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Experiment in Berlin: Mehr als die Hälfte der Radfahrer werden zu dicht überholt
DPA

Anderthalb Meter muss der Abstand beim Überholen eines Radfahrers betragen. In der Realität wird dieser Wert oft unterschritten - wie oft, zeigte nun eine Untersuchung in Berlin.

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Epaminaidos 30.11.2018, 20:45
50.

Zitat von helgedoc1
Früher gab es Abstandhalter, aber die sind jetzg glaube ich verboten odef hnmodern geworden.
Die Dinger sind einfach viel zu kurz. Der erstbeste Google-Treffer misste gerade mal 32 cm. Der ragt kaum über das Lenkerende hinaus.
Um den korrekten Abstand zu signalisieren, müssten so ein Ding 180 cm lang sein. Das ist dann doch etwas unhandlich.

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Epaminaidos 30.11.2018, 20:50
51.

Zitat von gwyar
Als Kraftfahrer ertappe ich mich selbst dabei, in solchen Situationen den Abstand daran zu bemessen, mit welchem sich der betreffende Radfahrer zuvor "vorbeigequetscht" hat
Dann sollten Sie so schnell wie möglich Ihren Führerschein abgeben. Wer sich an vollständig regelkonform fahrenden Radfahrern durch bewusst enges Überholen rächt, am Steuer eines Kraftfahrzeugs nichts verloren.
Das ist mein voller Ernst. Und dann noch die Verantwortung dafür auf eine vermeintlich ungerechte StVO schieben. Peinlich!

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ekel-alfred 30.11.2018, 20:55
52. Leuchtfeuer Niederlande

Warum haben die Niederländer alle diese Probleme nicht? Dort wird Rücksicht auf Fietsen und selbst Bromfietsen genommen. Alles cool und sicher.
Nur hier in Deutschland herrscht eine Agression im Strassenverkehr, die besonders die schwächsten trifft. Radfahrer und Fußgänger.

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Nania 30.11.2018, 20:57
53.

Zitat von gwyar
Das Problem liegt meines Erachtens schon in den Rechten der Radfahrer nach der StVO.... Meines Wissens ist es dem Radfahrer gestattet, sich an einer roten Ampel an den wartenden Kfz rechts vorbei nach vorne zu bewegen. Dies wird auch fast ausnahmslos in Anspruch genommen und ist es zu eng, wird entweder links überholt, oder gleich besser der Bürgersteig für die letzten Meter zur Ampel genutzt. Erst einmal vorn angekommen wird zumeist penibel darauf geachtet, seinen Platz auf der Fahrbahn zu behaupten - das der (schnellere) Kraftverkehr dabei auf der Strecke bleibt interessiert nicht. Als Kraftfahrer ertappe ich mich selbst dabei, in solchen Situationen den Abstand daran zu bemessen, mit welchem sich der betreffende Radfahrer zuvor "vorbeigequetscht" hat (naja fast, ansonsten wäre es versuchter Mord) und wie dessen Kooperation ausschaut. Ja, so isses. Interessanterweise bin ich auch auf dem Rad unterwegs. Quetsche mich an der Ampel nicht nach vorn und denke auch an die (schnelleren) Kraftfahrer. Komischerweise werde ich fast (!) nie mit zu geringem Abstand überholt. Und noch besser - ich komme völlig entspannt an meinem Ziel an...
Ja, es ist Radfahrern erlaubt, sich nach vorne am Verkehr vorbei zu bewegen und das ist in vielen Fällen VERDAMMT WICHTIG. Denn sonst wird man vielfach nicht wahrgenommen. Das ist gerade da auch sehr wichtig, wo viele Busse und/oder LKW unterwegs sind. Da wollen Sie als Radfahrer auch gar nicht neben den Fahrzeugen stehen. Sie wissen nicht, ob man Sie sieht (das betrifft nicht einmal "nur" das Rechtsabbiegen, ich habe es ein paar mal erlebt, dass Busse beim Anfahren nach rechts rüberzogen und den Platz für die Radfahrer auf ein paar Zentimeter begrenzten) und Sie können keinen Augenkontakt mit dem Fahrer aufnehmen. Zudem warten ja auch die Autos bei Grün nicht, bis Sie losgefahren sind, sondern fahren an Ihnen, meist mit zuwenig Abstand, vorbei. Obwohl noch nach links zur Mitte der Fahrbahn, genügend Platz wäre....

Um solche Situationen an Ampeln geht es aber bei diesem Artikel nicht direkt, da geht es darum, dass Autofahrer zumeist viel zu dicht am Radfahrer vorbeifahren - ich dürfte mein Rad ja auch an Ihnen vorbeischieben.

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intercooler61 30.11.2018, 20:57
54. @48. gwyar: Zähne zusammenbeissen

... cool bleiben und von Rücksichtslosigkeit nicht provozieren lassen. Allerdings halte ich das legalisierte Rechts-Vorbeiquetschen auch für eine extrem schlechte Idee - es sei denn, man will eh rechts abbiegen oder man hat einen guten Antritt und beschleunigt zügig auf min. 30 km/h.

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balina258 30.11.2018, 21:04
55. Autos raus aus der Stadt

Zitat:
"Eben, deswegen wundert auch das Ergebnis der Untersuchung nicht. Übrigens ist das nicht nur auf dem Land so, sondern gerade in der Stadt, wo Platz ja bekanntlich immer Mangelware ist. Viele Maßnahmen zum Schutz der Radfahrer scheinen von den Befürwortern ohnehin vor allem wegen ihrer behindernden Wirkung auf den Autoverkehr geschätzt zu werden, frei nach dem alten Grünen-Motto : "Dem Autofahrer das Leben möglichst so schwer machen, bis er freiwillig auf Rad, Bus&Bahn umsteigt""

Sie haben es erfasst: In der Stadt ist Platz Mangelware. Und, füge ich hinzu: Mit dem Auto in die Stadt zu fahren, ist kein Menschenrecht. Hingegen kann die Erhaltung der körperlichen Unversehrtheit schon als Menschenrecht angesehen werden.

Daraus folgt logischerweise: Es müssen Maßnahmen gegen den Platzmangel ergriffen werden. Aus Ihrer Äußerung entnehme ich, dass Sie am liebsten die Häuser versetzen würden, um breitere Straßen für Ihr Auto zu haben :-). Die viel einfachere Lösung liegt auf der Hand: Die größten Platzverschwender auszusperren. Das sind die Autos und mit dem SUV-Boom der letzten Jahre ist dieses Problem verschärft worden. Das ist keine Schikane sondern erhöht Sicherheit und Lebensqualität für alle, auch für Sie, der Sie dann per pedes und mit den Öffis in der Stadt unterwegs sein müssen. Und das ist gut so!!

Es gibt mittlerweile viele Städte, die solche Maßnahmen erfolgreich ergriffen haben, z.B. Oslo und London. Madrid soll jetzt auch solche Maßnahmen einführen. Nur hier in Deutschland zieren sich die Politiker noch, aber in Berlin hat mittlerweile die Radfahrlobby direkten Zugang zum Senat (Senatorin Frau Günther) und so könnte Berlin innerhalb Deutschlands zum Vorbild werden.

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alsi 30.11.2018, 21:08
56.

Zitat von RalfBukowski
Man hätte als Autofahrer wohl mehr Respekt vor Radfahrern, wenn die sich nicht ständig selbst in haarsträubende, suizidal verdächtige Situationen bringen würden. Wenn vom Gehweg aus ein Radfahrer auf die Straße und mir direkt vors Auto springt, ohne auch nur mal zu gucken, ob da eventuell irgendwer (vielleicht ja auch ein anderer Radfahrer?) unterwegs sein könnte - sich also komplett darauf verlässt, dass ihm ALLE ausweichen - ist mir das mittlerweile auch egal. Oder dieses Bei-Rot-kann-ich-natürlich-über-die Ampel-fahren-mir-passiert-nix-und-wenn-sind-die-anderen-Schuld. Leute, es gibt simple Verkehrsregeln. Haltet Euch dran, dann nimmt man Euch ernst. Wer mit dem Handy am Ohr mit dem Fahrrad bei Rot über die Ampel düst, verscherzt sich das. Offenbar ist ihm ja sein Leben nichts wert. Ich habe das Radfahren in der Stadt aufgegeben. Wegen der anderen Radfahrer. Das ist mir zu gefährlich, die sind ja offenbar (fast) alle hirnlos.
an ihrer stelle würd ich mich als Autofahrer schämen wenn man sich das punkteregister in Flensburg anschaut

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alsi 30.11.2018, 21:17
57.

Zitat von mick richards
Wie sollen autofahrer/innen, geschweige fahrer/innen von größeren fahrzeugen als pkw´s diesen abstand ständig einhalten können ? Ich fahre seit jahrzehnten jeden tag mit dem fahrrad und ja, es wird gsd viel getan das es immer mehr fahrradwege gibt. Aber gerade auf strassen geht das fast immer auf kosten der kfz--fahrbahn. Da kommt eine überweginsel auf einer geraden strasse, und die mehrspurigen kfz. müßen schon abbremsen wenn ich daneben auf dem radweg fahr. Und ich kann nur sagen und darf mich nicht beklagen, auf mich als radfahrer wird immer rücksicht genommen. Vllt. liegt mein verständnis auch darin, das ich selber führerschein klasse 1+3 habe. Aber ich verhalte mich auch entgegenkommend und fahre mit dem fahrrad immer äußerst rechts, lasse lieber auch mal den vortritt und beharre nicht auf mein recht. Wie gesagt, es kommt im positiven auch immer wieder zurück.
genau das Gegenteil ist zielführend
weg vom rand und sich seinen meter nehmen.
dann wird auch nicht zu eng überholt und schon garnicht bei Gegenverkehr.

an das gehupe gewöhnt man sich - einfach zurückgrüßen.

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willi-wacker 30.11.2018, 21:18
58. Amerika du hast es besser

Ich war jetzt ein halbes Jahr in USA und Kanada unterwegs. Radfahrer werden bei Gegenverkehr grundsätzlich nicht überholt und zum Überholvorgang wechselt die Mehrzahl komplett auf die Gegenfahrbahn. Unter 2m Abstand läuft da nichts.

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spon_12 30.11.2018, 21:20
59.

Was ich immer wieder überraschend finde: Es beschweren sich häufig die gleichen Leute (hier zum Beispiel über den angeblich zu groß geforderten Mindestabstand), die gleichzeitig nahezu allen Radfahrern verkehrswidriges Verhalten unterstellen.
Muss ich das so verstehen: Die halten sich nicht an die Regeln, also muss ich das auch nicht?

Darf ich dann zukünftig dem auf dem Radweg parkenden Auto den Spiegel abtreten oder einen schönen Kratzer von hinten oben nach unten vorn ziehen? Oder eine Scheibe einschlagen?

Ich frag Mal nach, um in etwa das Niveau zu erreichen.

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