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Fahrbericht Toyota Prius: Auf die Dauer ist er schlauer
Toyota

"Der Mensch ist das Problem", jammern Autohersteller, wenn allzu engagierte Fahrer ihre Spritsparbemühungen zunichtemachen. Im Toyota Prius hat deswegen die Maschine das Sagen. Und siehe da - es zahlt sich aus.

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reifenexperte 25.01.2017, 09:32
20. Das Problem des Prius ist,

dass Fahrer konventioneller Autos, die sparsam fahren, rechtzeitig schalten und nicht auf die nächste Ampel zurasen, gar nicht viel einsparen können. Der Spareffekt ist bei Fahrern am grössten, die verschwenderisch fahren. Solche Fahrer wollen aber keinen Prius.

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mazzmazz 25.01.2017, 09:38
21. Bei jedem Auto so

Zügig beschleunigen und früh hochschalten sollte man mit jedem Auto tun, das irgendwo auf einen Verbrennungsmotor angewiesen ist.
Dies ist eine der wenigen Stärken von Dieselmotoren: sie bieten früh schon ein gutes Drehmoment und lassen sich auf diese Weise dann sogar fix fahren.
Nur die unsäglichen DSG-Getriebe und schlechte Wandlerautomaten uralter Machart verhindern eine solche Fahrweise ohne manuellen Eingriff. Gibt man mehr Gas, wird gleichzeitig spät geschaltet.
Mit manuellem Eingriff lassen sich aber auch solche Automatik/DSG Fahrzeuge sparsam fahren.
Die Kritik am Gejaule des Prius kann ich bestens nachvollziehen. Die Mehrheit der Autofahrer auf dieser Welt, auch in Deutschland, ist jedoch nicht großartig technikaffin und legt auch wenig Wert auf einen kultivierten Antrieb. Sonst wäre die große Mehrheit der Autos, insbes. in Europa, nicht mit 4-Zylindern und gar noch Dieseln ausgestattet. Dann kann man auch gleich Prius fahren, denn für die in Europa üblichen Kurzstrecken ist das Auto genauso geeignet wie andere Benziner und spart zudem noch Geld, solange Toyota kostenfrei (und ohne Kommentar) beim Service die Akkus tauscht.
Sobald dies nicht mehr passiert, wäre auf längere Sicht bei Privatnutzung ein konventioneller Benziner wieder günstiger.
Ich für meinen Teil frage mich allerdings, weshalb man, wenn man schon ein Importauto aus Asien kauft, anstelle des Prius keinen Mazda 6 mit Saugbenziner für eher weniger Geld kaufen sollte. Macht mehr Freude und ist am Ende auch nicht teurer.
Die wilden technischen Klimmzüge, um mit 10.000 Eur Einsatz an Filigrantechnik einen Liter Sprit auf 100 Km herauszuholen, sind nach ein paar Jahren oft ein teurer Spaß. Wenngleich der Prius wenigstens zuverlässig sein soll. Ich würde für dieses Geld wohl eher Ford Focus ST fahren...

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almeo 25.01.2017, 09:44
22.

Zitat von werner-xyz
[...] nur weil viele etwas gut finden, muss es nicht gut sein .[...] Wobei ich auch nicht das Zielpublikum für die Kiste bin. [...]
Was ist denn das für eine seltsame Begründung? Weil viele Leute Trump gewählt haben ist der Prius Mist? Offensichtich - das schreiben Sie ja sogar selbst! - finden viele Leute das Fahrzeug gut, Sie nicht, aber Sie sind auch nicht die Zielgruppe. Das ist ja so, als würde ich einen neuen, von Fernfahrern hochgelobten Lastwagen Mist finden, weil er nicht auf meinen Tiefgaragenstellplatz passt...

Für seine Zielgruppe scheint der Prius alles richtig zu machen, wer einen großen Kombi braucht und regelmäßig einen Anhänger zieht, wird mit dem Auto keine Freude haben. Ist doch recht einfach?

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mikaiser 25.01.2017, 09:46
23. @ asasello23 Beschleunigen mit Verbrenner?

Zitat von asasello23
" Es sei effizienter, zum Beschleunigen den Verbrenner durch beherztes Treten auf's Gaspedal herbeizurufen und die Akku-Power zum Segeln zu nutzen." Über diesen Satz bin ich gestolpert. Ich dachte immer, die besondere Stärke von E-Motoren sei die Beschleunigung, besonders aus dem Stand. Während Verbrenner hier eher ineffizient arbeiten. Daher sollte doch die optimale Kombination sein: E-Motor für Beschleunigung und Verbrenner für gleichmäßigen Vortrieb. Habe ich da bisher falsch verstanden oder hat Toyota einen neuen Ansatz?
Tatsächlich hat Toyota einen anderen Ansatz. Die Elektromoteren (es sind ja zwei Stück) können zwar 72 PS aufbringen, aber die Batterie gibt nicht so viel her. Daher muss der Verbrenner beim Beschleunigen einen der beiden Motoren als Generator antreiben, damit der andere seine volle Leistung erreichen kann.
Beim Plug-In-Prius (der hier nicht beschrieben ist) kann der Akku mehr Strom abgeben, der Verbrenner schaltet sich daher nur bei starker Beschleunigung dazu.
Mit Effizienz hat das also nur insofern zu tun, als der kleine Akku leicht ist und damit in der Summe bessere Verbrauchswerte ermöglicht, obwohl der Verbrenner ineffizient beschleunigen muss.

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pace335 25.01.2017, 09:48
24.

5 Liter auf 100 Kilometerfinde ich kein gutes Ergebnis für solch ein Auto. Wenn ich zwangsmäßig sparen möchte dann sicher nicht mit diesem Auto. Da gibt es genug Dieselfahrzeuge mit denen man besser sparen kann.

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sennahoj 25.01.2017, 10:04
25.

Zitat von asasello23
" Es sei effizienter, zum Beschleunigen den Verbrenner durch beherztes Treten auf's Gaspedal herbeizurufen und die Akku-Power zum Segeln zu nutzen." Über diesen Satz bin ich gestolpert. Ich dachte immer, die besondere Stärke von E-Motoren sei die Beschleunigung, besonders aus dem Stand. Während Verbrenner hier eher ineffizient arbeiten. Daher sollte doch die optimale Kombination sein: E-Motor für Beschleunigung und Verbrenner für gleichmäßigen Vortrieb. Habe ich da bisher falsch verstanden oder hat Toyota einen neuen Ansatz?
Das stimmt auch. E-Maschinen liefern bereits ein Drehmoment, sobald sie von Strom durchflossen werden, obwohl sie sich noch garnicht drehen. Ein Verbrennungsmotor muss dazu erst eine gewisse Drehzahl aufbauen. Dreht sich ein Verbrenner nicht, liefert er auch kein Drehoment. E-Maschinen können also prinzipiell schneller beschleunigen, ihre Reaktion fühlt sich dadurch unmittelbarer an.
Das muss nicht heissen, dass E-Maschinen in einem Hybrid in jedem Fall sparsamer beschleunigen, wenn man das gesamte Konzept betrachtet. Der Prius hat einen recht kleinen Akku und auch eine E-Maschine benötigt zum Beschleunigen viel Energie, bzw. Strom. Berücksichtigt man die Charakteristik des gesamten Antriebstranges kann das Ergebnis also durchaus sein, zu bestimmten Betriebsbedingungen in jedem Fall den Verbrennungsmotor zuzuschalten.
In jedem Fall sollte man als Nutzer nicht versuchen, schlauer als die Elektronik zu sein. Die notwendigen Regelungen sind dermassen komplex, dass man das die Technik machen lassen sollte.
Also, immer schön beherzt das Gaspedal treten und den Wagen machen lassen.

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thrlll 25.01.2017, 10:07
26.

Zitat von asasello23
" Es sei effizienter, zum Beschleunigen den Verbrenner durch beherztes Treten auf's Gaspedal herbeizurufen und die Akku-Power zum Segeln zu nutzen." Über diesen Satz bin ich gestolpert. Ich dachte immer, die besondere Stärke von E-Motoren sei die Beschleunigung, besonders aus dem Stand. Während Verbrenner hier eher ineffizient arbeiten. Daher sollte doch die optimale Kombination sein: E-Motor für Beschleunigung und Verbrenner für gleichmäßigen Vortrieb. Habe ich da bisher falsch verstanden oder hat Toyota einen neuen Ansatz?
Das liegt daran, dass der Verbrenner deutlich mehr Leistung als die E-Motoren haben.

Sie stolpern wahrscheinlich über das Drehmoment - das haben die E-Motoren schon bei v=0, während die Elektronik den Verbrenner immer dahin regeln muss, wo er bei der entsprechenden Last und Geschwindigkeit das maximale Drehmoment hat.

Deshalb machts mit meinem Auris Hybrid auch so viel Spaß, Leute an der Ampel stehen zu lassen, auch wenn diese Leute ansonsten merkbar schneller von 0-100 kommen (aber das ist was anderes als "von 0 auf erster" ;-)

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Illya_Kuryakin 25.01.2017, 10:08
27. @rizzorat

Ihre gepriesene "Kickdown-Verzögerung" ist ein Bug und kein Feature. Wenn Sie überholen wollen und der Kickdown erst einmal 2 Sekunden braucht um runterzuschalten, dann können Sie gleich in suizidaler Absicht in den Gegenverkehr fahren. Ich tippe eher auf ein übles, billiges Aisin Automatikgetriebe.

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provocator 25.01.2017, 10:11
28.

An meinem Auto (Rover 75 V6 2.5) erfreut mich unter vielen anderen Details, daß es in keiner Weise versucht, mich zu erziehen. Es existiert nicht einmal ein Nervgepiepe, wenn der Sicherheitsgurt nicht angelegt ist. Das Priuskonzept ist für mich insofern ein absolutes NoGo. Mal abgesehen davon, daß dieser Wagen derart häßlich ist, daß man bei seinem Anblick Gefahr läuft, Augenkrebs zu entwickeln.

P.S.: Mir fällt gerade ein, daß im Rover doch eine einzige Erziehungsmaßnahme verbaut ist: Verlässt man bei ausgeschaltetem Motor den Wagen, gibt es ein Warnsignal, wenn das Licht noch angeschaltet ist. Das ist aber gerade noch akzeptabel, lol ...

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varesino 25.01.2017, 10:17
29. Es ist ein Planetengetriebe

Zitat von doktor MZ
Laut Text soll der Prius ein Planetengetriebe haben, das klingt erst mal nach einem normalen Automatikgetriebe. Tatsächlich ist es aber eine stufenlose Automatik, wie auch der Faktenbox unter dem Artikel zu entnehmen ist. Und das passt dann auch zum beschriebenen Gummibandeffekt. Der Artikel verfolgt eine interessante These, aber so richtig viel Ahnung von der Materie scheint der Autor nicht zu haben...
Aber ein Planetengetriebe, in der Konfiguration Umlaufgetriebe, Überlagerungsgetriebe.
Das Resultat ist ein stufenloser Antrieb.

Sogar die Begründung des sogenannten "Gummibandeffekts" im Artikel ist korrekt.

Dieser Autor hat mehr verstanden, als viele Andere.

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