Forum: Auto
Experte zu Forderungen der Länder: "Parken müsste 15 Euro am Tag kosten. Jeden Tag"
Sonja Wurtscheid / DPA

Die Länder wollen den Radverkehr sicherer machen, CDU und CSU im Bundestag finden das ungerecht. Mobilitätsexperte Andreas Knie sagt: Beide Seiten diskutieren am eigentlichen Problem vorbei.

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Ein Stein! 05.04.2019, 19:36
140. Und außerdem zu viele

Zitat von Freier.Buerger
KfZ-Steuer, Mineralölsteuer, Mwst auf Autos, Kraftstoffe, Zubehör, alle Unternehmens, Ertrags- und Einkommenssteuern, die direkt mit der Automobilen Mobilität verknüpft sind... Die Pauschalaussage, es gibt zu viele Autos ist diktatorisch. Man könnte genauso gut sagen, die Wohnungen sind zu groß, es gibt zu viele Häuser.
-Kinderspielplätze, auf denen an maximal 7 Monaten im Jahr überhaupt Kinder anzutreffen sind (Ich kenne einen, da habe ich seit Herbst letzten Jahres kein Kind mehr spielen sehen)
-Kleingartenanlagen. Noch wesentlich höherer Platzbedarf bei gleichzeitig nur einem Bruchteil an Nutzern
-Freibäder (von wann bis wann ist noch einmal die Badesaison?).
Wieviel Autos auf dem Gelände wohl Platz haben...
...
Nein, es ist nicht ernsthaft meine Absicht, all dies infrage zu stellen.
Mir geht es darum aufzuzeigen, wo überall Platz "verschwendet" wird weil nicht dauerhaft genutzt/nutzbar.
Dieses Schaffen von Feindbildern muss aufhören!
Klar, dass alle jeweils Nichtbetroffenen es leicht mit der Verteufelung von betroffenen Mitmenschen haben, denken Sie aber bitte mal weiter und überlegen, wo das anfangen und wo das aufhören soll!
Und wo Ihr Lebensstil "Platz verschwendet"!

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herjemine 05.04.2019, 19:36
141. Sie sind wohl Autofahrer?

Zitat von Hamberliner
Das Foto zeigt die übelste Horror-Fehlplanung schlechthin. Genau da gehört ein Radweg nämlich nicht hin. Zwischen den fließenden motorisierten Verkehr gehört der ruhende motorisierte Verkehr und die Baumreihe. Der Platz um gefahrlos mit dem Rad zu überholen oder Entgegenkommern oder Hindernissen auszuweichen ist der (meist leere) Fußgängerbereich, nicht die Fahrbahn. So eine Katastrophe wie auf dem Foto hat nicht den Zweck, Radfahrern effiziente und gefahrlose Fortbewegung zu ermöglichen, sondern sie als unfreiwillige Auto-Ärgerer zu rekrutieren.
Genau so wie auf dem Titelfoto abgebildet MUSS ein Radweg gelegt sein. Auf der Fahrspur, damit sich Rad- umd Autofahrer sehen können. Genau die von ihnen angedachte (und eben viele Jahre so umgesetzte Lösung) den Radweg vom Gehweg abzuschneiden, zumeist hiner üarkenden Autos, ist extrem gefährlich.

Es ist mir lieber Sie ärgern sich ein wenig über mich als dass Sie mit ihrem Auto über mich beim abbiegen wegdonnern weil die mich ja hinter den parkenden Autos nicht sehen konnten.

Wissen Sie, manchmal ist der angeblich gesunde Menschenverstand dafür verantwortlich dass man hinter einem Blitzschlag einen Gptt pder einen Teufel vermutet. Mit Wissen muss man keine Angst mehr haben, braucht keinen Aderlass mehr zur Heilung, ebensowenig ein Opfertoer sondern schlicht und einfach einen Blitzableiter. Und Verhaltensregeln welche sich nach Wissen und nicht nach Glauben richten.

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bauklotzstauner 05.04.2019, 19:36
142.

Zitat von fht
- Subventionen wie die Pendlerpauschale
Wie oft wohl dieser Unsinn NOCH wiederholt werden wird?

Die "Pendlerpauschale" IST keine Subvention!
Mit der Nummer ist doch Finanzminister Steinbrück vor Jahren krachend gescheitert! Dabei hatte er die Abschaffung nicht nur der Pauschale, sondern generell der steuerlichen Absetzbarkeit von Arbeitswegekosten bereits zum geltenden Gesetz gemacht! Und dann mußte ihn das Bundesverfassungsgericht an das geltende Recht erinneren....

Peinlich....


Und auch Ihr Gedächtnis scheint recht kurz zu sein:

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2008/bvg08-103.html

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Sueme 05.04.2019, 19:36
143.

Zitat von MartinHa
Ich frage mich eher, wie es dazu kommen konnte, dass Parken kostenlos ist. Der eine baut sich Garage und Stellplätze auf seinen teuer erworbenen Grund (oder mietet einen Tiefgaragenplatz an), der Nachbar spart sich das und parkt kostenlos auf der Straße, die durch die Allgemeinheit finanziert wurde. 15 Euro am Tag kommen mir sehr viel vor und sind höchstens im Zentrum mancher Großstädte gerechtfertigt. Aber 20 Euro im Monat auf dem Land und 50 bis 100 Euro pro Monat in der Stadt (je nach Parkdruck) wären sicher angemessen.
Sie haben definitiv kein eigenes Grundstück sonst würden Sie das böse Wort Erschließungsbeitrag kennen. Bis zu 90% der Kosten für jegliche Kosten die mit dem Bau der Straße in Verbindung stehen können auf den Grundstückseigentümer umgelegt werden. Also von der Allgemeinheit finanziert ist da schon eine sehr sehr fragwürdige Aussage. Mitfinanziert, vielleicht. Aber vielleicht verstehen Sie jetzt warum der Nachbar da einfach so parkt.

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Steinberg 05.04.2019, 19:45
144. Was Herr Knie

behauptet ist eine GLATTE Lüge!

Das gesamte Budget des Verkehrsministeriums betrug 2017
ca 28 Milliarden Euro.

Die Einnahmen ALLEIN durch die Mineralölsteuer betrugen in 2017
einundVIERZIG Milliarden Euro! (90% Davon aus dem Verkauf von Diesel und Benzin; also ca 37 Milliarden Euro!)
Dann kommen auch noch KFZ Steuer, Gebühren und Strafen von KFZ Fahrern, Mehrwertsteuereinnahmen durch Betrieb, Wartung und Kauf von Kraftfahrzeugen. Dazu Versicherungssteuer für vorgeschriebene Versicherungen etc.

Und nicht zu vergessen 4,5 Mrd Euro LKW Maut.

Und nun kommt der Kicker.
Von den 28 Mrd des BMVI Etat gehen noch Milliarden in den Betrieb, Erhalt und Ausbau von Wasserstraßen, Eisenbahnstrecken und dann noch das ganze Feld Digitalisierung.

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duplomat 05.04.2019, 19:48
145. Liebe Autofahrer

- bin selber einer und werde von der bekackt schlechten Bahninfrastruktur (VIAS) auch zum Selbstfahren gezwungen-
wenn ihr z. T. der Meinung seid, dass die Blechkarren und die dazu notwendige Infrastruktur "alternativlos" seien, dann schaue ich Euch gerne zu, wenn Ihr Euch in sagen wir 20 Jährchen in Steingärten hockend genussvoll Altöl und Schrottreifen zur Kaffeezeit einführt. Prost Mahlzeit

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Dr. Kilad 05.04.2019, 19:48
146. Endlich kostengünstige öffentliche Verkehrsmittel

Es gibt zu viel Autos? Sehe ich auch so. Aber wo ist die Alternative?

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damianschnelle 05.04.2019, 19:49
147. Carsharing

Hab vor nicht allzu langer Zeit einen kurzen Bericht zu ersten Untersuchungen des Carsharings hinsichtlich möglicher Effekte gesehen. Ergebnis: Umstieg vom ÖPNV auf Carsharing. Genau das wollte man aber wohl nicht erreichen.

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emil7685 05.04.2019, 19:50
148.

Zitat von weltverbesserer75
(...)und glaube, dass wir vom Auto nur wegkommen, indem wir es verbieten oder es aber unbezahlbar machen. Ein Verbot könnte rechtlich schwierig durchsetzbar sein, weshalb wir das Auto unbezahlbar machen sollten.
Die Frage ist, wie Sie derart radikale Maßnahmen in einer Demokratie durchsetzen wollen. Der Großteil der Autofahrer fährt nicht zum Spaß durch die Gegend.

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take5 05.04.2019, 19:55
149.

Als jemand der im Jahr 10.000 km mit dem Rad unterwegs ist kenne ich natürlich die Situation auf der Straße und hätte ich nicht einen 7. Sinn dafür entwickelt, dass die Autotür aufgeht oder der Autofahrer die Vorfahrt nimmt weil er meine Geschwindigkeit unterschätzt würde ich hier nicht schreiben können.
Als ich im Sommer mit dem Rad und Gepäck auf einer Städtereise unterwegs war, die auch über Amsterdam ging nutzte ich fast nur Fahrradwege. In Deutschland sind diese zu einem großen Teil schlicht eine Katasthrope. Defekter Belag, Wurzeln die sich duch den Asphalt drücken und üble Aufwerfungen verursachen, enge Wege die gleichzeitig von Fußgängern genutzt werden, Beschilderungen die so schlecht waren, dass ich zweimal mitten auf dem Acker stand. In Holland angekommen änderte sich das sofort, super ausgebaute Wege, perfekter Belag, gute Wegführung. An Kreuzungen die der Radweg querte hielt ich natürlich zuerst an, da so gewohnt. Die Autofahrer hielten ebenfalls an und ließen mich immer zuerst über die Kreuzung fahren.
Das wird in Deutschland in 100 Jahren nicht passieren wenn ich mir das Treiben auf den Autobahnen ansehe und die Reaktionen auf Fahrradfahrer im Netz lese.
Im Gegenteil, mittlerweile rollen Panzer durch die Straßen meist mit Personen die knapp über das Lenkrad schauen können. Solch ein automobiler Schwachsinn wie z.B. SUVs sollten so hoch besteuert werden, dass diese von den Straßen verschwinden.

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