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Ersatzteil dringend gesucht: Reparaturstau nervt Oldtimerfans
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Die Oldtimerszene wächst ungebrochen. Doch Ersatzteile sind häufiger nicht lieferbar oder sündhaft teuer. Mancher Altauto-Fan trennt sich deshalb wieder von seinem geliebten Wagen.

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pm40 26.02.2019, 08:40
30. Sie sind im falschen Forum.....

Zitat von liquimoly
Im Sommer 2016 wurden wir von unserem Renault Espace JE Bj. 1999 zwangsgeschieden, weil unser Kraftstofftank undicht war, Renault den Tank aber abgekündigt hatte. Wir waren daher gezwungen, unseren ansonsten optisch und technisch einwandfreien Wagen der Verwertung zuzuführen, quasi ein Totalschaden und doppelt ärgerlich, weil es am Markt keinerlei Alternative zu diesem Raumwunder gibt. Jüngere Modelle und Fahrzeuge, auch anderer Hersteller suggerieren nur das gleiche Ladevolumen, sind aber im Innenbereich deutlich enger, weil sie dem Diktat des Zeitgeistes folgend als SUV deutlich höhere Ladekanten haben.
....hier geht es um Oldtimer.

Ein Renault Espace JE Bj. 1999 wird auch in 100 Jahren kein Oldtimer...auch wenn Sie sich das vielleicht wünschen mögen.

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pm40 26.02.2019, 08:49
31. So ist es,....

Zitat von didel-m
und haben offensichtlich Null Ahnung, was es heisst die Oldtimer-Abnahme zu bekommen und sich dann jahrelang mühevoll der Pflege des meist Sonntagsautos hinzugeben. Ihr Hirngespinst von endlosen Oltimer-Karavane in den Innenstädten ist Produkt völlig versauerter, ahnungsloser Neidhammel.
...ich zum Bsp. habe meinen Oldie vor 3 Jahren verkauft und könnte kaum zufriedener damit sein. Gutes Geld bekommen, keine mindestens CHF 3000 p.a. Fixkosten mehr nur für Garage, AU (kein Kat, also jedes Jahr), Versicherung & Steuer.

Da ich selber nicht mehr unterm Auto liegen will und die Werkstätten (außer Spezialisten mit x km Anreise) keine Ahnung von analogen Autos haben und in der Schweiz zusätzlich noch extrem teuer sind, war das für mich der beste Weg.

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mike siegel 26.02.2019, 08:55
32. besser als früher

Fahrer von Youngtimern (80er) müssen halt da durch, wo wir Oldtimerfahrer immer schon durch mussten. Die Szene muss sich organisieren, Teile müssen gehortet, oganisiert oder selber hergestellt werden. Hier in Württemberg wurde 1978 (!) der erste Opel GT Club gegründet, weil schon damals die Teilelage kritisch wurde. 5 - 6 Jahre nach Produktionsende! Heute gibt es (ausser Blech natürlich) fast alles, um einen fabrikneuen GT zusammenzubauen. Dank der privaten Initiative. Ich halte meinen GT seit 20 Jahre auf der Straße. Aber nicht "dank Opel Classics" :).

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muekno 26.02.2019, 08:56
33. Dann kaufen Sie Ihr Porzellan etc.

Zitat von der_rookie
Welcher Hersteller von irgendwelchen anderen Produkten hilft mir denn nach so langer Zeit? Ich kann keine Tassen meines Lieblingsgeschirrs mehr nachkaufen. Ersatzteile für den Spülkasten meiner Toilette sind nicht mehr verfügbar, etc. Es scheint beliebt zu sein auf der Automobilindustrie rumzuhacken. Aber ernsthaft sich darüber zu beschweren, dass diese keine Ersatzteile für 49 Jahre alte Fahrzeugmodelle vorhält ist lächerlich. Jeder, der ein solches Fahrzeug kauft tut dies auf eigenes Risiko. Ich weiß gar nicht warum der Staat solch ein Luxushobby fördert. Mit welchem Grund gibt es für H-Kennzeichen Ausnahmen bei KFZ Steuer und Abgasvorschriften?
mal bei einem renovierten Markenhersteller, das ist etwas teuerer aber sie bekommen Teile nach zig Jahren noch. Und das Bashing auf Oldtimer ist eine Frechheit, die sind unterm Strich immer noch umweltfreundlicher als der ganze neue Mist.

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mistersteve 26.02.2019, 08:57
34. Verwöhnter Nachwuchs

Da reibt man sich ja schon etwas die Augen, wenn man hier das Gegreine der offenbar ziemlich verwöhnten Herren (und Damen?) Oldtimernachwuchsfahrer liest. Da wird im Ernst erwartet, das der Händler für Fahrzeuge mit 25 (oder etwas mehr oder auch weniger) Jahren alles auf Lager hat und die "Klassik"-Abteilung die Teile aus reiner Nächstenliebe zum Freundschaftspreis liefert. So dass man selbst keinen Finger krumm zu machen braucht und keinerlei Eigenintiative nötig ist. Mal abgesehen davon, dass man schon das Grausen kriegt, wenn man hinter den Kulissen mitbekommt, wie bei Klassikerabteilungen containerweise Neuteile in den Schrott gingen, weil man das eigene Liefersortiment bereinigen und auf die Umsatzbringer konzentrieren wollte (und das Zeug wurde vorher nicht mal den Markenclubs angeboten!), dann sitzt doch das Problem in den heutigen Händlerstrukturen. Früher war es gang und gäbe, dass jeder Händler ein gut sortiertes Teilelager hatte, das alles abdeckte, was üblicherweise benötigt wurde. Da konnte man dann als Oldtimerschrauber, wenn man entsprechend rührig war, sogar größere Posten en bloc günstig übernehmen, wenn man an einen Händler vom alten Schlag geriet, der lange nichts wegschmiss und irgendwann dann doch ausräumte. Aber mittlerweile ist es schon sehr lange so, dass der Lagerbestand beim Händler immer geringer wurde (bindet zuviel Kapital und muss womöglich abgeschrieben werden) und alles erst beim regionalen oder überregionalen Zentralersatzteillager geordert werden musste, was nicht elementarstes Verschleiß- und Verbrauchsteil war. Und die Händlernetze wurde in den letzten Jahren bei vielen Marken auch dünner und viele kleinere Händler und Vertragswerkstätten sind verschwunden. Das alles sollte jeder Oldtimerbesitzer aus eigener Recherche bei der Teilesuche längst mitbekommen haben. Also wieder so wie vor 30-40 Jahren: auf Vorrat bunkern, mit Gleichgesinnten tauschen (ist doch heute übers Internet auch leichter als früher, als man eher auf die Teilemärklte angewiesen war) und auch mal ein Schlachtfahrzeug als Ersatzteilträger ausbeinen (das geht auch in Zeiten des Verschrottungsnachweises immer noch). Man muss sich halt fürs Hobby kümmern und sich selbst seine Versorgungsstrukturen aufbauen und diese vor allem pflegen. Aber vielleicht ist es ganz gut, dass die heutige Situation die reinen OldtimerKONSUMENTEN, die einen Rundumsorglos-Vollservice (aber billig billig billig) erwarten, abschreckt oder vertreibt ...

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emil7685 26.02.2019, 09:25
35.

Zitat von liquimoly
Im Sommer 2016 wurden wir von unserem Renault Espace JE Bj. 1999 zwangsgeschieden, weil unser Kraftstofftank undicht war, Renault den Tank aber abgekündigt hatte. Wir waren daher gezwungen, unseren ansonsten optisch und technisch einwandfreien Wagen der Verwertung zuzuführen,
Das ist mir unverständlich. Ein Tank für einen Espace JE ist absolut problemlos zu bekommen. Nur halt nicht mehr bei Renault. Ein Auto zu verschrotten nur weils den Tank nicht mehr als Originalersatzteil gibt ist ganz schön krass.

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felisconcolor 26.02.2019, 09:26
36. Das ganze

fängt doch schon bei einigen Youngtimern an. Auch im Motorradsektor. Habe mir vor einiger Zeit eine ZL100 von Kawasaki gekauft. Mit dem Wissen das es eine Baustelle war. Nur bei kawa war ich mir sicher, Teile gibt es an jeder Ecke. Dem war dann nicht so. Da muss man schon international suchen um brauchbare Teile zu finden. Vieles gibt es in den USA und Großbrittanien (damals bevorzugt belieferte Länder für diesen Typ). Original Bowdenzüge für Gas- und Chokezug gibt es keine mehr. Ein Hersteller hier in D wollte immenses Geld für Nachbauten. Fündig wurde ich dann bei einem taiwanesischen Hersteller der diese Teile über die USA und Frankreich für einen vernünftigen Preis vertreibt. Ein halbwegs ordentlicher Tank wird mittlerweile fast mit Gold aufgewogen. Hilfreich ist in jedem Fall sich den diversen Forengruppen anzuschliessen. Es ist immer jemand dabei der jemanden kennt der jemanden kennt der weiss wo es noch was aufzutreiben gibt. Und die üblichen Internetplatformen für Auktionen und Kleinanzeigen.

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AGCH 26.02.2019, 09:32
37.

Zitat von pm40
...ich zum Bsp. habe meinen Oldie vor 3 Jahren verkauft und könnte kaum zufriedener damit sein. Gutes Geld bekommen, keine mindestens CHF 3000 p.a. Fixkosten mehr nur für Garage, AU (kein Kat, also jedes Jahr), Versicherung & Steuer. Da ich selber nicht mehr unterm Auto liegen will und die Werkstätten (außer Spezialisten mit x km Anreise) keine Ahnung von analogen Autos haben und in der Schweiz zusätzlich noch extrem teuer sind, war das für mich der beste Weg.
Natürlich gibt es hier in der Schweiz Werstätten, die sich mit analogen Autos auskennen, gerne kann ich Ihnen da meinen Schrauber empfehlen (in Sissach), der aber auch bezahlt werden will. Ja, die Fixkosten sind vorhanden (ich zahle 150 CHF für die Garage im Monat, also ein Stück weg von Ihren 3'000).
Und ja, englische Autos können bei entsprechender Wartung zuverlässig sein, ich bin mit meinem Exoten aus Blackpool nur einmal mit defekter Kupplung liegen geblieben. Selbst die ach so anfällige Elektrik funktioniert einwandfrei. Nur sind die Kollegen auf der Insel weniger an der Wartung interessiert, da muss man eben auch mal investieren.

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Freier.Buerger 26.02.2019, 09:33
38. lustig

Zitat von parumba
Das trifft wohl nur auf die deutschen "Premium" Marken zu. Bei meinem Lincoln von 71 hab ich weder Probleme mit der Verfügbarkeit, noch mit den Preisen. Lediglich Karosserie und Zierteile sind schwer zu bekommen.
Ja, beim Ami ist das anders. Da werden heute noch die gleichen Teile verbaut wie 71. Lediglich Karosserie und Zierteile haben sich geändert...

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AGCH 26.02.2019, 09:36
39.

Zitat von lästerschwester1968
...bei Leuten, deren Hobby durch die Allgemeinheit teilfinanziert wird (verbilligte KFZ-Steuer). Abgesehen davon sollten diese Fahrzeuge, die nicht der Abgasnorm entsprechen, aus dem Verkehr gezogen werden.
Die Fahrzeuge erfüllen doch die Abgasnorm, die zum Zeitpunkt ihrer Erstzulassung galt.
Wollen Sie ernsthaft alle Fahrzeuge ausmustern, die nicht die neueste Norm erfüllen? Dan wird es aber leer auf den Strassen und die Autohersteller reiben sich die Hände, da ja spätestens nach 5 Jahren JEDES Fahrzeug entsorgt werden muss!

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