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Erklärung von Lungenärzten: Co-Autor des Positionspapiers ist Diesel-Entwickler
DPA

Das Positionspapier von Lungenfachärzten zum Thema Stickoxid-Grenzwerte hat prominente Unterzeichner. Einer davon ist ein Verfechter der Diesel-Technologie, der schon für Daimler arbeitete.

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schnabelnase 25.01.2019, 21:48
40. Jetzt wird nach Dreck gesucht.

Im Grunde genommen haben die Menschen recht, wenn sie das Gefühl haben, dass es überall bloß noch tendenziöse Berichterstattung gibt. Jetzt glaubt SPON also den wunden Punkt im System der Grenzwertkritiker gefunden zu haben. Im Gegenzug wird jetzt wahrscheinlich irgendein anderes Medium bei den Dieselgegnern, der WHO oder den Grenzwertbefürwortern nach Tesla-Aktionären und Hobby-Spekulanten, die auf sinkende Kurse bei den Dieselherstellern gewettet haben, forschen. Man kann nichts und niemandem mehr etwas glauben.

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juergen.kammann-lu 25.01.2019, 21:50
41. Zum Glück doch nur eine Ente

Kann es sein, dass Herr Prof. Köhler an einem Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom leidet, aber nicht an dem Krankheitsbild, das unter ADS bzw. – in der verschärften Form – unter ADHS bekannt ist, sondern an einem selbst gefühlten Mangel an Aufmerksamkeit, die einem emeritierten Prof. aus der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zuteilwird. Da wollte er es vermutlich noch mal richtig krachen lassen.
Da kann ich nur sagen: Prof. Köhler -> Daumen runter. Das gleiche gilt für den Verkehrsminister von der CSU, der gar nicht schnell genug in die gleiche Kerbe hauen konnte.

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Cephalotus 25.01.2019, 21:51
42. Zigarettenvergleich ist Unfug

Zitat von nixus_minimax
Warum steigt die Lebenserwartung, wenn der Verkehr permanent steigt? Wieso verdoppeln sich die Autos aber die Luft wird kontinuierlich besser? Das sind Fakten die man ums verrecken nicht wegdiskutieren kann und ABSOLUT NIEMAND hat auch nur ein im Mindesten eine halbwegs plausible Erklärung wie Raucher die extreme Exposition an NOx un Feinstaub jahrzehntelang überleben wenn schon Bruchteile dessen scheinbar unausweichlich zum NOx Tod führen.
Das liegt daran, dass der Zigarettenvergleich meiner Ansicht nach vollkommener Unfug ist.

Im Hauptstromrauch einer Zigarette stecken 100-600µg NOx

Quelle: https://www.bundestag.de/blob/559628/c67c74a62d1a30f6e342462f00c9ce98/wd-8-034-18-pdf-data.pdf

Das ist eine ziemliche Bandbreite, nehme wir mal 300µg pro Zigarette an.

Der Grenzwert für Außenluft beträgt 40µg/m³.

Ein durchschnittlicher Mensch atmet so 20m³ am Tag ein, also am Grenzwert somit 800µg pro Tag.

Das wären also knapp 3 Zigaretten am Tag.

Diese drei Zigaretten am Tag gelten bzgl. Stickoxide derzeit aber als akzeptabel,

Übrigens auch für Lungenkranke und Säuglinge (die natürlich weniger m³/Tag atmen), denn wir atmen ja alle dieselbe Luft.

Ich sehe also anhand dieser Zahlen nicht, wie der Zigarettenvergleich die Harmlosigkeit von NOx beweisen soll.

Von Lungenkrankheiten habe ich keine Ahnung, aber simple Recherche und einfache Mathematik beherrsche ich durchaus.

MfG

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wiseacre 25.01.2019, 21:52
43. Interessen

Na, dann weiss man ja, welche und wessen Interessen hinter diesem Papier stecken. Bleibt nur noch die Frage, wer es finanziert hat? Denn umsonst machen es solche Koryphäen nicht.

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bauklotzstauner 25.01.2019, 21:53
44.

Zitat von lincoln33t
Immerhin haben es 100 Pneumolgen unterzeichnet, bestimmt nicht ohne Grund.
Absolut korrekt!

Sogar in der ARD lief neulich eine kritische Doku unter dem Titel "Das Diesel Desaster". Darin wurde unter anderem die im Vergleich zum Autoverkehr ehrbelich höhere Belastung der Innenraumluft etwa durch Kerzen oder Gasherde mit bis zu 700 Mikrogramm je Kubikmeter Luft erwähnt. Zudem brachte ein Lungenarzt ein sehr gutes Argument gegen den Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxide an: Abgesehen davon, daß alle "wissenschaftlichen Erkenntnisse" zur Gefährlichkeit von Stickoxiden aus rein statistischen Beobachtungen herrühren, die somit rein korrelativ - also nicht kausal (ursächlich) - sind, meinte er, daß nur experimentelle Überprüfungen wirklich bewieskräftig seien.

Das geht natürlich aus ethischen Gründen nicht, da man ja schlecht eine ganze Gruppe von Menschen über einen längeren Zeitraum mit einem potenziell gefährlichen Stoff begasen könnte. aber es gäbe eine Gruppe von Menschen, die freiwillig regelmäßig Stickoxide einatmen würden - nämlich Raucher.

Das nenne ich ein überzeugendes Argument! Der Rauch einer Zigarette enthät 1,2 Milligramm Stickoxid. Ein normaler Raucher quarzt pro Tag eine Schachtel weg. Inhaliert also rund 24 Milligramm Stickoxide. Also 24.000 Mikrogrammm - und damit auch über den ganzen Tag das Zigfache dessen, was laut all dieser "Experten" für den Menschen als "gefährliche Stickoxid-Konzentration" gelten soll.
Wären Stickoxide also wirklich so gefährlich - müßten Raucher nach wenigen Tagen des Rauchens tot umfallen. Das tun sie aber nicht!

Und ja,. Raucher leben statistisch kürzer als Nichtraucher. Dabei spielen aber andere Schadstoffe im Tabakqualm eine erwiesenermaßen entscheidende Rolle. Nervengifte wie Nikotin ebenso wie Teer. Stickoxide dagegen waren noch nie im Verdacht, den frühen Rauchertod zu verursachen.

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curiosus_ 25.01.2019, 21:56
45. Selber eine Meinung bilden?

Zitat von solid_matter
gestis.itrust.de/nxt/gateway.dll/gestis_de/001090.xml?f=templates&fn=default.htm Unter diesem Link im Abschnitt "Toxikologie" findet sich alles Wissenswerte dazu. Spoiler: Den Vergleich mit Chlorgas muss NO2 nicht scheuen. Ein Euro5 emittiert übrigens 600 - 2.000 mg pro Kilometer, ein Euro6 400 - 600. Nein, man fällt nicht tot um, wenn man es mal am Straßenrand einatmet. Aber Das gilt ja auch für Zigaretten. Dass man dieses Vergifterpack nicht einlocht, sondern stattdessen noch solches dümmliche spindoctoring zulässt, ist mir unbegreiflich.
Kein Problem. Allerdings kommt dabei sicher nicht "Ein Euro6 emittiert übrigens 400 - 600 mg pro Kilometer" raus. Sondern für die 3 größten deutschen Hersteller (VW Konzern, BMW und Mercedes)gerade mal 141 bis 149 mg/km (im ADAC-Ökotest).

Wie kommen Sie auf den Unsinn von "400 - 600"? Mal schlappe 175% bis 310% zu viel.

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holtadipolta 25.01.2019, 21:57
46. Ist doch alles nicht so schlimm...

Herr Köhler ist doch bestimmt Hobbypneumologe. Und Herr Koch Botschafter für das Wohl der Menschheit. Die Herren sind ehrenwerte Leute und gehören nicht verunglimpft.

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Ranus 25.01.2019, 21:58
47. Dieser tendenziöse Spon-Artikel

verfängt offenbar nur bei einigen wenigen Kreuzzüglern gegen den Diesel. Ich denke, dass die Mehrheit froh darüber ist, dass ein ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und über hundert seiner Fachkollegen so mutig Farbe gegen diesen Stickoxid-Wahn bekennen. Wenn Spon hier insinuiert, dass durch die Teilnahme von Nichtmedizinern diese Erklärung an Wert oder Glaubwürdigkeit einbüße, so ist das nach meinem Eindruck unaufrichtig. Herr Professor Köhler und die 112 Unterzeichner erscheinen mir jedenfalls seriöser als gewisse Redakteure.

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claus7447 25.01.2019, 22:00
49. Echt?

Zitat von schnabelnase
Im Grunde genommen haben die Menschen recht, wenn sie das Gefühl haben, dass es überall bloß noch tendenziöse Berichterstattung gibt. Jetzt glaubt SPON also den wunden Punkt im System der Grenzwertkritiker gefunden zu haben. Im Gegenzug wird jetzt wahrscheinlich irgendein anderes Medium bei den Dieselgegnern, der WHO oder den Grenzwertbefürwortern nach Tesla-Aktionären und Hobby-Spekulanten, die auf sinkende Kurse bei den Dieselherstellern gewettet haben, forschen. Man kann nichts und niemandem mehr etwas glauben.
Das Ganze sieht doch eher nach einem verzweifelten Versuch der Diesel Retter aus. Wobei, hätte die Automobilindustrie nicht beschiessen, würde es vielleicht ganz anders aussehen. Jetzt bleibt es der Versuch eines "Pseudowissenschaftler" der 100 Kollegen versucht hat rein zu ziehen. Es bleibt ein schwacher und nicht erfolgreicher Versuch. Die Regeln sind festgelegt, die Justiz hat gesprochen.

Hört auf zu heulen und zeigt euch als faire Verlierer. Oder wollt ihr als Memmen in die Geschichte eingehen.

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