibt aber dank Benziner erhalten.
Nur leider sieht die Rechnung da ähnlich aus: Der Preis beginnt bei 43.000 € für das Basismodell, was satte 26.000 Mehrpreis gegen den vergleichbaren Astra bedeutet. Bei einer ähnlichen Rechnung wie oben dürfte ähnliches herauskommen!

Fazit: So lange die Reichweite begrenzt ist, bleiben E-Fahrzeuge Nischenprodukte, da sich keiner mit dem Mietwagen in den Urlaub oder zur kranken Tante aufmacht. Und so lange die nicht reichweitenbegrenzten Fahrzeuge wie der Ampera wirtschaftlich völlig sinnfrei sind, kommen auch die auf keinen grünen Zweig.

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