Forum: Auto
Fahrbericht Audi e-Tron: Das Warten hat kein Ende
2019 / Audi E-tron

Mit dem e-Tron tritt Audi gegen Tesla und Co an. Als großer Wurf angekündigt, hat der Fahrer zeitweise allerdings eher das Gefühl in einem Prototypen zu sitzen. Und statt Fahrspaß gibt's Frust an der Ladesäule.

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nach-mir-die-springflut 01.07.2019, 13:47
150. Er, sie, es schnaufte

Zitat von schweizergardist
Oh mann, wie oft kommen noch solche unfassbar unreflektierten Kommentare ungestraft durch? - Für Sie zum Lernen und für den Rest zum lesen: - 1897 betrug der Wirkungsgrad des ersten Dieselmotors 27%. - Der Wirkungsgrad guter Dieselmotoren bewegt sich heute (122 Jahre später) bei knapp über 40%, bei Benzinern ist er etwas schlechter. - Energie: - 1997 (das ist 100 Jahre nach 1897) betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung 4,1%, 2018 (also nur 21 Jahre später) waren es schon über 40%. - Was ist so schwer daran zu verstehen? Man muss kein Mathematiker sein, um die Zahlen zu interpretieren: der Anteil der Erneuerbaren boomt, der Wirkungsgrad der Hubkolbenmotoren ist stagniert, egal was sich Ingostadt & co für weitere Manipulationen einfallen lassen, sie werden aus dem schmutzigen Öl immer mehr Hitze als Vortrieb generieren, ganz von den Abgasen zu schweigen. Es bleibt einfach nur Schwachsinn. - Ein paar Facts mehr: - Stand Januar 2019 gibt es nicht einmal 90 Tausend E-Autos in Deutschland. - Es gibt aber über 12,5mio Einfamilienhäuser. Bevor also auch "Laternenparker-Argumente" kommen -> Es ist noch genug Dachfläche vorhanden und genug Einfamlienhäusern könnten ihre Autos dank PV extrem klimafreundlich bewegen. Man_muss_nur_wollen!!
Nein, man muss es nicht wollen, man muss es können. Ihre 40 % EE-Anteil beim Strom sind noch ohne Speicher, die die Volatilität abfangen, und sie sind 6 % vom Gesamtenergiebedarf. Man muss eben doch ein Mathematiker sein. Natürlich werden die 12 Mio. Einfamilienhäuser eine Funktion einnehmen, aber es kommt ja nicht nur auf den Stromverbrauch, sondern den Gesamtenergieberadr an. 19 Mio. Liegenschaften liefern eine Dachfläche von 27.000 km² für Photovoltaik. Wollen Sie den Energiemarkt aber gänzlich liberalisieren, dass sich jedfer seine eigene Energie herstellen kann? Was machen die vielen Häuser in der Stadt, die können sich auf keinen Fall selbst versorgen. Kraftstoffe können Sie alternativ herstellen, wie Sie wissen, warum erwähnen sie die nicht? Wenn 6 % 16 Jahre brauchen, brauchen 100 % - rein theoretisch - 267 Jahre. Sind wir also 2270 n. Chr. fertig, Wollen wir dann noch mal reden? Sie müssen den Gesamtwirkungsgrad betrachten, from well to wheel, wie es heißt.

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varesino 01.07.2019, 13:50
151. Nennleistung und Spitzenleistung

Zitat von jasper366
Weil ein 150 kw Motor in einem e-go ein klitzekleines bischen übertrieben wäre? E-Go Life: 20 - 60 kW Nissan Leaf ZE1 110 bzw. 160 kW Tesla Model 3 190 - 361 kW Alle 3 haben ähnliche Verbräuche bei unterschiedlichem Gewicht, cW Wert etc, das läßt daraus schließen das die Fahrzeuge mit den stärkeren Motoren deutlich mehr rekuperieren können als der e-go. Ein Motor kann nun mal als Generator nicht mehr rekuperieren wie er Nennleistung hat. Also kann ein 20 kW Motor nur mit maximal 20 kW Leistung rekuperieren. Der Audi e-tron rekuperiert z.B. bis 0,3 g (die meisten anderen E-Fahrzeuge bis 0,2 g) mit bis zu 220 kW Leistung...
Wie wäre es denn mit 50 kW Dauerleistung im Motor-Modus. Drehmoment durch den Stromregler begrenzt, also keine Dragster-Show.
Im Generator-Modus beim Bremsen Nutzung der Spitzenleistung von 100-150 kW für maximale Rekuperation. Die Reibungsbremse sollte nach Möglichkeit nie in Aktion treten, nur als Feststellbremse und Notbremse.
Da die 100-150 kW keine Dauerleistung sind bleibt der Motor kompakt.

Es lebe das Gleichteile-Pronzip und die Konfiguration durch SW-Parameter.

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drschlaumeier 01.07.2019, 13:51
152. Leider

sind hier wieder so viele Foristen ohne direkten Bezug zum E-Auto vertreten, weil sie schlichtweg keines haben. Wir fahren seit nunmehr 1 Jahr einen Nissan Leaf 2 mit 40 kw Batterie in Tekna-Ausstattung. Der hat angemessene 150 PS und ist in etwas über 7 Sekunden auf 100. Höchstgeschwindigkeit 150. Die Reichweite beträgt bei vernünftiger Fahrweise etwa 250 km (lt. Nissan 285). Er ist sehr komfortabel und verbraucht zwischen 15 und 18 kw auf 100 km.
So geht meiner Meinung nach vernünftige E-Mobilität. Warum nur glauben die deutschen Hersteller, es muss immer ein SUV sein mit einem Cw-Wert einer Schrankwand und 360 PS und mehr. Der Audi fährt weder weiter noch ist er wirklich schneller auf 100, kostet dabei aber 105.000; der Leaf 35.000. zur E-Mobilität passt einfach kein deutscher Panzer. Der IO von VW ist da schon eher der richtige Schritt. Gute Nacht, Deutschland!

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Willi Wacker 01.07.2019, 13:52
153.

Zitat von Ekatus Atimoss
... kein Perpetuum mobile, lieber Autor. Hohes Gewicht kann in Sachen Wirtschaftlichkeit nie von Vorteil sein. Das der Audi wie sein Konkurrent EQC von Mercedes ein peinliches Trumm ist liegt wohl daran, dass da noch altes Denken in den Vorstandsetagen vorherrscht.
Man will halt ein teures Auto für noch viel mehr Geld verkaufen.
Viel Geld gegen das Gefühl "ich bin gut".
Ähnelt irgendwie dem Vorgehen von sog. Bioprodukten. Mindestens ein Drittel teuer als herkömmlich.

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Romiman 01.07.2019, 13:57
154. Audi A2

Erinnert Ihr Euch noch an den Werbespot für den Audi A2? Der überholte da (tatsächlich und sinnbildlich) eine US-Stretchlimo. Jetzt baut Audi diesen damals so gescholtenen Dinosaurier in Form des e-tron selbst...

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Meerkönig 01.07.2019, 14:09
155. Diesen Drops hat die D. Autoindustrie noch lange nicht gelutscht

Zitat von schweizergardist
Oh mann, wie oft kommen noch solche unfassbar unreflektierten Kommentare ungestraft durch? Für Sie zum Lernen und für den Rest zum lesen: 1897 betrug der Wirkungsgrad des ersten Dieselmotors 27%. Der Wirkungsgrad guter Dieselmotoren bewegt sich heute (122 Jahre später) bei knapp über 40%, bei Benzinern ist er etwas schlechter. Energie: 1997 (das ist 100 Jahre nach 1897) betrug der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung 4,1%, 2018 (also nur 21 Jahre später) waren es schon über 40%. Was ist so schwer daran zu verstehen? Man muss kein Mathematiker sein, um die Zahlen zu interpretieren: der Anteil der Erneuerbaren boomt, der Wirkungsgrad der Hubkolbenmotoren ist stagniert, egal was sich Ingostadt & co für weitere Manipulationen einfallen lassen, sie werden aus dem schmutzigen Öl immer mehr Hitze als Vortrieb generieren, ganz von den Abgasen zu schweigen. Es bleibt einfach nur Schwachsinn. Ein paar Facts mehr: Stand Januar 2019 gibt es nicht einmal 90 Tausend E-Autos in Deutschland. Es gibt aber über 12,5mio Einfamilienhäuser. Bevor also auch "Laternenparker-Argumente" kommen -> Es ist noch genug Dachfläche vorhanden und genug Einfamlienhäusern könnten ihre Autos dank PV extrem klimafreundlich bewegen. Man_muss_nur_wollen!!
Auch der Strom aus der PV -Anlage kostet mindestens 0,17 Euro je kWh. Das Hauptproblem, um das sich hier jeder Sorgen machen sollte, ist einfach, dass die Deutsche Autoindustrie weder Vollhybrid und wie hier dem Testbericht zu entnehmen ist, noch Auto- Elektroantrieb kann. Das wichtigste Bauteil in solch einem Fahrzeug ist die Elektronik, mit der dazugehörigen Software. Ein richtiges Elektrofahrzeug darf bei diesen Wetterbedingungen nicht mehr als 10 kWh auf 100 km verbrauchen, inkl. Klimaanlage. Fahrweise bis 130 km /h und immer nach Verkehrsvorschriften. Erfreulich ist, dass bei diesen Fahrzeugen die Klimaanlage im Sommer ( gefühlt) viel sparsamer ist als in einem Verbrennerfahrzeug und im Verbrauch viel günstiger als umgekehrt das Heizen im Winter. Wenn Elektrofahrzeuge, dann nur Voll-Range Extender, aber das können die Deutschen Konstrukteure in den Automobilwerken gar nicht! Deshalb springt man so schnell auf Vollelektrik um. Aber dieser Drops ist offenbar auch noch lange nicht ausgelutscht.
So fährt z.B. ein Voll Range - Extender 12000 km mit ca. 1000 kWh E. - Energie, plus 160 ltr. E-10 und das ohne all die geschilderten Probleme, d.h. eine fremde Ladesteckdose wird niemals benutzt. Die Gesamtkosten - Fahrkosten für diese 12000 km = 410,- Euro. Wartezeit : = 0 Stunden.
Dieser Audi dagegen würde für 12000 km nur elektrisch 490 ,- Euro (nur PV) bis 1050,- Euro benötigen .

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hansglück 01.07.2019, 14:15
156.

Zitat von langenbergee
Ich denke, Audi wird da noch etwas optimieren. Der Autor sollte sein e-Auto vor der Fahrt voll laden. Mache ich auch immer. Dann klappt es auch mit einem Stopp. Wenn er dann noch einen richtig schnellen Schnelllader nimmt, reicht auch eine halbe Stunde.
Elektro Autos sollte man im Alltag eben nicht voll laden, sondern auf 80-90 Prozent. Das schont den Akku, ein Stop mehr hilft, die Lebensdauer zu verlängern und spart sogar Zeit, denn die letzten 20 Prozent können fast gleich lang beim Laden dauern wie die ersten 80 Prozent.

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schweizergardist 01.07.2019, 14:17
157.

Zitat von SonstNichts
Der Begriff der "erneuerbaren Energie oder Energien" ist der Physik unbekannt und wäre im Übrigen ein perpetuum mobile. Damit fängt die Verdummung schon mal an. Und Nein bzw. Ja, je nachdem, wo Sie stehen, mit Wind und Solar und den paar Stauseen können wir unserer Land so nicht betreiben. Thema Grundlast. Wenn wir dann aus der Quelle der sog. "Erneuerbaren" auch noch unsere Moblität speisen wollen, wird es endgültig drollig. Nicht, weil dieser Strom keinesfalls reichen wird, sondern ibs. deshalb, weil die Deutsche Bahn dann nur noch am Tage und im Übrigen bei Wind fährt und auch das dann nicht überall.
Das ist zwar JETZT und HEUTE richtig, nicht aber wenn man die Haus-PV-Speicher und vor allem die Akkus der E-Autos als Puffer verwendet. Was noch nicht ist, kann werden, vorausgesetzt, die Politiker haben Interesse daran. Derzeit sind sie eher damit beschäftigt, RWE ein paar Parteispendegefallen zu tun.
Der hektische Ausstieg aus der Atomkraft war auch leider auch keine Meisterleistung. Ein schneller Brüter wie der russische BN-800 würde nicht nur auf Jahrzehnte Strom aus unseren Abfällen produzieren, sondern wäre noch sehr sicher (googlen Sie mal). Die Franzosen forschen fleißig, wir verschliessen die Augen.

So oder so kann es nicht angehen, dass wir mit Autos rumfahren, die aus 60% der Energie Hitze erzeugen, dafür Tanker um die Welt fahren und aufwendige und energiehungrige Raffinerien betrieben werden. Ebensol sollten wir unsere landwirtschaftlichen Flächen NICHT zum Anbau von E-Fuel verschwenden. Wir sind bald 10 Milliarden, möchten sie Getreide, Mais oder Zuckerrüben für Ethanol anbauen oder vielleicht doch lieber Nahrungsmittel.

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quengelliese 01.07.2019, 14:23
158. Vorsprung durch Technik?!

Meiomei, das kann ja jeder Kleinwagen (Dacia, Lada usw.) für 10 % des Audipreises besser - und für die gesparten 90K lassen sich jede menge Aufforstungsprojekte usw. unterstützen...

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cyborgpiratelaserninja 01.07.2019, 14:23
159.

Zitat von drschlaumeier
(...)Warum nur glauben die deutschen Hersteller, es muss immer ein SUV sein mit einem Cw-Wert einer Schrankwand und 360 PS und mehr. Der Audi fährt weder weiter noch ist er wirklich schneller auf 100, kostet dabei aber 105.000; der Leaf 35.000. zur E-Mobilität passt einfach kein deutscher Panzer. Der IO von VW ist da schon eher der richtige Schritt. Gute Nacht, Deutschland!
Die glauben es nicht, sondern wissen es. Die Hersteller sehen doch ihre Verkauszahlen und da sind SUV nun mal sehr beliebt. Tendenz weiterhin steigend. Gerne greift man da auch mal zu einem dickeren Motor, denn sonst fährt sich das übergewichtige Trumm so blöd. Schauen Sie doch mal nach China mit seinem boomenden Markt für E-Autos. Sehr viele Modelle sind als dicke SUVs mit viel Prestigefaktor ausgelegt. Das Elektroauto hat nämlich sein Image von der Ökospardose für Nerds zum beliebten Statussymbol gewandelt und da passt das SUV als Grundlage wieder gut. Nein, mir gefällt das nicht aber wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird. Warum kam das Model X bei Tesla wohl vor dem Model 3 und warum wird das Model Y mit SUV Charme konstruiert? Weil sich der Kram verkauft.
Ich wundere mich keine Sekunde über Audiis Entscheidung das Ding im Segment der Prestige-SUVs anzulegen. In der Kategorie ist es auch einfacher die Kosten wieder reinzuholen. Zur Not schlägt man ein paar Tausend oben drauf. Die Klientel juckt es nicht. Beim E-Auto für Otto Normal sieht es anders aus.

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