Forum: Auto
Erste Testfahrten: VW fährt in Hamburg jetzt autonom
Volkswagen

VW testet erstmals autonome Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr in Hamburg. Jetzt haben auch andere Hersteller ihr Interesse angemeldet. Aber mit der Strecke gibt es noch ein Problem.

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ZhuBaJie1 03.04.2019, 18:19
30. Mengengerüst?

Die Zahlenangaben dürften durchaus präziser und genormter sein. 5 Gigabyte pro Minute ist nicht wenig, das sind aber auch nur 83 Megabyte pro Sekunde und damit ca. eine Größenordnung kleiner als das, was eine Grafikkarte an Durchsatz leistet (und mit 664 MBit/s auch die Übertragungsrate eines handelsüblichen 10 GBit/s-LANs bei Weitem nicht sprengt - selbst mit Protokolloverhead). Wie viel Rechenleistung sind denn genau mit "15 Notebooks" gemeint? Bei einem Neuronalen Netz benötigt man primär einfache Matrixmultiplikationen (v.a. mit ReLU als Aktivierungsfunktion und vielleicht eine handvoll Sigmoid-Funktionsberechnungen am Ende). Ein paar GPUs-Cluster dürften auch dafür reichen. Entweder ich habe mich verrechnet, oder es fehlen ein paar Angaben, oder das ist alles halb so bombastisch wie hier präsentiert. Oder aber die Werte sind lediglich unter *ökonomischen Restriktionen* groß. Wenn die Einheit nur 100 Euro kosten darf, ist das natürlich völlig überdimensioniert...

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touri 03.04.2019, 18:22
31.

Zitat von spon_1654787
klamed schrieb, wie ich finde, zu Recht, dass der ganze Ansatz fragwürdig ist. Warum ein schlechtes System automatisieren? Wenn Informatiker eine Waschmaschine bauen sollten, würden sie einen Roboter bauen, der das Gleichgewicht halten und autonom zum Fluss wanken kann, um dort mit zwei ausgeklügelten Greifarmen die Wäsche auf dem Waschbrett zu schrubben. Das ist, was die Autoindustrie gerade mit dem autonomen Fahren macht... Schiene is the way to go. Wären da nicht die Rotlitzeamärmelträger und Beamtenköppe bei der DB, die da wenig hilfreich sind. Schade...
Oh man, manchmal frage ich mich warum solche Beiträge durchkommen. Für Sie zum Mitschreiben, man wird es NIEMALS schaffen einen signifikanten Anteil des Personen und Lastenverkehrs auf die Schiene zu bringen und das liegt nicht an den "Beamtenköppe bei der DB" (die im übrigen das einzige aren was bei den letzten großen Bahnstreiks zumindest noch ein Stück weit den Bahnverkehr aufrecht erhalten haben), sondern daran das die Bahnstrecken so um den Faktor 5-10 verstärkt werden müssten (wenn man sich den Anteil der Bahn am Personen und Güterverkehr ansieht). Dazu entsprechend mehr Züge und Personal das man heute schon nicht ausreichend bekommt (außer man setzt auf die von Ihnen verhasste automatisierung).

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rastlos2 03.04.2019, 18:32
32.

Zitat von d.hess
4. Autonome Fahrzeuge würden viel weniger Unfälle bauen als menschliche Fahrer (auch wenn sie nicht sicher nicht perfekt wären). Weniger Verkehrstote und -verletzte.
Das halte ich noch für ein Gerücht. So wie sich früher auf Microsoft und Lücken in deren Betriebssystem gestürzt wurde, werden die autonom fahren Fahrzeuge bzw. mit denen kommunizierende "Peripherie" wie Ampeln DAS neue Ziel werden. Und wenn ich lese, dass Ampeln per WLAN mit den Fahrzeugen kommunizieren- sicherlich Fahrzeuge unterwegs auch - dass Fahrzeuge mit "Radar" ausgestattet ist … DIESE neue Welt, bei der ich als Verkehrsteilnehmer zu Fuß/(Motor-)Rad ständig diesen Strahlen ausgesetzt bin, gefällt mir bislang gar nicht. Wie wirkt sich diese neue Technik auf Personen mit implantierten Defibrillatoren bzw. Herzschrittmachern auf Dauer aus, wenn (nahezu) jedes Fahrzeug damit ausgestattet ist?

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larsmach 03.04.2019, 18:46
33. Menschen rasen - autonome Autos halten sich an Tempolimits...

Gerade las ich weiter oben einen ersten erwartbaren (und wie üblich anonymen) Kommentar zu den großen Fragen, die besonders uns Deutsche zu beschäftigen scheinen: Sein oder nicht sein! - Ja: Was wird ein Auto tun, das durch Mustererkennung (bezogen auf Daten - nicht auf Bilder!) und ein paar Algorithmen gesteuert wird statt von einem durchschnittlichen deutschen Profi-Rennfahrer?
Die Entscheidung dürfte wohl rationaler ablaufen als bei Homo Sapiens, denn der bringt sich und sein Fahrzeug sowieso erst in gefährliche Situationen, indem er Tempolimits oder physikalisch gebotene Mindestabstände gar nicht erst einhält! "Wenn hinter einer engen Kurve plötzlich..." - ja? Was denn?? Soll wohl heißen: "Wenn ich, wie üblich, viel zu schnell von der Autobahn abfahre, um bei einem in der uneinsehbaren Kurve liegengebliebenen Fahrzeug noch bremsen zu können..."
Während ich dies schreibe, raste gerade jemand vor dem Haus entlang - augenscheinlich mit sehr viel mehr Tempo als den erlaubten 30 km/h. Es ist fraglich, wie mein Nachbar sich aus seiner Garage hervortasten soll, wenn jemand so schnell durch die enge Wohnstraße fährt - und im "richtigen" Moment zugegen ist. Wir Menschen sind nicht besonders rational.

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larsmach 03.04.2019, 18:51
34. Punkt 5 zu D. Hess' Kommentar

Zitat von d.hess
1. Ein autonom fahrendes Fahrzeug kann eine fahruntüchtige Person transportieren (betrunken, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr fahrtüchtig, übermüdet) 2. Ein autonom fahrendes Fahrzeug könnte selbsständig auf einen Parkplatz fahren. Die Parkplätze müssten dann nicht mehr in den Innenstädten liegen (und könnten viel dichter beparkt werden) 3. Wenn alle Fahrzeuge autonom fahren könnten Autobahnen viel dichter befahren werden. Größere Kapazität ohne bauliche Veränderung. 4. Autonome Fahrzeuge würden viel weniger Unfälle bauen als menschliche Fahrer (auch wenn sie nicht sicher nicht perfekt wären). Weniger Verkehrstote und -verletzte. Ist natürlich eine andere Art von Verkehrsmittel als die Autos heute.
Punkt 5: Lastkraftwagen können ohne Ruhepausen der FahrerInnen durchfahren - also auch mitten in der Nacht, wenn Autobahnen kaum ausgelastet sind.

Zu Punkt 3: Genau! - Und autonom fahrende Fahrzeugkolonnen werden rechtzeitig und vollautomatisch Abstände aufbauen, wenn bei Auffahrten Fahrzeuge auf die Autobahn hinzukommen (schreibe ich, bevor hier wieder jemand wegen dicht fahrender und vernetzter Lkw zu jammern beginnt). Deutschland scheint ein Land von Problem-Fetischisten geworden zu sein, die keine Lust haben, zu Herausforderungen die passende Lösung auszudenken.

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touri 03.04.2019, 19:17
35.

Zitat von rastlos2
Das halte ich noch für ein Gerücht. So wie sich früher auf Microsoft und Lücken in deren Betriebssystem gestürzt wurde, werden die autonom fahren Fahrzeuge bzw. mit denen kommunizierende "Peripherie" wie Ampeln DAS neue Ziel werden. Und wenn ich lese, dass Ampeln per WLAN mit den Fahrzeugen kommunizieren- sicherlich Fahrzeuge unterwegs auch - dass Fahrzeuge mit "Radar" ausgestattet ist … DIESE neue Welt, bei der ich als Verkehrsteilnehmer zu Fuß/(Motor-)Rad ständig diesen Strahlen ausgesetzt bin, gefällt mir bislang gar nicht. Wie wirkt sich diese neue Technik auf Personen mit implantierten Defibrillatoren bzw. Herzschrittmachern auf Dauer aus, wenn (nahezu) jedes Fahrzeug damit ausgestattet ist?
Ich nicht. Ein autonom fahrendes Fahrzeug wird niemals müde, nimmt keine Drogen, trinkt keinen Alkohol, hat insbesondere Nachts eine deutlich bessere Sicht, hat grundsätzlich zu jeder Zeit eine bessere Rundumsicht ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen, rast nicht, ist nicht abgelenkt oder gestresst, hält sich an die Verkehrsregeln u.s.w.

Und Thema IT Sicherheit, Flugzeuge fliegen auch größtenteils autonom. Hab deswegen noch keine vom Himmel stürzen sehen. Selbiges gilt für so manche Bahnsysteme, z.B. in Japan.

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norbertbrummer 03.04.2019, 19:19
36. Schon witzig...

... wenn man den Leuten vorschlägt nur 130km/h auf der Autobahn zu fahren dann tobt sofort der Mob mit Fackeln und Mistforken durch die Straßen. Und diesen Leuten will man ernsthaft Autos verkaufen, bei denen diese Menschen dann gar keinen Einfluss mehr auf das Fahren nehmen können? Ich weiß ja nicht... :D

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Hamberliner 03.04.2019, 19:39
37. feuchte Träume

Zitat von Kurt-C. Hose
Böse Frage. Nichts wird damit gelöst, aber Vorbereitung getroffen, autonomes Fahren erst zur Möglichkeit, dann zum Angebot und letztlich zur Pflicht zu machen (weil ja ansonsten die nichtautonom fahrenden Autos die autonom fahrenden am optimalen Verkehrsfluss hindern). Das Ergebnis ist die Abschaffung des individuellen Fahrens, und die komplette Kontrolle über Aufenthaltsort und Mobilität. Unbeaufsichtigt und unkontrolliert kommen Sie dann nirgendwo mehr hin.
Das entscheidest Du nicht, und Dein Vorredner Ayanami ebensowenig.

Und das ist gut so.

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Ein Stein! 03.04.2019, 19:45
38. Dem autonomen Fahren gehört die Zukunft, ohne Frage!

Zitat von Ayanami
Die Fortschrittsverweigerer können sich hier noch so winden, dem autonomen Fahren gehört die Zukunft. Ziemlich ironisch finde ich die Aussagen, eine KI würde bei Extremsituationen die schlechtere Entscheidung treffen. Habt ihr mal Menschen im Straßenverkehr beobachtet?! Da ist jede KI jetzt schon kompetitiv.
Für die Frage, ab wann dies möglich sein wird, habe ich in diesem Forum in einem anderen Thread schon einmal meine Einschätzung erläutert: Mit Sicherheit nicht vor 2050 und mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal in diesem Jahrhundert!
Seit etwa 50 Jahren wird "autonomes Fahren" bei Schienenfahrzeugen erprobt und ist entsprechend ausgereift, aber trotz LZB gibt es immer noch Fahrer in den Fahrzeugen (neue, von Anfang an darauf konzipierte Verkehrsträger wie die Nürnberger U-Bahn [U2?] mal ausgenommen).
Und bei Schienenfahrzeugen entfällt das Lenken und der Fahrweg ist vorgegeben (Fremdbestimmt durch Stellwerk).
Und zur Frage, was eine "gute Entscheidung" ist (mal abgesehen davon, dass in Extremsituationen keine Entscheidungen getroffen werden sondern das Handeln auf Reflexen basiert), eine kleine Anmerkung:
Gern werden bei ethischen Themen Kinder emotional ins Spiel gebracht, diese unschuldigen kleinen Wesen.
Mal angenommen, in dem Kinderwagen befindet sich der 2 Jahre alte neue Herr Stalin, Hitler, Mussolini, Mengele, Göbbels... und der anstatt dessen "lieber" Überfahrene war der alte Herr Flemming, Koch, Röntgen..., dem zuhause gerade eingefallen ist, was in der bisherigen Versuchsanordnung falsch war und der deshalb auf dem Weg ins Labor war, in dem ein wirksames Medikament gegen Krebs, Demenz, plötzlicher Kindstod... entwickelt wird, ...
Denken Sie bitte allein weiter ...

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scoopx 03.04.2019, 19:54
39. Unermüdlich autonom

Zitat von touri
Ich nicht. Ein autonom fahrendes Fahrzeug wird niemals müde, nimmt keine Drogen, trinkt keinen Alkohol, hat insbesondere Nachts eine deutlich bessere Sicht, hat grundsätzlich zu jeder Zeit eine bessere Rundumsicht ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen, rast nicht, ist nicht abgelenkt oder gestresst, hält sich an die Verkehrsregeln u.s.w. Und Thema IT Sicherheit, Flugzeuge fliegen auch größtenteils autonom. Hab deswegen noch keine vom Himmel stürzen sehen. Selbiges gilt für so manche Bahnsysteme, z.B. in Japan.
Wenn das so ist, wo hängt's dann? Google, Uber, Waymo, VW.. sie testen und testen und testen und testen. Sie trauen sich nicht mal, das Ding an qualifizierte Privatpersonen abzugeben. Wo ist denn die Gruppe von Maschinenbaustudenten, "Aka-Autonom", die das autonome Auto mal selber auf dem Nürburgring fahren lassen. Aber na-hein, alles Betriebsgeheimnis. Das hätte man bei den ersten Autos mit Verbrennungsmotor auch sagen können.

Stattdessen muß man sich im Forum immer die gleiche Leier mit dem Alkohol, den Drogen, den Streß und der Schrecksekunde anhören.

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