Forum: Auto
Fahrtüchtigkeit bei Senioren: "Probleme offen und ehrlich ansprechen"
DPA

Immer wieder verursachen ältere Autofahrer schwere Unfälle. Aber wie teilt man den eigenen Eltern oder Großeltern mit, dass sie den Führerschein besser abgeben?

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veritas31 14.05.2018, 21:24
90. HAHA Guter Witz

Zitat von herbert
mit dem Auto und die der Senioren !!! Die paar Unfälle von Senioren im Jahr jetzt hochpeitschen um wieder irre typisch deutsche Gesetze zu bringen mit Fahrverbote ist völlig daneben. Die Leute die meinen sie müssten die Senioren an die Kette legen, sollten sich erst einmal mit durchgeknallten Jugendlichen im Geschwindigkeitsrausch beschäftigen und davon gibt es reichlich !
Na Herbert, wohl auch Jahrgang "Kaiser Wilhelm" oder? Eine Statistik würde ich lieber nicht für Ihresgleichen erstellen...das könnte böse enden.
Ich habe in den letzten Monaten, nur mal so, immer die Polizeimeldungen in unserer Region (eine von vielen in D) verfolgt und wissen Sie was...von geschätzt 100 VU (das sind Verkehrsunfälle) waren vielleicht 5 von "jungen Menschen"
Immer wieder las ich "betagter Herr" "Senior" "älterer Verkehrsteilnehmer" etc.
Na noch Fragen?
Man...gibt doch einfach zu, dass ihr keinen Plan mehr habt und einfach nicht mehr in die Zeit passt...am "anderen Verkehr" nehmt ihr doch schon lange nicht mehr teil...so what

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liberta 14.05.2018, 21:25
91. So einfach ist das nicht,

einfach nach den Jungen zu schielen....es sind schon die Alten, die eine höhere Gefahr darstellen, da braucht man nicht versuchen, etwas zu beschönigen. Außerdem könnte jeder von uns Opfer werden und seine Gesundheit oder schlimmer noch sein Leben lassen - was soll denn da das Schönreden und Ausweichen auf Nebenkriegsschauplätze? Man sollte den Fakten und Zahlen in die Augen sehen!

Selbst vor dem Hintergrund, dass die jungen, ungestümen, sich oft selbst überschätzenden Fahrer ebenfalls einen gehörigen Anteil an den Unfällen ausmachen, heißt das doch nicht, dass man die Alten aus ihrer Verantwortung entlassen und die Augen vor der Gefahr, die von alten Fahrern ausgeht, verschließen darf. Zumal deren sich zahlenmäßige erhöhender Anteil an den Straßenverkehrsteilnehmern (=Alterspyramide!) die Situation nicht entspannen, sondern eher verschärfen wird in den kommenden Jahren!

Statistiken der Dt. Verkehrswacht zeigen ganz klar, dass trotz bei nahezu doppelter(!!!) Anzahl von Pkw-Unfällen der Jungen (45.836) im Vgl. zu den Alten (23.644), davon bei den Jungen 13,7% mit Schwerverletzten und 0,6% mit Toten einhergeht bei den Alten hingegen in 21,5% der Fälle Schwerverletzte und in 1,8% Tote zu beklagen sind. Relativ gesehen also 1,5 x so viele Schwerverletzte und 3 x soviele Getötete bei den Alten im Vgl. zu den Jungen. (Quellen:http://www.deutsche-verkehrswacht.de/home/bmvi-projekte/jugendliche/unfallstatistik-junge-fahrer.html & http://www.deutsche-verkehrswacht.de/home/bmvi-projekte/senioren/unfallstatistik-senioren.html).

Selbst die Anzahl der absoluten Anzahl von Unfällen mit Toten bei den Alten bezogen auf die absolute Zahl der Pkw-Unfälle der Jungen ergäbe "nur" eine Quote von 0,9%, d.h. relativ gesehen "gerade mal" die Hälfte gemessen an der Ist-Quote der Alten!!!

M.E. ist es nicht schwer erkennbar/ermittelbar, welcher Risikofaktor für Gesundheit und Leben schwerer wiegt! Daran gibt es nichts zu rütteln und muss Konsequenzen haben! Wenn ein Fortbewegungsmittel zur unkalkulierbaren Waffe unterm Hintern von alten Leuten für den Rest der Bevölkerung wird, ist das nicht hinnehmbar und ein Nichthandeln durch nichts begründbar!

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unglaublich_ungläubig 14.05.2018, 21:25
92.

Zitat von lobivia
Welche Alternativen haben Senioren denn in Sachen Mobilität?
Taxi! Ist auch viel billiger als ein eigenes Auto zu unterhalten, wenn man nicht viel fährt. Aber rechnen können Senioren ja oft auch nicht.

Das Argument, man würde Senioren ihrer Mobilität berauben, wenn man ihnen den Führerschein wegnimmt, wenn sie zu gebrechlich oder senil werden, um am Straßenverkehr mit einem Kraftfahrzeug teilzunehmen, ist bei genauer Betrachtung ein Scheinriese. Wer sein Auto nicht öfter als 20x im Monat braucht und dabei eher Strecken im einstelligen Kilometerbereich zurücklegt, fährt mit dem Taxi billiger.

Ich hoffe sehr, dass es endlich verbindliche Kontrollprüfungen gibt, wenn ich in das kritische Alter komme; ewig dauert das nicht mehr. Meine Kinder haben Anweisung, mich zu überwachen. Es gibt kein Grundrecht auf einen Führerschein, das ist ein Privileg!

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carlitom 14.05.2018, 21:28
93.

Zitat von karldhammer
und seit meinem achtzehnten Lebensjahr im Besitz der Klassen 1+3, seit 1973 der Klasse 2; letztere habe ich 2010 nicht mehr erneuert, da ich sie wirklich nicht mehr brauche und ich auch nicht mehr auf so einen Bock steigen möchte. Soweit- so gut, aber sollte mal so ein Fahrlehrer mir zeigen wollen, wie man Auto fährt, okay - dann zeige ich ihm mal was Querbeschleunigung ist.
Ein gutes Beispiel dafür, warum es so schwierig und hoffnungslos sein wird, darauf zu hoffen, dass Senioren selbst erkennen, wie die Fähigkeiten nachlassen und wie gefährlich ihr Autofahren für sie und andere wird.

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liberta 14.05.2018, 21:28
94.

Zitat von unglaublich_ungläubig
Die immer gerne wiedergekäute Mär von den jugendlichen Rasern, die mehr Unfälle verursachen als Senioren, ist schlicht nicht wahr. Senioren verursachen mehr Unfälle (in Relation zur Fahrstrecke), glücklicherweise sind sie meist nicht so schwer, weil sie eher langsam unterwegs sind. Dazu kommt noch, dass Senioren ihren Mitmenschen mit ihren Fahrdefiziten durchaus erheblich auf den Nerv gehen, und dass man auch schneller fahren kann entdecken sie gerne, wenn sie überholt werden. Man erkennt alte Fahrer daran, dass sie außerorts schleichen und innerorts rasen, mit derselben Geschwindigkeit. Dass nicht noch mehr passiert liegt vor allem daran, dass ihre Fehler von anderen ausgeglichen werden. Wenn die Generation Wirtschaftswunder meint, dass alles in Ordnung ist, dann kann sie das ja beweisen, indem sie einer Gesetzesänderung zustimmt, nach der jeder, absolut jeder, den Führerschein alle 5 Jahre mit einer theoretischen und praktischen Prüfung erneuern muss. Das sollte ja für die ach so erfahrenen Kutscher, die noch nicht mal richtig Kreisverkehr fahren können und jede Linkskurve über die Mittellinie schneiden, kein Problem sein, oder? Und wo wir gerade dabei sind: Führerschein ab 16! In dem Alter können die das nämlich, jedenfalls allemal besser als ihre Großeltern. Das wird aber in Deutschland nicht passieren, jedenfalls nicht in den nächsten 30 Jahren. Warum? Genau diese Generation hat (zurzeit) das Geld, und das will die Automobilindustrie weiter haben. Wenn man sich dann noch anschaut, wie sich die Wählerschaft von CDU/CSU zusammensetzt...
Danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, das darzulegen - da kann ich mir das Schreiben sparen und stimme Ihrem Beitrag in vollem Umfang einfach zu!

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carlitom 14.05.2018, 21:29
95.

Zitat von maicher
Das ist ja schlimm, man, da muss man aufpassen das es nicht noch mehr wird. Man sollte das Fahren ja nun nur noch juengeren Fahrern ueberlassen, die verursachen ja fast keine Unfaelle und wenn die mal durch die Stadt rasen um zu sehen wehr schneller ist und da dann jemand zu Tode bringen ist das ja nur eine verlaesliche Suende.
Noch so ein Hinweis auf die Selbstüberschätzung der Senioren.
Die Zahlen sprechen eine deutliche, wenn auch für Sie offenbar schmerzliche, Sprache. Senioren verursachen sehr viel mehr Unfälle und sind sich der nachlassenden Qualifikation nicht bewusst.

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liberta 14.05.2018, 21:30
96.

Danke Ihnen, dass Sie sich die Zeit genommen haben, das darzulegen - da kann ich mir das Schreiben sparen und stimme Ihrem Beitrag in vollem Umfang einfach zu!

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carlitom 14.05.2018, 21:33
97.

Zitat von syracusa
Im Vergleich mit 20jährigen schneiden die Senioren vermutlich gar nicht schlecht ab. Kennt jemand eine Unfallstatistik, die dazu verlässliche Zahlen liefert? Falls meine These zutrifft: warum geht's dann gegen Senioren und nicht gegen ungestüme Jugendliche?
Das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Und dass Hör-, Seh- und Konzentrationsfähigkeit im Alter nachlassen haben Sie damit auch nicht widerlegt.

Wer kennt sie nicht, die tauben Väter und zittrigen Schwiegermütter oder umgekehrt, die ständig stolz erzählen, dass sie selbstverständlich noch selbst fahren? Und am Schluss war es dann - wie man so häufig in der Zeitung liest - gerne die böse Automatik, die den Unfall ganz ohne Zutun des Seniors verursachte...

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carlitom 14.05.2018, 21:34
98.

Zitat von skurilla
denn laut Statistik sind die älteren Fahrer genauso stark an Unfällen beteiligt wie die jüngste Fahrergeneration. Über die wird allerdings nicht gesprochen. Die Altersangabe ist nur bei Älteren Fahrern gleich in der Headline zu sehen. Die Absichten sind unübersehbar. Es wird versucht, eine Bevölkerungsgruppe an den Pranger zu stellen, damit daraus Profit geschlagen werden kann. Nachschulungen für ältere Autofahrer - ein Wahnsinnsmarkt!
Erstens stimmen Ihre Zahlen nicht, zweitens werden die Jungen ständig thematisiert, drittens wird es bei den Jungen mit den Jahren besser, wenn man sie fahren lässt. Das ist ja wohl bei den Senioren genau umgekehrt. Oder wollen Sie sogar das leugnen?

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carlitom 14.05.2018, 21:36
99.

Zitat von wikkur
In die gleiche Richtung wie im ersten Beitrag möchte ich nicht argumentieren. Querbeschleunigung ist im öffentlichen Straßenverkehr kein Faktor. Aber ohne Frage lassen die erforderlichen Fähigkeiten mit zunehmenden Alter nach. Ich selbst habe in den vergangenen Jahren zweimal an Trainings einer großen Autozeitung teil genommen. Training unter Anleitung kann ich jedem nur empfehlen. In allen Altersklassen.
Sehr vernünftig. Und wenn sich all die älteren Autofahrer, die hier so auf ihre angebliche Fahrtüchtigkeit pochen, sicher sind, dass das hinhaut, können sie ja problemlos solche Fahrtrainings oder auch Nachschulungen/-prüfungen, wie sie in anderen Ländern selbstverständlich sind (und sich in der Sicherheit auswirken) durchführen lassen.

Oder doch nicht so überzeugt vom eigenen Können?

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