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Empfehlungen des Verkehrsgerichtstags: Weniger Blitzer, mehr Polizei
dapd

Mehr Polizeikontrollen, weniger Radarfallen, junge Leute hinters Steuer: Die Expertenrunde auf dem Verkehrsgerichtstag hat sich Gedanken zum Alltag der Autofahrer gemacht. Die Empfehlungen im Überblick.

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Karl_Knapp 25.01.2013, 14:51
1. Das klingt vernünftig ...

..., wenn man für weniger Blitzer plädiert. Noch gefährlicher und obendrein völlig sinnlos sind die stationären Abstandsmessungen auf Autobahnen. Wenn man irgendwo auf der Autobahn Bremsspuren sieht, dann an diesen Messstellen. Erst dadurch wird der Faktor Abstand zum Risiko.
Die Verantwortlichen müssen endlich einmal dem Umstand Rechnung tragen, dass der fließende Verkehr ein iteratives System ist, das sich selbst regelt. Alle Eingriffe von außen sind Störfaktoren die das System gefährlich werden lassen. Und dazu gehören Blitzer, Abstandsmesser und die Jäger der immaginären "Raser", die ich allenfalls im Privatfernsehen antreffe, aber nicht auf den Autobahnen.

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Medizinstudent 25.01.2013, 15:29
2. Kurse fuer guenstigee Versicherungen

Auch gut fuer junge leute waere wenn man Fahrsicherheitstranings absolvieren kann und dadurch einen Bonus bei der Versicherung bekommt. Dieses koennte vielleicht Kurse sein ueber 2 Wochenende und einem Test so dass die Schueler auch etwas lernen, z.B. das aggressives fahren sich nicht lohnt. In Daenemark haben wir eine Versicherung die jungen Autofahrern einen guten Nachlass gibt nach einem Training

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singlesylvia 25.01.2013, 16:32
3. Was das begleitete Fahren angeht:

Leider enthalten die Empfehlungen keine Details, welche charakterlichen, altersmäßigen oder sonstigen Voraussetzungen die begleitende Person mitbringen oder ob sie sich irgendwo registrieren lassen muss, damit sie nicht als Beihilfe zum illegalen Fahren ohne Führerschein angesehen wird.
Müssen diese Begleitpersonen eine Fahrlehrerprüfung ablegen, damit sie qualifiziert beurteilen können, wann die Fahrschüler reif für die abschließende Prüfung sind?

Es macht nämlich sonst wenig Sinn, wenn statt einem nunmehr zwei Möchtegernschuhmachers im Auto sitzen, sich gegenseitig anfeuern und sich somit die potentielle Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer verdoppelt.

Auch steht nicht keine Mindestzeit dabei, die en Fahraspirant in Begleitung fahren muss.
Ich wäre sowieso dafür, dass einer Fahrprüfung erst mal eine Charaktereignungsprüfung vorausgehen muss, der Idiotentest also vor der Fahrprüfung und nicht erst, wenn es geknallt hat.
Werden sich hier neue Geschäftsfelder auftun? Amtlich registrierter Fahrbegleiter? Oder Fahrlehrer mit zusätzlicher Einnahmequelle?

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JeeperWH 25.01.2013, 16:39
4. Passt schon

Es gab mal eine Zeit, in der ein Schutzmann mit der Kelle lauerte, Übeltäter rauswinkte, mahnende Worte sprach und mit strengem Blick einen Stafzettel überreichte. Das hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Heute flattet ein paar Wochen nach der Tat ein maschinell erstelltes Knöllchen ins Haus. Keine mahnenden Worte und kein strenger Blick mehr ... Man zuckt mit den Schultern und überweißt 15 opder 20 €.

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Mo2 25.01.2013, 16:42
5. geht`s noch?

Zitat von Karl_Knapp
..., wenn man für weniger Blitzer plädiert. Noch gefährlicher und obendrein völlig sinnlos sind die stationären Abstandsmessungen auf Autobahnen. Wenn man irgendwo auf der Autobahn Bremsspuren sieht, dann an diesen Messstellen. Erst dadurch wird der Faktor Abstand zum Risiko. Die Verantwortlichen müssen endlich einmal dem Umstand Rechnung tragen, dass der fließende Verkehr ein iteratives System ist, das sich selbst regelt. Alle Eingriffe von außen sind Störfaktoren die das System gefährlich werden lassen. Und dazu gehören Blitzer, Abstandsmesser und die Jäger der immaginären "Raser", die ich allenfalls im Privatfernsehen antreffe, aber nicht auf den Autobahnen.
Klingt so, als ob Sie das tote Pferd Neoliberalismus auf den Verkehr loslassen wollen. Nur keine Kontrollen, die sind gefährlich, alles regelt sich von selber und Raser und Drängler existieren nur in der Einbildung. Leben Sie in einer Scheinwelt oder soll das Satire sein?

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n+1 25.01.2013, 16:52
6. Der "Idiotentest" ist genauso unsinnig

Zitat von singlesylvia
Ich wäre sowieso dafür, dass einer Fahrprüfung erst mal eine Charaktereignungsprüfung vorausgehen muss, der Idiotentest also vor der Fahrprüfung und nicht erst, wenn es geknallt hat.
.. wie die Umweltplakette. Nonsense-Aktivismus halt.
Und die hochgeschätzten Einnahmequellen in Form der Kombination:
erst eine völlig unsinnige Geschwindigkeitsbegrenzung aufstellen und dann den Blitzer dahinter - hat wegen der Warn-Apps schon eine Verfallsdatum.
Besser wäre wahrscheinlich der Führerschein mit 16 - da sind die Leute noch aufnahmefähiger.

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Karl_Knapp 25.01.2013, 17:04
7.

Zitat von Mo2
. . . . Leben Sie in einer Scheinwelt oder soll das Satire sein?
Nein, ganz gewiss nicht! Ich fahre jährlich ca. 30.000 Autobahn-Kilometer, überwiegend A3, A6, A8, gelegentlich A1. Die von Ihnen genannten "Raser" und "Drängler" finde ich dabei nicht. Was ich aber zunehmend antreffe, sind unsichere FahrerInnen: das geht vom permanenten Linksfahren aus lauter Angst man würde nicht mehr aus der rechten Spur rauskommen bis hin zu abenteuerlichen Versuchen, auf die Autobahn aufzufahren. Das Letztere führte bereits mehrfach zu der Beobachtung, dass FahrerInnen am Ende der Beschleunigungsspur sogar abbremsten, z.T. bis zum Stillstand! Solche Dinge sind hoch gefährlich und die Fahrtüchtigkeit (im psychischen Sinne) dieser Menschen darf ruhig bezweifelt werden. Nur kümmert sich um diese niemand.
Ein anderes Dauerproblem auf geschwindigkeitsbeschränkten Strecken, z.B. auf der weitgehend auf 130 reglementierten A61, sind die Leute die dort 120 fahren - um die muss alles herumfahren.

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Demokrat aus BaWü 25.01.2013, 17:29
8. Selten so einen Quatsch gelesen!

".... Mehr Polizei auf der Straße. .....

Geschwindigkeitskontrollen:

Blitzer als reine Geldeinnahmequelle - damit soll nach dem Willen des Verkehrsgerichtstages Schluss sein. Geblitzt werden solle nur dort, wo es der Sicherheit oder dem Schutz vor Lärm oder Luftverschmutzung diene. Nur so lasse sich die Akzeptanz für Tempokontrollen erhöhen. "

Verdeckte Messungen durch die Polizei sind ok. Letztlich ist das einzige, was gegen Raser hilft: Hohe Bußgelder und verdecktes Messen- ob durch Polizei oder durch geräte, ist eigentlich wurscht. Statt verdeckten Blitzern gehen natürlich auch dauerhaft installierte Messgeräte - die könnne sogar offen angekündgt sein -alle 50 m eins. Das ist tausend Mal billiger als Polizisten auf die Straße zu stellen. Und wirksamer, nämlich Tag und Nacht 7 tage in der Woche und nicht nur, wenn die Polizisten gerade an der Straße sind. Wer sollte dagegen etwas haben? Bitte melden.

Und was heißt hier Akzeptanz: Die meisten Straßen, die durch Dörfer und Städte führen, könnte man von der Straße her ohne weiteres mit 100 km/h befahren. Wer nicht akzeptieren will, dass wegen der abstrakten Gefährdungslage in geschlossenen Ortschaften eben nur 50 km/h erlaubt sind, der muss halt das Bußgeld akzeptieren - seit nach dem Krieg die Höchstgeschwindigkeit 50 km/ in geschlossenen Ortschaften eingeführt wurde, sind schlagartig die schweren Unfälle zurückgegangen. Früher sind alle zu schnell gefahren, jetzt nur noch die Kriminellen! Und für die brauchts Bußgelder, sonst hilft nix!

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hejo1960 25.01.2013, 17:42
9. Eine einfache Idee:

Haltet euch an die Regeln und alles ist schick. Es ist wie im richtigen Leben, Diebstahl, Einbruch, Mord sind auch dann nicht in Ordnung, wenn gerade keiner hinsieht.... Im Straßenverkehr ist alles anders, da bestimme ich selber, welche Regel, welche Geschwindigkeitsbeschränkung an welcher Stelle sinnlos ist?!? Und das schwer bewaffnet mit tonnenschweren Geschossen? Und wer gerne 'mal aggressives Fahren, Überholen, Drängeln sehen und "hautnah" erleben möchte, der benutze doch 'mal den Berliner Ring, am besten Montag früh bei Regen und Dunkelheit.... alternativ am Freitag Nachmittag.

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