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Export: "Der E-Motor demokratisiert das Mountainbike"
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E-Mountainbikes sind die Verkaufsschlager der Fahrradindustrie. Für den Mountainbike-Pionier Ulrich Stanciu lösen erst sie alle Versprechen der ersten Mountainbikes wirklich ein.

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sändling 13.07.2019, 10:45
50. Nix für Alte und Kranke

Herr Stanciu wird 72, da fällt es ihm wahrscheinlich schwer, längere Anstiege ohne Motor zu bewältigen. Dabei wurde doch genau für solche schwachen Momente des Lebens die Schaltung erfunden, mittlerweile mit einer sehr großen Bandbreite, die, geduldiges Strampeln vorausgesetzt, jedem Berg den Schrecken nimmt. Aber Senioren seiner Altersklasse sieht man auf E-Bikes in den Alpen sowieso kaum, die tummeln sich doch vorwiegend an Flussradwegen wie längs der Altmühl oder der Donau. Was man in den Alpen oder auch am Gardasee viel eher sieht, sind nicht mal halb so alte Zeitgenossen, die JETZT und SOFORT den maximalen Spaß haben wollen. Bedauerlicherweise, ohne sich großartig um die anderen Wegenutzer zu kümmern. Die jahrzehntelang gewachsene friedliche Koexistenz von Wanderern und Bikern steht durch den Trend zur Motorisierung nun wieder auf der Kippe, weil die Begegnungen auf den Trails von Rücksichtslosigkeit und überhöhtem Tempo gekennzeichnet sind. Das Ganze verborgen hinter dem Feigenblatt, dass Gehandicapte nun endlich auch mal die Natur genießen können, und dagegen könne man ja wohl nichts haben. Die größte Lüge überhaupt. Wenn Kranke vom E-Bike einen größeren Nutzen hätten als von einem normalen, leichten, gut übersetzten Rad, würde die Industrie damit werben wie verrückt. Tut sie aber nicht. Im Vordergrund steht nur der „Fun", die Anzeigenmotive sind voller junger, sportlicher Menschen, die sich austoben. Die massive Mehrnutzung der Alpen durch diese Art der „Demokratisierung" wird am Ende nur dazu führen, dass Wege gesperrt und Biker in kostenpflichtige Parks verbannt werden.

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thomas.kistler 13.07.2019, 10:48
51. Das ist der größte Schwachsinn, ....

... den ich je gehört habe. Und zwar " absteigen und schieben, was auch immer eine Niederlage ist". Nee, absteigen, schieben und oben ankommen ist ein - Sieg, Du Pfeife!!!!

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passionsblume 13.07.2019, 10:49
52. Blödsinn

"Das ist eine gute Entwicklung, eine Demokratisierung des Mountainbikes."
Selten so einen Stuss gelesen. Man fährt mit dem Mountainbike, um sich anzustrengen. Nur Luschen scheuen die Anstrengung.

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MatthiasPetersbach 13.07.2019, 10:50
53.

Zitat von Teile1977
Nun, ich finde Ebiks für alte und schwache Menschen nicht schlecht, so kommen sie wieder in die Natur und haben Bewegung.
In die Natur ist aber nicht "in die Berge". Man kann auch schön an Flüsschen entlangfahren, die Stadt umrunden - und überhaupt ist unsere schöne Republik - zumindest bei uns - mit Rad(fern)wegen geradezu übersät.

Radfahren in der Ebene zeugt von Intelligenz :)

Aber wo man ein Mountainbike BRAUCHT, hat ein Fahrrad grundsätzlich nichts zu suchen. Außer auf dafür hergestellten oder ausgewiesenen Routen.

Die Natur ist nicht die Kulisse für Sportler oder die, die es sein wollen.

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go-west 13.07.2019, 10:51
54. Ohh, wie typisch deutsch

die ersten Kommentare doch mal wieder sind. Moralinsaure, missionarische Zeigeginger-Erheber. Und weil man gerade mal dabei ist, werden SUV-Fahrer gleich mit verunglimpft, obwohl das mit dem Thema gar nichts zu tun hat.

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Einhorn 13.07.2019, 10:58
55. Hätte man ahnen können

Ein Hass- und Hetzforum. Wie schön. Wie immer. Im anderen Forum (diese Social-Media-Tour) waren es noch die MTB-Fahrer allgemein, gegen die gehetzt wurde, hier sind es jetzt die mit dem E-Motor. Irgend eine Zielgruppe wird ja immer zum Abschuss freiregeben. Und ich Trottel habe tatsächlich mit einem echten Austausch zum Thema gerechnet - bestimmt lerne ich das noch irgendwann :-)

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captain twang 13.07.2019, 11:09
56. Die Akkus....

..... sind ein riesenproblem. Keine Rücknahme, keinerlei preisgünstige Zellen-Auffrischung, kein pfandsystem, einfach nichts. Ohne Akkus sind die bikes Schrott.

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chiemseecorsar 13.07.2019, 11:23
57. Gar nicht ...

Zitat von go-west
die ersten Kommentare doch mal wieder sind. Moralinsaure, missionarische Zeigeginger-Erheber. Und weil man gerade mal dabei ist, werden SUV-Fahrer gleich mit verunglimpft, obwohl das mit dem Thema gar nichts zu tun hat.
... weit hergeholt.
SUVs im klassischen sinne - also eben KEINE GELÄNDEWAGEN - sind so nötig wie ein Kropf. Im Gelände völlig unnütz und überfordert, in der Stadt unhandlich, jeder VW Bus ist übersichtlicher und bietet darüber hinaus bei gleichen Abmessungen ein wesentlich efizienteres raumkonzept. SUVs sind - von der Denke her - nichts anderes als einer undemokratischen Egomanie geschuldet und demnach auf der selben Schiene angesiedelt wie die rücksichtslose Inbeschlagnahme der Natur. Parken auf Futterwiesen, Müll zurücklassen, wie selbstverständlich jedes Wochenende "Ins Grüne" fahren aber von Montag bis Freitag den urbanen Raum preisen und loben.
Das besagte menschen ohne eben einigermaßen funktionierende Ökosysteme in den Städten keine Luft zum atmen geschweige denn sauberes Wasser zum saufen hätten ...
Grillen an der Isar, Biken in Sachrang, Canyoning in Kitz ... aber erwarten daß die "Natur" als "Erlebnis" zur Verfügung steht.
Und der DAV stellt dann noch eine stylishe "urige Hüttn" in die Landschaft - mit E-Lader und Jacuzzi ... ich kotz!
OneWorldNoBorder.

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t_mcmillan 13.07.2019, 11:23
58. Großer Fehler!

Ich selbst wäre Kandidatin für so ein Ding. Aber es scheint mir wichtiger, die Berge zu schützen. Nicht noch mehr Massen in Gegenden, die bisher einigermaßen unberührt waren. Es ist ein Jammer, dass das bedeutet, dass ich selbst nicht mehr hinkommen werde. Trotzdem würde ich es für einen Fehler halten, Mountainbiking massentauglich zu machen.

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touri 13.07.2019, 11:45
59.

Zitat von browserhead
Da scheinen ja herrliche Zeiten aufzuziehen. Die elektromotorisierten Biker genießen jetzt also ganz "demokratisch" die "Natur"? Dafür karren die Batterie-Junkies jetzt ihre schweren Bikes hunderte Kilometer, wahrscheinlich im SUV, durch die Republik. Dort vor Ort erwarten sie dann eine entsprechende Infrastruktur (Gipfelhütte mit Ladebooster für die Batterie in allen gängigen Normen). Und außerdem beglückt uns die Freizeitindustrie mit weiteren Tonnen Elektroschrott, die alle paar Jahre auf den großen Berg der Elektromobilität gehören. Ich fände E-Hubschrauber, mit denen man das Gipfelgefühl des Mount Everest genießen kann auch sehr "demokratisch" (keine Gipfelschlangen oder Verschmutzungen, keine Toten, keine Privilegien für Reiche und die Sherpas müssten nicht mehr ihr Leben riskieren) - also das sähe ich jedenfalls so, wenn die E-Hubschrauber-Industrie mich unterstützen würde.
Dafür das Sie scheinbar ein ökologisch eingestellter Mensch sind verkennen Sie völlig das Potential von Ebikes. Den wer nicht mehr als 15-20 km zur Arbeit hat könnte mit einem Ebike problemlos auf ein Auto (für den Arbeitsweg) verzichten, hinradeln und ohne zu schwitzen ankommen. Auf der Rückfahrt kann man dann bei Bedarf selbst richtig in die Pedale treten und hat dann sogar noch einen sportlichen Ausgleich z.B. zum Bürojob. Das bekommen sie mit keinem anderen Verkehrsmittel hin!

Und ein EBike ist im übrigen auch nicht größer als ein normales Fahrrad und selbiges passt sogar in meinen Golf und zum laden reicht eine Steckdose, den Rest hat der Fahrradmensch dabei ;)

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