Forum: Auto
Experte zu Forderungen der Länder: "Parken müsste 15 Euro am Tag kosten. Jeden Tag"
Sonja Wurtscheid / DPA

Die Länder wollen den Radverkehr sicherer machen, CDU und CSU im Bundestag finden das ungerecht. Mobilitätsexperte Andreas Knie sagt: Beide Seiten diskutieren am eigentlichen Problem vorbei.

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zauberer2112 05.04.2019, 16:26
1. Steuern finanzieren nur ansatzweise?

Na dann: Abschaffung der Kfz- und Mineralölsteuer und Finanzierung komplett aus dem großen Topf. Die Wahrheit ist doch, dass eigentlich zweckgebundene Steuern umverteilt werden, sonst hätten wir sicherlich bessere Straßen nebst Radwegen. Nun lassen Sie mich raten, wo der Herr wohnt: Großstadt, ziemlich zentral, ÖPNV quasi vor der Tür sowie reichlich Einkaufsmöglichkeiten. Schulen, Ärzte und Kultureinrichtungen in der Nähe. Wer braucht da schon ein Auto? Warum nicht 30 Euro fürs Parken? Und auf dem Land fahr' ich dann halt jeden Tag mit dem Rad 15 km zur Arbeit. Ziemlich weltfremd.

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sachlicherbeitrag 05.04.2019, 16:40
2. Lieber mehr Fahrräder als mehr Autos

Ich lebe lieber in meinem Dorf mit mehr Rädern als mit vielen Autos. Ich hoffe, dass die Politik die Weichen in Zukunft so stellt, dass mehr Menschen das Fahrrad als Verkehrsmittel nutzen können und wollen. Autostraßen und Parkplätze bieten keine Aufenthaltsqualität, mit dem E-Bike sind auch bergige Gegenden oder längere Wege zu schaffen. Das Auto bietet sicher oft auch tolle Vorteile, seine absolute Dominanz gegenüber Fußgängern und Radfahrern gilt es aber zurückzudrängen. Autostädte (siehe USA) sind furchtbar, (Alt)städte mit Fußgängerzonen sind lebenswert. Das sollte Beweis genug sein, dass dem Auto Platz entzogen werden muss.

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inmado 05.04.2019, 16:40
3. Wiedersprüchlich und unsozial!

Herr Knie sagt einerseits, beim Auto ginge es um "die Freiheit einiger weniger". Anderseits schreibt er aber: "Es gibt fast 48 Millionen Pkw in Deutschland". Ja, was denn nun? Wenn mehr als jeder 2. einen PKW hat, geht es offensichtlich mitnichten um "die Freiheit einiger weniger". Die Aussage "Es stimmt nicht, dass Autofahren das Autofahren bezahlt. Die Mineralölsteuer finanziert die Kosten der Infrastruktur nicht einmal ansatzweise" wage ich auch zu bezweifeln. Man findet sehr schnell zahlen, dass die Einnahmen aus KFZ-Steuer, Mineralölsteuer, etc. die Ausgaben für den Straßenbau bei weiterm übersteigen.
Ich stimme zu, dass wir zu viele Autos haben. Wer das aber rein marktwirtschaftlich angehen will, sprich das Autofahren teurer machen will, der scheint sich offenbar freie Straßen für Besserverdiener zu wünschen.
Den jahrzehntelangen Konsenz bzgl. mobilität via PKW kann man nicht von heute auf Morgen kündigen. Ein PKW hat schließlich einen erheblichen Wert und eine Lebensdauer von 10-15 Jahren!

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Hamberliner 05.04.2019, 16:41
4. abschreckendes Beispiel

Das Foto zeigt die übelste Horror-Fehlplanung schlechthin. Genau da gehört ein Radweg nämlich nicht hin. Zwischen den fließenden motorisierten Verkehr gehört der ruhende motorisierte Verkehr und die Baumreihe. Der Platz um gefahrlos mit dem Rad zu überholen oder Entgegenkommern oder Hindernissen auszuweichen ist der (meist leere) Fußgängerbereich, nicht die Fahrbahn.

So eine Katastrophe wie auf dem Foto hat nicht den Zweck, Radfahrern effiziente und gefahrlose Fortbewegung zu ermöglichen, sondern sie als unfreiwillige Auto-Ärgerer zu rekrutieren.

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paul.lemke 05.04.2019, 16:41
5. Maut?

Zur Mineralölsteuer und KfZ-Steuer kommt ja auch noch die Maut. Mit diesen drei Posten könnte man gewiß die Straßen in einen guten Zustand bringen. Leider wird das Geld aber zweckentfremdet.

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Phil2302 05.04.2019, 16:42
6. Macht das ruhig

15 Euro an Tag? Ich kann mir das leisten. Wenn die Straßen dann freier sind und ich freie Fahrt habe, ist mir das egal. Rein objektiv aber natürlich totaler Schwachsinn, wem es nicht reicht, sich bei der Ernährung zu geißeln, indem er Veganer wird, der fängt an, sich bei der Mobilität zu beschränken. Wem das nicht reicht, der kommt demnächst sicher auf andere Gedanken, wie man sich das Leben noch schwerer machen kann. Wahnsinn, wie sehr es uns anscheinend zu gut geht. Scheinen es alle nicht eilig zu haben, nach Feierabend bei ihrer Familie zu Hause zu sein.

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ddcoe 05.04.2019, 16:42
7. Citymaut und teure Parkplätze

würden das von ganz alleine Regeln. Die Anzahl der Fahrzeuge in den Städten muss drastisch reduziert werden - und das geht nur über Kosten.

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sachlicherbeitrag 05.04.2019, 16:42
8. Richtig so!

Ich besitze ein Auto, wohne am Land, bin kein Spitzenverdiener, würde diese Maßnahmen aber trotzdem begrüßen.

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DKH 05.04.2019, 16:42
9. Ich bin oft in Leipzig

Aber auch in andern deutschen Städten und wundere mich immer wieder, wie diese zugmüllt sind mit Autos. Es siehnt echt schlimm aus.

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