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Erfolg für Blindenverbände: Elektroautos müssen künftig wie Benziner und Diesel kling
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Fußgänger bemerken Elektroautos oft spät - es kommt häufig zu Unfällen. Blindenverbände haben durchgesetzt, dass die lautlosen Zeiten bald vorbei sind.

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martine-primus 30.10.2018, 16:28
40. ich bin nicht blind,

aber in unserer 30er-Zone geht man schon mit dem Gehör über die Straße. Und da bin ich keine Ausnahme. Ein Blick aus den Augenwinkel - und plötzlich war das Elektroauto da!
Der gute Fahrer war sich seiner Lautlosigkeit ein Glück bewusst und hat mitgedacht. Ich hab mich auch entschuldigt, aber es ist wirklich hilfreich, wenn Autos Geräusche machen! Der Mensch benutzt nicht nur den visuellen Sinn. Sie sollen ja nicht so laut wie Harleys sein!
Abgesehen davon ist um die Ecke ein Blindenwohnheim....

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bert1966 30.10.2018, 16:31
41.

Ich bin dafür, wieder einen Meldeläufer gesetzlich verpflichtend zu machen, der mit einer roten Fahne 5 - 10 Meter vor jedem Kraftfahrwagen neuer Bauart läuft und verbal vor potentiellen Gefahren warnt. Allerdings darf dieser Meldeläufer (auch per Gesetz geregelt) auf keinen Fall Raucher sein, um die Einhalten der strengen EU-Emissions- und Umweltvorschriften nicht zu gefährden. Was vor mehr als 100 Jahren bei der Einführung des PKW Recht war sollte uns doch jetzt nur billig sein.

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noalk 30.10.2018, 16:34
42. Warum nur bis 20 km/h?

Blinde begegnen Autos hauptsächlich in bebauten Gebieten. Dort dürfen Autos im "Kontakt" mit Blinden in der Regel bis zu 50 km/h schnell sein.

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jupp78 30.10.2018, 16:36
43.

Zitat von who8
Aus meiner Sicht übrigens mit einem Scheinargument: Solange Fahrräder lautlos fahren, hilft das künstliche Fahrgeräusch bei Autos den Blinden nicht. Denn sie müssen weiterhin mit Fahrrädern rechnen und sich entsprechend verhalten – was sie heute auch schon tun. Zu einer Beinahe-Kollision zwischen meinem Fahrrad und einen Blinden ist es jedenfalls noch nie gekommen.
Ein Scheinargument sieht definitiv anders aus, denn vor mein Fahrrad springen deutlich mehr Menschen (nicht nur Blinde), als vor mein Auto. Es gibt mit meinem Fahrrad definitiv mehr Beinahe-Kollisionen, als mit meinem Auto. Zwar gab es noch keine tatsächliche Kollision, aber die Statistik sagt an der Stelle eindeutig, dass es viel eher mit dem Fahrrad passieren wird, als mit dem Auto.
Ein gewisser Unterschied liegt natürlich auch darin, dass eine Kollision mit einem Fahrrad für den Fußgänger deutlich glimpflicher ausgehen wird, als mit einem Auto. Es macht halt einen Unterschied, ob einen knappe 100kg oder 1500kg über den Haufen fahren.

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hman2 30.10.2018, 16:38
44.

"aber es ist wirklich hilfreich, wenn Autos Geräusche machen!"

Es gibt aber nun einmal Fahrzeuge, die können gar kein Geräusch machen, weil sie weder einen Motor noch eine digitale Steuerun haben! Was wollen Sie denn da unternehmen?

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NauMax 30.10.2018, 16:40
45.

"'Das wäre das Erste, was ich nach dem Kauf stilllegen würde, notfalls mit dem Seitenschneider', kommentierte ein Spiegel-Online-Leser das neue Soundsystem." - und das würde hoffentlich ebenso zur sofortigen Stilllegung und Beschlagnahme des Fahrzeugs führen wie alle anderen illegalen Modifikationen an der Geräuschkulisse von Fahrzeugen - auch wenn diese typischerweise in die andere Richtung gehen. Am besten noch eine Anzeige wegen vorsätzlicher Gefährdung und damit einhergehend Entzug der Fahrerlaubnis.

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pom_muc 30.10.2018, 16:40
46.

Zitat von bluesnoop
Da es ja dank selbstfahrender, hochintelligenter KI Autos gar keine Unfälle mehr geben KANN (*Zynismus an) ist so eine Einrichtung überflüssig. Nur mehr Gewicht im Auto -> reduziert die Reichweite :-) Sag bloss die Autoindustrie glaubt nicht ihre eigenen Versprechen ? Hmm, ja da war ja dieses "Saubere-Diesel-Ding"... Sag bloss, die haben was gelernt... :-) Glück auf!
In 5 Jahren wenn das 5G-Netz an den Strassen die autark fahrenden Autos miteinander kommunizieren lässt werden Sie merken wie schlecht die dann noch selbst fahrenden Menschen ihr Auto beherrschen. Nicht nur wenn sie alt sind oder wenig Fahrpraxis haben. Wenn sie abgelenkt sind oder unter Drogen stehen.
Auch in ganz einfachen Fahrsituationen wenn man bei einer grünen Ampel erst losfährt wenn der Vordermann schon 5 m entfernt ist oder bei einer sichtbaren roten Ampel immer mit Gas darauf zufährt um dann irgendwann auf die Bremse zu steigen.
Die ohne Verständnis physikalischer Gesetzmäßigkeiten ihr 2 Tonnen-Geschoss auf 200 km/h beschleunigen und in der Masse keine Ahnung haben wie man mit Schnee und Glatteis umzugehen hat.

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dr.eldontyrell 30.10.2018, 16:40
47. Einfache Lösung:

Man könnte ja jeden Elektrofahrzeug noch einen schönen Zweitakter in den Kofferraum bauen. Die sind gut zu hören und zu riechen. Hinten könnte dann so ein Rohr rausschauen. Für taube Menschen dann bitte oben noch ein Blinklicht drauf. Jemanden vergessen?
Schon interessant, wie man auf Teufel komm raus versucht, das E-Auto im Land der Frittenfettverdränger unmöglich zu machen.

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hardy_knorrig 30.10.2018, 16:40
48. Nächster Schritt - Abgase!

Ganz wichtig. Ohne gepflegten Auspuffduft, ist die Nase als Sinnesorgan für den Verkehr völlig untauglich.
Da ein fortschrittliches Verkehrsleitsystem aus traditionellen Gründen nicht in Frage kommt, müssen emissionsfreie Fahrzeuge dann eben ihr Maß an Belästigung simulieren.

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grossmutter 30.10.2018, 16:51
49. Lärm als "Fußgänger-Schreck"

Die Diskussion um die Geräuschgeneratoren zeigt, wie sehr wir uns daran gewöhnt haben, dass der Statt sein Gewaltmonopol bei der Durchsetzung der Einhaltung der StVO an die Autofahrer abgetreten hat: wer als Fußgänger oder Radfahrer nicht pariert, der "darf" vom Kraftfahrer kurzerhand standrechtlich überfahren werden. Als Druck- und Disziplinierungsmittel dient dabei der Motorenlärm, der die Aussassen nachdrücklich daran erinnert, was ihnen so blühen wird, wenn sie mal nicht rechtzeitig kuschen.

Legt man allerdings die StVO als Verhaltensregel zugrunde, dann lautet der Kategorische Imparativ für *jeden* Fahrzeugführer eigentlich: "Fahre stets so, als wärest du für die Anderen unhörbar und unsichtbar!". Verlangen wir von Autofahrern doch künftig einfach das, was Radfahrer seit eh und je machen müssen: behutsames Fahren auf Sicht, das ohne das vom Motorenlärm ausgehende nervige "Baaaahn freii!" an die Umgebung notwendig ist.

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