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Elektromobilität: Ministerien beschweren sich über Hybrid-Dienstwagen
Rainer Häckl / BMW

Staatssekretäre im Bundesverkehrs- und Finanzministerium klagen über ihre Plug-In-Hybride von BMW. Die Limousinen mit teilweisem Elektrobetrieb entpuppen sich als Spritfresser.

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räbbi 10.11.2017, 18:35
10.

Und was ist daran jetzt neu?

Schön zu hören, dass sich die höchsten Beamten im Bundesverkehrsministerium so gut mit ihrer Materie auskennen, dass sie hiervon überrascht werden.
Das erklärt so manches.

...letztens erst wieder so einen Q7 ruhig im Stand vor sich hindieseln (ja war ein Diesel, passt hier nur so halb) sehen. Die großflächige Werbebeklebung in Sachen Hybrid und das "E"-Kennzeichen wirken da etwas..naja nennen wir es "verwegen" ;)

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bissig 10.11.2017, 18:37
11. Kein Wunder

bei der geschönten Rechnung. Anstatt die Reichweite zw. den Verbrauch nur nach den Standard-Tests anzugeben, sollten die Hersteller dazu verpflichtet werden, die Gesamtreichweite mit einer kompletten Füllung (Akku und Tank), der ensprechenden Ausstattung, den AUslieferungs-Standard-Reifen mit dem vom Hersteller empfohlenen Reifendruck bei verschiedenen Geschwindigkeiten angeben zu müssen. Dann sieht man schnell, wie 'sparsam' die Kisten wirklich sind.

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womo88 10.11.2017, 18:43
12. 740i fährt halt nicht mit 4 Litern Sprit

Da hat jemand was falsch verstanden. 740 i bedeutet nicht, dass der 4 l Sprit verbraucht, sondern 4 l Hubraum hat, und der Hubraum frisst in der Stadt und im Kurzstreckenverkehr Sprit ohne Ende. Ein Skoda Octavia Combi ist halt nicht so schick wie ein BMW 740i, bringt einen aber auch von A nach B.

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tinnytim 10.11.2017, 18:47
13. Augenwischerei

Habe neulich Montags in "die Story im Ersten" eine sehr ausgewogene Doku über E-Mobilität gesehen. Da wurde auch mehrfach darauf eingegangen, dass Hybrid-Fahrzeuge nur unter ganz bestimmten Umständen wirklich kosteneffizienter und ökologischer, als reine Benziner oder reine E-Autos sein können. Meistens vereinen sie aber das Schlechteste aus beiden Welten. Wenn man mal darüber nachdenkt, kann man das auch problemlos logisch nachvollziehen. Die Hybride werden nur gebaut, weil sich mit ihnen der Flottenverbrauch der Premiumhersteller ganz hervorragend runter rechnen lässt. Kleines Beispiel:
http://www.spiegel.de/auto/fahrberichte/porsche-panamera-plug-in-hybrid-luxuslimousine-mit-ladehemmung-a-1131509.html
Wer glaubt, dass sich bei einem fast 3-Liter-Motor der Verbrauch mit Hilfe eines Hybrid auf 2,5 L/100km drücken lässt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

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emd 10.11.2017, 18:48
14. Na also, geht doch

Schön, daß diejenigen, die solche Gestze zur Förderung von Alternativantrieben verzapfen mal am eigenen Leibe die Konsequenzen spüren. Wer hätte das gedacht: der Verbrauch schnellt in die Höhe, der schöne Wagen muß häufiger zum Tanken und steht daher nicht immer wie gewünscht zur Verfügung etc.....
Das steht so aber nicht im Gesetz drin :-(

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Das Pferd 10.11.2017, 18:49
15.

Zitat von Benjowi
Die Sache mit diesen speziellen Hybridfahrzeugen ist letztlich nur ein Taschenspielertrick und stellt die nächste Volksverdummung dar. Diese zusätzlichen Mini Elektroantriebe sind nur ein Feigenblatt, mit dem etwas vorgegaukelt wird, das es nicht gibt in der Realität. Dass man in der Politik diese Trickserei mitmacht, zeigt nur, dass man aus der Dieselbetrügerei nichts lernen wollte und mal wieder nur so tut als ob.
ach, das Prinzip Hybrid funktioniert schon. Ich sehe hier eher die Symbolfixiertheit als Problem, grade bei Dingen, die irgenwie grün oder modern erscheinen wollen. Was hat man falsch gemacht?
Ganz einfach, man hat hat etwas gemacht, was grade populär ist: elektrisch müssen wir fahren.
Was hätte ein ökonomisch und ökologisch verantwortlicher Fuhrparkbetreiber gemacht? Er hätte das Problem analysiert. ein paar Punkte, die mir spontan einfallen:

- Ministerkarre, man kommt um einen gewissen Status leider nicht herum. Das Ding ist schwer.
- typische stop & Go Situationen sind eher seltener. Wenn Ministerpräsidentenkonferenz ist, ist halb Mitte eh dafür gesperrt
- grade in Berlin fährt einiges Spitzenpersonal ÖPNV, weil die Stadt im Berufsverkehr fast unpassierbar ist, hier (bis 10 km) läge die Stärke des Hybrid
- Chauffeurwagen, die oft warten>> Standheizung oder Standgas, stundenlang
- wo die warten hilft das Plugin gar nicht, es mangelt eben im Lande an Steckdosen dafür
- Spitzenpolitiker legen oft längere Strecken im Auto zurück, mit Chauffeur bedeutet das verfügbare Arbeitszeit. Und die Rückfahten dürfen oft in der Nacht liegen> fast staufreie lange Strecken. Nicht die Domaine von Hybrid, sondern von Diesel oder Gas.
- bei typischer Nutzung auf langen Strecken sind häufige Tankstops besonders nervig.

eine objektive Betrachtung hätte vermutlich ergeben, daß ein Diesel- oder Gasfahrzeug, incl des CO2 für die Herstellung, die grünere Lösung gewesen wäre. Und die praktikablere. Man braucht aber ein Symbol.

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Septic 10.11.2017, 18:51
16. Hybrid = worst of both worlds

Hybrid ist eine Kombination der der negativsten Seiten beider Welten.
Der Elektropart hat einen viel zu kleinen Akku und keine Reichweite.
Der Verbrennerpart ist ein spritfressender Minimotor mit zu kleinem Tank.
Man hat also alle Nachteile (mehr bewegliche Teile, mehr Verschleissmöglichkeiten, benötigt Öl und mehr Wartung als Elektromotoren) und eigentlich keinen Vorteil.
Entweder sehr sparsamen Verbrenner (wenig PS) in Leichtbauweise oder ein Elektrowagen mit ordentlicher Batterie. Hybrid taugt für keinen so richtig und ist nur eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Automobilhersteller welche keine Batteriefabriken bauen wollen und ihre Fachmitarbeiter und Zulieferer der vielen Verbrennungsmotorteile nicht aufgeben wollen.

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freddygrant 10.11.2017, 18:52
17. Sie hören nicht auf!

Nicht mal unsere Premiumhersteller hören endlich damit auf
unsere Gesellschaft, das Kraftfahrt-Bundesamt und unser
Verkehrsministerium mit der ganzen Regierung an der Nase
herumzuführen. Exorbitant wie mächtig die Autokonzerne und
Automobilwirtschaft mit ihrer Lobby in Berlin und Deutschland
sein muss. Wie lange muss dieser Makro-Defekt unserer
Demokratie noch weiter gehen?

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xees-ss 10.11.2017, 18:52
18. Bleifuß

Dass die Chauffeure nicht zaghaft mit dem Gaspedal umgehen darf vermutet werden. Und ein Plug-In Hybrid will am Gaspedal gestreichelt werden.
Klar, die angegebenen Verbrauchswerte von 1-3 Litern sind die Druckerschwärze nicht wert

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schwaebischehausfrau 10.11.2017, 18:53
19. @Freedom of Seech: Anforderungsprofil..

Zitat von Freedom of Seech
Hatte mich selbst mit dem Gedanken getragen einen Hybrid anzuschaffen. Bei ca. 40.000km/Jahr wurde mir aber rasch klar, dass das keine Option ist. Das Auto wird dadurch deutlich schwerer und die Batterie (Strom) verabschiedet sich nach 50-100km.
Beim passenden Anforderungsprofil machen PlugIn-Hybride (PHEV) schon Sinn. Wenn Sie z.B. von Ihren 40.000 KM/Jahr Gesamtleistung 30.000 auf kürzeren Strecken (z.B. täglich von/ins Büro, Einkäufe) zurücklegen, für die die rein elektrische Reichweite ausreicht. Und nur verhältnismässig wenige längere Strecken über 100 KM damit fahren. Dann sind die wenigen langen Fahrten im "Verbrenner-Mode" zwar immer noch unwirtschaftlich, aber der PlugIn ist sicher in Summe wirtschaftlicher (und auch ökologisch nachhaltiger) als wenn man sich für dieses Anforderungsspektrum 2 Autos anschafft (reines Elektro-Auto für die Kurzstrecken und nen Verbrenner für die Langstrecken. Und alle Statistiken zeigen nun mal, dass die meisten reinen E-Autos in Deutschland als Zweit- oder Drittwagen angeschafft werden.
Anderes Beispiel, wo PlugIns super passen: Als Taxis. Wenn an den Taxi-Ständen Lade-Säulen stehen, kann man immer wieder aufladen, wenn man sich nach einer Fahrt wieder ans Ende der Schlange einreihen und warten muss. Und da man mit der "Verbrenner-Option" auch längere Strecken schafft, muss man sich die besonders lukrativen längeren Taxi-Fahrten (aus der City zum Flughafen, vom Flughafen irgendwo aufs Land) nicht entgehen lassen.

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