Forum: Auto
Experte zu Forderungen der Länder: "Parken müsste 15 Euro am Tag kosten. Jeden Tag"
Sonja Wurtscheid / DPA

Die Länder wollen den Radverkehr sicherer machen, CDU und CSU im Bundestag finden das ungerecht. Mobilitätsexperte Andreas Knie sagt: Beide Seiten diskutieren am eigentlichen Problem vorbei.

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20InchMovement 05.04.2019, 21:17
170. Physik schlägt Steuer + Geld

Das "einzige" was hilft ist, in Grossstädten eine Fahrbahn physich abzutrennen, und so eine Art Ader für Radfahrer durch die Stadt zu generieren. Außerdem kostenlose Parkplätze drastisch reduzieren.

Das Argument, dass die ÖPNVs zu unverlässlich sind ist schlicht falsch. Es muss nur ausgebaut werden. Wenn ich mit dem Auto fahre, dann habe ich auch keinen Einfluss auf Stau oder Fahrbahnsperrungen aufgrund von Unfällen, ganz zu schweigen von Stau in der Stadt selbst. Der Grund ist schlicht das Pendeln, weil die Strecke zur Arbeit zu weit ist. Aber viele wollen im Grünen leben und das Einkommen aus einer Grossstadt, bspw. Frankfurt.

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holy10 05.04.2019, 21:18
171. Idee gut. Ausdruck falsch.

Zitat von OskarMaria
Kleine Schritte sind vernüftiger, denn die sind eher politisch durchsetzbar. Sonst hat man den Mob der Autofahrer und dazu noch die gesamte Autoindustrie gegen sich. Wer soll da noch politisch was durchsetzen. Deshalb hätte ich zu den 15 Vorschlägen der Länderexperten noch einen 16. hinzuzufügen. Straße ist Straße und Gehweg ist Gehweg. Warum erlauben so viele Kommunen das Parken auf Gehwegen, so dass Eltern mit Kinderwagen, Senioren mit Rollator oder Menschen mit Einkaufswagen kaum mehr durchkommen. Bedeutet: Parken auf Gehwegen generell untersagen.
Der Gehweg ist Teil der Straße. Ein andere Teil ist die Fahrbahn.

p.s. Ich liebe Haarspalterei.

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holy10 05.04.2019, 21:25
172. Frage.

"Für Radfahrer in deutschen Innenstädten ist es ein Parkours: Ein Fahrradfahrer weicht einem auf dem Radweg haltenden Lieferwagen aus."

Ist die Bildunterschrift falsch? Auf dem Bild ist doch ein Schutzstreifen und kein Radweg dargestellt.

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Sueme 05.04.2019, 21:29
173.

Zitat von mr.pixel
Es wird Zeit das sich die Autofahrer ihre individuelle Freiheit anderswo suchen. Parkt eure Karren vor den Städten. Fahrt dann mit dem Bus weiter, oder schnallt euch ein Bike aufs Dach zum abnehmen und weiterpendeln. Der Staat sollte für genügend kostenlose Parkplätze vor den Städten sorgen und diese dann an den öffentlichen Nahverkehr anbinden. Alle 15 min ein Bus, rund um die Uhr. Das kann doch verdammt noch mal nicht so schwer sein? Das bekommen Fünfährige bei SIM City auch gebacken. Ansonsten: Ja, für jeden Parkplatz saftige Gebühren erheben.
Wird doch schon gemacht, nennt sich Stellplatzverordnung.
Übrigens noch so eine schöne Geschichte wo alle denken die Allgemeinheit hat es finanziert. Gib es übrigens so ab 1930, richtig umgesetzt eher so nach ~1946.

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neurobi 05.04.2019, 21:32
174.

Zitat von Ökofred
Und die Feldwege und Landstraßen und die Parkplätze in den Städten wurde alle damit gebaut? Und sogar noch in Stand gehalten, nachdem sie gebaut waren? Also, Fernstraßenbau kostet jedes Jahr 10 Mrd (von Ihren 28). Aber der gesamte REST der Straßeninfrastruktur muss auch noch bezahlt werden.
Also zumindest die Bundesstraßen zahlt auch der Bund.
Die KfZ-bedingten Steuern (über 40 Milliarden Euro) reichen nicht nur die KfZ-Infrastruktur, sondern auch für die Bahn, den ÖPNV, Rad- und Fußgänger-Infrastruktur.
Da die kommunalen Straßen über Grundsteuer und Umlagen finaziert werden, zahlt man dem Benzin wahrscheinlich sogar ein Teil der Renten ...

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jim.panse 05.04.2019, 21:32
175.

Zitat von DelDongo
Ein interessanter Bietrag zum Thema externe Kosten des Autos: https://www.vcd.org/themen/verkehrspolitik/kostenwahrheit-im-verkehr/ Zitat: Die Ausgaben öffentlicher Verwaltungen für den Autoverkehr werden zumeist mit dem Bau von Straßen assoziiert. ... Die höchsten Ausgaben entfallen dabei auf den Unterhalt und Bau von Parkplätzen sowie auf Straßenreinigung, Straßenbeleuchtung und Straßenentwässerung. Darüber hinaus sind erhebliche Mehraufwendungen bei Feuerwehr, Polizei, Wirtschaftsförderung, Grünflächenämtern und städtischen Bauhöfen durch den Autoverkehr bedingt. Je nach Kommune sind aber nur 15 bis 45 Prozent der Ausgaben durch Einnahmen gedeckt.Jeder Bürger finanziert somit indirekt den städtischen Autoverkehr mit durchschnittlich 150 Euro pro Jahr mit.
Nehmen wir an nur 1/3 fährt Auto und nehmen wir aus den 15-45% Deckungslücke einfach mal den Mittelwert von 70% (100-30). Das würde bedeuten 1/3 der Autofahrer decken nur 1/3 der gesamten Kosten, die sich aus dem Verkehr ergeben abdecken.
Der Rest (2/3) trägt pro Person noch mal 150€ bei. Wenn man aber berücksichtigt wieviel Geld ein Autofahrer im Jahr an div. Steuern und Abgaben zahlt kommt man mit 150€ nicht hin auch nicht mit 300€. Das Verhältnis kann so nicht stimmen.
Nehmen wir ein Auto für 15k€ das im Jahr 20k km fährt und 6 Liter Benzin verbraucht. An Mineralölsteuer kämen 1€/Liter macht in Summe 1200€. Dazu gesellen sich sagen wir wenigstens 200€ Steuern. Für die Versicherung beträgt der Anteil an Steuern 100€ und für die Mehrwertsteuer werden bei einer unrealistisch langen Haltedauer von 10 Jahren sicher auch 300€ im Jahr fällig. Vermutlich habe ich noch Abgaben vergessen. Ein Autofahrer zahlt also an Steuern im Zusammenhang mit seinem Auto 1800€ im Jahr. Und zwei Nichtautofahrer sollen die Lücke, die rechnerisch 3600€ betragen würde mit je 150€ abdecken. Hier wurde doch irgendwo falsch gerechnet.

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jim.panse 05.04.2019, 21:36
176.

Zitat von poseidon1966
Natürlich kenne ich nicht die persönliche Situation. Was ich aber kenne, ist die immer wiederkehrende Argumentation, warum dieses und jenes nicht geht. Es ist so selbstverständlich geworden, dem Auto in allem und überall den Vortritt zu gewähren, dass allein der Gedanke an Alternativen für viele direkt ein Angriff auf die Freiheit darstellt. Im übrigen habe ich in dem Post angemerkt, dass auch ich Autofahrer bin. Trotzdem kenne und schätze ich die Alternativen und nutze sie so oft es geht. Und das, so meine absolute Überzeugung, kann niemanden überfordern.
Fußgänger und Radfahrer haben wie das Auto auch ihre eigenen Verkehrswege und Ampeln und Zebrastreife priviligieren sie auch. Desweiteren gibt es Busspuren und Bushaltestellen. All diese Dinge halten Autofahrer auch auf. Das geht nur im gegenseitigen Miteinander. Beim Einkauf ist das Auto dagegen sehr praktisch. Ich wüsste nicht wie ich 10 Wasserkisten nach Hause bekäme ohne Auto. Schon eine wäre schwierig.

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jim.panse 05.04.2019, 21:39
177.

Zitat von bauklotzstauner
Hier muß ich widersprechen. Das Konzept, Auto-. und Radverkehr weitestgehend zu "entkoppeln", indem man sie auf Fußwege verlegt, ist längst überholt. Daraus resultieren inzwischen nachweislich ein Großteil der schweren Unfälle zwischen Autos und Radfahrern, weil diese durch die räumliche Trennung für den Autofahrer, etwa im Bereich von Kreuzungen, quasi "aus dem Nichts" auftauchen, bzw. vom kreuzenden Verkehr der Nebenstraße übersehen werden, da sie mitunter viele Meter von der Hauptstraße entfernt die Nebenstraße kreuzen - sich allerdings verkehrstechnisch auf der Hauptstraße befinden, und somit Vorfahrt haben. Vom Problem der vielen Grundstücksausfahrten mal ganz zu schweigen...
Da haben Sie Recht. Das ist zwar als Autofahrer eine Umgewöhnung aber ich empfinde es auch als wesentlich besser einsehbar und man wird angeregt noch besser aufzupassen. Ich zumindest. Ich bin als Radfahrer mal auf die Hörner genommen worden. Späetstens seitdem weiß ich wie unangenehm das ist.

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Stäffelesrutscher 05.04.2019, 21:50
178.

Zitat von Hamberliner
Das Foto zeigt die übelste Horror-Fehlplanung schlechthin. Genau da gehört ein Radweg nämlich nicht hin. Zwischen den fließenden motorisierten Verkehr gehört der ruhende motorisierte Verkehr und die Baumreihe. Der Platz um gefahrlos mit dem Rad zu überholen oder Entgegenkommern oder Hindernissen auszuweichen ist der (meist leere) Fußgängerbereich, nicht die Fahrbahn. So eine Katastrophe wie auf dem Foto hat nicht den Zweck, Radfahrern effiziente und gefahrlose Fortbewegung zu ermöglichen, sondern sie als unfreiwillige Auto-Ärgerer zu rekrutieren.
Sie möchten also, dass der Radfahrer auf dem Hochbord fährt, außerhalb des Sichtbereichs der Autofahrer. Überholen soll er über den Gehweg (verboten), und an der nächsten Kreuzung knallt ihm der Rechtsabbieger ins Rad und stammelt: »Der kam wie aus dem Nichts angeschossen!«
Nee, nee, so geht das nicht. Außer: Sie bauen die Straßen so um, dass die Fahrbahn nur noch aus einer Spur pro Richtung besteht und die Radfahrer pro Seite so 4 bis 5 Meter bekommen.

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jim.panse 05.04.2019, 22:00
179.

Zitat von CobCom
Wenn auch gesichert ist, dass die nicht so versifft sind wie die ÖPNV, getankt, verfügbar usw. ... Aktuell kann ich auf gemeinsam genutzte Ressourcen wegen der Asi-Quote leider gern verzichten (und meine Erfahrungen sind nur aus dem Fuhrpark eines größeren Unternehmens, wo bei o.g. Verhalten theoretisch Abmahnung und Kündigung möglich wären).
Hahaha. Sie klingen fast wie meine Frau. Car Sharing geht mit ihr nicht. Sie ekelt sich und sie hat schon vieles gesehen. Wo die Menschen überall ihre Hände haben. Aber ich muss zugeben ich sehe den popelnden Hintermann (oder Frau) im Spiegel auch nicht gerade selten, ein anderer rasiert sich und der nächste beisst herzhaft in die Stulle und krümelt das Auto voll. Das ließe sich jetzt weiter fortführen, aber bevor es zu eklig wird höre ich lieber auf ;)

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