Forum: Auto
Elektroautovermietung: Und es hat Zoom gemacht
EAV Stuttgart

Wer ein E-Auto kaufen will, sollte es vorher im Alltag ausprobieren. Mehrere Anbieter haben sich auf die Vermietung von E-Fahrzeugen spezialisiert. Manche ihrer Kunden wollen den Wagen gleich behalten.

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pejede 27.07.2018, 15:57
30. Wird so nicht kommen

Zitat von noch_ein_forenposter
für Ihre Argumentation, und sicher ist auch die Automobilindustrie mit schuldig, aber die Tesla- Infrastruktur funktioniert nur deshalb, weil es so wenige Teslas gibt. Eine Infrastruktur für z.B. auch nur halb so viele E-Autos wie zurzeit Sprit- Autos zu schaffen, ist ein ganz anderes Kaliber. Da ist erstmal die Stromerzeugung, und dann vor allem der Stromtransport. Wenn flächendeckend Schnellladestationen aufgebaut werden, muss man die ganzen Straßen aufreißen und sehr dicke Stromkabel verlegen, usw.
...und ist ja auch so nicht geplant, dass nun schlagartig alle Stinker (oder auch nur die Hälfte) gegen Elektroautos ausgetauscht werden, aber selbst ein "organischer" Austausch (wenn eh ein Neukauf ansteht) ist mit der bestehenden Infrastruktur schlicht nicht möglich. Es geht ja hier nicht um das nächtliche Laden unterm heimischen Carport, da reichen die vorgehaltenen Kabel und Stromstärken allemal, sondern es geht um die Langstrecke und dass man eben nicht für den Besuch bei der Oma noch extra einen Verbrenner vorhalten muss, und das hat "Tesla" bereits vorbildlich gelöst. Da stehen eben nicht zwei fitzelige Ladesäulen in der Landschaft herum (die auch noch meist von Stinken zugeparkt sind), wie hier in meiner Nähe (Großstadt!) sondern meist gleich eine ganze Reihe (bis zu 14), und nicht mit ein bisschen Tröpfelstrom sondern richtig Power (bis zu 120kW!). Warum kann "Tesla" das, aber "Mercedes" oder "BMW" ums Verrecken nicht? Antwort: Nicht "weil es nicht geht" sondern schlicht, weil sie nicht wollen. Das ist die betrübliche Wahrheit, und darum werden hierzulande die Automobile auch weiterhin ihren Rotz über das Land und in die Menschen verteilen, bis die Automobilkonzerne auch das letzte Quäntchen Glück (und Profit) aus dieser Technologie gequetscht haben. Geht nicht - gibt's nicht.

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pkfsns 27.07.2018, 16:28
31. Elektromobilität funktinoiert bereits jetzt wunderbar

Zitat von kenterziege
Das Problem zur Zeit ist die Klimatisierung eines E-Autos. Bei den augenblicklichen Temperaturen "zieht" eine Klimaanlage locker 2 kW. Das zehrt an der Batterie. Ist im Winter bei Kälte umgekehrt genau so.
Da stimmt so nicht. Mein Ioniq electric zeigt heute bei 30°C Außentemperatur und aktivierter Klimaanlage einen Leistungsbedarf von 400W für den Klimakompressor an. D.h. der Verbrauch steigt bei meiner Fahrweise damit um 3%, es gibt also keinerlei Problem. Elektromobilität funktioniert für viele jetzt schon problemlos. Ich fahre seit 12/2016 voll elektrisch, meine Jahresfahrleistung damit ist ca. 35000km. Ich hab die letzten 25 Jahre noch nie so ein tolles Auto gefahren, sowohl bei 34°C im Sommer, als auch bei -12°C im Winter - würde, so wie die meisten anderen EV Fahrer, niemals mehr den Rückschritt zu einem alten Verbrenner machen. Das Angebot von Nextmove ist eine gute Gelegenheit, das alles selbst für mehrere Tage zu erleben.

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kasperl99 27.07.2018, 16:32
32. Rentabilität

Mein Nutzungsverhalten würde eigentlich perfekt zu einem Elektroauto passen. Einfache Strecke zur Arbeit sind 20km und ich besitze ein Eigenheim, wo ich nachts laden kann. Größere Strecken fahre ich mit dem Auto sehr selten. Von März bis Oktober nutze ich das Auto sogar nur bei schlechten Wetter und fahre ansonsten mit dem Motorrad. Mit dem Motorrad fahre ich aber schon sehr oft Strecken größer 400km, so dass ein Elektromotorrad da nicht passt.
Nur ist es so das sich ein Elektroauto bei mir im Moment noch nicht rentiert. Ein Auto ist für mich ein Gebrauchsgegenstand. Deswegen fahre ich mein 11 Jahre altes Auto auch so lange weiter, bis es zu einer Reparatur kommt die sich nicht mehr lohnt. Und wenn ich mir dann ein anderes Auto kaufen muss, dann wird es wieder ein Gebrauchtwagen bis max. 8.000,-€. Und leider gibt es in diesem Preissegment noch keine Elektroautos.
Und so geht es vielen Leuten, denen ein Neuwagen nicht so wichtig oder schlicht und einfach zu teuer ist. Und es macht schon einen Unterschied ob ich für einen Neuwagen als Benziner 20.000,- € oder 30.000,- € für einen vergleichbaren Elektrowagen hinlegen muss. Die 10.000,-€ müssen erst mal wieder rein gefahren werden. Das wird aber umso schwieriger je weniger man fährt. Und gerade die Leute die wenig fahren, so wie ich, sind ja eigentlich prädestiniert für ein Elektrofahrzeug. Aber bei denen wird sich die höhere Anschaffung erst nach einer sehr langen Laufzeit amortisieren.
Ich denke wenn aber die ersten Gebraucht-Elektroauto in einem vernünftigen Preissegment ankommen (um die 10.000,-€) dann wird das Thema auch Fahrt aufnehmen.
Es muss dann nur sicher sein, dass die Haltbarkeit der Akkus gewährleistet ist.

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pkfsns 27.07.2018, 16:36
33.

Zitat von qjhg
mit welcher Euphorie, auch dieser Artikel, das Elektroautomobil in den Mittelpunkt gerückt wird. Dabei gibt es überhaupt noch keinen umsetzbaren Weg, die notwendige Bereitstellung der Energie zu bezahlbaren Kosten zu gewährleisten. Was ist mit der Umweltbilanz eines Elektro betriebenen Autos? Wo kommt die Energie her, welche Infrastruktur ist zu wählen, was soll die Energie kosten und ,uns,und? Bis jetzt weiß man, das man nach rd. 400 km ( im Winter viel früher) auftanken muss. Wo sollen alle diese Autos nach Dienstschluss abends oder nachts betankt werden? ( man Bänke die Wohnstrassen in Städten, wo es noch nicht einmal genügend Parkplätze gibt). Alles ist noch viel zu unausgegoren, als dass ein Normalverbraucher jetzt auch nur im Entferntesten an eine Alternative Elektroauto denken könnte. Also erst einmal alles im Wesentlichen vorab klären, als die Autoform schon jetzt in den Himmel zu heben, da dass für viele Verbraucher in Frustration enden wird.
Die Aussage stimmt so nicht und kommt von Falschinformation durch die Verbrenner-Lobby. Wenn alle auf Elektroautos umsteigen, dann steigt der Gesamtstromverbrauch in Deutschland um unter 17%. Darin eingerechnet ist noch nicht die ersparte Energie für die Pumpen der Pipelines und die Energie, die in den Raffinerien eingespart werden. Die 17% mehr sind lächerlich wenig. Wichtig ist, dass nicht alle gleichzeitig abends 17:00 ihr Elektroauto mit maximaler Leistung laden. Dafür gibt es bereits jetzt einfache technische Lösungen die in großem Umfang auf den Markt kommen, sobald Bedarf besteht. Momentan fahren ja leider noch wenige Elektroautos auf den Straßen weil die Hersteller momentan nicht liefern wollen. Die Nachfrage ist bereits jetzt da, daher Lieferzeiten >12 Monate. Lasst Euch nicht von der Verbrenner-Lobby für dumm verkaufen. Informiert Euch im Internet und ihr werdet sehen, Elektromobilität funktioniert bereits jetzt wunderbar und ich kenne keinen Elektroauto-Fahrer, der je so doof sein wird, wieder auf einen veralteten Verbrenner umzusteigen. Vrebrenner fahren fühlt sich dann an wie einen alten Oldtimer fahren....

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nach-mir-die-springflut 27.07.2018, 17:08
34. Individuellle Wahl

Zitat von kai_4711
Fahre seit über 73.000km und 5 Jahren einen Renault ZOE. Mehr Fahrspaß und deutlich komfortabler als jeder Verbrenner. Auch das Laden des eigenen Solarstroms funktioniert einfach besser ? Ich habe mir abgewöhnt mit Leuten zu diskutieren die keine praktischen Erfahrungen haben. Die sind einfach religiös festgelegt.
Wie das Foto des Artikels schon suggeriert, steht das E-Auto für Erneuerbare Energien. Das ist aber so nicht richtig und nur eine Suggestion. Wenn das E-Auto keinen Braunkohlestrom und der Verbrenner kein Mineralöl mehr fahren, also beide ihre Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen, sind sie vom ökologischen Standpunkt her erst zu vergleichen, weil sie sich dieselbe Basis teilen. Bleibt dann die technische und ökonomische Bewertung offen. Die kann doch jeder vornehmen, wie er will, oder nicht? Die einen wollen elektro, die anderen töff-töff. Ihr ZOE hat eine durchschnittliche Reichweite von 240 km.

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Fait Accompli 27.07.2018, 17:22
35.

Zitat von nach-mir-die-springflut
Wenn das E-Auto keinen Braunkohlestrom und der Verbrenner kein Mineralöl mehr fahren, also beide ihre Energie aus erneuerbaren Quellen beziehen, sind sie vom ökologischen Standpunkt her erst zu vergleichen, weil sie sich dieselbe Basis teilen.
Nein, dass ist nicht notwendig.

Man kann jedwede Konfiguration miteinander vergleichen. Normalsprit vs. NormalStrom. E10 vs. Normalstrom, Normalsprit vs. heimische PV-Anlage, usw.

Ökologisch gesehen wird das eAuto aber selbst beim herkömmlichen Strommix schon besser abschneiden als ein Verbrenner mit E10. Durch den höheren Wirkungsgrad würde selbst eine Verstromung von Benzin für eAutos besser sein, als dieses in Motoren zu verbrennen...

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M von B 27.07.2018, 21:13
36. Nie wieder Sixt

Wir haben einen BMW I3 auf Mallorca gemietet.
Ein Desaster ist noch untertrieben.
Die einzige Motivation der Mitarbeiter lag darin uns mit zusätzlichen Versicherungen zu überhäufen.
Das war unterirdisch, zumal ich eine Kreditkarte habe die alles versichert.
Weiter ging es dann damit, dass es keine Einweisung gab, weil die selber nichts wussten.
Nächstes Desaster... Die "Ladekarte" hat an keiner einzigen der 6 getesteten Stationen funktioniert.
Man hat uns dann einen BMW 1er gegeben damit wir ruhig gestellt wurden.
Ich habe mich beschwert bei Sixt, da kam eine lauwarme Entschuldigung sonst nichts.
Bei BMW habe ich auf FB geschrieben dass man so keine neuen Kunden bekommt.
Interessanterweise hat BMW überhaupt nicht reagiert. Noch peinlicher geht es nicht.
Aus meiner Sicht ist es super gut dass Tesla den Nasen zeigt wo es lang geht und wenn mir nochmals einer der Herren Autohersteller etwas vorjammert.... da kann ich nur sagen: morgen werden die Chinesen bestimmen wo es lang geht weil ihr schlafmützen noch immer nicht aufgewacht seid.
Und zu guter letzt... uns hat das Fahren mit dem I3 sehr gefallen.

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jasper366 27.07.2018, 21:14
37.

Zitat von pkfsns
Darin eingerechnet ist noch nicht die ersparte Energie für die Pumpen der Pipelines und die Energie, die in den Raffinerien eingespart werden.
In Raffinerien wird bei einem höheren Bestand von E-Autos kaum Strom eingespart, die erzeugen den Großteil des benötigten Strom nämlich selbst.
Denn Raffinerien brauchen weniger Strom als vielmehr Hitze für die ganzen Prozesse und da fällt natürlich irgendwann in diesem Prozess auch quasi als 'Abfall' Strom an.

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zynischereuropäer 28.07.2018, 01:48
38. @an die Skeptiker

Niemand behauptet, dass das E-Auto praktisch von heute auf morgen alles kann oder ersetzt wo heute noch Verbrenners vorherrschen. Es hat heute einfach noch Nachteile, die nicht weg zu diskutieren sind. Aber genauso wenig ist es richtig, dem e-Auto per se jeglichen Sinn oder ähnliches abzusprechen. Schon heute reicht ein modernes E-Auto (zB Ioniq, Zoe, Kona etc) locker aus, um das durchschnittliche Nutzungsprofil abzudecken. Klar, den 1000km/Tag Vertreter kann man noch nicht abdecken, aber der ist auch nur eine laute (zumindest laut den meisten Foren) Minderheit. Gebt der Entwicklung, die so richtig ja erst seit ~15/20 Jahren im Gange ist, noch ein paar Jahre, wartet die nächste Batteriegeneration ab und auch die Vertreter werden glücklich. Der größte Fehler den viele hier machen ist es das E-Auto mit exakt denselben Kriterien zu bewerten, wie den Verbrenner. Die ewige Diskussion übers Laden als bestes Beispiel. Einen Verbrenner fährt man bis der Tank leer ist und tankt dann wieder voll (etwas vereinfacht). Das macht man aber mit einem E-Auto nicht. Man lädt immer mal wieder nach, vorrangig wenn das Auto sowieso nur rumsteht. 30min beim einkaufen, 1h beim Arzt Termin, 7h auf dem Firmenparkplatz, oder wenn man unbedingt will, über Nacht zuhause. Das ein völlig anderes und viel komfortableres Nutzungsverhalten als es ein Verbrenner je könnte. Es hat seinen Grund, warum Aldi und Lidl mittlerweile mit die meisten öffentlichen Ladesäulen betreiben. Dass man mittlerweile weiß, dass die Fahrer von Plug-in Hybriden vorrangig und am liebsten fahren, sollte den Skeptikern auch zu denken geben. Und wenn wieder das (schon im Vorfeld falsche) Argument mit der umweltschädlichen Stromproduktion kommt: das E-Auto wird mit zunehmenden EE inhärent immer sauberer. Welcher Verbrenner kann das? Keiner, denn "saubere" Kraftstoffe (sauber ist relativ, die schmutzige Verbrennung bleibt ja) sollen evtl 2050 so weit sein. Bis dahin ist die Schlacht längst geschlagen. Wenn man dann noch bedenkt, dass Porsche die Topmodelle (Turbo S) von Panamera und Cayenne als Hybride (wenn auch mit Leistung statt Effizienz als Fokus, zugegeben) aufstellt + das Hypercar 918 Spyder ebenfalls ein Hybrid ist, spätestens dann sollte auch dem letzten klar sein, dass die Elektrifizierung keine staatlich angeordnete und von den Medien verbreitete Propaganda ist, sondern schlicht die technische Entwicklung. Der nächste Schritt. Mit dem reinen E-Auto als nächstem Schnitt. Im Fall von Porsche dem vollelektrischen Taycan.

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Teile1977 28.07.2018, 02:55
39. Ladenetz

Tesla hat Bundesweit 400 Ladesäulen, das ist ganz ordentlich, aber nicht Weltbewegend. Aktuell gib es nämlich Bundesweit bereits 30 000 Ladesäulen, wovon die 10 000 mit Schokolade Stecker aber zu vernachlässigen sind. In Baden Württemberg wird ein engmaschiges Netz bis 2019 aufgebaut, mindestens alle 10 km eine 22kw Ladesäulen, und mindestens alle 20km eine Schnellladesäule. An den Autobahnen werden gerade die Schnellstraße Säulen errichtet, deutlich stärker als die Teslateile. So sehr ich Tesla respektiere, aber der Test holt stark auf.

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