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Fahrverbote: Regierung fordert Hersteller zu Hardware-Nachrüstungen auf
DPA

Jetzt wird es beim Diesel doch konkret: Die Regierung hat ein Lösungskonzept erarbeitet, das dem SPIEGEL vorliegt. Darin werden Hardware-Nachrüstungen und ein Rückkaufprogramm von den Herstellern verlangt.

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kraus_adam 25.09.2018, 14:19
1.

Ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt weil die ausländischen Konzerne (Toyota, Nissan, Citroën, Renault, Volvo, Hyundai, Suzuki uswusf.) da niemals mitmachen werden.
Außerdem sind ALLE betroffenen Autokonzerne Aktiengesellschaften. Die können nach den Gesetzesgrundlagen in der Börse gar nicht freiwillig Abermilliarden für die unsinnige Nachrüstung von Millionen deutschen Autos zahlen und somit abschreiben. Das geht nicht. Die ganzen Fonds und Versicherungen die mit Milliardensummen in Mercedes, VW und BMW investiert sind würden denen das letzte Hemd rausklagen.

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lanzarot 25.09.2018, 14:21
2. Gesetzesänderung

Frau Barley macht doch den Weg frei für Sammelklagen. Wenn die Autohersteller sich querstellen, dann werden sie eben mit Klagen überzogen, wie in den U.S.A und das wird richtig teuer.

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curiosus_ 25.09.2018, 14:23
3. Verlangen kann man viel

Zitat von Gerald Traufetter
Darin werden Hardware-Nachrüstungen und ein Rückkaufprogramm von den Herstellern verlangt
Dumm nur, wenn man kein Druckmittel in der Hand hat. Weil man es selbst verbockt hat und die Rechtslage (die man selber zu verantworten hat) einem keine Rechtsmittel zur Durchsetzung des Verlangens an die Hand gibt.

Denn, mal abgesehen von VW, sind alle Autohersteller (auch die außerdeutschen, von denen hier bezeichnenderweise nicht die Rede ist und die bei derartigem Begehr nur den Stinkefinger zücken werden) schlimmstenfalls in einer juristischen Grauzone (Stichwort "Motorschutz") unterwegs. Und damit lässt sich vor Gericht kein Blumentopf gewinnen.

Ganz abgesehen davon, dass aktienrechtlich ein freiwilliges Öffnen des Geldbeutels zu Problemen führen dürfte (Reduktion des Gewinns), selbst wenn Mutti das wünscht.

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Grummelchen321 25.09.2018, 14:24
4. Ich höre

schon wieder die Kritiker die DHU verteufeln.Man sollte lieber gutheißen das Sie mit dem Durchsetzten der Luftreinheit für Fahrverbote sorgt die Scheuer in Zugzwang bringen.Es ist doch mitllerweile bewiesen welche unheilige Union KFZ Hersteller und Politik eingegangen sind die zum Dieselgate führten.Dazu er,ittelt die EU wegen mehreren Kartellen der Autohersteller die eine wirksame Abgasreinigung zu verzögern um kosten zu sparen.Spiegel und Spon sollten mal schauen welche Verbindungen es da gibt.Sie würden staunen wie wir jahrelang von Herstellern und Politik betrogen worden und welches Ausmaß das tatsächlich hat.

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Olli Ökonom 25.09.2018, 14:24
5. Das Konzept ist zum Scheitern verurteilt

Wie will diese Regierung denn Autohersteller wie Renault, PSA, FIAT, und die anderen japanischen und koreanischen Hersteller dazu bewegen da mitzumachen. Gesetzlich wird die Regierung diese Hersteller kaum dazu zwingen können. Und wenn diese nicht mitmachen, werden die deutschen Hersteller hzu Recht auch nicht mitmachen. Das Ganze ist einfach nur ein hirnverbrannter Aktionismus. Was machen eigentlich die anderen EU Staaten insbesondere Frankreich und Italien diesbezüglich? Wahrscheinlich nichts, denn die sindschlau und wollen ihre Industrie und ihren Wohlstand nicht gefährden.

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chrismuc2011 25.09.2018, 14:24
6.

Das klingt ja auf den ersten Blick recht vernünftig.
ABER: Wenn erst durch die EU die Rechtmäßigkeit geprüft werden muss und somit die Umrüstungen erst ab 2020 erfolgen können, dann sollte bis dahin ein Fahrferbot für diese Fahrzeuge ausgeschlossen sein, was wiederum gegen EU und deutsche Rechtsurteile verstoßen dürfte.
Es muss gesichert sein, dass es nach der Umrüstung keine Nachteile für die Eigentümer dieser Autos gibt, wie z.B. der aktuelle deutliche Wertverlust.
Es muss von unabhängiger Seite, ich betone UNABHÄNGIG, geprüft werden, welches die wahren Umrüstkosten sind. Also ohne Gewinnaufschläge. Das müssen die Autohersteller offenlegen oder alternativ müssen sie auf die 20% Kostenbeteiligung verzichten.

Die einzig Gelackmeierten sind Besitzer von Dieselfahrzeugen der Klasse Euro 4, wie ich. Mein Auto hat mehr als die Hälfte seines Wertes innert kürzester Zeit nach Bekanntwerden des Dieselskandals verloren:-(

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schnarchn 25.09.2018, 14:25
7.

Und dann nur für die Fahrzeuge deutscher Automobilhersteller? Alle anderen schauen in die Röhre, oder was ist der Plan?

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CancunMM 25.09.2018, 14:26
8.

Zitat von kraus_adam
Ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt weil die ausländischen Konzerne (Toyota, Nissan, Citroën, Renault, Volvo, Hyundai, Suzuki uswusf.) da niemals mitmachen werden. Außerdem sind ALLE betroffenen Autokonzerne Aktiengesellschaften. Die können nach den Gesetzesgrundlagen in der Börse gar nicht freiwillig Abermilliarden für die unsinnige Nachrüstung von Millionen deutschen Autos zahlen und somit abschreiben. Das geht nicht. Die ganzen Fonds und Versicherungen die mit Milliardensummen in Mercedes, VW und BMW investiert sind würden denen das letzte Hemd rausklagen.
Warum unsinnige Nachrüstung ? Wie oft kaufen Sie denn ein neues Auto. Ich habe meine letztes vor 8 Jahren gekauft und verdiene bestimmt nicht schlecht, aber einfach mal ein neues Auto kann ich mir nicht kaufen.

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tonhalle 25.09.2018, 14:28
9. Traurig, dass erst Panik bzgl. anstehender Wahlergebnisse nötig wurde.

...um die Regierung zum deutlich verspäteten Handeln zu bewegen. Traurig, dass es der CSU nahezu im Alleingang möglich gemacht wurde, etliche Millionen Dieselfahrer derart zu schädigen. Wir treten in eine neue Ära der Deutschland-AG, denn nachdem diese die Option gezogen hat, Kunden maximal über den Tisch zu ziehen, so, wie man es sonst nur aus den USA kennt, haben sie die Büchse der Pandora geöffnet. Keine Nachsicht mehr!
Und nicht vergessen, der Bürger wählt, die Automobilindustrie zahlt höchstens Steuern...und Einzelpersonen.

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