Forum: Auto
Elektromobilität: Ab Juli könnten E-Roller losflitzen
DPA

In wenigen Tagen sind E-Roller in Deutschland erlaubt. Bevor sie losfahren dürfen - wir sind schließlich in Deutschland - fehlen noch: Bescheinigungen, Anti-Fälschungshologramm und eine "helltönende Glocke".

Seite 5 von 5
krustentier120 09.06.2019, 15:50
40. German Angst at it’s best.

Wenn man sich einige Kommentare durchliest glaubt man, die E-Roller würden das Ende der Welt einläuten. Hier in Kopenhagen stehen die an jeder Ecke und sind Ecke, werden gut angenommen, fahren sich sehr spaßig und die Ausleihe funktioniert um einiges besser als die Leihfahrräder. Lasst uns doch erstmal schauen wie sich die Sache entwickelt, bevor wir sie verteufeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefan7777 09.06.2019, 17:42
41. Mehrere Vorteile Gesetzlich zunichte gemacht

Vorneweg, die meisten anderen Länder dieser Welt stufen E-Scooter als Fahrräder ein und lassen diese ohne Zulassung fahren. Also nicht als KfZ, somit kann man auch mal zwei Bier im Biergarten trinken ohne seinen Führerschein zu gefährden.

Nee, bei uns müssen die Herren Neuland-Beamten eine Versicherung eine Zulassung und damit ein KfZ daraus machen, 20 statt der üblichen 25 km/h vorschreiben und dann werden sie trotz langsamer Geschwindigkeit noch auf die Straße verbannt. Verständlich, aber mit 20 km/h eben ein bescheuertes Hindernis.

Auch die Altersgrenze haben alle anderen besser gelöst: Teilweise ab 10 nur mit Begleitung und Helm, oder mit geringerer Geschwindigkeit ab 12 oder 14 gelten dann keine Einschränkungen mehr. Meine Tochter fährt mit 8 Jahren besser und Verkehrssicherer mit dem manuellen Tretroller, als 90% meiner Generation.

Naja und die selbstbalanzierenden und Gefährte ohne Lenkstange etc. dürfen in DE gar nicht fahren. Innovation? geht nicht!

Ach, was ist das hier nur für ein verschnarchtes German Angst Land?

Naja, es bleibt ja noch das E-Fahrrad welches zwar viel schwerer ist und wesentlich gefährlicher für andere Verkehrsteilnehmer ist, aber es gibt weder die Gängelung mit Promille grenze, Altersgrenze und die Geschwindigkeit ist auch nicht unsinnig gedrosselt.

Übrigens, die lachen lauthals über uns, mittlerweile fast überall. Die typisch deutsche Umsetzung der E-Scooter Richtlinie ist eine Peinlichkeit mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefan7777 09.06.2019, 17:49
42. Promillegrenze wie bei allen anderen KfZ

Hatte mich wirklich gefreut E-Scooter nun endlich auch bei uns fahren zu können. Aber es macht einfach keinen Sinn, verglichen mit zB dem Pedelec. Naja...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
emergentcortex 09.06.2019, 18:05
43. Kinderspielzeug...

Zwei Räder mit Besenstiel vorne gab es längst, nannte sich Segway - und hat sich in den Städten auch nicht durchsetzen können. Das was man hier jetzt sieht sind Skateboards mit Besenstiel vorne, aber keine E-Scooter. Anstatt solchen regulatorischen Aufwand für Kinderspielzeug zu betreiben welches überspitzt formuliert von Rollatoren überholt werden kann sollte man lieber echte E-Scooter nach dem Vorbild der BMW C-Evolution fördern. Die hat über 100 Km Reichweite, kann bis 2 Personen und Gepäck transportieren - und ist mit gut 120 Km/h Spitze sogar stadtautobahntauglich. Nur sollte bei der nächsten Generation der Akku rausklickbar gehalten sein, damit Indoor geladen werden kann. Der aktuell noch zu hohe Preis könnte sinken wenn mehr Stückzahlen den Weg in den Markt fänden. Anstatt im PKW Bereich in 3 Sek auf 100 beschleunigende 2,5 Tonner E-selskarren mit dem CW Wert einer Einbauküche und exponentiellem Autobahnverbauch zu fördern (ursächlich nötiger Akkuproduktion im Europalettenformat und dem real vorhandenen Energiemix die größten Umweltsäue ever) , macht ein Akku als mobiler Energiespeicher nur da Sinn wo vergleichsweise wenig Gewicht bewegt werden muss und der Akku entsprechend klein ausfallen kann. Dafür wären echte E-Scooter gerade für den City- und Kurzstreckenverkehr prädestiniert. Würde man u.a. dazu den Rohrkrepierer E-PKW Förderung verwenden (und ausbauen) um solche KFZ als bezahlbare Zweit KFZ Kategorie zu etablieren, könnten vierrädrige Tonnengewichte mit Verbrennern auch ohne Fahrverbote den Löwenanteil nötiger Fahrten in der Garage verbleiben. Weiter könnte man fördern daß Benziner - im Gegensatz zu Dieseln die tatsächlich großen CO2 und Feinstaubbomber - auf den in allen Disziplinen extrem sauberen Gasantrieb umgestellt werden. Sowohl bei Neu KFZ - als auch Umrüstangebot für Bestände. Die Technik ist ausgereift, günstig, Tankstellennetze sind vorhanden, das Literäquivalent zu Benzin: 1EUR günstiger. Sinnvoller als o.g. Kinderspielzeugunsinn wäre mitunter für echte E-Scooter eine generelle jahrgangsunabhängige FS Klasse III Freigabe zu erteilen. Warum Grüne wie Habeck auf realistische sinnvolle Lösungen nicht kommen? Seht Euch die Vita an: Harte MINT Disziplinen als Studienfächer - wenn überhaupt - Totalausfall. Wer sich ausgerechnet von Grünen verbotsfreie sinnvolle Mobilitätslösungen erhofft kann auch gleich seine Katze fragen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
intercooler61 09.06.2019, 18:28
44. zur Privathaftpflicht - und warum E-Roller da nicht hingehören

Es gibt Versicherer, die bei Abschluss mehrerer Policen (z.B. PHV, Auto und Roller) Rabatte gewähren. Insofern verstehe ich das ganze Gemecker nicht.

Würde die Deckung für E-Roller standardmäßig in die PHV inkludiert, müssten alle anderen PHV-Prämienzahler das zusätzliche Risiko mittragen. Bei Fahrrädern nimmt man das in Kauf, weil ein hoher Anteil der Versicherten ohnehin dann und wann eines benutzt und die Erfahrungswerte der Versicherer zeigen, dass das zusätzliche Risiko relativ überschaubar bleibt.

E-Roller werden aber vorläufig noch kein Standard in jedem Haushalt sein, und deren Schadenprofil lässt sich derzeit nur schätzen:
- Bei ca. 50 Euro/Jahr käme es glatt einer Verdopplung des individuellen Risikos gegenüber der PHV gleich, die man natürlich _nicht_ auf die Mehrheit der Roller-abstinenten Kunden umlegen kann.
- Bleibt das Schadenaufkommen tatsächlich deutlich darunter (ähnlich wie bei Fahrrädern), werden die Prämien auch entsprechend geringer ausfallen - dann reichen evtl. 1-2 Euro im Monat. Also nicht der Rede wert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mantay 09.06.2019, 20:25
45. @intercooler61

Zitat von intercooler61
Es gibt Versicherer, die bei Abschluss mehrerer Policen (z.B. PHV, Auto und Roller) Rabatte gewähren. Insofern verstehe ich das ganze Gemecker nicht. Würde die Deckung für E-Roller standardmäßig in die PHV inkludiert, müssten alle anderen PHV-Prämienzahler das zusätzliche Risiko mittragen. Bei Fahrrädern nimmt man das in Kauf, weil ein hoher Anteil der Versicherten ohnehin dann und wann eines benutzt und die Erfahrungswerte der Versicherer zeigen, dass das zusätzliche Risiko relativ überschaubar bleibt. E-Roller werden aber vorläufig noch kein Standard in jedem Haushalt sein, und deren Schadenprofil lässt sich derzeit nur schätzen: - Bei ca. 50 Euro/Jahr käme es glatt einer Verdopplung des individuellen Risikos gegenüber der PHV gleich, die man natürlich _nicht_ auf die Mehrheit der Roller-abstinenten Kunden umlegen kann. - Bleibt das Schadenaufkommen tatsächlich deutlich darunter (ähnlich wie bei Fahrrädern), werden die Prämien auch entsprechend geringer ausfallen - dann reichen evtl. 1-2 Euro im Monat. Also nicht der Rede wert.
Es gibt überhaupt keine Veranlassung, anzunehmen, dass durch E-Roller mehr Unfälle verursacht werden als durch Räder. Mit dem Roller kann ich maximal 20 km/h fahren - mit dem Rad aber dauerhaft 30 km/h. Mit dem Rennrad schaffe ich in der Spitze 60 km/h. Auch wenn Letzteres sicherlich nicht repräsentativ ist, wäre ich nicht verpflichtet, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen Wenn also schon bei Rädern das Versicherungsrisiko überschaubar bleibt (wie du sagst), dann wird sich das auch durch E-Roller nicht ändern. Deswegen könnte ein E-Roller problemlos in der PHV mitversichert sein.

Aber selbst, wenn man das nicht so sieht: Was spräche dagegen, den E-Roller in der Kfz-Haftpflicht mitzuversichern? Wir sind uns hoffentlich darüber einig, dass die Benutzung eines E-Rollers weniger gefährlich ist als ein Auto. Außerdem kann ich zur Zeit nur entweder den Roller oder das Auto benutzen. Durch Kauf und Benutzung eines Rollers, der gedacht ist als zeitweisen Ersatz für das Auto, wird das Versicherungsrisiko also insgesamt gemindert. Der Gesetzgeber will aber, dass jeder eine SEPARATE Versicherung abschließt. Und genau das kritisiere ich!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
felisconcolor 11.06.2019, 15:00
46. Was hier

so über die Promillegrenzen geschrieben wird ist absoluter Quatsch. Die Grenzen gelten für jeden Verkehrsteilnehmer (also auch Fußgänger) Laufen sie bei Rot über die Ampel werden sie angehalten und ein Alkoholgrenzwert festgestellt ist auch der Lappen weg. Ohne Alkohol ist auch ein Bußgeld fällig. Gilt auch für Fahrradfahrer etc. Autofahrer haben sicher ein erhöhtes Risiko bei Alkoholfahrten, aber dran sind auch alle anderen Teilnehmer des Strassenverkehrs. Warum sollte da auch unterschieden werden. Besoffen ist besoffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
umteil 15.06.2019, 05:04
47. Denkfehler

Deutschland typisch

Beitrag melden Antworten / Zitieren
esk8-Aktivisten 05.07.2019, 17:13
48. 90 Hersteller, die Anträge gestellt haben sollen

Was mich interessiert ist wo die 90 Hersteller bleiben, die angeblich vor 3 wochen Anträge eingereicht haben sollen um ihre EScooter mit einer Typengenehmigung zu versehen. Die Aussage war damals vom KBA ein Antrag würde 2 Wochen brauchen bis zur Genehmigung. Die sind jezt schon seit einer woche überfällig. Vermutlich wurde das wohl nur gesagt, um eine selbsterfüllende Prophezeiung zu initieren. Fazit es gibt keine und wird es auch nicht geben weil das Gesetzt ploppt - genauso wie die beiden Hersteller mit Ihren 2000 euro teuren 350 Euro rollern keine Exemplare verkaufen. Die Roller sollten doch legalisiert werden -stattdessen hört man von Bußgeldern wegen fehlender Versicherung - na wenigstens floppen die Bußgelder nicht... Schönen dank für garnichts Herr Scheuer! Und weiter so!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
esk8-Aktivisten 05.07.2019, 17:16
49.

Zitat von r.pfeilsticker
15 Cent pro Minute gleich 45 Cent pro km, wenn man ohne Stop fährt. Da sind laut ADAC normale PKW günstiger...
Sonst würden die ja auch nicht 6 Milliarden pro Jahr gewinn machen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 5