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Elektrobusse in Deutschland: Zu teuer, zu unzuverlässig, zu aufwendig
DPA

Während sich der Markt der Elektroautos entwickelt, stockt es bei E-Bussen noch. Schon bei der Anschaffung wird es schwierig. Vor allem aber können sich die Fuhrunternehmen nicht auf sie verlassen.

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ambulans 12.03.2017, 16:49
80. wird

garantiert lustig, wenn sich unsere politik (natürlich chefsache!) demnächst auch noch in dieses thema einmischen will: "förderung! - sonst gesetzlicher zwang!!" den toten gaul "elektro-mobilität" kriegt ihr so jedenfalls nicht auf die beine, weil - wie oben berichtet und in der praxis belegt: zu teuer, zu unverlässig und - zu unsicher. denkt man sich noch dazu, dass garantiert schon junge, aufgeschlossene "alles-was-nicht-bei-drei-auf-den-baümen-ist-optimierer" nur darauf warten, alles miteinander zu vernetzen, fahrer möglichst schnell komplett durch fernsteuerung zu ersetzen, usw. und dann wäre da noch die berühmt/berüchtigte "horror-vision" des vollständig automatisierten, sog. "autonomen fahrens" (sogar mit diesen überlangen gigalinern). wenn ich wirklich derart lust auf selbstmord oder gar auf einen richtig gelungenen massen-selbstmord hätte, würde ich z.b. auf gewissen autobahnen bei dem entsprechenden wetter (nebel!!) meterdicht bei F 1-geschwindigkeit auffahren - funktioniert mindestens genauso gut ... brr, dr. ambulans (alle kassen)

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kroning 12.03.2017, 16:55
81. Warum gibt es so wenig umweltfreundliche O-Busse?

In vielen Ländern wird umweltfreundlich mit Oberleitungsbussen im Stadtbereich gefahren.
Ich denke Investitionsgründe können es nicht sein, denn Straßenbahnen dürften teurer und auch lauter sein. Schienen dürften auch teurer als (evtl.) abgesperrte Teertrassen (Straßen) sein.
Auch wenn Oberleitungen doppelt beim O-Bus sein müssen, dürfte dies kein Hinderungsgrund sein. Die Busse bräuchten keine schweren Batterien mitschleppen, was energietechnisch auch von Vorteil wäre. Sogar die Bremsenergie könnte ins Netz zurück gespeist werden (Rekuperation).
Liebe Spiegel- Journalisten könnt Ihr rausfinden, warum es kaum oder gar keine O-Busse in Deutschland gibt? Sollte es an bestimmten Lobbyisten liegen? Oder gibt es tatsächlich technische Gründe, die mir nicht bekannt sind?
O-Busse wären m. E. ein sehr guter Einstieg in die Elektromobilität.

Beste Grüße von einem, der sich in Kürze mit einem elektrischen Roller bewegt.

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gejag 12.03.2017, 17:10
82. leider nicht zu Ende recherchiert Frau Grah!

schlechte funktionierende Heizungen oder Kompressoren als Argumente gegen den E-Bus zu bringen gehört in die untere Schublage. Höhere Wartungskosten in die noch tiefer liegende, denn jeder Technologiewechsel bringt erst mal Kosten mit sich! Klingt doch logisch oder? Was ist denn mit den Folgekosten beider Systeme? Lese ich nichts von! Kostet die Klimatisierung+Heizung beim Dieselbus kein Geld (nichts ist umsonst!)? Geht beim normalen Dieselbus nichts kaputt? Gab und gibt es da auch nicht immer nicht irgendwelche Kinderkrankheiten, bei irgendwelchen System- und Technikwechseln? Höhere Anschaffungskosten sind doch auch erst mal logisch, denn Handy's oder Computer waren vor 25 Jahren auch unbezahlbar für Otto-Normalverbraucher. Und heute? Nicht mehr wegzudenken! Die Groß-Serie macht's! Hätten die hier aufgeführten Probleme der E-Busse nur ein paar Jahre mehr Entwicklungszeit, würde keiner mehr über den Diesel reden. Wir sollten die neue Technik als Herausforderung betrachten und nicht immer wieder verteufeln. Fakt ist jedenfalls, Kraftstoff wird immer teurer und damit auch die Fahrtkosten! E-Busse reduzieren den Gesamtenergieverbrauch ganz erheblich, da ja u.a. die Bremsenergie wieder "recycelt" wird, und das recht häufig je Fahrt. Damit werden z.B. auch die Bremsbeläge deutlich geschont (so viel zum Thema Wartung!). Öle und Schmierstoffe müssen nur noch im sehr geringen Umfang gewechselt werden. OK, der E-Bus macht letzten Endes auch dann nur richtig Sinn, sofern wir unsere Energie auch alternativ gewinnen und nicht so tun, als wenn die Primärenergie (Kohle, Gas, Uran) ohne Ende und ohne Probleme zur Verfügung stehen. Muss ja nicht immer von einem Extrem ins andere fallen, aber es gibt bestimmt bereits heute genügend Strecken, wo eine Umrüstung Sinn macht. Wandel kostet! Nicht-Wandel noch mehr!

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parlatan 12.03.2017, 17:19
83. Der Artikel ist schlecht recherchiert!

Es wird auf den weltgrößten Hersteller von eBussen überhaupt nicht eingegangen:
https://en.wikipedia.org/wiki/BYD_K9

6000 eBuse wurden 2015 verkauft.
380.000€ kostet es
Akkus sind wieder recyclebar.
Von wegen es rechnet sich nicht!!!

typisch Spiegel
Immer gegen Erneuerbare Energien und elektro Fahrzeuge wettern.

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realplayer 12.03.2017, 17:21
84.

BeitragIn Braunschweig wird schon der 2. E-Bus angeschafft weil er aktuell keine Probleme macht.

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parlatan 12.03.2017, 17:28
85.

Zitat von thikon
Im Artikel, soweit er auf die Hersteller von E-Bussen eingeht, fehlt jeglicher Hinweis auf den weltweit grössten Anbieter von Elektrobussen, nämlich BYD, China. Ebenfalls, dass Ende 2016 der frühere Chefdesigner von Audi zu BYD wechselte. Untersucht man die Fakten, die angeblich gegen Elektrobusse sprechen, sowie Aufmachung und Berichtsstil des Artikels an sich, so könnte einem schlecht werden angesichts des Mangels an Objektivität und Ernsthaftgkeit, den die Autorin zum Thema Fossilbrennstoffe und Luftqualität in weltweit immer grösser werdenden Städten entblösst. Dass in aktuellen Testprojekten einer von fünf Bussen fahruntauglich ist, kann nur als vorübergehendes Hindernis gelten, allenfalls auf ein Lieferantenproblem hinweisen, aber kein Argument gegen die Einführung von E-Bussen darstellen. Die übrigen Einwände ("zu teuer / zu aufwendig") sind erst recht nicht stichhaltig, zumal auch diese nur ein momentanes Anfangshindernis beschreiben und die erwünschten Nachzugseffekte im Individualverkehr, begünstigt durch die Vorreiterrolle des öffentlichen Nahverkehrs, ausser Betracht lassen. Es ist sicher bequemer, am Anachronismus von Fossil-Brennstoffen festzuhalten und demzufolge auch wohlfeil, derartig pessimistische Artikel über E-Mobilität zu veröffentlichen. Und es ist sicherlich im Sinne von Merkels kurzfristigem Kalkül, mit Rücksicht auf die schwindende Spanne ihrer Amtszeit die Clan-Interessen von VW, BMW und Audi zu schützen, obwohl dieser "Schutz" eindeutig gegen die langfristigen Anforderungen der Zeit steht.
Hier wird ausschließlich Mercedes geschützt.
Die machen sich schon länger in die Hose wegen den BYD eBussen.
BYD baut nämlich schon einen eLKW und einen eBus Doppeldecker...

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gammoncrack 12.03.2017, 17:28
86. Mit diesen Bussen bin ich früher

Zitat von martin.schwarzwaelder
Das Problem ist technisch seit dem 2. Weltkrieg serienreif gelöst Nennt sich O-Bus und gab es in fast jeder größeren deutschen Stadt. Aktuell kenne ich keine Planungen, hier wieder zu erweitern. Das ist bedauerlich, denn gerade bei häufig befahrenen Stadtbuslinien wäre dies eine Option. Mit einem kleinen Batteriezusatzantrieb wären die Busse auch flexibler als in der Vergangenheit.
in Dortmund zur Schule gefahren.

Naja, so ganz ohne Probleme lief das auch nicht ab. Im Winter rutschten die Busse schon mal von der Oberleitung weg und verloren den Kontakt. War dann immer nett, wenn dadurch die Vokabelabfrage in Latein in der ersten Stunde verpasst wurde.

Ich würde schon vermuten, dass die Oberleitungslösung auch ihre Probleme hat. Z. B. würden ja bei einem Stromausfall alle Busse stehen bleiben. Ein Verkehrschaos wäre wohl vorprogrammiert.

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parlatan 12.03.2017, 17:31
87. Hallo Autor, einfach mal selbst bei Spiegel nachlesen bevor man was schreibt

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/batteriebusse-aus-china-haengen-deutsche-bushersteller-ab-a-840795.html

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alfredov 12.03.2017, 17:49
88. Ich denke daß das Elektroauto und auch der Elektrobus kommen muß

Mit den Verbrennungsmotoren von heute wird die Umwelt wesentlich belastet, vor allem von den Dieselmotoren. Manch einer mag sich nicht an das Elektroauto gewöhnen, es ist aber nur eine Gewöhnungssache. Und wenn der Elektrobus mal in größeren Stückzahlen hergestellt wird, dann wird er viel kostengünstiger zu produzieren sein als diese heutigen Busse. Eine Alternative dazu bietet der Wasserstoff. Er verbrennt schadstofffrei, man könnte diesen für längere Strecken einsetzten.

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wb99 12.03.2017, 17:50
89. Programmiertes Desaster

Ich halte es für ein grundsätzliches Problem, wenn Politik, Medien und Wissenschaft den Menschen die Zukunft vorschreiben wollen. Das hat immer ins Desaster geführt und wird immer ins Desaster führen.

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