Forum: Auto
Fahrtüchtigkeit bei Senioren: "Probleme offen und ehrlich ansprechen"
DPA

Immer wieder verursachen ältere Autofahrer schwere Unfälle. Aber wie teilt man den eigenen Eltern oder Großeltern mit, dass sie den Führerschein besser abgeben?

Seite 3 von 22
InesH 14.05.2018, 19:00
20. Regelmäßige Überprüfung der Fahrtüchtigkeit ab 70

Es sind doch nicht nur die Augen. Das regelt man mit Brille.
Es ist auch oft die Nackenwirbelsäule, die den trotz toller Rück- und Außenspiegel erforderlichen Schulterblick nicht mehr hergibt.
Es sind ebenso nachlassende Reflexe, sorry, das ist nun mal so. Das ist auch nicht schlimm.
Es ist der altersbedingte Größenwahn - hey, ich fahr seit 50 und mehr Jahren unfallfrei (was man in den meisten Fällen durchaus bezweifeln darf, denn auch Blechschäden beim Ein- oder Ausparken sind Unfälle), vergleichbar mit dem testosterongesteuerten 18jährigen männlichen Führerscheinneubesitzer.
Es gibt wirklich einen Unterschied zwischen:
Auto fahren dürfen und Auto fahren können.
Unsere Mutti hat drei Blechschäden und einen fast katastrophal ausgegangenen vierten verursacht, ehe sie mit knapp 78 Jahren einsah - es geht nicht mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rudig 14.05.2018, 19:02
21. naja,

mal abgesehen das die älteren lt. Statistik weniger Unfälle bauen
als die jungen hat sich das Thema in einigen Jahren durch autonomes
Fahren sowieso erledigt.
Ich fahre oft Fahrrad und sehe hier ein grosses Problem das auf Radfahrer wenig Rücksicht genommen wird.
Hie sollte der Staat handeln wie z.B. in Holland, mit breiteren Radfahrwege und Vorfahrt für Radfahrer innerhalb Orten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
salto 14.05.2018, 19:04
22. ich bin Jahrgang 58

und kann mir sehr gut vorstellen, wie man auf einer teilbewaldeten Landstraße mit starken Sonne- Schattenkontrasten eine ganze Gruppe Radfahrer übersehen kann.
Selbst eine extrastarke Beleuchtung am Fahrrad hilft da nicht wirklich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DanielHartmut 14.05.2018, 19:04
23. Viel mehr wäre geholfen

Wenn Radfahrer einfach darauf verzichten, Straßen ohne Radwege zu verwenden. Es gibt kein Recht darauf, überall mit dem Rad fahren zu können, ich darf schließlich auch nicht überall mit dem Rad hinfahren. Anstatt Senioren den Führerschein wegzunehmen und sie damit im Endeffekt ins Wohnzimmer zu fesseln, sollten Radfahrer am Miteinander auf der Straße arbeiten. Ich sehe jeden Tag Radfahrer, die sich nicht an die Regeln halten und es kann nicht sein, dass Radfahrer Narrenfreiheit in Deutschland genießen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jufo 14.05.2018, 19:10
24. Ich sehe das in meiner Familie

Es ist oft nicht möglich die eigenen Einschränkungen zu akzeptieren und auch wenn es regelmäßig Blechschäden gibt sieht man nicht ein, dass die eigenen Fähigkeiten schwinden.
Geholfen hat ein Besuch beim Arzt der keine Fahrtüchtigkeit erkennen konnte. Der Arzt hat hier eine ganz andere Autorität als die Familie und eine Untersuchung sollte regelmäßig verpflichtend sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
prisma12 14.05.2018, 19:12
25. Inzwischen...

sind wir in der Verwandschaft so weit, dass wir anonym die Polizei zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit von xyz verständigernmüssen. Der Betreffende ist absolut uneinsichtig, produziert bisher (zum Glück nur) ständig Blechschäden etc. Es ist unsere Pflicht, v.a. auch die anderen Verkehrsteilnehmer zu schützen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegelleserin57 14.05.2018, 19:14
26. wenn mich besoffen einer anfährt...

Zitat von BettyB.
Wenn eine andere Person, die kaum etwas sieht, kaum etwas hört, endlich mal richtig querbeschleunigt und sie als Passanten dabei "mitnimm"t, käme aber wohl selbst bei ihnen wenig Freude auf, oder doch?
aber auch nicht! Die schweren Unfälle bauen in der Regel junge Leute.
Bei den illegalen Wettrennen in den Städten sind auch keine Alten beteiligt.
Man sollte mal die Kirche im Dorf lassen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rockogranata 14.05.2018, 19:15
27. Statistikvergleich zwischen Jung und Alt ist irreführend

Häufigste Unfallursachen bei jungen Menschen ist unangepasstes Tempo und die Neigung zu unvernünftig hohem Risiko. Bei alten Menschen hingegen ist es die schleichende Verschlechterung der eigenen körperlichen Fähigkeiten. Ein Statistikvergleich ist daher irreführend. Gegen die Unvernunft der Jugend kann man was tun, gegen das Alter kaum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nils1966 14.05.2018, 19:16
28. Karlsruhe, 11.5.

In KA-Rüppur ist ein 95-jähriger am 11.5. mit seinem Automatic weghen Verwechslung mit Vollgas in eine Gruppe von Autos vor der dortigen Kirche gefahren und hat 5x Totalschaden verursacht. Genau 24 h vorher war dort großer Menschen-Auflauf wegen der Himmelfahrtsmesse. ...Das hätte jede Amokfahrt-Meldung weltweit in den Schatten gestellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Spiegelleserin57 14.05.2018, 19:17
29. wäre überhaupt sinnvoll...

Zitat von wikkur
In die gleiche Richtung wie im ersten Beitrag möchte ich nicht argumentieren. Querbeschleunigung ist im öffentlichen Straßenverkehr kein Faktor. Aber ohne Frage lassen die erforderlichen Fähigkeiten mit zunehmenden Alter nach. Ich selbst habe in den vergangenen Jahren zweimal an Trainings einer großen Autozeitung teil genommen. Training unter Anleitung kann ich jedem nur empfehlen. In allen Altersklassen.
für alle eine kleine Prüfung, Theorie und Praxis alle 2 Jahre durchzuführen. Da kommen dann alle auf den neuesten Stand und es zeigt wer fahren kann, in allen Altersklassen!
Wer nicht daran teilnimmt muss den Schein dann abgeben und alle Vorwürfen wären beseitigt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 22