Forum: Auto
Fahrverbote: Regierung fordert Hersteller zu Hardware-Nachrüstungen auf
DPA

Jetzt wird es beim Diesel doch konkret: Die Regierung hat ein Lösungskonzept erarbeitet, das dem SPIEGEL vorliegt. Darin werden Hardware-Nachrüstungen und ein Rückkaufprogramm von den Herstellern verlangt.

Seite 2 von 19
Jochenberlin 25.09.2018, 14:29
10. Und was passiert mit den "alten" Autos?

Mich würde mal sehr interessieren, was mit den Autos passiert, die von der Industrie zurückgekauft werden. Kommen die dann einfach in andere Länder ohne strenge Abgasvorschriften und verpesten da die Luft? Eine umweltfreundliche Alternative ist diese Lösung jedenfalls nicht. Diese Autos sind widerrechtlich in Verkehr gebracht worden und gehören samt und sonders hardwaremäßig umgerüstet. Alles andere ist Augenwischerei!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tadel 25.09.2018, 14:29
11. Ist das wirklich praktikabel?

Und was passiert, wenn sich in den besagten Städten jemand entscheidet einen gebrauchten Diesel zu kaufen, bei dem diese Nachrüstung noch nicht erfolgt ist? Gilt die Umrüstung dann unbegrenzt, und sobald ein Fahrzeuge in einem der betreffenden Kreise angemeldet werden erfolgt für den Kunden die kostenlose Umrüstung?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wetzer123 25.09.2018, 14:31
12. Wenn die Industrie nicht will

Dann muss die Regierung eben ein Gesetz machen, dass dann für alle Hersteller aus dem In- und Ausland gilt. Schließlich hat die Autoindustrie betrogen und nicht die Käufer, die haben nämlich in der großen MEhrheit nicht mit Falschgeld bezahlt dafür aber falsch deklarierte Autos bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Georg_Alexander 25.09.2018, 14:32
13. Nein, sie werden es nicht mehr lernen

Diese 'tollen Angebote' an die Verbraucher entsprechen dem üblichen Scheinaktionismus und strotzen nur so vor Hintertürchen, die letztlich den Schaden komplett dem Verbraucher überlassen.
Nehmen wir nur einmal die scheinheilige Milchmädchenrechnung für die Nachrüstung: Da soll der Autobesitzer mit einem Schnäppchen gelockt werden. Nur 20% Eigenbeteiligung = 600 €? Die Autohersteller nennen einfach einen Fantasiepreis von 3000 € und schon hat der Verbraucher mit seiner 20%-'Beteiligung' bereits die gesamten Kosten der Umrüstung bezahlt. Für wie bekloppt halten die uns eigentlich?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OhMyGosh 25.09.2018, 14:34
14. Ich geb' Gas, ich will Spaß

Na, da wollen wir mal die Daumen drücken, dass die Regierung die bösen Buben von der Blechkistencombo wirklich zur Räson bringen kann. Wenn überhaupt, ginge das vermutlich nur mit Sammelklagen. Dann wären auch die ausländischen Konzerne betroffen. Was natürlich nur recht und billig wäre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein Mechaniker 25.09.2018, 14:34
15. Bitte noch markieren welche Passage dieses Chaos Papiers ...

... auf Handlungsfähigkeit der Regierung hindeutet? Finde leider keine! Nachrüstung bis 2020? Hatten nicht die nimmermüden Apologeten genau dieser Variante behauptet das wäre die schnellste Lösung? Bis dahin ist der älteste EURO5 Diesel 11 der jüngste sechs Jahre alt. Was passiert bis dahin mit den Fahrverbotszonen? Wodurch ist gesichert, dass unsere hyperaktiven Öko-NGOs nicht 2020 mit der nächsten Forderung nach Absenkung von Grenzwerten daher kommen, die weltweit eh schon die bei weitem niedrigsten sind oder womöglich tödlichen Elektrosmog an Elektroauros detektiert haben wollen ? Rückkauf nach eher willkürlichen, rechtlich zumindest zweifelhaften Kriterien? In den Großkanzleien wird wohl schon an den Schrftsätzen gearbeitet genau das auszuhebeln. Es glaubt doch wohl niemand dass am. 01. Oktober der Spuk vorbei ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rieberger 25.09.2018, 14:34
16. Verursacherprinzip

Ich fordere keinen roten Cent aus öffentlicher Hand für die Betrüger des VW-Konzerns. Es gilt das Verursacherprinzip: wer betrogen hat (VW), muss die Betrugsopfer entschädigen. Was für amerikanische Kunden gut ist, muss für deutsche Kunden Recht sein. Auch für den preis, wenn das Unternehmen abgewickelt werden muss. Der deutsche Steuerzahler darf nie und nimmer den Betrug dadurch nachträglich legitimieren, dass er mit seinen Steuern dafür aufkommen muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
s.l.bln 25.09.2018, 14:34
17. Dummes Zeug

Zitat von kraus_adam
Ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt weil die ausländischen Konzerne (Toyota, Nissan, Citroën, Renault, Volvo, Hyundai, Suzuki uswusf.) da niemals mitmachen werden. Außerdem sind ALLE betroffenen Autokonzerne Aktiengesellschaften. Die können nach den Gesetzesgrundlagen in der Börse gar nicht freiwillig Abermilliarden für die unsinnige Nachrüstung von Millionen deutschen Autos zahlen und somit abschreiben. Das geht nicht. Die ganzen Fonds und Versicherungen die mit Milliardensummen in Mercedes, VW und BMW investiert sind würden denen das letzte Hemd rausklagen.
Die Fondgesellschaften haben jahrelang die Gewinne abgeschöpft, die auch dank der Dieselmanipulationen erzielt wurden. Fragen sie bei denen mal nach, ob ihnen gigantische Strafzahlungen wie in den USA lieber wären.
Wenn Regierungen wollen, können sie der Wirtschaft noch ganz anders auf die Füße treten und da die Regierung jetzt dringend ein Projekt braucht, um die ramponierte Reputation wieder etwas aufzupolieren, werden Sie sich wundern, was so alles geht.

Ich sehe das juristische Problem eher in der Beschränkung auf die Ballungszentren. Da wird der blöde Abmahnverein wohl gleich die nächste Klage vorbereiten, zumal nach subventioniertem Umtausch der Stadtdiesel, die Preise für die restlichen vom Lande dramatisch in den Keller gehen wird. Da regt sich dann evtl. der nächste Widerstand.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
burlei 25.09.2018, 14:35
18. Hoppla! Was ist denn jetzt los?

Das Verkehrsministerium bewegt sich? Hektische Betriebsamkeit statt lethargisches Umsetzen der Wünsche der Autoindustrie? Na gut, ist ja auch nur die Zweiteilung der Gesellschaft in die, die von den Fahrverboten direkt betroffen sind denen geholfen wird und in "die anderen", die in die Röhre gucken. Die Autoindustrie muss damit nur ein paar Betrogene entschädigen, ihre Irrsinnsgewinne werden beeinträchtigt, die Shareholder kassieren weiter und der Rest der Bevölkerung soll sehen, wo sie bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curiosus_ 25.09.2018, 14:35
19. Verlangen kann man viel

Zitat von Gerald Traufetter
Darin werden Hardware-Nachrüstungen und ein Rückkaufprogramm von den Herstellern verlangt
Dumm nur, wenn man kein Druckmittel in der Hand hat. Weil man es selbst verbockt hat und die Rechtslage (die man selber zu verantworten hat) einem keine Rechtsmittel zur Durchsetzung des Verlangens an die Hand gibt.

Denn, mal abgesehen von VW, sind alle Autohersteller (auch die außerdeutschen, von denen hier bezeichnenderweise nicht die Rede ist und die bei derartigem Begehr nur den Stinkefinger zücken werden) schlimmstenfalls in einer juristischen Grauzone (Stichwort "Motorschutz") unterwegs. Und damit lässt sich vor Gericht kein Blumentopf gewinnen.

Ganz abgesehen davon, dass aktienrechtlich ein freiwilliges Öffnen des Geldbeutels zu Problemen führen dürfte (Reduktion des Gewinns), selbst wenn Mutti das wünscht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 19