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Erste Testfahrten: VW fährt in Hamburg jetzt autonom
Volkswagen

VW testet erstmals autonome Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr in Hamburg. Jetzt haben auch andere Hersteller ihr Interesse angemeldet. Aber mit der Strecke gibt es noch ein Problem.

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isi723 03.04.2019, 15:12
1. Riesiger Aufwand für nichts!

Welches wirklich wichtige Problem wird eigentlich durch das autonome Fahren gelöst. Produzieren diese Fahrzeuge keine Abgase - entweder am Auspuff oder im Kraftwerk, stehen diese Autos nicht im Stau, brauchen diese Autos keine Parkplätze, lösen sich mit autonomen Fahren die LKW Staus auf den Autobahnen auf? und und und. Oder versuchen Fahrzeughersteller wal wieder Bedürfnisse zu wecken, die eigentlich niemand hat, versucht die Autoindustrie nicht nur die eigenen Besitzstände zwanghaft zu sichern. Mir wäre ja viel wohler, wenn KFZ Hersteller sich mal um Autos kümmern würde, die nur 2 Liter/100km brauchen (ja , gabs schon mal in Wolfsburg, ist aber wieder verschwunden), denn es ist doch nicht zu erwarten, dass alle Fahrzeuge in der hintersten Ecke dieser Erde oder nur auf dem "platten Land" demnächst elektrisch fahren werden.

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pd1954 03.04.2019, 15:13
2. Aha - die Autos fahren

Wohl nur autonom, wenn die Ampeln mit dem Auto kommunizieren können - kostet lt. Artikel nur die Kleinigkeit von 567.000 €/Ampel. Bei 50.000 Ampeln in D (bavc-automilklub.de), die alle umgerüstet werden müssten, wird das ziemlich teuer (ca. 28 Mrd. !).

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ich2010 03.04.2019, 15:32
3.

autonomes Fahren ist ja eine nette Idee aber ich habe da meine Zweifel. Wie soll denn die KI in Grenzsituationen reagieren? Wenn z.B. plötzlich ein Hindernis auftaucht und die Alternativen lauten Wagen mit Insasse gegen die Wand fahren oder das Hindernis überfahren. Tja und wenn das Hindernis dann noch ein Kinderwagen ist...
Das gesamte Verkehrsrecht müsste dann umgekrempelt werden. Ja und was bei Softwarefehlern, falschen Messungen durch Sensoren und und und.. es können viele Eventualitäten ausgeschlossen werden, aber nicht alle.
Dazu kommen neue Gefahren, z.B. Hacker, die dann die Fahrzeuge fernsteuern und in die nächste Menschenmenge lenken. Schöne neue Welt.
Ich denke 100% autonom wird es nicht geben. Teilautonom vielleicht.

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stelzerdd 03.04.2019, 15:45
4. Zielstellung "Autonomes Fahren"

Ebenso wie das Elektroauto wird das autonom fahrende Auto das Ende der individuellen Massenmotorisierung sein. Und das ist höchstwahrscheinlich gut so.
Wichtiger wäre es, mit autonom fahrenden Eisenbahnfahrzeugen mehr Verkehr, vor allem Güterverkehr auf die Schiene zu bringen. Da entfällt eine Menge technischer Aufwand und die Auslastung des Eisenbahnnetzes könnte gesteigert werden. Und etliche der inzwischen stillgelegten oder leider beseitigten Strecken könnten reaktiviert und sinnvoll genutzt werden.

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d.hess 03.04.2019, 15:50
5. Welches Problem lösen autonom fahrende Fahrzeuge ...

1. Ein autonom fahrendes Fahrzeug kann eine fahruntüchtige Person transportieren (betrunken, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fahrtüchtig, übermüdet)
2. Ein autonom fahrendes Fahrzeug könnte selbsständig auf einen Parkplatz fahren. Die Parkplätze müssten dann nicht mehr in den Innenstädten liegen (und könnten viel dichter beparkt werden)
3. Wenn alle Fahrzeuge autonom fahren könnten Autobahnen viel dichter befahren werden. Größere Kapazität ohne bauliche Veränderung.
4. Autonome Fahrzeuge würden viel weniger Unfälle bauen als menschliche Fahrer (auch wenn sie nicht sicher nicht perfekt wären). Weniger Verkehrstote und -verletzte.
Ist natürlich eine andere Art von Verkehrsmittel als die Autos heute.

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NorddeutschePflanze 03.04.2019, 15:57
6. Meines Erachtens der falsche Ansatz.

Es gibt in England das Unternehmen Wayve, die lassen ihre Autos mit selbstlernenden Algorithmen und nur einer (!) Kamera auf die Straße. Gerade heute gab es neueste Infos: Ein Renault Twizy findet seinen Weg durch eine englische Kleinstadt, weicht anderen Autos aus, wartet Fahrradfahrer ab und beachtet die Verkehrsregeln.
Völlig anderer Ansatz, dieses Auto würde auch auf einem Feldweg, der nicht in Karten verzeichnet ist, seinen Weg finden, was Tesla und Co und auch die VW´s hier trotz der Mega-Hardware nicht schaffen würden.
Hier wird wohl eher der Ansatz verfolgt, den Prof. Dickmanns bereits im ersten selbstfahrenden Auto 1987 realisiert hatte. 1995 fuhr ein Auto mit der von ihm entwickelten Technik autonom von München bis Kopenhagen, allerdings waren einige manuelle Eingriffe nötig.
Dieser Weg erscheint mir wesentlich sinnvoller, weniger Technik im Fahrzeug (Wayve braucht zur Zeit einen Laptop und natürlich die Kamera und ein Smartphone mit Google Maps), kein Bedarf an hochtechnisierter Infrastruktur, daher geringere Fehleranfälligkeit.
Wen es interessiert, mal auf Wayve.ai reinschauen und sich selbst eine Meinung bilden.

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klamed 03.04.2019, 16:07
7. warum mit aller gewalt Straßenfahrzeuge...

... zum autonomen Fahren bringen?
Warum beginnt man nicht mit Schinenfahrzeugen
- die Strecke wird heute schon zentral gesteuert (Stellwerke)
- reservierte Strecke ohne andere Fahrzeuge.

Und wie der vorhergehende Forist schon schrieb, löst es kaum/keine Probleme außer evtl. Fehler durch menschliches Versagen.

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ezy28 03.04.2019, 16:09
8.

Zitat von isi723
Welches wirklich wichtige Problem wird eigentlich durch das autonome Fahren gelöst. Produzieren diese Fahrzeuge keine Abgase - entweder am Auspuff oder im Kraftwerk, stehen diese Autos nicht im Stau, brauchen diese Autos keine Parkplätze, lösen sich mit autonomen Fahren die LKW Staus auf den Autobahnen auf? und und und. Oder versuchen Fahrzeughersteller wal wieder Bedürfnisse zu wecken, die eigentlich niemand hat, versucht die Autoindustrie nicht nur die eigenen Besitzstände zwanghaft zu sichern. Mir wäre ja viel wohler, wenn KFZ Hersteller sich mal um Autos kümmern würde, die nur 2 Liter/100km brauchen (ja , gabs schon mal in Wolfsburg, ist aber wieder verschwunden), denn es ist doch nicht zu erwarten, dass alle Fahrzeuge in der hintersten Ecke dieser Erde oder nur auf dem "platten Land" demnächst elektrisch fahren werden.
Ist Ihnen schon einmal in den Sinn gekommen, dass es auch andere Ziele außer der Verringerung von Abgasen gibt?
Autonomes Fahren hat zahlreiche Vorteile, inklusive weniger Staus. Vielleicht sind Sie ja mit dem Konzept des "Phantomstaus"(https://de.wikipedia.org/wiki/Stau_aus_dem_Nichts) bekannt, wenn nicht, dann lassen Sie es mich für Sie kurz auf den Punkt bringen: Kompetenteres Fahrverhalten und bessere Kommunikation können derartige Staus deutlich verringern. Ebenso wird autonomes Fahren langfristig die Zahl der Unfälle deutlich senken, was sowohl Geld und Menschenleben spart als auch weniger Staus verursacht. Autonomes Fahren gibt uns zudem mehr Zeit. Anstatt seine Zeit hinterm Steuer zu verschwenden kann man währenddessen telefonieren, etwas lesen, schreiben oder arbeiten. Es ist einfach praktisch. Ebenso kann man sich das Taxi sparen, wenn man was getrunken hat. Und schlussendlich macht autonomes Fahren Jobs wie Taxi- und LKW-Fahrer überflüssig. Das klingt zunächst unschön für die betroffenen, ist aber langfristig eine gute Entwicklung, steigert es ja die Effiziens. Langfristig wird damit Taxifahren deutlich billiger und auch der Transport von Gütern wird günstiger, was sich wohl auch in den Produkten, die ein Konsument kauft, wiederspiegeln wird.

Es ist einfach eine sehr attraktive und vielversprechende Technologie, deutlich besser und interessanter als 2L/100km Autos.

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ezy28 03.04.2019, 16:12
9.

Zitat von pd1954
Wohl nur autonom, wenn die Ampeln mit dem Auto kommunizieren können - kostet lt. Artikel nur die Kleinigkeit von 567.000 €/Ampel. Bei 50.000 Ampeln in D (bavc-automilklub.de), die alle umgerüstet werden müssten, wird das ziemlich teuer (ca. 28 Mrd. !).
Es handelt sich hier um eine Teststrecke. Kein selbstfahrendes Gefährt kann sich auf von außerhalb kommende Informationen verlassen. Es ist wohl zu vermuten, dass diese umgerüsteten Ampeln nur bei der Entwicklung helfen sollen, indem eine gewisse Redundanz erzeugt wird.

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