Forum: Auto
Experiment am Max-Planck-Institut: Farbkleckse bringen selbstfahrende Autos durcheina
Wolfram Scheible/ MPI-IS

Autonome Autos müssen Hindernisse und Gefahren zuverlässig erkennen können. Genau diese zentrale Fähigkeit störten Forscher des Max-Planck-Instituts in einem Versuch - mit einfachsten Mitteln.

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Stäffelesrutscher 29.10.2019, 21:49
1.

Dieser Patch scheint bei vielen Autofahrern schon im Gehirn eingebaut zu sein, wenn es wieder einmal heißt, sie hätten bei strahlendem Sonnenschein (aber keine tiefstehende Sonne) einen Radfahrer, mit dem sie Augenkontakt hatten, »übersehen«.

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TS_Alien 30.10.2019, 23:12
2.

Autonome Autos werden immer Fehler machen. Es ist ein Irrglaube, dass die Techniken der KI inklusive der Sensoren fehlerfrei arbeiten werden. Gerade dann, wenn es niemand vermutet (sonst hätten es die Entwickler verhindert), werden die Fehler zu grotesken Unfällen führen. Ich werde niemals in ein solches Auto steigen.

Ungelöst sind weiterhin die Fragen, was ein autonomes Auto machen soll, wenn es die Wahl hat. Wird es das kleine Kind überfahren, das auf die Straße läuft oder wird es ausweichen und einen Unfall mit einem entgegenkommenden Radfahrer in Kauf nehmen? Oder wird es sich in den Baum am Straßenrand rammen, um das Kind und den Radfahrer zu schützen? Wer legt die Algorithmen dafür fest? Wer entscheidet über Leben oder Tod? Und wer haftet für eine falsche Entscheidung?

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jrcom 30.10.2019, 00:15
3.

Es gibt so viel Sinnvolles zu erforschen. Z. B. Alternativen zum Otto Motor. Schwebebahnen, superschnelle Straßenbahnen, Elektrobusse, schnelle, energiesparende Züge... Können wir mit diesen selbstfahrenden Autos nicht mal aufhören? Das gibt sowieso nur Chaos auf den Straßen. Funktioniert erst, wenn alle selbst fahrende Autos haben u d dann ist der Effekt wie der einer Straßenbahn mit eigenem Abteil. (und Abzweigmöglichkeiten) und Fußgänger sind dann natürlich immer noch ein Problem.

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Jetzt_mal_ernsthaft 30.10.2019, 02:32
4. Prima

Damit ist ein weiterer Schwachpunkt erkannt worden und kann nun beseitigt werden. Selbstfahrende Autos werden sich durchsetzen. Hoffentlich rechtzeitig BEVOR ich meinen Führerschein wegen zu hohen Alters abgeben werde.

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scxy² 30.10.2019, 03:33
5. Dieses Patch

hat mein Gehirn auch, weshalb ich schon so viele Punkte in Flensburg habe. Die künstlichen neuronalen Netze funktionieren also schon erstaunlich lebensecht. Mein Gehirn braucht das Update, wenn es für die AI verfügbar ist.

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nevermannsland 30.10.2019, 08:35
6. Autonome Autos werden niemals fehlerfrei sein - na und

Solang sie deutlich weniger Unfälle produzieren als Menschen ist das ein großer Gewinn für die Verkehrssicherheit.
Die Frage ist nur, wie hoch ist der Schwellwert für akzeptierten Tote durch selbstfahrende Autos.
Mal angenommen es fahren in Deutschland auf einen Schlag nur noch Roboterautos rum. Und in der Presse steht, dass durch die Roboterautos 1.000 Mensch pro Jahr getötet worden sind. Das würde wahrscheinlich zum Verbot dieser Autos führen. Obwohl im gleichen Zeitraum durch konventionelle Autos ca. 3.000 Menschen getötet worden währen.
Die Frage ist also nicht ob durch die Fehlfunktion von autonom fahrende Fahrzeuge Menschen getötet werden, sondern wie viel eine Gesellschaft akzeptiert.

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NorddeutschePflanze 30.10.2019, 08:37
7. Falscher Ansatz

Zitat von TS_Alien
Ungelöst sind weiterhin die Fragen, was ein autonomes Auto machen soll, wenn es die Wahl hat. Wird es das kleine Kind überfahren, das auf die Straße läuft oder wird es ausweichen und einen Unfall mit einem entgegenkommenden Radfahrer in Kauf nehmen? Oder wird es sich in den Baum am Straßenrand rammen, um das Kind und den Radfahrer zu schützen? Wer legt die Algorithmen dafür fest? Wer entscheidet über Leben oder Tod? Und wer haftet für eine falsche Entscheidung?
Gesetzt den Fall, dass alle Fahrzeuge in Zukunft autonom fahren, wird es definitiv weniger Verkehrsunfälle mit Todesfolge geben (Fahrer nicht abgelenkt, Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten etc.).
Wenn es also statt aktuell rd. 3.000 Verkehrstoten in Deutschland nur noch 500 Verkehrstote geben würde, hätten diese Systeme 2.500 Menschen das Leben gerettet.
Sich vor diesem Hintergrund hinzustellen und zu sagen, dass man diese Systeme nicht einführen darf, weil man vielleicht 500 Tote durch Fehlentscheidungen riskiert, ist meiner Meinung nach scheinheilig, wenn man durch diese Weigerung den Tod von 2.500 Menschen mehr pro Jahr indirekt zu verantworten hätte.
Diese Argumentationsweise erinnert mich ein bisschen an die der Impfgegner.
Es geht hier nicht um die möglichen Einzelfälle, so tragisch sie auch für die Betroffenen jeweils sein mögen (sind sie auch heute, nur um ein Vielfaches höher), sondern darum die Gesamtzahl der Verkehrstoten zu senken.

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karlo1952 30.10.2019, 08:57
8. Wer will denn überhaupt

autonom fahren? Fahrunfähige Autofahrer oder Sonntagsfahrer? Autofahren hat etwas mit Freude am Fahren zu tun, sonst hätte ich nicht fast 40 Jahre lang jährlich ca. 80.000 km fahren können. Und ich möchte nicht gefahren werden, sondern selbst fahren.

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Matthias23 30.10.2019, 09:28
9. Ich möchte autonom gefahren werden

Ich halte das autonome Fahren für extrem wichtig, um die immer dramatischer werdenden Auswüchse des Individualverkehrs wieder einzufangen. Die ethische Blödsinnfrage, überfährt der Computer die drei Kleinkinder oder die zehn Senioren, ist althergebrachtes Denken. Das autonome Fahrzeug wird beide Gruppen verschonen, da es weder zu schnell noch unaufmerksam fährt noch Reaktionszeiten hat. Und man möge mir nicht weißmachen, dass der normale Autofahrer von seinem Handy aufschaut und diese Entscheidung in den Bruchteilen von Sekunden fällt.

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