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EU-Studie: Jeder fünfte Lkw fährt unbeladen durch Europa
DPA

Europas Autobahnen ächzen unter dem Lkw-Verkehr. Vielfach offenbar unnötig, denn eine Studie der EU kommt zu einem brisanten Ergebnis: Jeder fünfte Laster in Europa fährt ohne Güter an Bord durch die Gegend.

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LarsLondon 14.04.2014, 10:59
40. NUR jeder fuenfte Lkw?

Es fahren also NUR 20% aller Lkw leer? Das ist doch schon relativ effizient. Was soll denn bitte ein Lkw, der Waren von einem zentralen Lager an eine Reihe von Endkunden ausliefert, auf der Rueckfahrt transportieren? Wenn es da der Spediteur schafft, bei 60% der Rueckfahrten die freie Kapazitaet zu nutzen, dann ist das doch alles andere als Grund fuer einen Aufschrei der Empoerung.

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payton_m 14.04.2014, 11:00
41. Das Problem sind die beladenen LKW, nicht die leeren

Zitat von sysop
Europas Autobahnen ächzen unter dem Lkw-Verkehr. Vielfach offenbar unnötig, denn eine Studie der EU kommt zu einem brisanten Ergebnis: Jeder fünfte Laster in Europa fährt ohne Güter an Bord durch die Gegend.
Das Ganze ist m.E. eine sinnlose Empörung ahnungsloser Journalisten und Politiker

Spediteure lassen ihre LKW schon aus Eigeninteresse nicht sinnlos in der Gegend herumfahren. Wenn ein Lastwagen aber seine Ladung beim Abnehmer losgeworden ist und dieser (oder ein anderer in der Nähe) nicht gleichzeitig Lieferant für etwas ist oder nicht diesen Spediteur gebucht hat, dann muss der LKW zwangsläufig leer losfahren, oder soll der LKW dann für immer dort stehen bleiben? Gleiches Problem entsteht ja bei den Containerschiffen, schon weil die Staaten der Erde unterschiedliches und unterschiedlich viel ex- und importieren.

Zudem schaden die vollen LKW der Straße erheblich mehr als die leeren, viele LKW können mehr zuladen als sie selbst wiegen, und für die Straßenbelastung entscheidend ist der Druck, den die Reifen auf die Straße ausüben. Da die Reifen nicht so viel breiter sein können als die beladenen LKW schwerer sind als PKW, belastet ein LKW die Straße bis zu 200mal so stark wie ein PKW (ein 2-t-SUV übrigens auch mehr als ein 800-kg-Kleinwagen). Wenn man etwas tun möchte, sollte man eher Anreize für mehr Güterbeförderung über Bahn und Binnenschiff setzen (auch das hat aber Grenzen.)

Und wenn etwas absurd ist und zudem riesiges Sparpotenzial hat, dann ist es die Tatsache, dass die gleiche Art Güter von Polen in die Niederlande und von der Niederlande nach Polen geht. Das kann man vielleicht in einer freien Marktwirtschaft nicht unterbinden, zeigt aber zweierlei: Das Problem sind nicht die leeren LKW, sondern die vollen, denn etwa 50% aller vollen Fahrten sind eigentlich unnötig, wenn man es aus einer Gesamtbilanzsicht sieht. Und zweitens: Wenn es sich lohnt, Butter oder Fleisch per LKW quer durch Europa zu fahren und trotz der Transportkosten immer noch Gewinn zu machen, dann ist Benzin offenbar immer noch zu billig.

Payton

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helmut.alt 14.04.2014, 11:03
42. optional

Es wäre interessant zu erfahren wie hoch die "Leerfahrrate" bei anderen Transportmitteln wie z. B. bei Bahn und Schiffen ist. Erst dann könnte man den Lkw-Verkehr beurteilen.

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misr35 14.04.2014, 11:03
43. Es gibt keine Autohoefe mehr

Ich erinner mich, an einen Autohof in Mannheim-Neuostheim der mehrere Zwecke erfuellte.
@ 1 er diente als Kontaktpunkt fuer freie Spediteure, die diesen Autohof als Zuladestation anliefen, daraus ergaben sich folgende
@ a) der Fahrer , oft auch Eigentuemer auf diesen Fahrzeugen hatte z.B. eine Fracht MA -Hamburg , bei der er aber noch Zuladeplatz hatte.
Also rief er den Autohof an ob eine Zu-, oder Umladung beim Autohof registriert oder vermittelt werden kann.
@ b ) Der Autohof diente demnach als Kontakt- und Vermittlungsplatz fuer Umladungen, fuer Teillasten , wobei das der Uebergabelaster seine Restladung an einen Kollegen weiter geben konnte und ab , hier , Mannheim als beispiel eine neue Volladung oder sammelladung in einer anderen Richtung uebernahm und somit fast nie leer einen Ladepunk ( oder Vertragspunkt) zurueckfahren musste.
c. ) die heutigen Speditionen , die eine eigene Flotte, aber meist auch einen noch groesseren Anteil als Subunternehmer haben , hetzen gerade diese von Lade zu Abladepunkt, ohne die Eralaubmis der Zuladung fuer den Subunternehmer.
Das belastet daher die Autobahnen uebermaessig wobei die Subunternehmern meist die schwierigsten Routen uebernehmen muessen. Fachleute wissen was ich meine.

Trtzdem muessen auch diese Subunternehmer das Logo , natuerlich kostenlos , auf ihre Fahrzeuge als Werbung auftragen.
Hier sollte der Ansatzpunkt fuer eine Logistic-Aenderung oder sogar die Wiedereinfuehrung zu den Autohoefen sein.
Es ist heute sehr einfach die Positionen der LKW zu ueberpruefen und deren Ziele auch ueber die mautkontrollen zu verfolgen.

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_derhenne 14.04.2014, 11:04
44.

Das ist zwar schade für die Pendler und Urlaubsfahrer auf zweispurigen Autobahnen, im Hinblick auf Wachstum und Arbeitsplätze aber sicher verkraftbar, wenn nicht gar alternativlos.

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Solid 14.04.2014, 11:04
45. Handelsbilanzen

Solange die Handelsbilanzen nicht ausgeglichen sind, kann es gar nicht anders sein...

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Sukram71 14.04.2014, 11:09
46. 20 % ist nicht viel

Wenn 20 Prozent der Lkw leer zurück fahren, dann ist das nun mal schwer zu ändern. Ich hätte auf mehr getippt.

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eggshen 14.04.2014, 11:09
47. Skandal!

Diese verdammte EU!

Wo ist nur Herr Lucke, wenn wir ihn am dringendsten brauchen??

;->

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pdp 14.04.2014, 11:12
48. Gewicht leerer LKWs

Wenn der LKW leer ist, sinkt auch die Belastung pro Achse bzw pro Reifen. Da dürfte die Belastung für die Strasse geringer sein als bei PKWs.

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Dr.Fuzzi 14.04.2014, 11:13
49. Och Joh!

Zitat von sysop
Europas Autobahnen ächzen unter dem Lkw-Verkehr. Vielfach offenbar unnötig, denn eine Studie der EU kommt zu einem brisanten Ergebnis: Jeder fünfte Laster in Europa fährt ohne Güter an Bord durch die Gegend.
Na da scheint doch wahrhaft eine App zu fehlen - insbesondere für die kleineren Speditionen mit 1-5 LKW.

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