Forum: Auto
Experiment in Berlin: Mehr als die Hälfte der Radfahrer werden zu dicht überholt
DPA

Anderthalb Meter muss der Abstand beim Überholen eines Radfahrers betragen. In der Realität wird dieser Wert oft unterschritten - wie oft, zeigte nun eine Untersuchung in Berlin.

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mkdrsdn 30.11.2018, 20:28
40.

Wenn man wissen will, wo das Problem liegt, dann muß man sich nur die Kommentare durchlesen.

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Zeugma 30.11.2018, 20:31
41. Nur die Hälfte??? Im Leben nicht ....

Ist das eine Schätzung des ADAC?

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Loosa 30.11.2018, 20:31
42.

Zitat von zephyroz
Dieser Abstand ist in unseren Städten meist unrealistisch. Selbst beim besten Willen ist einfach der Platz dafür nicht da.
Zusätzlich zu den 1,5m von Auto bis Fahrrad muss der Fahrradfahrer ja auch 1m bis zum Fahrbahnrand, beziehungsweise 1,5m bei geparkten Autos einhalten. Wenn er in eine sich öffnende Tür radelt hat er ansonsten Mitschuld.
Im Endeffekt bedeutet das, dass Überholen nur bei einem kompletten Spurwechsel möglich ist. Weshalb man sich eigentlich auch nicht über nebeneinander fahrende Radler aufregen braucht, man dürfte so oder so nicht einfach vorbei.

Wie das im Berufsverkehr funktionieren soll, ohne das alles zusammenbricht frage ich mich aber auch. Ich wäre jedenfalls schon froh, wenn ich an verkehrsberuhigten und verengten Stellen, trotz Vorfahrt, nicht dauernd geschnitten würde.
Bei Fahrern die warten bedanke ich mich deshalb jedes Mal. Vielleicht hilft‘s.

Achja, ich bin einer von diesen enorm langweiligen Fahrradfahren, die vorrausschauend und mit Rücksicht unterwegs sind. Verkehrssituationen lesen und lieber einmal mehr bremsen als auf der Motorhaube. Dermaßen langweilig, dass ich sogar immer eine Ersatzbirne dabei habe.
Potentiell kritische Situationen sehe ich aber fast jede Woche.

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Nania 30.11.2018, 20:33
43.

Zitat von winfield06
denn gerade in der Stadt passt es nicht. Fahre selbst überwiegend Auto und kaum noch Fahrrad weil es mit zu gefährlich ist. Wenn ein Fahrstreifen - wie Sie schreiben mind. 2,75m breit ist, subtrahieren wir mal davon 1,5m Sicherheitsabstand und erhalten "schwupps" 1,25m Restbreite. Wie breit ist ein "normales" älteres Auto? Als Beispiel Golf 2 knapp 1,7m, wie soll dann also ein gefahrloser Überholvorgang funktionieren? Richtig überhaupt nicht daher entweder gar nicht überholen oder eben ohne den nötigen Seitenabstand. Aber dass hier häufig solche realitätsfremden Kommentare wie Ihre gepostet werden ist ja nichts neues, ähnlich wie das permanente Unterschreiten des Sicherheitsabstands auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen.
Überholen, wenn überholen möglich ist. Zum Beispiel kein Gegenverkehr da ist. Oder man bei einer zweispurigen Straße - wie auf der Autobahn - "dazwischen" gelassen wird, nachdem man ein bisschen geblinkt hat.
Glauben Sie mir: als Rad- und auch als gelegentlicher Mitfahrer in einem Auto in einer deutschen Großstadt habe ich es auch schon häufiger erlebt, dass es Autofahrern möglich war, mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu überholen. Auch wenn es ab und an mal Gegenverkehr gab oder der Autofahrer ein Stück auf die andere Spur fahren musste. Sie bleiben doch auch nicht hinter einem in zweiter Reihe geparkten Auto stehen und denken sich: "Mist, hier komm' ich nicht vorbei, oder? Und ein Fahrrad nimmt deutlich weniger Platz weg als ein in zweiter Reihe oder halbschwanger im Parkplatz stehendes Auto.

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Zeugma 30.11.2018, 20:34
44. Schädeldecke zertrümmert

Zitat von suplesse
Einen Bekannten hat so ein Abstandsgegner mit seinem Spiegel die Schulter zertrümmert. Das ist jetzt nach drei Jahren immer noch nicht wieder o.K. Der hat schwere Op's und mehrere Rehas hinter sich und war ganz lange arbeitsunfähig. Weil es anscheinend für manche Autofahrer kein Pardon gibt. Ist doch egal, ich muss weiter, kann auf Radfahrer keine Rücksicht nehmen. Ist doch bloß ein Radfahrer. Ich wünsche Ihnen nicht, dass Sie diese Straftat mal an der Backe haben.
Und ich habe einen Bekannten, dem hat ein Paketfahrer mit dem Spiegel die Schädeldecke zertrümmert. Hat er nur knapp überlebt und den Rest seines Lebens (da war er 48) ist er arbeitsunfähig. Dazu Persönlichkeitsänderung und Behinderung, Epilepsie in der Folge auch noch und das alles mit einer jungen Familie.

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Zeugma 30.11.2018, 20:36
45. Hinten dran bleiben

Zitat von zephyroz
Dieser Abstand ist in unseren Städten meist unrealistisch. Selbst beim besten Willen ist einfach der Platz dafür nicht da. Aber diese Diskussion ist sowieso meist unterlegt von der Haltung daß die Radler ja die Guten sind. Damit sind wir beim Diskussionsbeitrag des Foristen, der die üblichen Sitten der Radler in den Städten beschreibt: kurz Verkehrsregeln nein danke!
Die StVO und die Gerichte sind da eindeutig: Wenn nicht genug Abstand beim Überholen eingehalten werden kann, dann darf man nicht überholen. Wer das nicht versteht, sollte darüber nachdenken, den Führerschein abzugeben.

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helgedoc1 30.11.2018, 20:39
46. Kleidung

Ein wichtiger Hinweis frhlt leider: Oft (spätesrrns wenn die dunkle Jahreszeig beginnt), sind viele Fussgänger und Rsdfshrer modisvh schwarz gekleidet, so wie auf dem Photo. Früher gab es Abstandhalter, aber die sind jetzg glaube ich verboten odef hnmodern geworden.

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Zeugma 30.11.2018, 20:41
47.

Zitat von Loosa
Zusätzlich zu den 1,5m von Auto bis Fahrrad muss der Fahrradfahrer ja auch 1m bis zum Fahrbahnrand, beziehungsweise 1,5m bei geparkten Autos einhalten. Wenn er in eine sich öffnende Tür radelt hat er ansonsten Mitschuld. Im Endeffekt bedeutet das, dass Überholen nur bei einem kompletten Spurwechsel möglich ist. Weshalb man sich eigentlich auch nicht über nebeneinander fahrende Radler aufregen braucht, man dürfte so oder so nicht einfach vorbei. Wie das im Berufsverkehr funktionieren soll, ohne das alles zusammenbricht frage ich mich aber auch. Ich wäre jedenfalls schon froh, wenn ich an verkehrsberuhigten und verengten Stellen, trotz Vorfahrt, nicht dauernd geschnitten würde. Bei Fahrern die warten bedanke ich mich deshalb jedes Mal. Vielleicht hilft‘s. Achja, ich bin einer von diesen enorm langweiligen Fahrradfahren, die vorrausschauend und mit Rücksicht unterwegs sind. Verkehrssituationen lesen und lieber einmal mehr bremsen als auf der Motorhaube. Dermaßen langweilig, dass ich sogar immer eine Ersatzbirne dabei habe. Potentiell kritische Situationen sehe ich aber fast jede Woche.
Eher fließt der Rhein andersherum als das die Mehrheit der Autofahrer kapiert. Sie schildern das ganz richtig. De facto darf in den Städten, wo am Seitenrand geparkt wird, auf Straßen ohne Mittelstreifen so gut wie nie überholt werden. Denn wie Sie sagen MUSS der Radler einen ausreichenden Seitenabstand zu den parkenden Autos halten, sonst ist er im Unfallfall der Dumme. Dazu die Lenkerbreite und natürlich Zugabe, weil man auf einem Rad nicht strichgerade fährt, dann die 1,50 dann die Autobreite und man ist locker bei 6m, die an Breite da sein muss zum Überholen.

Ist sie aber fast nie. Und dennoch wird überholt, auch Kinder auf dem Schulweg, wie ich morgens oft beobachte. Interessiert keinen, solange nicht ein Kind (halb)tot gefahren wird. Ist so im Autoland.

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gwyar 30.11.2018, 20:44
48. Verkehrsrecht

Das Problem liegt meines Erachtens schon in den Rechten der Radfahrer nach der StVO.... Meines Wissens ist es dem Radfahrer gestattet, sich an einer roten Ampel an den wartenden Kfz rechts vorbei nach vorne zu bewegen. Dies wird auch fast ausnahmslos in Anspruch genommen und ist es zu eng, wird entweder links überholt, oder gleich besser der Bürgersteig für die letzten Meter zur Ampel genutzt. Erst einmal vorn angekommen wird zumeist penibel darauf geachtet, seinen Platz auf der Fahrbahn zu behaupten - das der (schnellere) Kraftverkehr dabei auf der Strecke bleibt interessiert nicht. Als Kraftfahrer ertappe ich mich selbst dabei, in solchen Situationen den Abstand daran zu bemessen, mit welchem sich der betreffende Radfahrer zuvor "vorbeigequetscht" hat (naja fast, ansonsten wäre es versuchter Mord) und wie dessen Kooperation ausschaut. Ja, so isses. Interessanterweise bin ich auch auf dem Rad unterwegs. Quetsche mich an der Ampel nicht nach vorn und denke auch an die (schnelleren) Kraftfahrer. Komischerweise werde ich fast (!) nie mit zu geringem Abstand überholt. Und noch besser - ich komme völlig entspannt an meinem Ziel an...

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alabama110 30.11.2018, 20:44
49. Einfache Fragen...

Wie viele Autofahrerinnen wurden von Radfahrerinnen mit deren fahrbaren Untersatz - dem Rad - sagen wir mal im letzten Jahr, getötet?
Wieviele Radfahrerinnen wurden von Autofahrerinnen mit deren fahrbaren Untersatz - dem Auto, Lkw - im letzten Jahr getötet?

Habe leider auf die Schnelle keine Zahlen gefunden, aber so ganz rein subjektiv betrachtet habe ich da den Hauch einer Ahnung.....

Zum Mindestabstand: Ich fahre mit dem Rad immer 1,5 Meter vom Gehsteig, parkenden Autos etc. enfernt, so habe ich meine eigene Pufferzone falls mich jemand zu nah überholt. Nervt das die anderen Verkehrsteilnehmerinnen? Klar! Aber mein Leben ist mir wichtiger

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