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Fahrbericht Hyundai Nexo: Elektroauto 2.0
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Kürzer laden, länger fahren - der Hyundai Nexo zeigt, dass Wasserstoffautos viele Vorteile gegenüber normalen E-Autos haben. Das Beste beim Nexo ist allerdings das Ausrollen an der roten Ampel.

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jasper366 21.08.2019, 09:38
80.

Zitat von Mike.liquimoly
Beim tagesaktuellen Platinkurs von 766 Euro pro Unze macht der Anteil an den Anschaffungskosten nur 2000 € aus. Warum ist der Rest so teuer? Eine Brennstoffzelle kostet weit weniger als ein Verbrennungsmotor, warum wird dieser Preisvorteil nicht an den Kunden weitergegeben? Und warum baut der Hersteller den Antrieb nicht einfach in ein verkaufszahlenstärkeres Fahrzeug, dann müsste auch kein solch astronomischer Preis verlangt werden.
Sie haben anscheinend keine Ahnung was den Hersteller ein Motor bzw. das komplette Fahrzeug in der Herstellung kostet.

Wenn diese '2000' 2000 EUR sein sollen, dann kostet das Platin der Brennstoffzelle bereits soviel wie ein stinknormaler VW Motor.

Baukosten Material VW Golf: 8000 EUR *), größter Kostenfaktor ist Motor inkll.Getriebe mit rund 25% Anteil.

Zu den Kosten für das Platin kommt dann bei einem Brennstoffzellenfahrzeug der Rest der Brennstoffzelle, die teuren Tanks, der Akku...

*) zu den 8000 EUR summieren sich noch einmal rund 4000 EUR an Lohnkosten und 4000 EUR Vertriebskosten, die viele Werbung will ja bezahlt sein. ;-)

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mbb209 21.08.2019, 09:42
81. Ich hoffe doch nicht

dass die Brennstoffzelle beim Ausrollen an der Ampel vor sich hinwarpt - das ist wahrscheinlich das akustische Warnsystem, das auch im vollelektrischen Hyundai Kona verbaut ist. Diesen gibt es im übrigen mit 64 kWh ausnutzbarer Akkukapazität in der Basisversion ab ca. 35k Euro nach Förderung mit Praxisreichweiten zwischen 300 und 450 km, je nach Streckenprofil, Fahrweise und Jahreszeit. Die Notwendigkeit für ein doppelt so teures FCEV erschließt mir vor diesem Hintergrund nicht. Es wäre auch schön, wenn sich SPON endlich mal die üblichen BEV - Klischees verkneifen würde. "Reichweitenpanik" haben hauptsächlich Journalisten und welche BEV sind denn bitte bei 130 km/h abgeregelt ? Vielleicht die ZOE oder ein paar Cityhopper mit kleiner Batt, die aktuellen Modelle vielleicht bei 160 oder 170 km/h, die größeren Modelle von Tesla, Audi, Jaguar, Mercedes etc. vielleicht bei 200 bis 250 km/h. Nicht dass es für den Weltmarkt zählt - in der zivilisierten Welt außerhalb Deutschlands gibt es überall Limits bei 120 bis 130 km/h.

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MapleLeaf 21.08.2019, 09:43
82.

Zitat von erestor
60€ für 600km da kann ich auch weiter Benzin verbrennen.... Und auf Wasserstoff sind keine Steuern und er wird in der Regel aus Erdgas hergestellt, also auch nichts mit Co2 neutral.... Aus Strom ist er übrigens ca doppelt so teuer wie aus Erdgas....
Wieder einer der nichts verstanden hat...

1. Herstellung und Distribution von H2 sind im Augenblick noch sehr teuer, weil es noch nicht genug Abnehmer gibt.
2. Die Umlweltbilanz ist sogar jetzt schon besser als die von mit Batterien betriebenen Autos (Thema seltene Erden). Es ist Aufgabe der Politik die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass H2 aus erneuerbaren Energien hergestellt worden sein muss!
3. Niemand hat behauptet, dass Umweltschutz per se billiger sein kann oder muss, als weiterhin bedenkenlos fossile Brennstoffe für kinetische Energie zu verfeuern. Wenn nach dem Verursacherprinzip von Umelweltschäden Kraftstoffe korrekt bepreist wären, würde ein Liter 4-5€ kosten müssen. Somit stimmt Ihre Aussage nicht.
4. Sie dürfen natürlich nicht dem kWH-Preis für normale Endverbraucher zu Grunde legen bei Ihrer Rechnung. Außerdem sollte H2 direkt dort hergestellt werden, wo der Strom erzeugt wird und am besten in der Nähe von dort, wo er dann über die Tankstellen verteilt wird. Die Logistik ist eine ganz andere als heute bei der Verteilung von fossilen Kraftstoffen. Hinzu kommt, dass sinnvoller Weise eine Quersubventionierung aus anderen Bereichen (z.B. über eine CO2-Abgabe) erfolgen sollte.

Manchmal wundert man sich wirklich über die Phantasielosig- und Lernunwilligkeit mancher Mitmenschen, wenn es darum geht eingefahrenes schlechtes Konsumverhalten abzulegen und lösungsorientiert zu denken.

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jasper366 21.08.2019, 09:45
83.

Zitat von legtsichauchwieder
Brennstoffzellenfahrzeuge sind viel zu ineffizient - das spiegelt sich auch in den im Beitrag aufgeführten Kosten wieder: Mehr als 10 EUR pro 100 km. Ein batterieelektrisches Fahrzeug hat (mit selbsterzeugtem PV-Strom) HEUTE schon das Potential für 1.50 EUR pro 100 km....
Nicht zu vergessen, das ganze zudem noch ohne jegliche Energiesteuer und aus fossilen Rohstoffen hergestellt.

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alex2k 21.08.2019, 09:47
84. Klasse

dass da weiter gemacht und geforscht wird. Die Forschung soll auf jeden Fall weitergehen. Allerdings sollte man bei momentanen Wasserstofautos beachten, dass nach ca. einer Woche das Wasserstoff zur Haelfte aus dem Tank verschwindet! Es sickert einfach durch die Tankwaende hindurch! Die Wasserstoffatome sind halt einfach so klein, dass meines Wissens nach noch keine Loesung gefunden wurde, wo man es dauerhaft ohne Verluste festhaelt.

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jasper366 21.08.2019, 09:48
85.

Zitat von andil
Die teure Batterie entfällt... und wird durch eine teure Brennstoffzelle ersetzt. Dazu noch ein miserabler Gesamt-Wirkungsgrad und das ganze auch nur 1.8 Tonnen schwer und bei 70000 für einen solchen Premium Hersteller auch spot billig :-). Fazit: Naja
...äh, nein.
Die Batterie wird nicht ersetzt sondern nur ergänzt und kann dadurch lediglich etwas schrumpfen.

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kai_4711 21.08.2019, 09:49
86. 3600 Kilometer Norwegen Tour mit Familie, mit Wasserstoff nicht möglic

Ich bin diesen Sommer mit Familie 3600km von Hamburg nach/durch Norwegen gefahren.
Mit Tesla Model 3 (schlappe 20.000€ günstiger) war das gar kein Problem.
Überall gab es Supercharger oder Strom, der Tesla hatte in Norwegen eine riesige Reichweite trotz permanent laufender Klimaanlage, und Platz gab es dank Frunk und großem Kofferraum mit großem Unterbodenabteil.
Ja, und auf der Autobahn bin ich auch mal 200 km/h gefahren, und die Beschleunigung war dank zweier Motoren auch bei den Serpentinen hervorragend.

Aktuell ist so eine Reise wede mit einem e-Tron noch mit einem Wasserstoff Auto möglich.
Und ich habe keine Lust noch 20 Jahre zu warten. Eine Probefahrt im Nexo war extrem enttäuschend im Vergleich zum Tesla Model 3.

Am Ende ist Wasserstoff ein "teurer Energieträger" der mit gutem Sachverstand eingesetzt werden sollte.
Schwerverkehr, Schiffahrt usw. sind gute Einsatzzwecke, aber kein PKW.

Beim Autonomen Fahren in Innenstädten fehlt übrigens die Fähigkeit berührungslos aufgeladen werden zu können. An roten Ampeln oder in der Ladebucht. Alles nicht möglich.

Warten bringt doch nichts.
Schaut Euch an was man JETZT / nächstes Jahr kaufen kann, ob Ihr damit durch Europa kommt, ob es Fahrspaß bringt und ob es kein zu teurer Exot ist, dann kann man das auch kaufen.
Wasserstoff im PKW gehört nicht dazu.

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MapleLeaf 21.08.2019, 09:50
87.

Zitat von christian77
Gerne haette ich so ein Auto, aber fuer einen Preis von 70000 Euro wird viel co2 produziert. Weniger ist mehr. Soviel Digitalilisierung ist mir auch unheimlich. Es braucht ein billiges , massentaugliches kleines Fahrzeug mit diesem Antrieb. A la VW Polo, Preis sollte 25.000 Euro nicht ueberschreiten. Das mit der Luftreinigung , irgendwie nett, nur wer produziert den Wasserstoff derzeit? Aus welchen Quellen?
Neue Technologien werden immer erst einmal ab dem mittleren Preissegment aufwärts eingeführt. Die Gründe dafür sind das kleine Einmaleins der BWL. Irgendwann wird es diese Technologie auch für Kleinwagen geben. Leider haben die Industrie und die Politik das Thema H2 jahrelang verpennt, weil man lieber auf die Mogelpackung der batteriebtriebenen Autos gesetzt hat und damit für die Gewinnung der Zutaten der Batterien lieber ganze Landstriche in den Förderländern ökologisch zerstört und unbewohnbar macht.

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brux 21.08.2019, 09:54
88. Korea

Keine grosse Innovation an sich. Woher der Wasserstoff kommt, ist auch nicht ganz unwichtig.
Und beim Design wird munter weiter geklaur, diesmal von Citroën. Peinlich.

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wolle0601 21.08.2019, 09:55
89. @mazzmazz, genau...

die Rezession ist da, und der Staat soltte besseres zu tun haben, als den ÖPNV in den Städten massiv auszubauen (jedenfalls solange das Steuergeld kostet) bzw. noch mehr Anreize für Landflucht zu schaffen. Wenn überhaupt investieren dann in Mobilität auf dem Land, jedenfalls bis sich das Thema durch autonome Fahrzeuge von selbst löst.

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