Forum: Auto
Fahrtüchtigkeit bei Senioren: "Probleme offen und ehrlich ansprechen"
DPA

Immer wieder verursachen ältere Autofahrer schwere Unfälle. Aber wie teilt man den eigenen Eltern oder Großeltern mit, dass sie den Führerschein besser abgeben?

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lala999 14.05.2018, 20:00
60. Wieviel Tote muß es noch geben?

Jedes Auto muss alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung, aber ältere Führerscheininhaber -

Der Vergleich mit risikobereiten Fahranfängern hinkt, die meisten jungen werden Erwachsen, die Fahrtüchtigkeit verbessert sich mit zunehmendem Alter nicht mehr.

Ich bin für das schweizer Modell.

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dr__c 14.05.2018, 20:00
61. Zynische Wahrscheinlichkeitsargumentation

Zitat von syracusa
Im Vergleich mit 20jährigen schneiden die Senioren vermutlich gar nicht schlecht ab. Kennt jemand eine Unfallstatistik, die dazu verlässliche Zahlen liefert? Falls meine These zutrifft: warum geht's dann gegen Senioren und nicht gegen ungestüme Jugendliche?
Jedes Unfallopfer ist eines zu viel. Ältere Fahrer mit Hinweis auf andere Fahrergruppen, die möglicherweise eine höhere Unfallhäufigkeit aufweisen, auszuklammern ist zynisch.
Daher müssen in jeder Gruppe geeignete Kontrollen zur Verringerung der Opferzahlen gefunden werden: Der in den Kommentaren erwähnte junge Dynamiker, der an illegalen Strassenrennen teilnimmt, wird, im Gegensatz zum dem älteren Verkehrteilnehmer, höchstwahrscheinlich nicht bei einem Reaktionstest durchfallen. Für Ersteren braucht man andere Arten der Kontrolle. Bei Letzterem sind regelmässige Reaktionstests angemessen, da sie eine natürliche Alterserscheinung evaluieren.

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rene.meevissen 14.05.2018, 20:00
62. Wie lange jemand unfallfrei fährt,

ist doch egal. Jeder Teilnehmer, der ein gewisses KFZ führt, sollte alle x Jahre nachweisen, daß er / sie noch dazu in der Lage ist. Das Ganze z.B. gestaffelt und über die Zeiträume und Grenzen können dann alle fleißig diskutieren :)
18-30 alle 5 Jahre (plus die Probezeiten direkt nach Führerscheinerwerb)
31-40 alle 5 Jahre
41-50 alle 4 Jahre
51-60 alle 3 Jahre
61-70 alle 2 Jahre
>=71 jedes Jahr
Das japanische Model mit einem Status (gold, silber, bronze) und Rückfall bei Unfall ist es auch wert, beachtet zu werden.
Grundsätzlich macht es überhaupt keinen Sinn, daß man zu Beginn seines Führerscheins gewisse Prüfungen ablegen muß und dann darf man theoretisch 80 Jahre lang bis man tot umfällt ungeprüft ein KFZ führen. Unlogisch.
Und daß mensch 50 Jahre unfallfrei fährt und was weiß ich wieviel KFZ Steuer gezahlt hat, hat überhaupt nichts zu bedeuten. Die Statistik beginnt bei jeder Fahrt von neuem ... man kann nichts ansparen, und im Falle eines tödlichen Unfalls gegenrechnen.

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wombie 14.05.2018, 20:02
63.

Zitat von joG
.....gelesen, nach der die Statistiken zeigen, dass Erst ab gut über 70 das Unfallrisiko ähnlich wird wie das der der Gruppe 25 und darunter.
Bei ähnlichem Unfallrisiko beider Gruppen ist es somit folgerichtig die unter 25 jährigen ähnlich zu behandeln wie die über 70 jährigen.

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opinio... 14.05.2018, 20:03
64. Altershetze?

Verschätzen tun sich auch jüngere Fahrer und Fahrerinnen! Was soll das Gezeter. Die Fähigkeiten zu Fahren sind sehr individuell gestreut. Manche können nicht mehr sehen, manche konnten es noch nie.
Eine Gunst wenn man es kann und noch kann. Trauriges Faktum bleibt: Irgendwann kann jeder nicht mehr Autofahren. Dieser Zeitpunkt lässt sich nicht regeln.

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MehrSeinalsSchein 14.05.2018, 20:04
65. Würde, Freiheit, Unabhängigkeit - Verantwortung!

Die heutige Generation der Wiederaufbauer steht an der Klippe der altersbedingten "Unfähigkeit" ! Menschen, die den Krieg in seiner unglaublichen Grausamkeit überlebt haben - wie mein Vater - und anschließend in einer erneut unglaublichen Aufbauleistung das zerstörte Deutschland wieder aufgebaut haben, sind altersbedingt unfähig die Anforderungen der Moderne - z.B. die der Digitalisierung und des Verkehrs und der Entwicklung weg von der wohnortnahen Versorgung hin zu Einkaufszentren auf der Grünen Wiese - weit weg von der Wohnung - zu erfüllen! Ohne eigenes Fahrzeug droht absolute Hilflosigkeit! Hier wird eine Erweiterung de "Generationenvertrages" zwingend erforderlich - wer seinen Führerschein abgibt gewinnt im "Nahbereich" das Recht auf kostenlose Taxifahrten zur selbstbestimmten Aufrechterhaltung "Sozialer Kontakte" und zum "Einkaufen" und im Fernbereich zur "Kontaktpflege" mit Freunden und Familie! Das muss uns Jüngeren unsere Sicherheit vor den "Alten" es wert sein! Gegenüber der Generation der "Alten" muss gelten: Leben und Leben lassen! Leben in Würde ermöglichen!

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liquimoly 14.05.2018, 20:06
66. Und wie oft bitte, passiert das?

Von schweren Unfälle, die sich durch altersbedingte Fahruntüchtigkeit ereignen, berichtet SPON einmal im Monat. Von schweren Unfällen, die durch mangelnde Eignung Halbstarker verursacht werden, wöchentlich. Wer spricht denn die jungen bis mittelalten, wilden Familienmitglieder an, daß diese ihren Führerschein abgeben sollten?

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dedroog 14.05.2018, 20:09
67. ..eine beliebte Meinungsmache - mit gefälligen Zahlen...

laut statistischem Bundesamt war 2016 die große Bevölkerungsgruppe der über 65 jährigen für 15,4 % aller Unfälle mit Personenschaden verantwortlich - die kleine Gruppe der 18 - 25-jährigen kam hingegen auf einen Anteil von beachtlichen 65,3 % als Hauptverursacher..... (https://www.destatis.de)

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Feldlärche 14.05.2018, 20:13
68. keiner ist schuldig

Eine Überprüfung der Fahrtauglichkeit alle 5 oder 10 Jahre ist sicher keine schlechte Idee. Zumal die Masse ihre Brille selbst bezahlen muss und die Sehstärke nicht immer unbedingt mit den Gläsern übereinstimmt (Bin selbst Brillenträger). Dazu kommen körperliche Veränderungen. Nun, ich wäre auch nicht begeistert, wenn ich grad dann zur Überprüfung müsste, wenn ich grad "Rücken" hab. Meist sind das doch aber vergängliche Zipperlein und wenn man schon Probleme hat ins Auto einzusteigen, wird man es auch stehen lassen. Wir dürfen bei dieser Diskussion nicht vergessen, dass ein Autofahrer, in dem Moment wo er das ab 850 kg schwere Vehikel besteigt schon einen "Vorsatz" begeht. Das kann man Radfahrern nicht nachsagen, wobei ich mich auch furchtbar ärgere über Radler, die ohne Reflektoren oder Licht abends auf der Landstraße unterwegs sind. Bei Gegenverkehr auf engeren Straßen und bei erlaubten 70 km/h gibt es dann eben auch Situationen wo es heißt "Du oder ich". Deshalb darf man Radlern aber das Fahren auf den Landstraßen nicht verbieten. Vielmehr sollte hier der Staat gefordert sein, für benutzbare Radfahrwege und deren Benutzung (!) durch verkehrssichere Radler zu sorgen. Selbst in Brandenburg wohnhaft kann ich ein Lied davon singen, wie Radler mit Anhänger auf der B96 (vermutlich auf dem Weg zur Küste) lange Staus verursachen, da die Straße zu schmal ist, um bei Gegenverkehr (immer vorhanden, da Hauptverkehrsader !) gefahrlos und mit dem korrekten Sicherheitsabstand zu überholen. Und ehrlich, man kann weder von einem 20-kmh-Auto noch von einem Radler verlangen, alle 500 - 1000 Meter rechts ran zu fahren, damit die Kraftfahrzeuge bequem überholen können. Wer das erwartet sollte sich fragen, ob er das tun würde. Die Haftpflichtversicherung zur Pflichtversicherung zu machen - das allerdings unterschreibe ich, wäre ein guter Gedanke. Denn selbst wenn ein Kraftfahrzeugfahrer bei Unfall mit Radlern grundsätzlich eine Teilschuld bekommt - einige Unfälle sind ganz sicher auch von Radlern gedankenlos in Kauf genommen. Autofahrern hingegen möchte ich sagen - nur weil z.B. 70 km/h erlaubt sind, heißt dies nicht "immer und in jeder Situation" - angepasste Fahrweise ist noch immer oberstes Gebot. Dazu gehört dann auch, dass ein älterer Mensch bei Starkregen womöglich nur mit 40 auf einer 80 km/h erlaubten Strecke fährt genau so wie ein junger Mensch mit guten Reflexen durch wiederholten Spurwechsel möglicherweise schneller vorankommt.
Als Auto-, Motorrad- und Radfahrer muss ich sagen - ich bin grundsätzlich immer von allen genervt. Autofahrer unterschätzen den Beschleunigungsmoment von Motorrädern und meinen, weil sie eine tolle Hupe haben hätten sie Vorfahrt. Motorradfahrer drängeln sich in nicht vorhandene Lücken im Stau und für viele Radler scheint es gar keine Verkehrsregeln zu geben. Autofahrer parken dann auch noch die Radwege zu oder öffnen die Tür ohne sich umzuschauen. Man kann dem genervten Gefühl gut entgehen, wenn man a) rechtzeitig losfährt b) hinter jedem Baum einen Lebensmüden vermutet und c) genrell davon ausgeht dass alle anderen Idioten sind und man als einziger den Weitblick haben muss um unbeschadet nach Hause zu kommen *zwinker*

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CobCom 14.05.2018, 20:21
69.

Zitat von DanielHartmut
Wenn Radfahrer einfach darauf verzichten, Straßen ohne Radwege zu verwenden. Es gibt kein Recht darauf, überall mit dem Rad fahren zu können, ich darf schließlich auch nicht überall mit dem Rad hinfahren. Anstatt Senioren den Führerschein wegzunehmen und sie damit im Endeffekt ins Wohnzimmer zu fesseln, sollten Radfahrer am Miteinander auf der Straße arbeiten. Ich sehe jeden Tag Radfahrer, die sich nicht an die Regeln halten und es kann nicht sein, dass Radfahrer Narrenfreiheit in Deutschland genießen.
Auf Radwegen werden sie dann aber erwiesenermaßen im Abbiegeverkehr oder durch unachtsame Türöffnung erheblich häufiger geschlachtet als wenn sie sich die ganze Zeit im Blickfeld der Autofahrer befinden.
Was helfen würde, sind Verkehrskonzepte, die wieder flüssiges Fahren bzw. Fortkommen zum Ziel haben, mit aufeinander achtenden Verkehrsteilnehmern:
In meiner Umgebung gibt es zig Ampeln, die für 4-6 Stunden Rushhour gebraucht werden und sonst überflüssig sind, Fußgängerampeln an Stellen, die kein Mensch braucht (wurde aufgestellt, nachdem 90%+ des Verkehrs durch neue Umgehung umgeleitet und der Bereich auf Tempo 30 reduziert wurde (!)) und Radwege, die man wegen durch Bewuchs, schlechter Einsehbarkeit und der schmalen Führung getrost als Todesstreifen bezeichnen könnte, etc. pp. Nicht eine oder zwei, ein Dutzend zähle ich Ihnen auf, ohne zu überlegen.
Hier werden die Verkehrsteilnehmer reihum von einer freidrehenden Nannyverwaltung vergackeiert und was machen die Helden?
Sie gehen aufeinander los.

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