Forum: Auto
Enttäuschende Autos 2014: Die missratenen Vier
Daimler

2014 sind unzählige neue Fahrzeuge auf den Markt gekommen - mindestens vier davon haben unsere Erwartungen enttäuscht. Die größten Flops aus Sicht des Auto-Ressorts von SPIEGEL ONLINE.

Seite 24 von 27
day of defeat 30.12.2014, 19:39
230.

Zitat von frank@franmedia.de
Rentiert sich für Sie saubere Luft? Das CFK, auf das sich Ihr "rentieren" bezog, ist ein Teil einer Gesamtlösung.
oje. am besten mal was zu den Begriffen CFK Herstellung und Recycling googlen bevor hier von "Gesamtloesungen" fabuliert wird. Das Zeug braucht einen Haufen mehr Energie in der Herstellung als konventionelle Karosseriematerialien und ist "danach" praktisch unrecyclingbarer, hochgiftiger Sondermuell.

Davon ab: die Energiequelle, die den ieh3 antreibt, nennt sich Strom. Der muss, genau wie das Benzin, erstmal gefoerdert und mit enormen Verlusten transportiert werden. Der Unterschied besteht allein im Entstehungsort der Abgase (Auspuff bzw. Kraftwerk)!
Ihre "Gesamtloesung" sieht also einen "aus-den-Augen-aus-dem-Sinn Umweltschutz" vor, welcher in Wirklichkeit gar keiner ist. Super.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frank@franmedia.de 30.12.2014, 20:04
231. Erst ist es das Geld

Dann ist es wieder die Umwelt. Lieber saubere Verbrenner fahren als dreckige E-Autos. So weit ich weiß, kann man heute schon verstärkt Strom ohne Umweltbelastung herstellen. Von Benzin, Diesel und Gas hab ich das noch nicht gehört. Sie?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jupp78 30.12.2014, 20:35
232.

Zitat von frank@franmedia.de
Es lässt hoffen, dass nicht alle Menschen alles nach einem momentanen monetären Wert beurteilen. Rentiert sich für Sie saubere Luft?
Genau, was passiert denn im ersten Schritt, wenn wir mehr E-Autos ans Netz hängen?
Richtig, die Kohlebuden in diesem Land werden eine bessere Auslastung genießen!
Dass die saubere Luft produzieren ... dazu muss ich wohl nichts sagen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jupp78 30.12.2014, 20:39
233.

Zitat von day of defeat
Das Zeug braucht einen Haufen mehr Energie in der Herstellung als konventionelle Karosseriematerialien und ist "danach" praktisch unrecyclingbarer, hochgiftiger Sondermuell.
"Hochgiftiger Sondermüll" stimmt zwar nicht, es braucht aber sehr viel Energie in der Herstellung und ist nicht wiederverwendtbar.
Aluminium z.B. braucht in der Förderung auch sehr viel Energie, ist aber recyclebar und das Recyclen ist nicht sonderlich energieaufwendig. Daher deutlich sinnvoller, wenn gleich immer noch fragwürdig, ob der energetische Aufwand lohnt.
Und nein, Carbon ist nicht zwangsläufig ein Teil der Gesamtlösung, daher darf man es gesondert natürlich in Frage stellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
day of defeat 30.12.2014, 20:39
234.

Zitat von frank@franmedia.de
Lieber saubere Verbrenner fahren als dreckige E-Autos. So weit ich weiß, kann man heute schon verstärkt Strom ohne Umweltbelastung herstellen. Von Benzin, Diesel und Gas hab ich das noch nicht gehört. Sie?
nein, Ich hab allerdings auch nie den Weltverbesserungs-Bonus fuer mich beansprucht. Im Gegensatz zur schoenen neuen Elektromobilitaet. Da ist das Gutmenschensiegel beim Kauf gratis mit dabei, nicht wahr? "Soweit sie wissen" aha, das Kleingedruckte im BMW Prospekt wohl nur ueberflogen. So es denn ueberhaupt kommuniziert wird.. wenn Sie sich die Zeit nehmen, das mal zu recherchieren, werden Sie einige verblueffende Entdeckungen dazu machen. Nix Lobbyismus. Mathematik.

Wie gesagt liegt mein Ansatz eher in einer erzieherischen Massnahme. Beispiel? Man sollte lieber mal vor Fahrtantritt das Ziel und den Zweck mit dem geeigneten Verkehrmittel abgleichen. Und ausnahmsweise mal nicht mit dem Panzer die 800m zum Baecker fahren sondern laufen. Oder mal wieder "die Elektrische" benutzen.
Und wenn die Spritpreise und Abgase (vor Ort!) bei der Entscheidung helfen, ja dann bin ich pro Verbrenner.

Aktionismus oder Pest vs Cholera Argumentationen halte ich fuer falsch. Nur weil die Hersteller die letzten 100 Jahre den Verbrenner gepushed und die Forschung alternativer Antriebe vernachlaessigt haben, verdienen sie jetzt kein Lob fuer diese Placebos und Boheme-Gadgets. Wir stehen leider immernoch am Anfang einer langwierigen und kritischen Entwicklung. Und eben dieser Anfang sollte im Kopf (s.o.) beginnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
energieingenieur 30.12.2014, 21:41
235.

Zitat von jupp78
Genau, was passiert denn im ersten Schritt, wenn wir mehr E-Autos ans Netz hängen? Richtig, die Kohlebuden in diesem Land werden eine bessere Auslastung genießen! Dass die saubere Luft produzieren ... dazu muss ich wohl nichts sagen!
Nix wird passieren! 1 Mio Elektroautos in Deutschland verursachen einen Strom-Mehr-Verbrauch von 0,4% bei Bundesdurchschnittlicher Fahrleistung. Von 2012 auf 2013 hat Deutschland 1% seines Stromverbrauchs eingespart. Alleine mit der hier eingesparten Menge könnten 2,5 Mio E-Autos ein ganzes Jahr lang fahren.
Aber nochmal zu den 1 Mio Autos: Die benötigen zwar 2.400 GWh MEHR Strom, aber ersetzen damit 1,05 Mio m³ Benzin/Diesel (=ca. 10.500 GWh). Und selbst mit dem allerschlechtesten Kohlekraftwerk in Deutschland verbrauche ich hier ins Summe weitaus weniger Energie, als beim Fahren mit dem Verbrennungsmotor. Zudem ist die Verlagerung der Erzeugungsquelle in ein Kraftwerk oder dezentrale Kraftwerke inkl. Übertragungsverluste immer noch besser vom Wirkungsgrad als ein Verbrennungsmotor, welcher je nach Lastkurve nur einen Wirkungsgrad von 10-30% bringt. Ein Kohlekraftwerk liegt immerhin bei 40-50%. Nicht das ich Kohle mag... aber sogar das funktioniert deutlich effizienter, als ein Otto- oder Dieselmotor. Zumindest dann, wenn man dessen Hauptprodukt "Wärme" - wie beim Auto - ungenutzt in die Umwelt bläst. Ich habe einen Erdgasmotor zu Hause im Keller... Der heizt mein Haus und produziert Strom für Haus und Auto. Hier nutze ich wenigstens 90% des eingesetzten Brennstoffs voll aus. Hier macht ein Verbrennungsmotor Sinn, im Auto nicht. Ich verstehe nicht, wie man für 1,50 EUR einen Liter Benzin kaufen kann mit dem Wissen im Hinterkopf, dass man eigentlich nur 30 Cent für den Vortrieb nutzt und 1,20 EUR dafür bezahlt, die Umgebung zu heizen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jupp78 30.12.2014, 21:59
236.

Zitat von energieingenieur
Nix wird passieren! 1 Mio Elektroautos in Deutschland verursachen einen Strom-Mehr-Verbrauch von 0,4% bei Bundesdurchschnittlicher Fahrleistung. Von 2012 auf 2013 hat Deutschland 1% seines Stromverbrauchs eingespart. Alleine mit der hier eingesparten Menge könnten 2,5 Mio E-Autos ein ganzes Jahr lang fahren. Aber nochmal zu den 1 Mio Autos: Die benötigen zwar 2.400 GWh MEHR Strom, aber ersetzen damit 1,05 Mio m³ Benzin/Diesel (=ca. 10.500 GWh). Und selbst mit dem allerschlechtesten Kohlekraftwerk in Deutschland verbrauche ich hier ins Summe weitaus weniger Energie, als beim Fahren mit dem Verbrennungsmotor. Zudem ist die Verlagerung der Erzeugungsquelle in ein Kraftwerk oder dezentrale Kraftwerke inkl. Übertragungsverluste immer noch besser vom Wirkungsgrad als ein Verbrennungsmotor, welcher je nach Lastkurve nur einen Wirkungsgrad von 10-30% bringt. Ein Kohlekraftwerk liegt immerhin bei 40-50%. Nicht das ich Kohle mag... aber sogar das funktioniert deutlich effizienter, als ein Otto- oder Dieselmotor. Zumindest dann, wenn man dessen Hauptprodukt "Wärme" - wie beim Auto - ungenutzt in die Umwelt bläst. Ich habe einen Erdgasmotor zu Hause im Keller... Der heizt mein Haus und produziert Strom für Haus und Auto. Hier nutze ich wenigstens 90% des eingesetzten Brennstoffs voll aus. Hier macht ein Verbrennungsmotor Sinn, im Auto nicht. Ich verstehe nicht, wie man für 1,50 EUR einen Liter Benzin kaufen kann mit dem Wissen im Hinterkopf, dass man eigentlich nur 30 Cent für den Vortrieb nutzt und 1,20 EUR dafür bezahlt, die Umgebung zu heizen...
Einige Missverständnisse:
1. 1 Mio E-Autos werden den Verbrauch an elektrischer Energie um ca. 1% hochtreiben, rechne ich auch gerne nochmal vor (dabei benutze ich allerdings nicht die Normverbräuche von Klein- und Kleinstwagen, denn die bilden nicht das Mittel ab). Und das ist noch konservativ gerechnet.
2. Aus Ihren 2.400 GWh mehr Strom werden dann 6.000 kWh. Und wenn man das mit einem Wirkungsgrad von gut 40% eines Kohlekraftwerks multipliziert, sind wir bereits bei 15.000 kWh. Deutlich schlechter als der reine Verbrenner.
3. Sollten Sie einen Verbrennungsmotor haben im Keller, als BHKW, dann wüssten Sie, dass dieser deutlich mehr als 40% Wirkungsgrad hat! (bezogen auf Elektrizität)
4. Meine Heizsaison beträgt rund 3 Monate. Was machen Sie den Rest des Jahres mit Ihrem Verbrennungsmotor?
5. Bei einem Liter Benzin bezahlen Sie erst einmal zu 60% unsere Schulen und Straßen. Bei der "geförderten" E-Energie liegt der Anteil weit niedriger. Das ist der wesentliche Unterschied.
Weniger für Schulen und Straßen und mehr für Nichts auszugeben, ist aus meiner Sicht kein Ziel, das erstrebenswert ist, ist das Ihres?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bill_dauterive 30.12.2014, 22:08
237.

Zitat von energieingenieur
. Und selbst mit dem allerschlechtesten Kohlekraftwerk in Deutschland verbrauche ich hier ins Summe weitaus weniger Energie, als beim Fahren mit dem Verbrennungsmotor.
Nein. Absolut nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
energieingenieur 31.12.2014, 00:08
238.

Zitat von jupp78
Einige Missverständnisse: 1. 1 Mio E-Autos werden den Verbrauch an elektrischer Energie um ca. 1% hochtreiben, rechne ich auch gerne nochmal vor (dabei benutze ich allerdings nicht die Normverbräuche von Klein- und Kleinstwagen, denn die bilden nicht das Mittel ab). Und das ist noch konservativ gerechnet. 2. Aus Ihren 2.400 GWh mehr Strom werden dann 6.000 kWh. Und wenn man das mit einem Wirkungsgrad von gut 40% eines Kohlekraftwerks multipliziert, sind wir bereits bei 15.000 kWh. Deutlich schlechter als der reine Verbrenner. 3. Sollten Sie einen Verbrennungsmotor haben im Keller, als BHKW, dann wüssten Sie, dass dieser deutlich mehr als 40% Wirkungsgrad hat! (bezogen auf Elektrizität) 4. Meine Heizsaison beträgt rund 3 Monate. Was machen Sie den Rest des Jahres mit Ihrem Verbrennungsmotor? 5. Bei einem Liter Benzin bezahlen Sie erst einmal zu 60% unsere Schulen und Straßen. Bei der "geförderten" E-Energie liegt der Anteil weit niedriger. Das ist der wesentliche Unterschied. Weniger für Schulen und Straßen und mehr für Nichts auszugeben, ist aus meiner Sicht kein Ziel, das erstrebenswert ist, ist das Ihres?
1) Gut, dann stimmen Ihre Zahlen und das Bundesamt für Statistik, das Kraftfahrtbundesamt, das Fraunhofer Institut und alle E-Fahrer irren sich gemeinsam.

2) Der PE Strommix liegt aktuell bei 1,8. Selbst aus Ihren viel zu großen 6000 GWh werden dann nur 10.800 und nicht 15.000. Und man darf nicht vergessen, dass Benzin auch nicht aus der Zapfsäule kommt, sondern auch einem PE von 1,1 unterliegt.

3) Nein, der hat ziemlich exakt 27% (Senertec Dachs G5.5). Und die erreicht er nur, wenn er seine optimale Lastkurve fährt. KFZ fahren aber nicht die optimale Lastkurve, sondern sind ständigen Lastwechsel bis hin zum Leerlauf und vielen Kaltstartphasen unterworfen. Selbst der VW-Motor in der ehemaligen Lichtblickmaschine kommt nur auf 33%.

4) Eine Heizsaison von 3 Monaten ist weit weg vom Durchschnitt. In einem Passivhaus würde ein Ottomotor auch absolut keinen Sinn machen. Bei mir werden 1000m² Fläche mit Baustandard 1970-1990 beheizt. Nur ein Teil davon ist Wohnung. Der Motor läuft 6000h/a. Das sind 70% Jahresauslastung. Warmwasser braucht man ja schließlich auch. Ein PKW-Motor läuft grad mal 300-400h/a.

5) Genausogut könnte man argumentieren, man müsse SUV, PickUp und Hummer H2 kaufen, statt Fahrrad zu fahren, damit mehr Geld in Schulen fließt. Das ist nun wirklich unsinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dann22 01.01.2015, 04:34
239. Eingebildet...

..wir Deutsche denken noch das unsere Automobil Hersteller Autos fuer den deutschen Markt entwerfen. Dem ist aber nicht so. Nahezu jeder Auto Hersteller wichtet seine Design und Austattungen immer mehr nach einem Vorstellungen von China und anderen Laendern deren Absatzzahlen uns in Deutschland uebersteigen. Gutes Beispiel ist der Mini. Dort weiss keiner was ein Original Mini genau ist. Die wissen Mini ist Made in Germany (also gut) und die wollen protzige Autos mit viel PS. So ist der Markt nunmal. Ob das des deutschen gefaellt das ihre Autos so aussehen ist weniger wichtig...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 24 von 27