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Fahrrad-Blog: Der tägliche Straßenkampf
Ralf Neukirch

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jufo 22.12.2016, 05:42
1. Ähnliche Erfahrungen mache ich auch

Die Fahrradwege in unserer Gegend laufen auf eine gemeinsame Nutzung des Gehwegs hinaus was für Radfahrer und Fußgänger gefährlich ist. Gerne lässt man Radfahrer nur auf einem Gehweg fahren, dafür dann in beiden Richtungen.Autofahrer, die aus Nebenstraßen kommen achten nicht auf Radfahrer, die vermeintlich aus der falschen Richtung kommen, beinah Unfälle oder auch tatsächliche Unfälle sind häufig. Gerade alte Autofahrer reagieren dazu auch noch spät. Dazu die besagten Baumwurzeln. Fahrrad fahren ist unter diesen Umständen sehr gefährlich, die Kommune handelt hier grob fahrlässig.
Die Aggression vieler Autofahrer ist Realität, auch untereinander. Meine präferierte Lösung sind aber nicht Bußgelder sondern Fahrverbote für Autos in Innenstädten. Autos brauchen zu viel Platz, verpesten die Luft und töten andere Verkehrsteilnehmer. Ich sehe nicht ein, dass das so sein muss.

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kein Lemming 22.12.2016, 05:43
2.

Bin regelmäßig sowohl mit Rad als auch mit dem Wagen unterwegs. In keiner Großstadt, muß ich dazu sagen, dennoch auf einer nicht nur für die Stadtm sondern auch Landkreisübergreifend wichtigen und vielbefahrenen Verkehrsstraße. Doch weder kann ich mich als Autofahrerin über Radfahrer beklagen, noch als Radfahrerin über Kraftfahrer. Liegt ja vielleicht ja auch mit daran, daß ich beide Sichtweisen kenn und darum sowohl als Autofahrerin, noch als Radfahrerin nicht nur Rücksichtnahme und Verständnis fordere, sondern auch bereit bin, sie gegenüber anderen zu haben.

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felisconcolor 22.12.2016, 05:56
3.

Nicht schon wieder diese leidige Diskussion. Liebe Autofahrer UND liebe Radfahrer ihr seid ALLE Verkehrsteilnehmer. Also haltet euch an § 1 StVO dann klappt auch alles. Weiteres ist nur Heisse Luft Gelaber.
§ 1
Grundregeln

(1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.

(2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

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quick_piet 22.12.2016, 06:01
4. Gleiche Rechte ! JA !

Leider benutzt oder haben über die Hälfte der Radfahrer keine ordnungsgemäßen Fahrräder und fahren leider immer ohne Licht.
Ich würde alle Fahrzeuge welche nicht den Vorschriften entsprechen, sofort einziehen und unbrauchbar machen
(Alles Fahrzeuge)

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112211 22.12.2016, 06:03
5.

Selbst wenn die Strafen hierzulande nicht so drakonisch wie in den USA sind: einfach öfter mal anzeigen.

Wenn Kfz Fahrer im Prinzip damit rechnen können, dass sie ohne Konsequenzen zu spüren, regelmäßig in eklatanter Weise die StVO missachten, werden sie ihr Verhalten nicht ändern. Busspuren in den Innenstädten werden allzu oft als Zusatzspur missbraucht, Fahrradstreifen zugeparkt oder ebenfalls als Zusatzspur "genutzt". Hinzu kommen natürlich noch die allgegenwärtigen, unkonzentrierten Handynutzer, bei denen ebenfalls immer wieder zu beobachten ist, dass sie Fußgänger und Fahrradfahrer "übersehen".
Es kostet nicht viel, solche Kfz Fahrer anzuzeigen, habe ich auch schon gemacht und werde es wieder tun. Zumindest bei besonders krassen Fahrern. Bezogen auf die Busspur-Benutzer würde ich am liebsten jedem dieser Fahrer die Zusatzgebühr hierfür gönnen (je nach Sachlage zwischen 15 und 85 €, ggf mit Punkt in Flensburg).

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wexelweler 22.12.2016, 06:07
6.

Für klamme Kommunen ist es eben billiger die Beschilderung abzumontieren als die Fahrradwege - was eigentlich normal wäre - regelmässig zu reinigen und in Stand zu halten. Ein schwacher Trost ist, dass es den Autofahrern in DE ebenso geht. Es macht dem gemeinen Politiker eben mehr Spass, ein neues Gebäude, Brücke, Strasse Flughafen etc. einzuweihen. Pflege bringt eben keine Publicity. Vielleicht wäre mal ein Moratorium nötig. Keine neuen öffentlichen Anlagen solange die bestehenden nicht in 1A Zustand sind.

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heinryk 22.12.2016, 06:12
7. USA besser?

Also hier in NYC wird leider ständig auf den Radwegen geparkt und die Polizei macht nichts!

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efohy 22.12.2016, 06:20
8.

Die USA als Vorbild? Wirklich?? Auch wenn hier im Silicon Valley, wo ich seit acht Jahren lebe, mittlerweile auf fast allen Hauptstrassen grosszügige Fahrradwege angelegt sind, heisst das noch lange nicht, dass man dort als Radfahrer sicherer ist als in D. Ja, dort parkt niemand (weil die Strassen i.A. so breit sind, dass neben Autoverkehr und Fahrradweg immer noch Platz genug für einen Parkstreifen ist). Aber trotzdem wird der Radweg aus Nachlässigkeit oft von Autos befahren. Abgelenkte Smartphone-Fahrer merken das oft gar nicht. Rechtsabbieger übersehen mich regelmässig, sogar Linksabbieger (erst gestern wieder fast von einem umgenietet worden. Gut, dass ich meine Bremsen fit halte). Und in Kalifornien geht es Radfahrern vergleichsweise gut. Letzte Woche mit einem Kollegen, der kürzlich aus Georgia in die Bay Area gezogen ist, gesprochen. Der sagte mir, dass Radfahrer dort vorsätzlich von motorisierten Sturköpfen abgeräumt werden. Jedes Jahr Dutzende Todesfälle. In seltenen Fällen landet so etwas vor Gericht. Aber meistens spricht eine Redneck-Jury den angeklagten Fahrer frei.
Ich habe in Deutschland einige 10.000 km auf dem Rad zurückgelegt, und ja, dort gab und gibt es auch haarsträubende Situationen. Aber die USA als Vorbild für Deutschland für Radverkehr? Nicht in diesem Leben.

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HH1960 22.12.2016, 06:23
9. Foto mit dem Handy machen und eine Anzeige erstatten

Hilft beim Porschefahrer vielleicht beim zehnten Male, beim Kurierfahrer schon eher. Wer arbeitet schon gerne zwei Stunden für lau? Ich hoffe immer noch auf Strafen nach Tagessätzen; damit es auch der Porschefahrer im Geldbeutel spürt.

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