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Fahrbericht Hyundai Nexo: Elektroauto 2.0
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Kürzer laden, länger fahren - der Hyundai Nexo zeigt, dass Wasserstoffautos viele Vorteile gegenüber normalen E-Autos haben. Das Beste beim Nexo ist allerdings das Ausrollen an der roten Ampel.

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connaisseur 21.08.2019, 09:22
70. Fünf Gründe, warum Wasserstoffautos kaum gefragt sind

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/brennstoffzelle-deshalb-setzen-sich-wasserstoffautos-bisher-nicht-durch-a-1273042.html

qed :(

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neurobi 21.08.2019, 09:24
71.

Zitat von tpunkth
Das Auto kann trotz hoch gelobtem Antriebskonzept nur 177 km/h schnell fahren, was herkömmliche Stromer mittlerweile auch schaffen - Tesla macht die 200 ohne Probleme.
Klar doch, dann kommen sie aber nicht mehr weit.
Beim einem Vergleich einer Autozeitung hat der Nexus die Strecke Hamburg-München in etwa der gleichen Zeit geschafft wie der Vergleichdiesel. Der Tesla kam er 3 Stunden später an.

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hinterfrager09 21.08.2019, 09:24
72.

Hallo, zum Platin: nach Informationen im Netz konnte Daimler den Platinanteil im GLC F-Cell um 90% reduzieren. Es sind Platingehalte von 8-10g pro Brennstoffzelle erreichbar - das ist weniger als im Benziner-Kat.
und war für die Akkus der BEV gilt -> "alles wird recycelt und der Rohstoffverbraucht ist deshalb egal" - ich bin sicher, das sehr wertvolle Platin kann auch aus alten, nicht mehr eingesetzten Brennstoffzellen wieder rausgeholt werden. Es wird massiv an Platinfreien Brennstoffzellen geforscht. Der Wirkungsgrad ist deutlich schlechter als im BEV - ich frage mich nur: warum verkaufen sich SUV so gut? oder andersrum - warum werden so wenige Einstiegsmotorisierungen gekauft bei den Volumenmodellen? Vielleicht, weil die Energieeffizienz nur einer von vielen Faktoren ist die zum Markterfolg eines Produkts gehören. Die Brennstoffzelle ist Wirkungsgradtechnisch besser als Benziner und Diesel, stößt lokal keine Schadstoffe aus. Der Energiebedarf (=Tankvorgang) ist schnell und zeitlich entkoppelt von der Erzeugung, was die Netze massiv entlasten wird und es uns überhaupt erst ermöglicht, eine Energiewende zu vollziehen. Die ist nämlich UNMÖGLICH ohne Power-to-Gas. Wenn wir in den Wintermonaten auf Jahressicht am meisten Strom brauchen, die EE aber auf Jahressicht im Winter am wenigsten liefern brauchen wir viele Erzeuger. Das führt automatisch dazu, dass wir schon absehbar bald im Sommer monatelang enorme Überschüsse an Abfallstrom erzeugen werden. Heute nicht, aber in 10 Jahren. Fangen wir schon heute damit an, uns nicht nur am Parameter der Effizient aufzuhängen, sondern das Gesamtpaket der Energiewende zu betrachten. Wir werden saisonale Riesenüberschüssen haben - EU-weit. BEV werden diese Themen nicht lösen, sondern den Energiebedarf im Winter weiter erhöhen und die Lage verschärfen. Eine parallele Nutzung von BEV und FCEV sind für mich die Lösung.
ich bin mir sicher, wenn Firmen wie Bosch oder Toyota und Hyundai die Brennstoffzelle komplett durchindustrialisieren wie den Verbrennungsmotor oder den Kat (siehe Platin, ein Kat billig) wird die Brennstoffzelle sehr viel günstiger sein als die Manufakturware heute.
Beim Akku sehen wir diese Entwicklung. es werden jährlich Milliarden (!) Lithium-Akkuzellen für Handy, Tablet und Auto produziert - hier ist die Kostenkurve schon relativ weit unten. Und trotzdem kostet ein BEV noch viel mehr als ein Verbrenner. Mittel- und langfristig stehe ich für die Brennstoffzelle eine Chance im Bereich großer Fahrzeuge (LKW, Light Trucks, SUV) sowie für Vielfahrer mit wenig Interesse an täglichen Aufenthalten an den Reststätten dieser Welt.

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cyborgpiratelaserninja 21.08.2019, 09:27
73.

Zitat von leftwing
Zwar noch teuer, aber endlich tut sich was. Wo sind die deutschen Hersteller? Wie immer am Schlafen? Wird Zeit aufzuwachen, hier kommt die richtige, automobile Zukunft angefahren. Brennstoffzelle endlich mal richtig eingesetzt. Das gibt Hoffnung, ab vom batteriebetriebenen Unsinn. Die Koreaner machen es mit Mut vor.
Mit dem wohlfeilen Bashing der deutschen Autoindustrie sollten Sie noch etwas warten. Von Mercedes gibt es den F-Cell bereits zu kaufen und Audi ist dabei den H-Tron auf den Markt zu bringen. Die Koreaner gehen hier einfach einen Schritt weiter und bringen ein Auto auf den Markt, welches selbst mit seinem hohen Preis eher kein Plusgeschäft wird. Man muss als Kunde schon sehr experimentierfreudig sein, um die Karre zu kaufen. Wie viele Leute gibt es, die einfach so über 20.000 €mehr ausgeben?
Deutsche Hersteller wie BMW haben schon vor Jahrzehnten Erfahrungen mit Wasserstoff als Treibstoff gemacht. Damals zwar in Verbennungsmotoren aber man hat so einige Erkenntnisse vor allem über die Lagerung gewonnen. Leider war das mit der damals verfügbaren Technik nicht wirklich etwas für den Massenmarkt. Ob die Brennstoffzelle wirklich zukunftstauglich ist, wird sich noch heraustellen. Das liegt vor allem an der Vesorgung mit Wasserstoff. Machen Sie sich doch mal schlau wie er gewonnen wird und was für Probleme das je nach Methode mit sich bringt. Stichworte: Dampfreformierung, Elektrolyse (Wirkungsgrad).

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wpdat 21.08.2019, 09:33
74. Nicht emmisionsfrei

Mal abgesehen von der grottenschlechten Energiebilanz, die ja hier schon mehrfach thematisiert wurde und der analogen Nutzung von ach so bösen Materialien wie in BEVs, haben diese Fahrzeuge noch ein weiteres Problem, was aktuell entweder nicht erwähnt oder als Lappalie abgetan wird. Sie sind nicht emmissionsfrei. Sie emmitieren Wasserdampf. Gut, das ist ja kein CO2. Stimmt. Allerdings ist Wasserdampf deutlich kritischer für die Erderwärmung als CO2:

https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/ist-nicht-wasserdampf-statt-co2-das-wichtigste

Wurde bisher nur nicht diskutiert, da wir aktuell als "Feuermacher"-Zivilisation im Vergleich deutlich mehr CO2 als Wasserdampf erzeugen. Das dürfte sich schlagartig ändern, wenn ein paar Millionen Fahrzeuge ständig leichte Wölkchen davon ausstossen. Das wird natürlich in solchen Beiträgen wie diesem tunlichst verschwiegen. Es ist wie beim Diesel: Hauptsache keine CO2. Japp, dafür gibt es jetzt jede Menge NOX. Das hatte am Anfang niemand im Blick. Jetzt ist es ein Riesenproblem. Nur batteriebetriebene Elektrofahrzeuge sind lokal komplett emmisionsfrei. Wenn wir davon ausgehen, dass in absehbarer Zeit Energie nur noch aus sauberen Quellen kommt, ist das das einzige System, was ohne Nebeneffekte funktioniert. Für die Wassersoffbasierte EMobilität gilt das nicht. Die Wasserdampf Emssionen bleiben, unabhängig davon, wie der Wasserstoff gewonnen wird.

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dochsb 21.08.2019, 09:33
75.

Korrekt - die Wasserstoffbrennstoffzelle und die notwendigen Komponenten sind alles anders als begrüssenswert. Reden wir allein von 60g Platin in einer Brennstoffzelle, die man in den nächsten Stufen hofft auf einmal 20g reduzieren zu können.. so macht das bei einer derzeitigen Weltjahresproduktion von Platin von 200t Rohstoff für ca. 3,2 Millionen Brennstoffzellenautos pro Jahr... Das würde nicht einmal den Deutschen (3.6 Mio NeuPKM 2018) decken. Reden wir jetzt nicht von neuen Katalysatorideen bestehend aus Graphen - hier sind Wirkungsgrad und Technologie weit hinter Platin-basierte Brennstoffzellen.

Nehmen wir doch einfach an, dass Wasserstoff für Überschussenergie aus "erneuerbaren" Energien ein prima Speicher sein kann und in einer Art Blockkraftwerken mithilfe dezentraler Brennstoffzellen sowohl elektrische als auch Wärmeenergie in Flutzeiten produzieren können. Im normalen PKW setzen wir im Alltag (ausser bei LKW und Bahn) auf Batterietechnologie. Die Tankmentalität ist antiquiert, zumal eine Wasserstoffinfrastruktur mit 700bar Druckspeicher immense Kosten und Risiken birgt.

Klar ist eine Verhaltensänderung nervig und zunächst unbequem - aber im Hinblick auf die Veränderungen, die wir unseren Nachkommen durch Klimawandel aufbürden, eigentlich als gering zu sehen. Wer im Urlaub meint, Ladepausen nicht verkraften zu können, indes aber kein Problem hat, Stunden im Stau zu stehen, sollte den Fokus mal auf das eigentliche Problem Zeitmanagement richten. Wir hasten von Termin zu Termin und verlieren DORT Lebensqualität durch Dauerstress - aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Just my 2cents

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dochsb 21.08.2019, 09:34
76. Ressourcen der Brennstoffzelle

Korrekt - die Wasserstoffbrennstoffzelle und die notwendigen Komponenten sind alles anders als begrüssenswert. Reden wir allein von 60g Platin in einer Brennstoffzelle, die man in den nächsten Stufen hofft auf einmal 20g reduzieren zu können.. so macht das bei einer derzeitigen Weltjahresproduktion von Platin von 200t Rohstoff für ca. 3,2 Millionen Brennstoffzellenautos pro Jahr... Das würde nicht einmal den Deutschen (3.6 Mio NeuPKM 2018) decken. Reden wir jetzt nicht von neuen Katalysatorideen bestehend aus Graphen - hier sind Wirkungsgrad und Technologie weit hinter Platin-basierte Brennstoffzellen.

Nehmen wir doch einfach an, dass Wasserstoff für Überschussenergie aus "erneuerbaren" Energien ein prima Speicher sein kann und in einer Art Blockkraftwerken mithilfe dezentraler Brennstoffzellen sowohl elektrische als auch Wärmeenergie in Flutzeiten produzieren können. Im normalen PKW setzen wir im Alltag (ausser bei LKW und Bahn) auf Batterietechnologie. Die Tankmentalität ist antiquiert, zumal eine Wasserstoffinfrastruktur mit 700bar Druckspeicher immense Kosten und Risiken birgt.

Klar ist eine Verhaltensänderung nervig und zunächst unbequem - aber im Hinblick auf die Veränderungen, die wir unseren Nachkommen durch Klimawandel aufbürden, eigentlich als gering zu sehen. Wer im Urlaub meint, Ladepausen nicht verkraften zu können, indes aber kein Problem hat, Stunden im Stau zu stehen, sollte den Fokus mal auf das eigentliche Problem Zeitmanagement richten. Wir hasten von Termin zu Termin und verlieren DORT Lebensqualität durch Dauerstress - aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Just my 2cents

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dochsb 21.08.2019, 09:34
77. Ressourcen der Brennstoffzelle

Korrekt - die Wasserstoffbrennstoffzelle und die notwendigen Komponenten sind alles anders als begrüssenswert. Reden wir allein von 60g Platin in einer Brennstoffzelle, die man in den nächsten Stufen hofft auf einmal 20g reduzieren zu können.. so macht das bei einer derzeitigen Weltjahresproduktion von Platin von 200t Rohstoff für ca. 3,2 Millionen Brennstoffzellenautos pro Jahr... Das würde nicht einmal den Deutschen (3.6 Mio NeuPKM 2018) decken. Reden wir jetzt nicht von neuen Katalysatorideen bestehend aus Graphen - hier sind Wirkungsgrad und Technologie weit hinter Platin-basierte Brennstoffzellen.

Nehmen wir doch einfach an, dass Wasserstoff für Überschussenergie aus "erneuerbaren" Energien ein prima Speicher sein kann und in einer Art Blockkraftwerken mithilfe dezentraler Brennstoffzellen sowohl elektrische als auch Wärmeenergie in Flutzeiten produzieren können. Im normalen PKW setzen wir im Alltag (ausser bei LKW und Bahn) auf Batterietechnologie. Die Tankmentalität ist antiquiert, zumal eine Wasserstoffinfrastruktur mit 700bar Druckspeicher immense Kosten und Risiken birgt.

Klar ist eine Verhaltensänderung nervig und zunächst unbequem - aber im Hinblick auf die Veränderungen, die wir unseren Nachkommen durch Klimawandel aufbürden, eigentlich als gering zu sehen. Wer im Urlaub meint, Ladepausen nicht verkraften zu können, indes aber kein Problem hat, Stunden im Stau zu stehen, sollte den Fokus mal auf das eigentliche Problem Zeitmanagement richten. Wir hasten von Termin zu Termin und verlieren DORT Lebensqualität durch Dauerstress - aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Just my 2cents

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cyborgpiratelaserninja 21.08.2019, 09:37
78.

Bedenkenträger VS unreflektierte Fanboys. Der Thread ist mal wieder ein Highlight nach sponscher Art. Kann man so ein Projekt nicht einfach mal als das sehen was es ist? Ein Experiment auf der Straße. Klar ist doch, dass wir auf lange sicht ein Problem haben werden. Klimawandel hin oder her. Fossile Brennstoffe sind endlich und es braucht eine Alternative. Ich bin auf den Ausgang gespannt. Aktuell halte ich BEVs für die aussichtsreichere Technologie aber man weiß ja nie was kommt. Am Ende des Tages wird sich unser Hauptantriebskonzept wohl danach ausrichten wie wir unsere Energieversorgung regeln. Wenn es ich dann z. Bsp. lohnt den schlechten Wirkungsgrad bei der Erzeugung von Wasserstoff in Kauf zu nehmen, kann man durchaus auf die Brennstoffzelle setzen. Vielleicht erleben wir ja auch einen Mix? Heute setzen wir auch auf Diesel und Benzin. Es wäre durchaus denkbar sowohl aus BEVs als auch auf Brennstoffzellen zu setzen. BEV für Kurzstreckenfahrer. Brennstoffzelle für die Langstrecke. Fraglich ist nur ob es Sinn ergibt zwei Versorgungssysteme aufzubauen.

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jasper366 21.08.2019, 09:38
79.

Zitat von Mike.liquimoly
Beim tagesaktuellen Platinkurs von 766 Euro pro Unze macht der Anteil an den Anschaffungskosten nur 2000 € aus. Warum ist der Rest so teuer? Eine Brennstoffzelle kostet weit weniger als ein Verbrennungsmotor, warum wird dieser Preisvorteil nicht an den Kunden weitergegeben? Und warum baut der Hersteller den Antrieb nicht einfach in ein verkaufszahlenstärkeres Fahrzeug, dann müsste auch kein solch astronomischer Preis verlangt werden.
Sie haben anscheinend keine Ahnung was den Hersteller ein Motor bzw. das komplette Fahrzeug in der Herstellung kostet.

Wenn diese '2000' 2000 EUR sein sollen, dann kostet das Platin der Brennstoffzelle bereits soviel wie ein stinknormaler VW Motor.

Baukosten Material VW Golf: 8000 EUR *), größter Kostenfaktor ist Motor inkll.Getriebe mit rund 25% Anteil.

Zu den Kosten für das Platin kommt dann bei einem Brennstoffzellenfahrzeug der Rest der Brennstoffzelle, die teuren Tanks, der Akku...

*) zu den 8000 EUR summieren sich noch einmal rund 4000 EUR an Lohnkosten und 4000 EUR Vertriebskosten, die viele Werbung will ja bezahlt sein. ;-)

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