Forum: Auto
Fahrbericht Toyota Prius: Auf die Dauer ist er schlauer
Toyota

"Der Mensch ist das Problem", jammern Autohersteller, wenn allzu engagierte Fahrer ihre Spritsparbemühungen zunichtemachen. Im Toyota Prius hat deswegen die Maschine das Sagen. Und siehe da - es zahlt sich aus.

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jupp78 28.01.2017, 00:30
220.

Zitat von Meerkönig
Nach ihren Angaben fahren sie mit diesem Passat 43,565 km auf ebener Autobahn mit einer max Geschwindigkeit von 110 km/h. Wo ist da denn der größere Fahrspass als im Prius plug in? Der Prius kann sogar 130 km/h. Wird dann aber nur 35km weit kommen, rein elektrisch.
Der Unterschied ist, dass man immer alle Möglichkeiten hat.

Ich fahre z.B. selten über 140km/h auf der AB, aber es gibt schon mal die Variante, da habe ich es etwas eiliger und dann bin ich froh über die Möglichkeit es umzusetzen.

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Asmodys 28.01.2017, 00:42
221. @183

Es ist unerheblich, ob Sie persönlich die Konstruktion des Antriebsstranges für nicht sehr geglückt halten...

Tatsache ist, dass sich die internationale Fachwelt einig ist, dass die besten und effektivsten Hybridfahrzeuge mit dem größten Erfahrungsvorsprung noch immer von Toyota stammen und dass bei allen anderen Lösungen das Zusammenspiel zwischen Verbrenner und E-Motor merklich weniger reibungslos und geschmeidig funktioniert.

Und wer technisches Verständnis besitzt weiß auch, dass eben gerade explizit das stufenlose Planetengetriebe das Optimum im Sinne von Effizienz und Haltbarkeit für ein Hybridfahrzeug darstellt.
Die Toyota-Konstrukteure und Ingenieure sind ja nicht dämlich und wissen nach inzwischen über 10 Mio. verkauften Hybridmodellen durchaus was sie tun und warum sie eben gerade dieser Lösung den Vorzug vor allen anderen gaben. Genau deswegen gibt es stufenlose Getriebe, welche den Motor unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit im optimalen und effizientesten Bereich halten können. Bei deutschen Herstellern gibt es das nicht, weil es inzwischen schlecht zu vermitteln wäre, warum man jahrelang die Presse für Anti-CVT Artikel bezahlt hat und nun auf einmal selbst diese Getriebe einsetzt. ;-)

Ihre "Komforteinbußen ohne Ende" existieren für einen normalen Fahrer und Berufspendler kaum oder bei weitem nicht in dem Maße, wie es gebetsmühlenartig immer wieder dargestellt wird.
Ganz im Gegenteil: für viele Käufer ist der Verbrauchsvorteil sogar eher nebensächlich und der Kauf wurde eben gerade aus Komfortgründen vollzogen.

Dagegen häufen sich in der sog. "Fachpresse" die Komforteinbußen gerade beim DSG-Getriebe. Die Bezeichnung "Nerv- und Ruckelgetriebe" würde hier wohl durchaus in etlichen Fällen passen.

Man hat also die freie Auswahl:
Entweder ein Getriebe, das für ein paar Sekunden den Motor lauter werden lässt, dafür sparsamer, deutlich haltbarer ist und absolut ruckfreies Anfahren und Beschleunigen ermöglicht.
Oder ein Getriebe, das das "Aufheulen" vermeidet, dafür aber in den letzten Jahren immer wieder mit zweifelhafter Haltbarkeit negativ auffiel, zu weniger Effizienz beiträgt und zum (Anfahr-)Ruckeln neigt.

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Asmodys 28.01.2017, 03:01
222. @184

Zitat von Der neoliberale Ökonom
Manche deutschen Autos haben dort aber kein billiges Hartplastik, sondern aufgeschäume Kunststoffe oder sogar Lederbezug. Obwohl der neue Prius dutlich in der Qualitätanmutung im Innenraum gewonnen, hänget er doch deutlich hinter VW, Audi, BmW teilweise sogar Opel und Ford hinterher.
Richtig... "manche" deutsche Autos haben das. Nur sind die dann allesamt im Premiumbereich angesiedelt und viel teurer als ein Prius. Was erwarten Sie eigentlich von einem Auto in dieser Preisklasse? Zumal ich Ihnen bereits vorher schon ausgeführt hatte, dass Golf & Co. eben mitnichten einen Deut besser sind.

Gehen Sie in ein Autohaus Ihrer Wahl, setzen sich sich in ein vergleichbares Modell von Opel, Ford, VW u.v.m. und machen Sie einfach mal einen "Klopftest". Es dominiert überall hier wie dort Hartplastik, ab ca. Kniehöhe nach unten. Und das Hartplastik in einem VW ist sicherlich auch nicht besser und teurer gewesen, als das in einem Toyota. Geschäumte Flächen sind in fast jedem aktuellen Auto dieser Klasse prozentual zum Hartplastikanteil in der absoluten Minderheit.

Es wird immer lächerlicher. Da wird inzwischen schon bemängelt, dass irgendwelche Schalter, Hebel, Ablagefächer und Konsolen aus "Hartplastik" seien...
Ja mein Gott.... aus was sollen sie denn sonst gemacht sein?
Gibt es irgendwo nachgiebige, "weiche" Knöpfe oder Ablageflächen? Wohl kaum...

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Asmodys 28.01.2017, 03:41
223. @188

Zitat von Der neoliberale Ökonom
Schon wieder geballter Unsinn. Aber das kennt man von Ihnen ja. Behauptungen, kein technisches Verständnis nur hirnloser Hass auf deutsche Hersteller.
Mit "hirnlosem Hass" hat dies wohl wenig zu tun, sondern eher mit Fakten.
Wenn auch leicht überspitzt muss ich "leider" ebenfalls sagen:
Wo der @Meerkönig prinzipiell Recht hat, hat er Recht... da beißt die Maus keinen Faden ab. ;-) (Wobei der Passat sogar nicht nur 2, sondern gleich 3 Kupplungen braucht) ;-)

Sie werfen anderen kein technisches Verständnis vor. Mit Verlaub... hätten Sie mehr technisches Verständnis, würden Sie die Hybrid-Alternativen von VW & Co., die eher den Eindruck einer nachträglichen "Bastellösung", die möglichst schnell und mit relativ wenig Entwicklungsaufwand, auf den Markt gebracht werden mussten (nach dem Motto: Wir haben jetzt auch einen Hybrid!), vielleicht nicht so vehement loben.
(Wohlgemerkt immer unter der Voraussetzung des Sinn und Zwecks eines Hybridfahrzeugs. Möglichst viel Motorleistung zu erreichen, ist z.B. nicht der Kerngedanke eines Hybridautos)

Modelle wie die hybriden Golf, Passat und Jetta (der inzwischen schon wieder eingestellt wurde) sind eher ganz einfach normale Benziner, denen nachträglich ein E-Motor an einen Direkteinspritzer (samt Feinstaubproblematik) und (anfälligem?) Turbolader angeflanscht worden ist, samt (anfälligem?) DSG-Getriebe und der zur Kraftübertragung insgesamt 3(!) Kupplungen benötigt.
Dazu läuft der Atkinson-Motor im Prius mit deutlich höherem Wirkungsgrad als der TSI und das stufenlose, nahezu verschleißfreie, Planetengetriebe kann den Motor stets im optimalen, effizientesten Betriebspunkt halten, was ein gestuftes Getriebe nicht kann.

Nichts davon braucht die Prius-Konstruktion. Zusätzlich fallen noch weitere viele nicht genannte Komponenten weg.
So gesehen hat der @Meerkönig demnach durchaus Recht, wenn er sagt, dass die Merkmale der o.g. Fahrzeuge eigentlich in einem Hybridfahrzeug völlig überflüssig sind.

Der Prius ist bereits konzeptionell ausschließlich als reines Hybrid-Fahrzeug entstanden, dessen hohe Gesamteffizienz und gute Emissionswerte ein Gesamtpaket aus den Komponenten Rekuperation von Bremsenergie + saugrohreinspritzenden Motor im Atkinsonprinzip + stufenloses Planetengetriebe + Aerodynamik + Leistungsverzweigung darstellt. Das System ist nicht umsonst patentiert, während alle anderen Hersteller mit komplexeren, teureren und aufwändigeren Lösungen "drum herum" bauen müssen.

Das sind die Zutaten, weshalb dieser Antrieb von einigen als "genial" bezeichnet wird. (Sogar von welchen, die keine "rosarote Toyota-Brille" tragen)
Dazu kommt, dass kein anderer Hersteller auf der Welt bei alternativen Antrieben ein vergleichbares Paket aus Effizienz, Haltbarkeit, Alltagstauglichkeit und vor allem finanzieller Erschwinglichkeit schnüren kann.
Das sind die Gründe weshalb bisher nur Hybridfahrzeuge von Toyota auf dem Weltmarkt erfolgreich sind, während alle anderen ausgesprochen erfolglos geblieben sind.

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mazzmazz 28.01.2017, 06:52
224. Falsche Rechnung

Zitat von FrankDr
70km/Tag *ca 200 Arbeitstage, die man im Office hat: 14.000 KM. Mehrverbrauch von 4,2 Litern im Schnitt * 14.000km = 588 Liter 588 Liter * 1,28€= 750€/Jahr. Und da ist noch kein Kilometer Privat dabei! Zudem ist Versicherung und v.a. Steuer von einem MB 190 um das zigfache höher als bei den Anderen. Nach 5 Jahren sind wir locker bei 5.000€ Mehrkosten. Das ist nicht wenig, die mich dann ein alter 190er mehr kostet Mir geht es darum möglichst günstig die notwendige Pendelei hinter mich zu bringen, aber ein wenig leiser als mein Aygo (5,5Liter und quasi keinerlei Unterhaltskosten) wäre nunmal schön.
Sie haben die Finazierungskosten (vulgo: Zinsen beim Kauf und dann der Wertverlust) vergessen.
4-5 gegen 7-8 L. Also keine "4,2", sondern eher um die 3 L wird ein Prius im wirklichen Leben sparsamer sein als ein Mercedes 190 (den ich nur exemplarisch für ältere Saugbenziner anführe).
Gehen wir von 18.000 Km p.a., 4,5 und 7,5 L Verbrauch und 1,35 Eur Sprit aus:
1.093,50 Eur vs. 1,822,50 Eur. 729 Eur Kostendifferenz für Sprit.
Allerdings bezahlen Sie für einen neuen Prius 28.000 Eur, während Sie den 190er für 4.000 Eur bekommen. Letzterer bekommt eine H-Zulassung, kostet also ca. 300-400 Eur Versicherung und Steuer im Jahr. Der Prius liegt hier sicherlich deutlich höher.
Der Prius wird bei der Wartung auf 10 Jahre möglicherweise etwas günstiger sein, ich gebe dem Benz hier 2.000 Eur "Vorsprung".
Rechnen wir einfach: 24.000 Eur Kaufpreisdfferenz. Weniger 2.000 Eur Mehrkosten Werkstatt Mercedes. Weniger 7.300 Eur Spritmehrverbrauch Mercedes. Zzgl. 2.000 Eur mehr Fixkosten Prius wegen teurerer Verischerung. Bleiben Ihnen bei kompletter Abschreibung 16.700 Eur übrig, wenn Sie Benz fahren. Nach 10 Jahren ist der Prius 4.000 Eur wert, der Mercedes 2.000. Also bleiben Ihnen am Ende knapp 15.000 Eur über, wenn Sie einen alten Mercedes fahren anstatt eines Prius.
Es gibt natürlich Unwägbarkeiten, der Benz kann ein teuren Schaden erleiden. Der Prius aber auch. Sobald Toyota irgendwann aufhört, die Akkus gratis zu tauschen, ist ein Prius mit einem 6.000 Eur Akku ein ziemliches Risiko, wohingegen ich einen Motor für einen 190E für 1.500 Eur inkl. EInbau bekomme.
Tun Sie mir den Gefallen, kritteln Sie jetzt nicht an Details meiner stark vereinfachten Kalkulation herum. Es geht um einen Trend. und dieser zeichnet sich klar ab.
Ich fahre auch keinen 190er, muss aber beim Auto auch nicht unbedingt sparen. Wer sparen muss, ist sehr oft mit einem alten, soliden Auto besser beraten. Auch wenn es mehr Sprit verbraucht. Darum geht es.

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