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Elektrokleinstfahrzeuge : "Wer E-Tretroller fährt, darf nicht kriminalisiert werden"
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E-Roller, E-Skateboard oder Hoverboard - elektrische Kleinstfahrzeuge verkehren längst auf deutschen Straßen. Doch ihre Nutzung ist meist verboten. Plädoyer für eine längst überfällige Legalisierung.

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micromiller 24.07.2018, 04:52
1. Endlich einmal etwas positives

von den sonst so fortschrittsfeindlichen Grünen! Selbstverständlich werden einige Nutzer der neuen Technik Unfälle produzieren, die Mehrheit wird jedoch viel Spaß haben und der Aufgeschlossenheit wird es gut tun.

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matthias.ma 24.07.2018, 05:07
2. Vermutlich weniger öffentliche Verkehrsmittel

Diese Elektrokleinanzeigen werden vermutlich die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln reduzieren. Denn in Bus und Bahn müssen die Dinger ja irgendwo hin. Auf den Nebensitz (weniger Sitzplätze) oder in den Gang (konkurrierend zu Kinderwagen und Rollstühlen) nehme ich doch an. Das Problem mit der Zulassung ist doch eher, dass die Teile nicht verkehrssicher sind. 25km/h aber keine Bremsen. Müde Qualität mit brennenden Akkus und Motoren. Wenige hundert Meter, wie vom Autor als Normalreichweite angegeben kann man auch mit normalen Tretrollern überbrücken. Umweltfreundlich, weil ohne Akku und Stromverbrauch. Gesundheitsfreundlich, weil mit Muskelkraft betrieben. Platzsparend und ungefährlich in Bus, Bahn und Büro.

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winterwoods 24.07.2018, 05:07
3. Das Land der 10.000 Verbote...

Ich sehe es genauso - E-Roller sollen und müssen endlich legalisiert werden. Die Vorteile hat der Autor hier bereits geschildert und genau so ist es. Umso schöner zu hören, dass sie nun endlich bald erlaubt werden sollen. Es ist manchmal unfassbar, wie der Behördenwahnsinn die Menschen in diesem Land in ihrer Freiheit einschränkt. Warum werden nicht auch bald Kaffeetassen oder alle Heissgetränke verboten oder einer Versicherungspflicht des Trinkenden unterstellt - man könnte sich schließlich verbrühen! Nanny-Staat pur. Schlimm.

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thenovice 24.07.2018, 06:04
4. zu kurz gedacht

da sieht man wie weit entfernt die Grünen von der Realität sind... Wo bitte in den überfüllten Zügen und Bussen der Innenstädte soll denn der E-Roller noch hin? Geht das dann einher mit einer Verdoppelung des Taktes? Die Idee ist ja grundsätzlich gut, aber eben nicht zu Ende gedacht... Am Ende wird es so aussehen, dass die Teile ein Kennzeichen brauchen... dann braucht's eine Versicherung und irgendeine Steuer wird sich ja auch noch finden lassen... ab dem Zeitpunkt ist es dann zu teuer und nicht mehr interessant.. Das Thema gab es schon mal mit den Segways... seitdem die staatlich reguliert wurden, sind sie nur noch für Touristengruppen interessant

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tueftler 24.07.2018, 06:08
5.

Die E-Roller kann ich noch verstehen. Boards haben auf der Straße nichts zu suchen. Deren Bremsverhalten passt nicht zu den anderen Verkehrsteilnehmern. Knappen Verkehrsraum für Fahrräder gibt es nur dort, wo Politik und Verwaltung meinen die Radfahrer auf zu enge Radwege quetschen zu müssen. Und wenn im Sommer die Menschen auf Fahrrad & Co. umsteigen, dann wird dadurch schon Platz auf der Straße frei. Ansonsten immer der gleiche Denkfehler. Die Klimaerwärmung ist noch nicht so weit fortgeschritten, dass wir nicht noch Regen und kaltes Wetter hätten. Und wenn die Menschen dann trotzdem zur Arbeit müssen, dann nehmen sie das Auto, weil in vielen Städten aus Kostengründen der öffentliche Nahverkehr zu den Stoßzeiten eh bereits überfüllt ist. Liebe Grùne, lernt endlich in Zusammenhängen zu denken und Politik für die Menschen zu machen.

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vetris_molaud 24.07.2018, 06:10
6.

Spiel- Sport- und Freizeit-Gadgets werden zur ultimativen Lösung innerstädtischer Verkehrsprobleme hochgejubelt?
Die Zulassung kleinster, jedoch übermotorisierter Mikromobile im Fußgängerraum ist anhand der Unfall- und Verletzungsgefahr durch diese Kraftpakete nicht kalkulierbar. Aha, man plant, technische Tempobeschränkungen zu verordnen, so wie bei Mofas Roller? Sobald die Dinger einen gewissen Verbreitungsgrad gaben, werden Bastler Youtube-Videos zum fachgerechten Frisieren der Dinger veröffentlichen. Eine völlige Schnapsidee, diese Heranbiederung an die Hipster ...

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mkalus 24.07.2018, 06:29
7. Sicher doch

Wenn man aber bei einem Mofa bereits einen Führerschein braucht, dann sollte der Antrieb egal sein. Soll heissen: Wenn der eMotor genausoviel Leistung erbringt wie ein Verbrenner und selbiges Fahrzeug dann eine Betriebserlaubnis und Führerschein braucht dann muss das auch für den "eRoller" gelten.

Denn Fuehrerscheine wurden ja nicht wegen dem was aus dem Auspuff herauskommt eingeführt.

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brutus972 24.07.2018, 06:36
8. Deutschland hinkt wieder mal hinterher..

Diese Elektro-Trottinett kann man in Zürich und Paris per App ausleihen und gehören zu den Fortbewegungsmitteln. Wie beim schnellen Internet, bei der Elektromobilität, hängen wir hinterher.

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f_bauer 24.07.2018, 06:50
9. „...neuen Verkehrsmittel dürfen nicht zu Lasten der Fußgänger gehen“

Werden sie aber. Daran gibt es doch keinen Zweifel. Fußgänger sind in den letzten Jahren immer stärker auf der einen Seite durch die Erfolge der Fahrradlobby marginalisiert worden - und auf der anderen Seite dadurch, dass sie sich den Gehweg jetzt mit Rollatoren und elektrischen Rollstühlen teilen dürfen. Dass es eine erweiterte Mobilität für viele Menschen gibt, ist großartig, aber niemand denkt darüber nach, dass die Infrastruktur sehr schnell mitziehen muss. Wir brauchen breitere Bürgersteige, mehr Radwege und eine klarere Beschilderung. Wenn wir das nicht leisten können, weil es nicht genug Geld gibt oder weil die Straßen zu schmal sind, dann kann man auch die hier erhoffte Mobilitätsrevolution vergessen.

Auch an der Verkehrersziehung hapert es. Wieviele Radfahrer wissen, dass auf einem Bürgersteig, den Radfahrer laut Blauem Schild mitbenutzen dürfen, Fußgänger IMMER Vorrang haben (einfach mal nach „Zeichen 240“ googeln? Ich schätze mal weniger als 1%. Und demnächst kommen dann e-Scooter-Fahrer dazu, denen Fußgänger genauso egal sind.

Man sollte sich mal daran erinnern, dass der ÖPNV immer primär von Fußgängern getrieben werden wird. Insofern dürfte man ruhig auch mal an die Fußgänger denken, anstatt zu erzählen, dass ein E-Scooter auch für Strecken von ein paar hundert Metern gut ist.

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