Forum: Auto
Entscheidung des KBA: Mercedes feiert Etappensieg im Kältemittelstreit
Delphi

Mit einem Kniff hat Mercedes einen Teilerfolg im Kältemittelstreit mit der EU errungen. Der Autohersteller erhielt vom Kraftfahrtbundesamt nachträglich eine geänderte Fahrzeugzulassung für drei Modelle und darf damit weiterhin die Substanz R134a in die Klimaanlagen füllen. Brüssel reagiert empört.

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notty 28.06.2013, 17:09
20.

Zitat von sysop
Mit einem Kniff hat Mercedes einen Teilerfolg im Kältemittelstreit mit der EU errungen. Der Autohersteller erhielt vom Kraftfahrtbundesamt nachträglich eine geänderte Fahrzeugzulassung für drei Modelle und darf damit weiterhin die Substanz R134a in die Klimaanlagen füllen. Brüssel reagiert empört.
Jedes Mal, wenn Bruessel empoert ist, muss irgendjemand was richtig gemacht haben.....
Diese Buerokraten haben weder vom Tuten, noch vom Blasen, einen blassen Schimmer und schaden und schaedigen, wo sie nur koennen....

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tweet4fun 28.06.2013, 17:11
21. Frage...

Zitat von notty
Jedes Mal, wenn Bruessel empoert ist, muss irgendjemand was richtig gemacht haben..... Diese Buerokraten haben weder vom Tuten, noch vom Blasen, einen blassen Schimmer und schaden und schaedigen, wo sie nur koennen....
...was ist Tuten?

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notty 28.06.2013, 17:25
22.

Zitat von tweet4fun
...was ist Tuten?

Fast das Gleiche wie Blasen, nur unter Zurhilfenahme von mechanischen Hilfsmitteln.....
Ander legen das aber auch anders aus und warden deshalb sicherlich von der Zensur geknechtet....LoooooL

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maga80 28.06.2013, 18:00
23.

Zitat von tweet4fun
Die eigentliche Korruption findet man bei den EU-Behörden, die einen einzigen Hersteller des extrem feuergefährlichen Kältemittels bevorzugen. R134a war bei sachgemäßer Handhabung die beste Lösung soweit. Ein wirklicher Fortschritt, der Sinn gemacht hätte, wäre die schrittweise Einführung von CO2 gewesen. Es gibt sogar einen Kompressor, der in einer Klimaanlage mit Luft arbeitet (bitte googeln). Mercedes hat in diesem Fall durchaus Recht!
Die Tatsachen sollte man nicht verdrehen.
Man hat sich in Europa mit äußerst langfristigem Übergang in vielen Etappenschritten gemeinsam darauf geeinigt, dass keine Kältemittel mit GWP>150 verwendet werden düfen (das derzeit auch nur für neue Pkw-typen und ganz leichte Lkw-typen, und erst ab 2017 für alle Typen und dann gibt es auch noch für 1 Jahr die Möglichkeit der Verlängerung also bis 2018).

Die CO²-Anlagen waren fertig, als Daimler sich mit dem VDA im Jahr ca.2009/10 für 1234yf entschieden hat und damit gegen CO²,weil es billiger werden sollte.
Die EU wird sich nun mit Deutschland auseinandersetzen und das zu Recht. Wer gegen Recht verstößt muss zur Verantwortung gezogen werden. Daimler muss sich auch an Gesetze halten, die europaweit abgestimmt sind. Wenn Daimler nicht in der Lage ist richtig zu planen und zu konstruieren, dann tut's mir leid.

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anders_denker 28.06.2013, 19:06
24. Co2

Zitat von inko.gnito
Das neue Mistzeug ist doch ohnehin ein Skandal. Seit Jahren ist immer wieder zu lesen, wie giftig der Müll ist. Aber es hat halt wohl ein großer Chemiekonzern ein Patent drauf und dann muß es auch verwendet werden. Angeblich sollen auch Klimaanlagen mit CO2 funktionieren. Das Zeug kostet wahrscheinlich nicht genug...

Ach CO2, das was Autos ja ausstoßen. Nicht das man das komprimierte, eingefüllte am ende vom Ausstoß abziehen muss. Davor wird die EU wohl schiss haben!

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anders_denker 28.06.2013, 19:09
25. Gefällt mir

Zitat von hassowa
haben wir in Deutschland etwas richtig gemacht. Leider reagiert Brüssel zu selten empört...
Treffend formuliert!

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waldemar.46 28.06.2013, 20:07
26. ?

Zitat von maga80
was für eine korrupte Zulassungsbehörde das KBA ist! Erst werden die Fahrzeuge als neue Typen genehmigt, und dann rechtswidrig in alte Typen hinein. Die Richtlinien verbieten 1. gleiche Fahrzeuge mehrmals zu genehmigen 2. die Einführung neuer Technologien und Umweltvorschriften in die Zukunft zu verschieben (z.B. durch solche Bodengruppenbewertungen) Der neue SL läuft dann in einer Genehmigung von 1998 , nämlich der 98/14. Diese Richtlinie ist teil der 70/156 die längst aufgehoben und durch die 2007/46 ersetzt worden ist. Der neue SL ist aus Alu, der alte aus Stahl, was ein wesentliches Merkmal der Bodengruppen ist. Wer jetzt nicht merkt, dass die Behörde korrupt ist, ist genauso blind. Wozu haben wir Korruptionsbeauftragte? Alle Vorgangsunterlagen müssen transparent auf den Tisch!

Von Korruption sollte man lieber bei der NIEMALS von irgendjemandem GEWÄHLTEN so genannten "EU-Kommission" sprechen.
Ich halte weder etwas von Mercedes (aufgeplusterte Potenzverstärker) noch etwas von in Mitteleuropa völlig überflüssigen Klimaanlagen.

Aber ich hoffe inständig, dass Mercedes hart bleibt und auch das KBA diesen Brüssel-Korruptionssumpf nicht noch unterstützt.

Und jetzt muss ich mich doch mal um die Chemie dieses ach so tollen neuen Mittelchens kümmern, für das es weltweit nur einen oder zwei Hersteller gibt. Sollte sehr zu denken geben!

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waldemar.46 28.06.2013, 20:24
27. Antworten

Hab eben mal nachgecshaut, was dieses angeblich so tolle neue Kältemittel chemisch eigentlich GENAU ist. War mir selbst als Chemiker nicht bekannt und mein nicht mehr ganz aktueller RÖMPP kennt das Zeug noch gar nicht. Hier ein Auszug aus WIKIPEDIA:

2,3,3,3-Tetrafluorpropen bildet brennbare Gas-Luft-Gemische und wird als hochentzündlich eingestuft. Der Explosionsbereich liegt zwischen 6,2 Vol% als untere Explosionsgrenze (UEG) und 12,3 Vol% als obere Explosionsgrenze (OEG).[1] Eine zweite Quelle gibt einen Bereich von 6,7 Vol % bis 11,7 Vol % an.[10] Die Selbstentzündungstemperatur liegt zwischen 400 °C[11]) und 405 °C.[1] Bei der Verbrennung wird giftiger und ätzender Fluorwasserstoff, sowie Carbonylfluorid (COF2) frei.

Patentinhaber sind übrigens DUPONT und HONEYWELL.

Sonst noch Fragen? ;-))

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tandborste 28.06.2013, 20:27
28. Fakten

Der Artikel ist leider sehr schlecht geschrieben. Halten wir uns mal an die Fakten:

- Die EU schreibt keineswegs das Kältemittel R1234yf vor, wie einige hier im Forum schreiben!

- Die EU verbietet Kältemittel mit sog. GWP (global warming potential) von über 150. D.h. alle Kältemittel, die mehr als 150 mal so viel zum Treibhauseffekt betragen wie CO2, dürfen in der mobilen Klimatisierung nicht mehr zugelassen werden.

- Das bisher verwendete Kältemittel R134a hat ein GWP von ca. 1300, d.h. es ist 1300 mal klimaschädlicher als CO2. Daher ist es verboten. Also braucht diei Automobilindustrie einen Ersatz.

- Welchen Kältemittel mit einem GWP < 150 sich die Automobilindustrie sich aussucht, bleibt ihr selber überlassen. Ob das nun R1234yf, CO2, Ammoniak, Wasser, R152a oder R600a (in Europa in Haushaltskühlschränken verwendet) ist, ist der EU im Rahmen der F-Gase-Verordnung völlig egal.

- R1234yf wird weltweit nur von zwei Herstellern angeboten: Honeywell und DuPont. Mangels Wettbewerb ist das Zeug also sehr teuer.

- Die Automobilindustrie hatte Jahre(!) Zeit gehabt, eine Alternative für das alte R134a zu suchen. Sie hat sich für R1234yf und gegen CO2 entschieden. Wenn Daimler jetzt (bzw. vor einem halben Jahr) erst Probleme mit R1234yf feststellt, hat Daimler vorher bei der Auswahl des Kältemittels geschampt. Ergo: Ich habe daher kein Mitleid mit Daimler.

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wakaba 28.06.2013, 20:31
29.

Zitat von maga80
was für eine korrupte Zulassungsbehörde das KBA ist! Erst werden die Fahrzeuge als neue Typen genehmigt, und dann rechtswidrig in alte Typen hinein. Die Richtlinien verbieten 1. gleiche Fahrzeuge mehrmals zu genehmigen 2. die Einführung neuer Technologien und Umweltvorschriften in die Zukunft zu verschieben (z.B. durch solche Bodengruppenbewertungen) Der neue SL läuft dann in einer Genehmigung von 1998 , nämlich der 98/14. Diese Richtlinie ist teil der 70/156 die längst aufgehoben und durch die 2007/46 ersetzt worden ist. Der neue SL ist aus Alu, der alte aus Stahl, was ein wesentliches Merkmal der Bodengruppen ist. Wer jetzt nicht merkt, dass die Behörde korrupt ist, ist genauso blind. Wozu haben wir Korruptionsbeauftragte? Alle Vorgangsunterlagen müssen transparent auf den Tisch!
Die Frage ist halt - brauchts überhaupt Typengenehmigungen?
Brauchts Richtlinien?
Brauchts Umweltvorschriften?
Hat der Staat überhaupt die Hoheit?

Meines erachtens ist die Innovationstiefe vom alten zum neuen Modell so gering das man sich die neue Typisierung glatt sparen kann.

Richtlinien?
Eigentlich nur 3:
Keine Schadstoffe
Lebensdauer 20 Jahre oder besser.
Wer absichtlich durch seine Autokonstruktionen Menschen gefährdet - haftet das ganze Management heftigst.

Das Mercedes Müll produziert ist klar. Ist halt die Frage ob der Merz jetzt nur das globale Klima gefährdet oder die Insassen und die Feuerwehrmänner mit Giftgas nach einem Unfall auch noch proaktive tötet.

Für Bnez ist das eine Nowinsituation und für den Kunden die heutige Palette unkaufbar.

Heftigst was am schieflaufen in dem Betrieb. Schlage vor das alle Manager rückwirkend ihre unverdienten Bezüge, mit Zinsen, ans Unternehmen zurückgeben.

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